Genug Geld?

Es ist mittlerweile wieder hell, ab jetzt kommen die nervigen Gestalten heraus. Ich hatte gerade eine Tour nach Lemwerder raus, wo einer der Fahrgäste mir weismachen wollte, er müsste keine „Anfahrt“ bezahlen, weil ich ja nicht von ihm bestellt wurde. Er will da aber noch mal das BGB deswegen durchforsten, ob das so rechtens ist.

Meine Argumentation, das die im Volksmund genannte Anfahrtspauschale nicht nur die Anfahrt, sondern auch die Wartezeit des Fahrers abdecken soll und vom Ordnungsamt vorgegeben ist, verhallte in den unendlichen Tiefen seines Galileo-auf-Pro7-geschädigten Gehirns. Gut, das ich nicht der einzige bin, der das so sieht. Er leider aber auch nicht.

Wie auch immer, ich kam aus Lemwerder und war für den schlimmen Rest gewappnet. Das dieser aber witzig enden würde, dachte ich nun nicht.

Ein Typ stieg ein, nachdem er schon minutenlang vor meinem schööönen Wagen stand und in der Geldbörse rumspielte.

Erst zur OLB in Ganderkesee. Kein Problem und besser als die Volksbank, denn da kann man hinten rum abhauen…

Er stieg aus und versuchte erst mit seinem Büchereiausweis (?) oder der Deutschlandkarte (?) die Tür aufzumachen. Auf jeden Fall nicht mit der grünen OLB-Karte. Im zweiten Anlauf klappte das aber doch ganz gut und ging rein.

Nach ein paar Minuten kommt er raus, guckt mich entgeistert an und sagt:
„Du kriegst ja auch noch Geld. Was kostet das denn?“

„Naja“, sag ich, „jetzt stehen 10 Euro drauf, also wenn Du danach weiter willst und das in Ganderkesee bleibt, müsstest Du mit 15 Euro hinkommen.“

Darauf er, nur leicht verwirrt: “ Ja, dann warte mal. Ich hol noch eben Geld.“

Nett. 🙂

Wieder ein paar Minuten später kommt er raus. Er hätte die PIN ein paar mal falsch eingegeben. Passiert schon mal, wenn man sich das Hirn wegsäuft. Mir gerade erst selbst am Vortag passiert. (das Hirn wegsaufen, meine PIN brauchte ich nicht, hatte ja Steffi. ;-)).

„Warte nochmal.“

Dritter Anlauf.

Unverrichteter Dinge kommt er wieder raus. Er fing auch gleich mit meinem „Chef“ an, der nicht der Inhaber ist, aber wer hält sich schon mit Detailfragen auf?

„Jörg ist im Urlaub, das weiß ich.“

„Richtig, der ist weg.“ Sag ich. Scheint ja vertrauenswürdig zu sein, bietest ihm mal eine Rechnungsfahrt an.

Am Ziel fing ich dann an den Fahrnachweis auszufüllen. Ich bot ihm währenddessen schon mal eine Karte an, damit er durchrufen kann, wann die Zentrale zwecks Geld vorbeibringens besetzt ist.

„Die Nummer kenne ich wohl, Drei und dreimal die Fünf. Die Telefonanlage habe ich schließlich selber eingebaut.“ Während er das sagt, zieht er auf einmal einen Fünfziger aus dem Porte-Monnaie. Ja gibt es das?

Ich weise ihn freundlich darauf hin, das der Schein dicke für die Fahrt ausreicht, und er sogar was wiederbekommt.

Ein überraschtes und erfreuliches Lächeln macht sich auf seinem Gesicht breit.

Ich gab ihm 35 Euro wieder, zerriss den Fahrnachweis und bekam zum Dank eine Anschlusstour, die lediglich 150 Meter entfernt war.

Diese brachte mich zu den Städtischen Kliniken in Delmenhorst, und weil ich gerade in Schreiblaune war, füllte ich dem Herrn eine Quittung zwecks Einreichung bei der Krankenkasse aus. Man kann ja schließlich nie wissen. 😉

Und weil ich so nett war, sollte ich auf der Rücktour, nur 500 m vom Krankenhaus entfernt einen freundlichen jungen Südeuropäer aufgabeln und mal eben nach Huchting bringen. Dieser kannte übrigens den Fahrer des Unfalls mit zweifachem tödlichen Ausgang vom Wochenbeginn (NEIN, ich lese keine Nonstop-News! Niemals!)…

Aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema.

