Kommt jetzt die Zensur?

Nachdem heute die meisten Radiosender (also die, die sich nicht Informationen sondern gute Laune auf die Fahnen geschrieben haben) ausgiebig über die Gesetzesentwürfe der Patientenverfügung „informierten“, ist ein anderer, viel mehr diskutierter Gesetzesentwurf heute Abend verabschiedet worden.
Das „Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen“ wurde von der großen Koalition, trotz weitreichender Bedenken und äußerst unklarer Rechtslage, verabschiedet.
Damit haben sich unsere sogenannten Volksvertreter in meinen Augen einmal mehr viel zu deutlich als ausführende Hand von Lobbygruppen geoutet. Und auch endgültig als unwählbar. Überlegte ich bei der Europawahl schon lange und haderte mit mir, ist das Fass nun übergelaufen.
Trotz einer Debatte, die in m. E. alle Zweifel ausräumte,meinten 389 Abgeordnete ihre Inkompetenz mit der Stimmabgabe für die „Internetsperre“ zu verdeutlichen. Den Grünen sei Dank wurde diese Stimmenabgabe namentlich durchgeführt, so dass ich, wie der fiese Admin, meine Frage bezüglich deren Beweggründe auch persönlich stellen kann.

Wobei die CDU/CSU lasse ich mal außer acht, die sind sowieso keine Volksvertreter sondern Unternehmensvertreter. Außerdem kann man ja nicht der eigenen Familienministerin in den Rücken fallen, egal wie schwachsinnig ihre Vorschläge sind. Oder dreist. Wer weiß, was sie bzw. ihre Partei eigentlich damit bezweckt…

Aber von der SPD würde ich schon gerne wissen, welcher Teufel sie da geritten hat. Schade Frank-Walter. Deine Karriere geht damit auch zu Ende.

Mehr dazu hier:

Bundestag verabschiedet Gesetz für Web-Sperren

So funktionieren DNS-Sperren

Debatte im Wirtschaftsausschuss

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Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Die Sachen sind gepackt, die Spannung steigt, morgen um kurz nach acht fahren wir nach Berlin.

Wieso? Na, weil wir uns dort mit Berliner Kegelfreunden zwecks sportlichen Wettkampf und anschließendem Kulturprogramm treffen. Und so geht das abwechselnd (die Berliner kommen alle zwei Jahre zu uns) nun schon seit 1963.

Und ich bin auch schon seit über zehn Jahren dabei, auch wenn ich mittlerweile etwas ruhiger geworden bin. Was meinem Vater und seinem Hang zum Durchschlafen sehr entgegengekommen ist. 😉

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Unterschied

Für alle die den Unterschied nicht kennen:

Die Bremer Landesbank ist eine sogenannte Universalbank und gehört zur Norddeutschen Landesbank sowie dem Land Bremen.

Die Landeszentralbank in Bremen gibt es so nicht mehr, seit 2002 sind es „uneigenständige Verwaltungsuntergliederungen der Deutschen Bundesbank“ (so die Wikipedia).  Wenn ich mich recht erinnere hieße es früher ‚Landeszentralbank – Zweigstelle der Deutschen Bundesbank in Bremen‘ oder so. Wurde gerade bei einem Besuch von einem Mitarbeiter der Deutschen Bundesbank darüber aufgeklärt, aber der ehemalige Name war so lang, das ich ihn mir bis jetzt nicht mehr merken konnte. Zumal ich die Gelegenheit hatte, mit einem Dienstwagen eines unserer KAM das Hirn wegzublasen… :mrgreen:

Die Aufgaben einer Zentralbank will ich jetzt nicht abschreiben, kann man aber bei Interesse hier nachlesen.

