Nachholspiel in Cuxhaven

Nachdem ich den den Samstag (fast) komplett auf sauer gelegen habe, man könnte auch sagen, ich habe mich für das große Spiel am Sonntag ausgeruht, fuhren mir am Sonntagmorgen Richtung Cuxhaven. Dort sollte das wegen „starken Schneefalls“ im Januar abgesagte Spiel gegen Lüneburg und Winsen nachgeholt werden.

Aufgrund der Bahnencharakteristik (lang hinspielen) malte ich mir schon im Vorfeld die schlimmsten Befürchtungen aus. Leider kriegte ich sie auch jeweils auf dem Rechtsansatz bestätigt. Nur die Linksansätze retteten mich und mein Team vor zwei Niederlagen.

Im ersten Spiel gegen Lüneburg hatte ich die zweifelhafte Ehre, gegen den besten Lüneburger über die Hälfte des riesegroßen Vorsprungs der Anstarteraches wieder verspielt zu haben.

Und im zweiten Durchgang gegen Winsen erging es mir auch nicht besser. Im Vergleich zum Debut meines Namensvetters sahe ich blass aus und versemmelte soviele Hölzer, wie er in einem grandiosen Durchlauf gewann. Am Ende standen dann doch noch 5:1 Punkte auf dem Konto und so konnten wir zufrieden nach Hause fahren.

Zufrieden, wenn da nicht dieser bittere Nachgeschmack meiner schlechten Leistung gewesen wäre. 😦

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Lattenstramm

Anders kann man meinen Zustand am vergangenen Freitag nicht bezeichnen.

Einmal im Jahr sollte man sich ruhig eine berauschende Auszeit gönnen. Das meine Auszeit aber komatöse Ausmaße nimmt, war so nicht geplant. Wie konnte das also passieren?

Um kurz nach vier ging unsere Kohlfahrt vom Zentralbereich los, ein Geburtstagsgeschenk an unseren Geschäftsführer, der noch nie eine Kohlfahrt gemacht hat. Pünktlich mit dem Beginn der Kohlfahrt fing es auch an zu schütten, lediglich kurz unterbrochen, wenn wir uns für ein Spielchen irgendwo unterstellen konnten… 😦

Also wurde anderthalb Stunden stramm durchgelaufen und erreichten kurz vor sechs vollkommen durchnässt den Lindenhof in Habenhausen. Dieser wirbt ja schon auf der Homepage damit, eine Sky-Sportsbar zu sein und so war ich relativ gelassen, ob des Derbys. Eine Nachfrage bei der Bedienung, wo denn das Spiel übertragen wird, quittierte sie mit der flapsigen Bemerkung:

„Gar nicht, dass ist grünes Land hier.

Einem kurzen Disput später ging ich schmollend an den Tisch zurück, mit dem Vorsatz, dem Lokal jetzt richtig teuer zu werden. Die Kellnerin wurde beauftragt, gleich mal eine Flasche Havanna Club vorbeizubringen. 😉

Nach dem ersten Glas rief ich meinen Vater an, der mich fortan über den Spielverlauf informierte. Nach dem 0:1 aus blauer Sicht wurden Freudengläser getrunken, nach dem 1:1 Gläser der Trauer die nach dem 2:1 Siegtreffer der falschen Mannschaft nur noch mehr wurden. Zu dem Zeitpunkt stand schon längst die zweite Flasche auf dem Tisch, die bis zu meiner Abfahrt dann auch geleert war.

Nein, das war ich nicht alleine. Einige Kollegen halfen mir in ihrer selbstlosen Weise mit. 😉

Das beste am Abend war, dass mich mein Vater abholte. Auch wenn ich von der Fahrt nur noch wenig weiß, so bin ich dennoch heile nach Hause – und die Treppe hoch – gekommen.

Was bleibt noch zu erwähnen? Meine miesen fiesen Kollegen fesselten mich auf der Tanzfläche, als eine berühmte grün-weiße Fußballhymne aus den Boxen quitschte und ich der einzige war, der seine „lebenslang“e Treue zu schwarz-gelb bekundete.

Selbstgemachter Lakritzschnaps ist sehr lecker. 🙂

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Was ich loswerden will (39)

Auf Wiedersehen Herr Westerwelle

Seit Beginn diesen Jahres mache ich immer mit etwas lustigem hier auf. So auch heute, allerdings vergeht Christian Springer alias Fonsi bei dem Thema der Humor. Aber seht selbst:

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Und sie würden es wieder tun…

Jürgen Voss veröffentlicht beim  Oeffinger Freidenker einen Beitrag, in dem er die Propaganda um die neoliberalen Weisheiten  genauer analysiert. Mit einem grausamen Vergleich, der immer naheliegender scheint.

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Extremismus extrahieren

Frédéric Valin gibt bei Spreeblick eine einfache Möglichkeit zum Besten, wie man am wirkungsvollsten den Linksextremismus bekämpft.

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Acht Regeln für Amok-Berichte

Bei medium:online, dem Magazin für Journalisten, werden vor dem 1. Jahrestags zum Amoklauf von Winnenden acht Regeln im Umgang mit Amokläufen präsentiert.