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Leibniztheater

Protagonisten:

Ein Kutscher, der den Weg kennt. (=I)

Ein Zentralist. (=Z)

Ein Klugscheißer. (Zur Ausnahme mal nicht ich…) (=K)

Z: Einmal Backenköhler, bitte reingehen und an der Rezeption melden.
I: Danke.

Ich stiefel rein, melde mich an der Rezeption und warte am Taxi. Nach geraumer Zeit kommen zwei ältere Ehepaare, Anfang sechzig. Der K setzt sich auf den Beifahrersitz.

K: Einmal Leibnizstraße in Delmenhorst. Kennen sie die?

I: Ja, geht von der Kantstraße ab.

K: Richtig, Leibnizstraße. Leibniz, der Philosoph.

I: Und Mathematiker.

K: Hier rechts.

I: Ja. Wie komme ich denn am besten in die Kantstraße? Die Dwoberger ist doch gesperrt, oder nicht?

K *macht eine Linksbewegung mit der rechten Hand bei ausgestrecktem Zeigefinger und dazu ein Comic-Heftartiges swusch-Geräusch*: Hier links.

I: Ja. Wie komme ich denn am besten in die Kantstraße, oder ist die Dwoberger wieder frei?

K: Ach, das ändert sich doch alle drei Tage.

I: Okay.

Nach knapp anderthalb Kilometer passieren wir einen Kreisverkehr. Erste Richtung Ganderkesee, zweite Richtung Delmenhorst, dritte Richtung Schierbrok. Bevor ich in den Kreisverkehr einfahre, fällt es dem K wie Schuppen vor die Augen.

K: Ach, die Dwoberger ist ja gesperrt, wie fahren wir da denn am besten?

I: Ich könnte hinterm Tiergarten längs fahren.

Allgemeine Zustimmung auf den hinteren Rängen, der K ist verunsichert. Eine neue Strecke!

K: Hier jetzt die zweite raus.

I: Ja.

Kurz vor der Einmündung Denkmalsweg, die in die Straße ‚Hinter dem Tiergarten‘ übergeht, kommt von rechts nichts mehr. Endlich Ruhe. Auch am Ende des Tiergartens keine Richtungsanweisung. Sollte ich etwa auf mich gestellt sein?

K *am Ende der Oldenburger Landstraße*: Hier jetzt links.

I *genervt*: Ja.

K *wieder mit seinem hippen swusch*: Hier jetzt in die Kantstraße rein.

I: Ja.

K: Hier rechts rum.

I *fahre die abknickende Vorfahrt, geradeaus ginge es zu den Schützen vom Tiergarten. Ich habe da gerade eine vortreffliche Zielscheibe neben mir sitzen*: Ja.

K: Und hier links in die Leibnizstraße.

I: Ja.

Es gab sogar 2,40 Cent Trinkgeld, und das obwohl der Beifahrer die ganze Arbeit hatte. 😉

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Drei Nächte im Schnitt

Am 28. Juni berichtete ich bereits über mein Glücksgefühl des Topfahrers. Zwei Wochen später durfte mein Bruder dieses Gefühl geniessen, während ich der schlechteste war. Glück und Pech können eng beinander liegen. Wobei die Trinkgelder im Schnitt noch ganz gut waren. Selten mal die 40 Centgeber, sondern immer so 1,10 Euro.

Gestern war es das Mittelmaß was das verdienen anging, aber dafür unteres Maß was Trinkgelder angeht.