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Muffel

Am Montag war ich bei Conrad um unserem Arbeitskollegen einen Gutschein zum Geburtstag zu holen. Nachdem ich nun geschlagene zehn Minuten an der Information stand, wo eine (EINE!) Frau

– das Telefon bewachte

– den Türöffner für ausströmende Kunden bediente

– Reklamationen bearbeitete

– abgegebene Taschen einsammelte und wieder ausgab

– dumme Fragen beantwortete

und weiß der Himmel, was sonst noch alles machte…

bekam ich von ihr zu hören: „Gutscheine gibts an der Kasse.“

*grummel*

Denn die Schlange an der Kasse war um ein vielfaches länger als an der Information…

Also noch mal kurz am Stand über Hausautomation vorbei und sich selbst ein bißchen über das Thema schlau machen. Das half ein wenig, denn als ich mich an die Kasse anstellte, war die Schlange bereits kurz hinter den Billigartikeln zuende.

Trotzallem dauerte es noch geschlagene fünfzehn Minuten bis ich an der Reihe war. Aber hinter mir wurde die Schlange nicht wirklich länger. Nach ein paar Minuten stand ein Mitfünfziger hinter mir, der durch seinen unangenehmen Körpergeruch auffiel. Aufgrund seiner Kleidung, Radfahrermontur – eng am Körper anliegend, schloss ich auf Schweißgeruch der frisch war und unterstellte mal nichts böses.

Nach ca. vier Minuten, die mir durch meine flache Atmung unwesentlich länger vorkamen, wurde mir bewiesen, das Zeitempfinden sehr subjektiv ist. Denn der Herr hinter mir beugte sich an mir vorbei und brüllte:

„Geht das da vorne auch noch weiter, oder lohnt es sich, an die andere Kasse anzustellen?“

Eine Kunde von vorne entgegnete ruhig:

„Das geht hier schon die ganze Zeit weiter.“

Darauf der Muffelkopf wieder:

„Ich stehe jetzt seit zehn Minuten an derselben Stelle und habe nicht das Gefühl, das es weitergeht.“

Wäre ich nicht auf den Mund gefallen, hätte ich ihm gesagt, das ICH zehn Minuten hier bereits stehe. Ich blieb aber ruhig. Fünf Minuten später stand ich dann an der Kasse.

„Einen Gutschein bitte.“

Und es war ein innerer Reichsparteitag für mich (wie mein Vater in dieser Situation wohl gesagt hätte), als die Kassiererin meinen Gutschein ordentlich ausfüllte, diesen ins System einpflegte, den Bon abheftete und rechts von mir ein in enger Radfahrermontur gezwängter Mitfünfziger immer hibbeliger rumhüpfte und aufgrund der inneren Aufregung noch ein wenig mehr Schweiss vergoss. 😈

Ist das eigentlich fies, so zu denken?

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Merke: (1)

Ein Umluftherd braucht weniger Zeit bei weniger Temperatur um einen Auflauf zu kochen…

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Und dann war da noch…

der Kollege, der total abgefüllt (also Oberkante Unterlippe) bei meinem Bruder ins Taxi fiel, sogleich in die Embryostellung einrollte und zu Hause aus dem Auto plumpste und fleissig versuchte, sich in seinem Erbrochen zu ersticken… 🙄

Gut das Markus das verhindern konnte. 😉

Aber das soll lieber mein Bruder erzählen, bei dem sich schon die Spinnweben im Blog breitmachen…

Aber bitte nenne keine Namen! 😈

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Siegerland

Unter anderem fuhr ich beim Stadtfest einen Besucher aus dem Siegerland ins Hotel Goldenstedt zurück, das ich zufällig gut kenne. Nein, nicht das Hotel, aber das Gebäude an sich. 😉

Der Herr, Ende vierzig bis Anfang fünfzig, zeigte sich enttäuscht vom Stadtfest. Es war wohl nicht so viel los, wie er erwartet hatte und ehe ich mich versah, suchten wir Gründe für das Ausbleiben und fanden sie in der gesellschaftlichen Struktur Delmenhorsts begründet und so ging es die ganze Fahrt über. Selbst beim Aussteigen an der Tankstelle oder beim Hotel setzten wir unsere soziologische Betrachtung fort.

