Gelungene Konsolidierung

Auch der dritte Spieltag sollte die Erfolgsserie der ersten Mannschaft fortführen. Mit erneut 6:0 Punkten konnten wir auch erneut als letztes Team den Heimweg antreten. Das wir wieder das letzte Team waren, das übrig blieb, spricht für den guten Mannschaftsgeist. Die überwiegend nah beieinander liegenden Resultate für die mannschaftliche Geschlossenheit.

Im ersten Spiel gegen Bremervörde spielte Dirk wie schon zuletzt in Verden groß auf und holte auf sportkegelgerechten Bahnen gute 27 über Holz. Mein Vater kam gerade auf die Hälfte, was aber für einen guten Vorsprung reichte.

Die Mittelachse schien erst in gegensätzliche Richtungen zu kegeln.  Während ich konzentriert loslegte wie die Feuerwehr, haderte Rolf-Dieter mit sich und/oder den Bahnen. Nach der Halbzeit (60 Wurf) brach ich auf und durch Bahn 1 regelrecht ein. Danach brachte ich nur noch wenig bis gar nichts zustande. Rolf-Dieter dagegen zog an mir vorbei und mit meinem letzten Wurf (5) verpasste ich es, zum vierten Mal mit seinem Ergebnis gleichzuziehen. Er schaffte 17+, ich 15+. Aber um meinen Vater zu schlagen reichte es allemal. 😉

Jetzt hatte die Schlussachse genug vor um den Sieg locker nach Hause zu tragen, was sie dann auch tat.

Verärgert über meine Leistungen ging ich nach draußen spazieren. Angelockt von einem Friedhof in der Nähe und begünstigt durch den Umstand, dass heute Allerheiligen ist (Toms Geburtstag), ging ich dort spazieren, um meine Gedanken etwas freien Lauf zu lassen und der Toten zu gedenken, ein wenig über das Leben nachzudenken und Kraft zu tanken.

Zurück auf den Kegelbahnen: Im zweiten Spiel konnte die Anstarterachse nicht an die guten Leistungen des ersten Spiels anknüpfen, ging aber auch nicht völlig unter. Im Gegenteil. Nach zwischenzeitlichen Rückstand kämpften Dirk und mein Papa zeitgleich ihre Gegner nieder und konnten ein paar Hölzer der Mittelachse mitgeben.

Meine erste Bahn, die mein Vater schon in die Verzweiflung trieb, war denn auch erwartet schwer. Mit viel Gefühl gelang es mir aber die Sieben zu halten. Bis nach dem fünften oder sechsten Wurf der Mannschaftsführer Raum für Verbesserung sah und mir das umgehend mitteilte. Die Folge: Eine Fünf und drei Sechsen. Die Konsequenz: Ich verschloss die Tür und spielte den Rest der Bahn für mich. Fünf unter nach der ersten Bahn und zwölf Holz gegenüber meinem Gegner verloren.

Doch dann erkannte ich mich selbst nicht wieder. Hochkonzentriert und für meine Verhältnisse ganz auf meine Aufgabe eingeschossen, selbst meine Schmerzen im Knie bekam ich nicht mehr mit, machte ich Holz um Holz gut und kam am Schluss auf 25+. Dabei nahm ich meinem Gegner noch 9 Holz ab. Also ich dann aber Rolf-Dieters Ergebnis sah, fiel mir im wahrsten Sinne des Wortes die Kinnlade herunter. 43 Holz über Schnitt. Eine grandiose Leistung. Damit hatten wir der Schlussachse 35 Holz mitgegeben, die sie dann auch nicht mehr abgeben konnten. Sie holten sogar noch 5 Holz raus. 😉

Fazit: Mein Vater und ich sprechen weiterhin vom Aufstieg, auch wenn wir das gar nicht dürfen. Aber irgendein Ziel darf man ja noch haben, oder? 🙂

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Ich bin Sportler

Gestern Abend waren Steffi und ich auf dem Reiterball ihres Reitstalls Pundt und einem befreundeten Reitervereins aus Bremen bei Schierenbecks. Unsere Lust hielt sich anfangs, wie immer eigentlich, in Grenzen. Und wie immer wurden wir eines besseren belehrt und hatten richtig Spaß.

Um kurz nach halb acht kamen wir an und setzen uns zu Tammo und Hanni, die alleine an einem großen Tisch saßen. Zwischen uns ließen wir noch Platz, weil die beiden auch noch auf gute Bekannte warteten. Da ich heute noch kegeln musste durfte, entschied ich mich für Wasser (eine ganze Flasche) und Steffi wechselweise für alkoholisches.

Mit Tammo verstand ich mich auf Anhieb prima, was bei mir eher ungewöhnlich ist. So kommunikativ bin ich Fremden gegenüber nicht wirklich und auf Partys, wo die Musik sehr laut ist, nehme ich eher spärlich an Gesprächen teil. Aber Tammo verstand es ausgezeichnet mich einzubinden.

Essen gab es seperat im Restaurant, wo Tammo und ich auch recht bald hinströmten. Während unseres Schnitzels tauchte dann auch sein Freund Roland (oder Ronald?) auf. Ebenfalls ein freundlicher Zeitgenosse. Durch die lange Zubereitungszeit des vorzüglichen Schnitzels tauchte irgendwann auch Steffi auf, um nach uns zu schauen. Sie vermisste mich halt. :mrgreen:

Als wir dann zurückkamen, war der Saal gerappelt voll und die Stimmung fing an zu kochen. Wahnsinn wie die abgingen. Steffi stellte mich noch Cynthia vor, der Frau von Roland, die wiederum mit Hanny fleissig dabei war, die Sektflaschen zu leeren. Das Angebot ein Sekt mitzutrinken musste ich „leider“ ablehnen, was Tammo veranlasste, bei jedem Angebot darauf hinzuweisen:

„Du bist ja Sportler.“

Richtig, das bin ich. Und ich nehme das auch sehr ernst.

Zwischendurch wurden von den Männern Flaschen mit Wodka/Waldmeister rumgereicht. Die Frauen und die Männer machten sich die Pinnecken voll und als die neu hinzugekommenden Beate mir eins reichen wollte, sprang Tammo in die Bresche und sagte:

„Du kannst ja nicht. Du bist ja Sportler.“

Und das ging bei jeder Runde so. Und es waren viele Runden. Ich schmollte innerlich, hoffte aber, dass ein guter Spieltag dafür entschädigt (was er auch tat). Und ich fasste den Entschluss: Das kommt ins Blog, mein Lieber.

Um halb eins ging es dann auch nach Hause, als die Stimmung am besten war. Steffi wäre sicher gerne auch länger geblieben, aber wir waren so kurzsichtig und hatten nur einen Schlüssel mitgenommen…

Aber bei der Druckbetankung war es auch nicht sooo verkehrt, zu gehen, bevor es schlimmer kommt. 😉

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