Ausflug unter Wasser (1)

Gestern waren Steffi und ich zum Abschluss unseres Frieslandurlaubs erster Teil im Oceanis, Deutschlands einziger virtueller Unterwasserstation.

Virtuell ist ein gutes Stichwort, denn von Wasser bekam man nichts zu sehen…

Aber ganz langsam und von vorne.

Das Oceanis ist zur Expo 2000 in Hannover errichtet worden und hat sicher einen nicht unerheblichen Betrag gekostet. Vieles davon wurde unserer Ansicht nach in den Sand ins Wasser gesetzt. Die Oceanis AG ist pleite und ab Oktober wird das Gebäude geräumt. Wir nutzten also die Gelegenheit, um nochmal zu schauen, was es so mit dem Oceanis auf sich hatte.

Der Parkplatz sollte pro angebrochener Stunde 50 Cent kosten und Schatten war nicht im Preis inbegriffen. Nicht mal gegen Aufschlag. Aber die Weserstraße bot noch genug Abstellmöglichkeiten, sogar im Schatten. 😉

Im Oceanis gähnende Leere. An der Kasse rief die ältere Dame ihre jüngere Kollegin zum Kassieren. Jeder scheint da seinen festen Aufgabenbereich zu haben. Wir bekamen Audioempfänger, Kopfhörer und eine 3-D Brille ausgehändigt und wurden mit dem Fahrstuhl in 100 Meter Tiefe hinabbefördert. Im Fahrstuhl lief ein 3-D Film ab, dem man das Alter deutlich anmerkte.

Danach betrat man den Ausstellungsgang, die Brillen gab man dann in einer Schüssel ab. An gelben Punkten sollte der Audioempfänger uns über den Kopfhörer nun was vorspielen, aber weder Steffis noch mein Empfangsgerät taten das. Wir erinnerten uns an die Aussage beim Aushändigen.

Gibt es Probleme, gehen sie einfach zum Ende des Ganges (nicht den Fluß^^). Dort ist ein Mitarbeiter, der sich darum kümmert.

Ende des Ganges? Wir mussten die komplette Ausstellung einmal durchlaufen um das Ende des Ganges zu erreichen. Das tat ich auch mehrmals, denn beim ersten Lauf fing der Audioempfänger doch an zu spielen. Am Anfang wieder angekommen blieb er wieder stumm. Also noch mal los. In der Mitte fragten wir eine Frau, deren Empfänger arbeitete ohne Probleme und da sie eigentlich gerade gehen wollte, staubte Steffi den Empfänger ab. Wieder zurück zum Anfang und Tatsache, sobald man über dem gelben Punkt stand, legte der Empfänger los. Nur, davon hatte ich nichts…

Also durchquerte ich die komplette Ausstellung bis ich am Ende ankam und dort zufällig auf eine Mitarbeiterin stieß, die gerade aus einer Tür herauskam. Sie konnte mir aber nicht helfen und sagte stattdessen ihrem Kollegen Bescheid. Ich sag ja, jeder scheint seinen eigenen Aufgabenbereich zu haben. Ich händigte dem Kollegen meinen defekten Empfänger aus und bekam einen neuen. Mit dem klappte es auch endlich, als ich wieder beim Anfang angekommen war, konnten wir endlich loslegen.

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