Und ich weiß jetzt, wo das Siegerland ist. 😉

Für alle, die es nicht wissen. Das Siegerland ist dem Sauerland vorgelagert und genau zwischen Dortmund und Frankfurt gelegen.

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Trinkgeld

Wie ich hier bereits mich mehrfach darüber aufregte, das die Menschen zu wenig Trinkgeld geben, und auf der Arbeit hier bei Saturn ich als gewissenloser Taxifahrer gelte, der den Leuten bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Geld aus der Tasche zieht, kommt eine Anekdote vom Wochenende, die sich tatsächlich so ereignet hat.

Folgende Situation: Stadtfest in Delmenhorst, ich und zwei Kollegen haben eine Sondergenehmigung und werden von der Zentrale in Ruhe gelassen. Seit Mitternacht ist der Stadtwall das Paradies für unseren Berufsstand. Um halb drei fahre ich mit knurrendem Magen an den Stadtwall und komme sogar dazu, den Wagen rückwärts auf dem Taxistand zu parken. Das erste Mal, das sich um einen Platz in meinem Wagen sich nicht geprügelt wird. Folglich ist keiner da, und ich nutze die Gelegenheit spontan aus, um im Kofferraum meine Brötchentüte hervorzuholen. Ein junges Mädel, sicher nicht unattraktiv, modisch gekleidet, mti Tasche, Handy und Jacke über den Armen balancierend kommt auf mich zu.

Sie: Sind sie Taxifahrer?

Ich blicke mich ungläubig um, um sicherzugehen das sie mich meint: Ähm, ja?!

Sie: Könnten sie mich mitnehmen?

Ich stirnrunzelnd: Ja, sicher.

Sie: Ja, nicht das ich sie störe, weil sie Pause haben und gerade essen möchten.

Ich: Ne ne, das passt schon. Ich kann auch danach noch essen, schließlich bin ich zum Arbeiten hier.

Sie: Wirklich? Nicht das ihnen das Umstände macht.

Ich merke, das ich mit Ironie jetzt alles schlimmer machen würde und lasse es auch lieber: Nein wirklich kein Problem, ich fahre sie gerne.

Ich kürze das jetzt mal ab, weil das noch so zwei oder dreimal so hin- und herging. Sie erzählte, wie sie seit einer halben Stunde versucht, ein Taxi zu bekommen. In dieser halben Stunde war ich bestimmt schon dreimal am Stadtwall vorgefahren. Aber um ein Taxi zu bekommen, darf man eben nicht zimperlich sein. Schließlich war sie ja mit einer Tasche bewaffnet. 😉

Sie stieg also ein, nannte ihr Fahrtziel und ich fühlte mich schon als Gewinner. Lemwerder ist gepflegte 16 km entfernt und wenn es schon gerade in Delmendaddel ruhig ist, kann man auch mal ruhig weiter außerhalb fahren. Kaum rollten wir los, hatte sie ihr Handy am Ohr und telefonierte. Irgendwann unterbrach ein leerer Akku das Gespräch, so dass sie mit mir Konversation betrieb.

Sie: Bist Du auch bei StudiVZ?

Ich: Ich komme aus der IT-Branche und nutze es deshalb nicht. 😀

Sie: Ich schon, und habe übers Studi meinen Großcousin gesucht. Ich wußte nur, das er Mönchhausen* heißen soll. Und habe ihn auch gefunden. Er wohnt in Frankfurt/Main und ich habe ihn angeschrieben, das wir verwandt werden. Worauf er antwortete: Ich glaube nicht. Hab dann meine Mutter noch mal gefragt, der hieß gar nicht Mönchhausen, sondern Mönchhaus. Und auch nicht Daniel, sondern Sven. Voll peinlich.