Tunc meinte es diesmal gut mit mir und ich durfte die neue E-Klasse fahren. Die haben wir seit drei Wochen und einer davon geht reium. Gestern war ich dran. 😀

Und es war Schützenfest in Grüppenbühren. Zwar lief die Nacht nicht so schlimm wie bei Torsten, aber Dorfjugend kann auch ganz schön nervig sein. Das Publikum dort offenbarte sich nämlich als meist minderjährig. Wie sich das offenbart? Indem im Viertelstundentakt Jugendliche ans Fenster klopfen um sich einen Kugelschreiber zu leihen damit die Einverständniserklärung der Eltern ausgefüllt UND unterschrieben werden kann. Wohlgemerkt: DER Eltern. Nicht von DEN Eltern… 🙄

Bevor das Schützenfest losging hatte ich schon einen „Kollegen“ aus Osnabrück zum Haus Sandersfeld gefahren. Man plauschte über die örtlichen Gegebenheiten aus Taxifahrersicht und ich freute mich bereits über das gute Kollegentrinkgeld. Zu früh. 😐 Denn der „Kollege“ entpuppte sich als sehr unspendabel und zur oben genannten 40 Cent-Fraktion.

Ich sollte aber mehr unter den Kiddies „leiden“ bei denen man aber damit rechnet, kein und wenn dann nur sehr wenig Trinkgeld zu bekommen. Was auch in Ordnung ist, sieh haben ja nur Taschengeld, der eine Euro kann dann besser in einen zusätzlichen Charly investiert werden (wie Steffi mir vorhin verriet) und seinen Eltern dann später sagen, das Taxi war soooo teuer. 😉

Witzigerweise musste ich in der Nacht auch an Steffi denken, als ich zum X-ten Mal passend rausgab. Denn auch sie gab früher kein Trinkgeld, machte sogar Festpreise ab (bei mir keine Chance, niemals! Versucht es erst gar nicht! Ich mache dann auch gerne mal die Tür wieder von innen zu und suche mir die nächsten Glücklichen…). Mittlerweile aber hat Steffi einen Prima-Einblick ins Taxigeschäft und gibt gerne und reichlich Trinkgeld. Ohne Festpreisgequatsche. 🙂

Und noch witziger, aber für mich nicht sehr hilfreich, fuhr sie gestern mit Jana mit dem Taxi. Jana bezahlte und gab 2,50 Euro Trinkgeld. Noch einer, der Herz beweist und an mich denkt. 😉

Also insgesamt betrachtet war das schönste die Nacht über in der neuen E-Klasse durch die norddeutsche Tiefebene zu fliegen. Trinkgelder mau, zum Ende der Schicht noch Glück mit den Touren gehabt, und jetzt vier Wochen Ruhe.

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Was ich loswerden will (3)

Basisdemografie

Johnny Häusler vom Spreeblick betrachtet die Piratenpartei mit all ihren Facetten.

Der Bundespräsident soll das Gesetz zu den Web-Sperren stoppen

Der ak-zensur fordert den Bundespräsidenten öffentlich auf, das Gesetz zu Web-Sperren zu stoppen.

In Australien ist man bereits weiter und der Protest wird satirisch von GetUp bei Youtube zelebriert.

Urheber- und Persönlichkeitsrechte in sozialen Netzwerken

iRights informiert über rechtliche Probleme in sozialen Netzwerken und wie man sie umschifft.

Wie die politische Elite mit dem Web 2.0 umgeht

Jens, der Spiegelfechter klärt über die politische Elite im Umgang mit dem Web 2.0 auf.

Piratenpartei darf bei der Bundestagswahl antreten

Es gibt dieser Tage auch gute Nachrichten. 😉

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Teurer Einkauf

Ich habe hier und jetzt mein Coming-Out. Ich bin homophob. Nicht so, wie im Wikipediaartikel beschrieben, bei weitem nicht. Ich habe nichts gegen Homosexuelle, ich toleriere sie, akzeptiere sie und respektiere sie. Ich habe einfach nur Angst. Seit heute weiß ich ganz genau, warum.

Ich wollte einkaufen, und erblickte schon von Weitem einen Infostand. ALARM! Ich schaue immer nett und werde deshalb auch immer angesprochen. IMMER! Der Infostand war super postiert, direkt zwischen den beiden Eingangstüren. Was tun? Ohne Actimel und einer neuen Bierkiste fahre ich nicht nach Hause. Tat ich auch nicht, und hatte zusätzlich im Gepäck eine Bestätigung einer halbjährlichen Spende von 30 Euro an das Malteser Hilfswerk.

