Junggesellenabschied

Nein, natürlich nicht mein eigener. Noch nicht…

Am Freitag war der Junggesellenabschied meines zukünftigen Schwippschwagers geplant, vorher ging es noch auf den 30. Geburtstag des Ex-Freundes meiner zukünftigen Schwägerin. Schön, wie getrennte Paare noch ein freundschaftliches Verhalten an den Tag legen können. Mir und meiner Ex-Frau war es nicht gegönnt, aber…Schwamm drüber.

Auf jeden Fall feierten wir da erstmal Geburtstag, Steffi kam nicht so richtig in Feierlaune, weshalb ich ihr meinen Autoschlüssel übergab. Mit der leisen Hoffnung, mich wenn es ganz hart kommt, aus WHV abzuholen. Breiti und ich zischten fleissig Alster, um dem Flüssigkeitsverlust vorzubeugen.

Gegen 19.30 Uhr hat sich Breiti zuhause noch frischgemacht und dann ging es zu Klaus, der im Babystress war. Sein Sohnemann tanzte ihm schon ein ganzes Weilchen auf der Nase herum, und nervte uns auch ganz schnell mit seiner Entdeckung, das Terassentüren quietschen können. Nach und nach trudelten Karsten, Stefan (oder Stephan) Stokel und Faust ein. Zu sechst machten wir uns dann Pizzaverstärkt nach Wilhelmshaven zum Wochenende an der Jade.

Mit ordentlich Schluck und einer Großpackung Kondome ging es für Breiti ans Arbeiten. Erst noch verhalten auf die Leute zugehend kauften wir vom ersten Erlös ihm eine schöne Perücke. Damit ging es auch gleich wesentlich besser. Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrads meines Schwippschwagers in spe, fiel es ihm nicht schwer, einen Großteil binnen kürzester Zeit loszuwerden. Nur die Kondome wurden teilweise verschenkt. Leute, die sind wichtig! Warum will die bloß niemand haben?

Breiti mit Verkaufsstand und Perücke

Naja, bis auf einer kurzen Unterbrechung aufgrund eines längst überfälligen Regengusses, die wir zur weiteren Flüssigkeitsaufnahme und natürlich weiterer Verkaufsaktionen unter einem Bierzelt überbrückten, ging das Leeren des Bauchladens recht zügig vonstatten.

Breiti, Faust, Strokel und Klaus aus der RegenperspektiveTrauzeuge Klaus

Schlimm wurde es richtig, als wir die Kaiser-Wilhelm-Brücke Richtung Südstrand überquerten. Das Niveau ließ merklich nach. Das fiel sogar mit einigen Litern Bier, die man spazieren trug auf. Auf einmal wusste ich, was RTL-Zuschauer machen, wenn sie nicht vorm Fernseher sitzen. Was tun? Am besten Dosenwerfen, wo Klaus auf Anhieb abräumte und Karsten uns die passenden Krawatten raussuchte. So fielen wir gleich weniger auf…

Tarnversuch 1Tarnversuch 2

Gegen zwei Uhr wurde es an der Jade ruhiger. Ich weiß ja nicht, wer die Idee hatte, auf einmal noch ins Fun/Lollipop zu gehen, aber mir reichte es bis dahin. Breiti war auf einmal verschwunden (er erwischte ein Taxi zum Fun),  Klaus rannte kurzerhand hin und wir vier trotteten so nach.

Vorm Fun das erwartete Bild, viel Schlange…Und Aufpasser, die kurioserweise nur Süd-Europäer aus der Schlange krallten, stets mit der Begründung: „Du bist besoffen!“ Meinen Einwand, das ich auch besoffen bin, wurde dagegen ignoriert. Ne Leute, ich hatte eh keinen Bock mehr, da muss ich nicht noch in so einen Laden rein. Und ein Taxikollege ist sicher dankbar mich nach Hause zu fahren.

Ein Taxikollege? Steffi hat doch den Autoschlüssel. Jaha, die hatte ich natürlich auch vorher angerufen, aber die war leider nicht mehr in der Lage zu fahren…Bei ihr kam nämlich doch noch Stimmung auf…

Also einen Kollegen glücklich machen. Moment, ich habe ja gar keinen Schlüssel für das Haus…Also teurerweise den Umweg über Schortens, dort noch einen Tanz absitzen und dann endlich nach Hause. Gott, was war ich froh, als ich die Waagerechte endlich einnehmen konnte. Aber lustig wars.

Trotzdem war ich 45 Euro ärmer. Und zwei Taxikollegen glücklicher. Aber Steffi hatte sich ja auch ganz lieb entschuldigt…

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O-Ton (2)

Stefan versucht vom Wochenende zu erzählen:

Die Tapetete hatten sie schon gekauft.

Jepp, und den Tepipich wohl auch… *kopfschüttel*

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