Hamburg sehen und sterben (1)

Um 8:45 Uhr gab es also ein Wiedersehen mit meinen Eltern. Frotzelten Steffi und ich am Vortag noch, man könnte ja verschlafen um sich einen ruhigen Sonntag zu verschaffen, sollte es später am Tag dazu kommen, das wir uns nichts sehnlicher gewünscht hätten als zu verschlafen. Doch dazu später mehr. Erstmal waren wir pünktlich und stiegen um kurz vor neun in den Metronom nach Bremen und stiegen dort in den Metronom nach Hamburg um.

Meine letzte Zugfahrt liegt jetzt bestimmt gute zehn Jahre her, von Metronom hatte ich noch nie was gehört und war sogar erstaunt, wie leise so eine Zugfahrt ablaufen kann. Wäre doch mal eine Möglichkeit auch zu zweit nach Hamburg zu kommen, ganz ohne Fahrstress und mal das eine oder andere Musical/Theaterstück/Konzert anzuschauen. Am Ende des Tages hieß die Entscheidung, wir fahren lieber selbst. Aber dazu später mehr.

Um kurz nach halb elf waren wir dann in der Hansestadt Hamburg angekommenDa

und fuhren mit der U-Bahn weiter zu den Landungsbrücken in St. Pauli. Dort wurde ein wenig geschlendert, Fotos gemacht LandungsbrückenAlbert und Rolf

und dann beim Pantry eingekehrt um „lecker“ Fisch zu Essen, oder in meinem Fall irgendwas anderes. 😉

Tja, eine Empfehlung wie die vom Vortag kann man hier leider nicht geben. Das Essen war, wie es an Touristenauflauforten wie den Landungsbrücken üblich ist, gerade noch so akzeptabel, wobei mein Schnitzel es nicht war. Steffis Lachsstreifen auf Salat dafür schon eher. Aber der Service war definitiv nicht mehr akzeptabel. Wurde uns vorher noch zugesichert, man könnte a la Carte bestellen, ließ uns der Kellner diese erst gar nicht sehen und hielt uns kopierte Speisezettel für Gruppen ab 20 Personen unter die Nase. Am anderen Ende des Tisches setzten sich einige durch und bekamen a la Carte. Komisch das Ganze. Und die ganze Zeit bekam man vom Kellner unmissverständlich zu spüren, das man eher nervt als das man Willkommen war.

Danach ging es zur U-Bahn zurück um Richtung Jungfernstieg zu fahren. Am RathausHamburger Rathaus

vorbei landeten wir bei einer Riesenparty, wo zehn Jahre Hamburger Ehe gefeiert wurde, direkt an der Binnenalster. Hier wird Geschmack bewiesen ;-)Aber wir wollten ja Alsterschippern. 😉

Von den drei verfügbaren Dampfern erwischten wir das mti dem lustigsten Kapitän und so wurden die zwei Stunden die schönsten und unterhaltsamsten des ganzen Tages. Einziges Manko: Es gab nur Pflaumenkuchen an Bord, so das ich mit einer Brezel Vorlieb nehmen musste…

Danach sollte es dann nach Hause gehen. Sollte! Aber dazu später mehr.

Erst ging es über das Schwulen und Lesbenfest. Mittendurch. Mal abgesehen von dem viel zu süßen Duft (Steffi: Mhm, riechen die gut hier!) hatte ich einen latenten Fluchtreflex und ergriff immerzu Steffis Hand. Ich weiß, meine Ängste sind unbegründet, aber was soll ich machen. Eine Schocktherapie wie Steffi sie vorschlug kommt für mich nicht in Frage. Danach dachte ich, das waren die schlimmsten Momente des Tages. Aber ich hatte die Rechnung nicht ohne die Deutsche Bahn gemacht. Aber dazu mehr im nächsten Artikel. 🙂

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Das Training

Bevor es einen Tag lang nach Hamburg gehen sollte, luden Steffi und ich meine Eltern zum Abendessen ins Graft Werk in Delmenhorst ein. Zum Geburtstag schenkten wir ihnen wieder ein Essen und nach neun Monaten konnte dann Vollzug gemeldet werden.

Um 18 Uhr war Treffen, leider spielte das Wetter nicht so mit, also gab es Plätze mit Blick nach Draußen. Regenschirm hatten wir auch nicht dabei, also trotteten wir durch den Nieselregen, als mein Handy klingelte. Meine Mutter, die mich darüber informieren wollte, das es bei denen später wird, weil Papa noch einkaufen war. 😯

Naja, zehn Minuten später waren beide aber auch schon da und so konnte ans Essen gehen. Die Herren bestellten sich den Grillteller, Steffi das Pangasiusfilet und meine Mutter ein Rumpsteak. Ein für den Preis mehr angemessene Portion befand sich auf jeden Teller und die Bedienung bestehend aus drei jungen Damen war mehr als zuvorkommend, freundlich und aufmerksam. Eine klare Empfehlung! Also uns werden sie dort nicht das letzte Mal gesehen haben.

Anschließend ging es natürlich zu Willi Eis essen, die Entfernung konnte man locker mit einem Verdauungsspaziergang überbrücken. Nach einem leckeren und riesigen Eisbecher war das Völlegefühl komplett und wir kugelten langsam zu den Autos zurück und fuhren wieder nach Hause. Der nächste Tag sollte schließlich noch anstrengend genug sein.

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