Ich wurde natürlich angesprochen. Nicht von einer der zwei hübschen Damen die da standen, nein. Von einem Mann, nicht unattraktiv, blondes, mittellanges, leicht gewelltes Haar, gute Statur. Kurz, ein Mann nach Frauengeschmack. Ich weiß nicht warum er mich gleich nachdem er mich angesprochen hatte bereits nach dem Alter fragte, aber als ich es ihm verriet, setzte er sein Schockgesicht auf und starrte mich ca. zehn Sekunden nur an. Und fing dann an mit Komplimenten.

Nein, ich glaube kaum das er das bei jedem macht den er anspricht. Das war keine Masche von ihm, ich fühlte mich die ganze Zeit ziemlich angegraben. Das ist ja nicht das schlimme, aber er wusste ganz genau, wie man mich bauchpinselt und ehe ich mich versah, unterschrieb ich für geistig behinderte Kinder (ja, geistig behinderte Kinder! Ich habe ihm nicht von meinem Zivildienst erzählt und trotzdem hat mich genau das berührt…) eine Lastschrift. Ich konnte einfach nicht „Nein“ sagen.

Und das macht mir an Schwulen Angst. Sie kennen genau wie die Frauen die schwachen Punkte der Männer, bei denen sie ansetzen können. Jetzt ist es raus. 😉

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Merke: (2)

Beim Auspacken des Einkaufs möglichst die Eier und andere zerbrechliche Sachen zuerst auspacken. Dann ärgert man sich auch nicht so, falls die über die Tischkante ragende Einkaufsbox zwecks Ungleichgewichts den Weg nach unten antritt.

Dafür gibt es heute zum Salat Rührei. Ist doch auch nett…

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Neuanschaffungen (1)

Vor zwei Tagen stöberte ich im neuen Real-Prospekt und was erspähen meine entzündeten Augen (sorry, Spruch aus Kindheitstagen…ich weiß, ist nicht witzig^^)?

Eine Panasonic Lumix DMC-LS80…für 99,95. Kurz im Internet nach Tests, Beurteilungen und technischen Details geschaut.

Fazit: Kaufenswert!

Also früher Feierabend gemacht und ab zu Real und zum Glück auch schnell fündig geworden. Leider war sie hinter Glas eingesperrt und da ich nicht täglich Elektroartikel in einem Supermarkt kaufe und auch kein Verkäufer daneben stand, habe ich mit meinen Fettgriffeln, kaum das ich das Glas berührte, einen Alarm ausgelöst.

Hm, dann wird ja auch gleich ein Verkäufer kommen. Und er kam, schaute mit mir gemeinsam den kompletten Inhalt der Verpackung an und übergab mir so dann unsere neue Digitalkamera. Oh, bevor ich es vergesse. Der Verkäufer gab mir noch die Bitte auf den Weg, das wenn die Einwegbatterien alle sind, auf jeden Fall Akkubatterien zu kaufen. Kommt meinem Geldbeutel und der Umwelt zugute. Als ob ich nicht schon längst auf Akkubatterien umgestiegen wäre.^^

Zu Hause wurde natürlich gleich ausprobiert und sie macht für unsere Ansprüche wirklich exellente Bilder, aber seht selbst:

Steffi First Shot

Stefan First Shot

Pärchen First Shot

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Was ich loswerden will (2)

Netzgemeinde, wer oder was soll das sein?

Der fiese Admin nimmt sich des Begriffes der Netzgemeinde an.

Beabsichtigt Familienministerin F.

Das lawblog berichtet von einem Leipziger Juraprofessor, der seinen Studenten eine Ferienhausaufgabe mitgibt.

Der etwas andere Wahl-O-Mat

Christoph Koch hat die Programme der Parteien in einer Cloud dargestellt.

ePetition gegen ein Verbot von Computerspielen

Der fiese Admin berichtet über eine Onlinepetition gegen das Verbot von Computerspielen inkl. Verlinkung.

Juristen melden schwere Bedenken gegen Web-Sperren an

Heise mit einem Bericht, in dem Juristen ihre Bedenken über Web-Sperren äußern. Nicht wenige Bedenken. 😉

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Verbote – Selbstbestimmung unerwünscht

Als ich heute in den Nachrichten erfahren habe, dass nun das Gesetz verabschiedet wurde, dass es Minderjährigen verboten sei ins Solarium zu gehen, platzte mir endgültig der Kragen!

