R.I.P. Dieter Arschinow

Wie ich heute erfahren habe, ist gestern mein Onkel Dieter im Alter von 68 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

Nachdem er in diesem Jahr einen Tag nach seinem 68. Geburtstag den Verlust seiner zweiten Ehefrau hinnehmen musste, die er während ihrer tödlich verlaufenden Krebserkrankung pflegte, kam kurz danach die Diagnose für ihn. Ebenfalls Krebs. Durch die Pflege seiner Frau ignorierte er seinen eigenen schlechten Gesundheitszustand, so dass für ihn eine Therapie schon fast zu spät war. Er entschied sich bewusst dagegen und folgt seiner Frau nun nach 9 Monaten.

Unvergessen bleibt für mich sein gemütliches und ruhiges Wesen. Und seine Vorliebe für scharfes Essen. Ich weiß noch, wie er beim Geburtstagsessen seines Vaters, der im Juli geboren ist, beim Chinesen drei Teelöffel Sambal Oelek in das Essen unterrührte und ohne mit der Wimper zu zucken aufgegessen hat. Und das bei drei Portionen.

„Das hilft am besten gegen die Hitze.“

Und es stimmt, während alle bei 32 Grad im Schatten schwitzten, waren bei ihm keine Schweißtropfen zu sehen.

Selbst die Besitzerin des Restaurants hatte sowas noch nicht gesehen und deshalb meinem Onkel ein Topf mit Sambal Oelek mitgegeben.

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2 Antworten to “R.I.P. Dieter Arschinow”

  1. Kranker Pfleger Says:

    Die Erinnerung ist das, was bleibt. Solange er in Deiner Erinnerung weiterlebt, ist er nicht ganz tot. Und diese Erinnerung ist wirklich witzig.


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