Ausflug unter Wasser (2)

Wir legten also los und konnten neben den Schautafeln, die bei den Ausstellungsstücken standen, eine Art Hörspiel hören, deren Beteiligten Käpt’n/Opa Piet (?), Silke und ein vorlauter Junge waren. Leider lenkten diese Audiofetzen eher von den Schautafeln und deren Informationen ab. Doch beizeiten waren diese interessant zu hören und füllten die Ausstellungsstücke mit Leben.

Dann im nächsten Raum hingen Steine mit Löchern an der Wand, durch die man durchschauen und schemenhaft und aufgrund der viel zu kleinen Löcher nur kleine Ausschnitte von Bildern erkennen konnte. Leider hingen die Steine ab meinem Bauchnabel abwärts bis auf Kniehöhe an der Wand! Ja, was zum …

Im nächsten Raum ging es dann interaktiv weiter. Man konnte in einer Art Steuerzentrale nach Proben suchen und steuerte sein Tauchgerät über drei riesige Monitore an der Wand. Als ich das fertig hatte (und Steffi nicht damit spielen ließ), tat sich nichts. Also gar nichts.

Außerdem waren im Raum noch das Modell einer Antarktisforschungsstation aufgebaut. Leider konnte man wegen der Dunkelheit nur schwer erkennen, was auf den Lichtschaltern stand um die Gebilde zu erleuchten…Und was hat eine Forschungsstation in der Antarktis mit dem Ozean zu tun?

Dafür gab es noch Computerterminals, an denen man sich über Tsunamis, Meeresvulkane und der Plattentektonik informieren konnte.

Ein interaktiver Terminal hat mir besonders gut gefallen. Die Themen Sturmflut, Vögel und Gezeiten konnte man nach belieben aufrufen und waren auch in Unterpunkten gegliedert. Was die Vögel (zwei waren es) mit Sturmfluten zu tun haben, weiß ich nicht, da ich mir das nicht angeschaut habe. Aber warum hat man solche Terminals nicht häufiger aufgestellt? So kann man sich Themen, die einen interessieren, aufrufen und verinnerlichen. Stattdessen mühte man sich ab, im Halbdunkel irgendwelche Schilder zu lesen.

Im letzten Raum waren dann Schiffsmodelle aufgestellt. Steffis und meine Aufmerksamkeit hatte mittlerweile den Nullpunkt erreicht und so zogen wir ganz schnell durch. Selbst ein Spiel konnte unsere Aufmerksamkeit nur noch kurz bannen.

Am Ausgang ging es noch mal in ein 4-D Erlebnis. Man ging in einen Raum der sich mitbewegte, während man einen 3-D Film schaute. Irgendwie sollte das wohl eine Reise durch einen Meeresvulkan sein. Fragt nicht, es ist kaum der Rede wert. Und die Technik total veraltet.

Wir trotteten raus und wussten, warum das Oceanis zum Scheitern verurteilt war.

Warum hat man nicht die Filme dem Stand der Technik angepasst?

Warum wurden die Audioempfänger nicht für Erwachsenen, Jugendliche und Kinder eingerichtet?

Warum wurde nicht mehr Wert auf Interaktivität gelegt? Nichts ist langweiliger, als sich berieseln zu lassen?

Warum war es verdammt nochmal so dunkel?

Und warum hat man das 4-D Erlebnis nicht einfach als spannende Zusammenfassung des gerade Gesehenen gezeigt? Was soll irgendein Quatschifilm, wenn man mit einer Reise durch das Meer alles noch mal zu Gesicht bekommt? Im Universum geht das doch auch.

Das waren so die Fragen, die Steffi und mir durch den Kopf gingen. Und wir sind Laien und keine hochbezahlten Fachkräfte, die das Geld von Investoren zur Verfügung haben…

Dafür kommt jetzt ein Museum für Stadtgeschichte in das Gebäude. Kostenpunkt: 5,7 Millionen Euro (Quelle: Radio Bremen)

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