Verbote – Selbstbestimmung unerwünscht

Als ich heute in den Nachrichten erfahren habe, dass nun das Gesetz verabschiedet wurde, dass es Minderjährigen verboten sei ins Solarium zu gehen, platzte mir endgültig der Kragen!

Gefühlt hat sich die Verbot – Politik in den letzten Monaten exponentiell gesteigert.  Verkauft wird es uns dann als Schutz. Schutz vor Gewalt und Terror. Dabei sollte doch ein gesunder Menschenverstand sehen, dass weder sogenannte „Killerspiele“ noch Paintball einen Menschen zum Terroristen formen.  Oder ein Stopp Schild in der Internetwelt die Kinderpornographie stoppt.

Warum heuchelt man uns das Interesse einer langfristigen Lösung vor, wenn doch alles nur an der Oberfläche angekratzt wird? Besteht das Ziel vielleicht gar nicht in einer zukunftsorientierten Lösung, sondern vielmehr in der steten Kontrolle? Macht durch Entmündigung ?!

In allen Lebensbereichen prallen wir vor Gesetze und Verbote. Die Eigenverantwortung und das freie Denken wird uns durch die Poltik abgenommen. Wie weit ist die Politik schon in meine Privatsphäre durchgedrungen, wenn ich mir als sozial kompetenter und psychisch stabiler Mensch meine Freizeitaktivitäten verbieten lassen muss… Der „Goldene Käfig“ wird langsam zu eng – ich will hier raus.

Es kann doch auch nicht Ziel und Sinn der Politiker sein, sich ein Volk von Marionetten zu züchten, denn dann hat es bald keine Grundlage mehr zum regieren. Es sollte nicht auf jedes gesellschaftliche, wirtschaftliche, ökologische Problem mit einem Verbot reagiert werden. Vielmehr sollte auf die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung gesetzt werden. Das funktioniert natürlich nur, wenn das Informations – und Bildungswesen ausgebaut wird. Energie und Geld in die Bildungspolitik zu stecken, wäre meiner Ansicht nach der dauerhaft wirksame Weg. Da stecken die Wurzeln, da müssen wir anfangen. Eltern vermitteln ihren Kindern soziale Kompetenz, Respekt gegenüber der Umwelt etc. Erziehung ist keine Staatsangelegenheit – Bildung schon!

Nunmehr muss ich sagen, dass meine Sympathie gewissen Neuparteien, die ich anfangs belächelte, deutlich steigt. Und sei es nur, dass durch sie ein Ruck durch das festgefahrene System alteingesessener Politikstrukuren geht.

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Déjà Vu (1)

23. Juni 2002. Nürburgring. Mein erstes Formel 1 Wochenende. Geprägt von Aufregung, Spannung, Bauchkribbeln und einer Riesenblamage.

Aufregung, weil mein erstes Formel 1 Rennwochenende, bei dem ich live dabei sein durfte.

Spannung, weil Rubens Barrichello erstmal seit dem Grand Prix von Österreich vor Michael Schumacher führte und alle befürchteten, es würde wieder zum Skandal kommen.

Bauchkribbeln, weil Mika Salo mit seinem Toyota (ausgerechnet ;-)) vor unser Tribüne einen Motorschaden hatte. Ein Gefühl, als wenn einem der Magen aus dem Bauch gezogen wird.

Riesenblamage, weil Alexander Klaws, seines Zeichens frischgebackener „Superstar“, die deutsche Nationalhymne singen durfte…Ich war kurz vorher aufs Sch…haus gegangen und hörte nur sein aufgeregtes Gekreische und das Gelächter tausender Niederländer, die sich ob dieser Darbietung scheckig lachten. Die Niederländer besuchen nämlich in Ermangelung eigener Grand Prixs gerne die auf deutschem Boden, und was ihnen hier geboten wurde…

Dafür ging es auf dem Pott auch richtig schnell…

An diesem Wochenende findet der Große Preis von Deutschland statt, und was muss ich gerade lesen?

Daniel Schuhmacher, seines Zeichens, frischgebackener „Superstar“, darf die deutsche Nationalhymne singen. Am Nürburgring. Aber wenigstens bin ich nicht dabei. Dafür habe ich gerade einen Drang auf Toilette zu müssen. 😉

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