Gefühlt hat sich die Verbot – Politik in den letzten Monaten exponentiell gesteigert.  Verkauft wird es uns dann als Schutz. Schutz vor Gewalt und Terror. Dabei sollte doch ein gesunder Menschenverstand sehen, dass weder sogenannte „Killerspiele“ noch Paintball einen Menschen zum Terroristen formen.  Oder ein Stopp Schild in der Internetwelt die Kinderpornographie stoppt.

Warum heuchelt man uns das Interesse einer langfristigen Lösung vor, wenn doch alles nur an der Oberfläche angekratzt wird? Besteht das Ziel vielleicht gar nicht in einer zukunftsorientierten Lösung, sondern vielmehr in der steten Kontrolle? Macht durch Entmündigung ?!

In allen Lebensbereichen prallen wir vor Gesetze und Verbote. Die Eigenverantwortung und das freie Denken wird uns durch die Poltik abgenommen. Wie weit ist die Politik schon in meine Privatsphäre durchgedrungen, wenn ich mir als sozial kompetenter und psychisch stabiler Mensch meine Freizeitaktivitäten verbieten lassen muss… Der „Goldene Käfig“ wird langsam zu eng – ich will hier raus.

Es kann doch auch nicht Ziel und Sinn der Politiker sein, sich ein Volk von Marionetten zu züchten, denn dann hat es bald keine Grundlage mehr zum regieren. Es sollte nicht auf jedes gesellschaftliche, wirtschaftliche, ökologische Problem mit einem Verbot reagiert werden. Vielmehr sollte auf die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung gesetzt werden. Das funktioniert natürlich nur, wenn das Informations – und Bildungswesen ausgebaut wird. Energie und Geld in die Bildungspolitik zu stecken, wäre meiner Ansicht nach der dauerhaft wirksame Weg. Da stecken die Wurzeln, da müssen wir anfangen. Eltern vermitteln ihren Kindern soziale Kompetenz, Respekt gegenüber der Umwelt etc. Erziehung ist keine Staatsangelegenheit – Bildung schon!

Nunmehr muss ich sagen, dass meine Sympathie gewissen Neuparteien, die ich anfangs belächelte, deutlich steigt. Und sei es nur, dass durch sie ein Ruck durch das festgefahrene System alteingesessener Politikstrukuren geht.

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Déjà Vu (1)

23. Juni 2002. Nürburgring. Mein erstes Formel 1 Wochenende. Geprägt von Aufregung, Spannung, Bauchkribbeln und einer Riesenblamage.

Aufregung, weil mein erstes Formel 1 Rennwochenende, bei dem ich live dabei sein durfte.

Spannung, weil Rubens Barrichello erstmal seit dem Grand Prix von Österreich vor Michael Schumacher führte und alle befürchteten, es würde wieder zum Skandal kommen.

Bauchkribbeln, weil Mika Salo mit seinem Toyota (ausgerechnet ;-)) vor unser Tribüne einen Motorschaden hatte. Ein Gefühl, als wenn einem der Magen aus dem Bauch gezogen wird.

Riesenblamage, weil Alexander Klaws, seines Zeichens frischgebackener „Superstar“, die deutsche Nationalhymne singen durfte…Ich war kurz vorher aufs Sch…haus gegangen und hörte nur sein aufgeregtes Gekreische und das Gelächter tausender Niederländer, die sich ob dieser Darbietung scheckig lachten. Die Niederländer besuchen nämlich in Ermangelung eigener Grand Prixs gerne die auf deutschem Boden, und was ihnen hier geboten wurde…

Dafür ging es auf dem Pott auch richtig schnell…

An diesem Wochenende findet der Große Preis von Deutschland statt, und was muss ich gerade lesen?

Daniel Schuhmacher, seines Zeichens, frischgebackener „Superstar“, darf die deutsche Nationalhymne singen. Am Nürburgring. Aber wenigstens bin ich nicht dabei. Dafür habe ich gerade einen Drang auf Toilette zu müssen. 😉

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