Drei Nächte im Schnitt

Am 28. Juni berichtete ich bereits über mein Glücksgefühl des Topfahrers. Zwei Wochen später durfte mein Bruder dieses Gefühl geniessen, während ich der schlechteste war. Glück und Pech können eng beinander liegen. Wobei die Trinkgelder im Schnitt noch ganz gut waren. Selten mal die 40 Centgeber, sondern immer so 1,10 Euro.

Gestern war es das Mittelmaß was das verdienen anging, aber dafür unteres Maß was Trinkgelder angeht.

Tunc meinte es diesmal gut mit mir und ich durfte die neue E-Klasse fahren. Die haben wir seit drei Wochen und einer davon geht reium. Gestern war ich dran. 😀

Und es war Schützenfest in Grüppenbühren. Zwar lief die Nacht nicht so schlimm wie bei Torsten, aber Dorfjugend kann auch ganz schön nervig sein. Das Publikum dort offenbarte sich nämlich als meist minderjährig. Wie sich das offenbart? Indem im Viertelstundentakt Jugendliche ans Fenster klopfen um sich einen Kugelschreiber zu leihen damit die Einverständniserklärung der Eltern ausgefüllt UND unterschrieben werden kann. Wohlgemerkt: DER Eltern. Nicht von DEN Eltern… 🙄

Bevor das Schützenfest losging hatte ich schon einen „Kollegen“ aus Osnabrück zum Haus Sandersfeld gefahren. Man plauschte über die örtlichen Gegebenheiten aus Taxifahrersicht und ich freute mich bereits über das gute Kollegentrinkgeld. Zu früh. 😐 Denn der „Kollege“ entpuppte sich als sehr unspendabel und zur oben genannten 40 Cent-Fraktion.

Ich sollte aber mehr unter den Kiddies „leiden“ bei denen man aber damit rechnet, kein und wenn dann nur sehr wenig Trinkgeld zu bekommen. Was auch in Ordnung ist, sieh haben ja nur Taschengeld, der eine Euro kann dann besser in einen zusätzlichen Charly investiert werden (wie Steffi mir vorhin verriet) und seinen Eltern dann später sagen, das Taxi war soooo teuer. 😉

Witzigerweise musste ich in der Nacht auch an Steffi denken, als ich zum X-ten Mal passend rausgab. Denn auch sie gab früher kein Trinkgeld, machte sogar Festpreise ab (bei mir keine Chance, niemals! Versucht es erst gar nicht! Ich mache dann auch gerne mal die Tür wieder von innen zu und suche mir die nächsten Glücklichen…). Mittlerweile aber hat Steffi einen Prima-Einblick ins Taxigeschäft und gibt gerne und reichlich Trinkgeld. Ohne Festpreisgequatsche. 🙂

Und noch witziger, aber für mich nicht sehr hilfreich, fuhr sie gestern mit Jana mit dem Taxi. Jana bezahlte und gab 2,50 Euro Trinkgeld. Noch einer, der Herz beweist und an mich denkt. 😉

Also insgesamt betrachtet war das schönste die Nacht über in der neuen E-Klasse durch die norddeutsche Tiefebene zu fliegen. Trinkgelder mau, zum Ende der Schicht noch Glück mit den Touren gehabt, und jetzt vier Wochen Ruhe.

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