Ich lachend: Dafür scheinst Du ja jetzt einen netten Daniel Möchhausen zu kennen.

Sie erzählte mir dann, das sie ihn wohl jetzt besuchen fahren will, aber eigentlich auch nicht will. Wie das halt immer so ist. Außerdem erzählte mir sie noch andere Peinlichkeiten aus ihrem Leben. Alles in allem eine naive  aber

auch umso mehr sympathische Person. An einer bekannten Kneipe in Lemwerder hielten wir dann an und ich den Taxameter. Genau 28 Euro. Sie drückt mir zwei Zwanziger in die Hand, und schaute mich verzweifelt an.

Sie: Wieviel Trinkgeld gebe ich denn jetzt?

Ich: Na so viel, wie Du bereit zu geben bist. Wenn es die schlimmste Fahrt Deines Lebens war, dann gibst Du nichts. Wenn es aber total toll war, kannst Du mir auch gerne die zwölf Euro geben.

Sie: Hm, dann behalte mal.

Ich verwirrt, denn junge Leute schmeissen für gewöhnlich nicht mit Geld um sich: Ich glaube nicht, das die Fahrt für Dich zwölf Euro extra wert war.

Sie: Ne, aber ich habs auch nicht kleiner.

Ich fürchtete schon einen ähnlichen Dialog, wie zu Beginn der Taxifahrt und kürzte das ganze dann ab, in dem ich einen Zehneuroschein aus meinem Portemonnaie zückte und ihr in die Hand drückte.

Ich: Zwei Euro reichen völlig.

Für einen kurzen Augenblick hatte ich das Gefühl, sie wollte mir um den Hals fallen aus Dankbarkeit. Aber dann war mir klar, das sie lediglich dankbar war, das ich ihr was beigebracht habe. Und ich hatte das gute Gefühl, das nicht alle Taxifahrer gewissenlose geldgeile Schweine sind, die das Leben zu eben diesen geformt hat.

Also es bleibt dabei, wie ich schon beschrieben habe. Zehn bis fünfzehn Prozent Trinkgeld reichen, wenn es gepaart mit einem respektvollen Umgang mit dem Fahrer ist. Fehlt das letzte, macht auch mehr Trinkgeld die Sache nicht besser. Es sei denn, das Trinkgeld bewegt sich im zweistelligen Bereich, aber dann ist es kein Trinkgeld mehr, sondern Aufwandsentschädigung. 😉

Wer aber wirklich nett ist, kommt auch schon mal mit weniger Trinkgeld davon. Dann kann ein Lächeln und sieben Prozent schon ausreichend sein. 🙂

* Name geändert!

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Chemie kann auch lehrreich sein

Ein lustiges Video, das anschaulich die Auswirkungen von Sauerstoff zeigt:

Oxygen

Und das ist der Name des guten Herrn:

Christopher Hendryx

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Wii-Fit? Wii-Kaputt

Mein „ich muss eigentlich dringend abnehmen, komm aber nicht so recht in die Pötte“ Fitnessprogramm wurde gestern fortgeführt. Fünf Tage, mahnte das Wii-Balanceboard mich an, ist es nun schon her, das ich mich das letzte mal auf dem Brett befand…

Naja, ein paar Fortgeschrittene-Funktionen sind ja schon freigeschaltet, also kann man das Fitnessprogramm auch ein wenig forcieren. Zumal in diesen fünf Tagen es mir gelungen ist, trotz zwei ‚Heroes‘-Abende und der dazugehörigen Portionen Salziges, 800 Gramm abzunehmen. Behauptet das Brett…

Ganze anderthalb Stunden schwang, streckte, reckte, quälte und bewegte ich meinen Körper. Um schlussendlich keine zehn Minuten später ins Bett zu fallen. Und am liebsten heute morgen gar nicht aufzustehen. Okay, das habe ich fast jeden Morgen, aber es ist leichter das aufs Brett zu schieben. 😉

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