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Zukunft der Arbeit

Ware: Lüge/Preis: variabel zeigt an einem Beispiel, worum es den Klientelparteien in der Sozialversicherungsdebatte wirklich geht.

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Fernsehen kann so gnadenlos sein

Zum Abschluss ein langes Interview mit Holger Kreymeier, der die Seite fernsehkritik.tv betreibt, bei planetinterview. Ein sehr lesenswertes Interview, so wie auch seine Seite sehr lesenswert bzw. sehenswert ist.

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Rick Roll is (un)dead

Heute ging die Nachricht um, dass das berühmte Video zum Rick Roll bei youtube gelöscht wurde. Zum Glück wurde schnell wieder Entwarnung gegeben. Somit ist Rick Astley nicht totzukriegen. 😉

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Eine ganz persönliche Musikgeschichte

Nachdem ich neulich bei youtube wieder einen Flug durch meine Musikvergangenheit gemacht habe, kam mir die Idee, meine persönliche Entwicklungsgeschichte im Bereich der Musik niederzuschreiben. Da ich kaum Unterlagen darüber habe und eine zum Teil sehr bewegte Vergangenheit hinter mir habe, geschieht das allein aufgrund der Erinnerungen, die noch übrig sind. Außerdem werde ich versuchen, möglichst ehrlich zu sein, was aufgrund meiner manchmal unmöglichen Musikverirrungen wahrscheinlich das bemerkenswertere sein wird. So, here we go.

Bis zu meinem sechsten Lebensjahr bestand, wie bei den meisten von uns, mein Musikrepertoire lediglich aus Kinderliedern, die die eigenen Eltern singen konnten und man im Kindergarten aufschnappte. Seit kurzem frage ich mich, ob auch dieses hier dabei war (Steffi wird mich dafür erschlagen, dass ich mit diesem Lied hier aufmache, denn in letzter Zeit pänetrier ich sie damit über Gebühr):

Dann mit sechs Jahren nahm mich mein Vater zum ersten Mal ins Kino. „Die unendliche Geschichte“ haute mich vom Hocker und fortan saugte ich alles auf, was damit zu tun hatte oder darüber berichtete. Das war vornehmlich die „Bravo“, wo ich dann mit anderen Künstlern in Kontakt kam. Erst sporadisch gekauft bzw. kaufen lassen, wurde es später zu einer Obsession. Dabei kam ich auch in Kontakt mit „Duran Duran“, die mit „Wild Boys“ die Charts dieser Welt stürmten und mir mit acht Jahren meinen Weg im persönlichen Musikgeschmack zeigen sollten. Es sollte nämlich hart werden.

Aber Musik soll auch Spaß machen. Da kam die „Neue Deutsche Welle“ gerade recht. Von meinen Eltern mit einer Musikkassette ruhiggestellt, lauschte ich den wohlfeilen Klängen deutscher Musikkultur. Der Versuch, mich mit Nena dann auf dem Mainstreamzug zu bringen, scheiterte jedoch kläglich. Die Kassette von Nena bekam bald einen manuellen Bandsalat. 😉

Nein liebe Kinder, dass ist nichts gesundes zu essen. Eigentlich ist es für einen magnetischen Tonträger sogar sehr ungesund. Aber ich schweife ab.

Die nächsten Jahre verbrachte ich wie alle Kinder unserer Zeit vor dem Radio. Dort wurde der Rec-Knopf zusammen mit dem Pausen-Knopf intensivst benutzt und wichtige Verkehrshinweise verflucht. Ich habe ja sowieso die Theorie, dass für das erhöhte Aufkommen der Geisterfahrer damals die Musikindustrie verantwortlich war. Die haben doch nur bei der Polizei Fake-Anrufe gemacht und nichtexistente Geisterfahrer gemeldet, um dem kindlichen Heer vorm Radio Einhalt zu gebieten. Doch wir hatten den stärkeren Finger! 😉

Damit verbrachte man dann seine Zeit, so richtig hängen blieb aber nichts. Bis man dann allmählich in die Pubertät kommt und sein Hirn auch mal für was anderes als Dummheiten und dem Erfinden neuer Spiele verwendete. Nein, nicht dem Haare spazieren tragen, dass kommt zum Ende der Pubertät. 😉 Ich meine zum Nachdenken. Wo man merkt, dass auch mal Kritik an der Gesellschaft geübt werden muss. In diese Phase knallten die „Simple Minds“ mit „Belfast Child“ wie ein Vorschlaghammer direkt in die Fresse rein.

Aber nicht weil der Song so brachial hart war, sondern im Gegensatz zu seiner Brisanz im Text sehr sanft daher kam. Von den „Simple Minds“ war dann auch folglich meine erste LP, die „Street Fighting Years“(Amazon-Partnerlink), welche bei mir erst Jahre später folgen sollten, doch dazu mehr in der nächsten Ausgabe.

Derby am Freitag

Am Freitag startet das heißersehnte Derby gegen die blauen und die BILD hat sich bereits rechtzeitig in Stellung gebracht. Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zum Trotz hat sie dem Dortmunder Jung Kevin Großkreutz einen Fragebogen unter die Nase gehalten, den er pflichtbewusst ausgefüllt hat. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte, so wie es immer ein Fehler ist, wenn man mit der BILD kommuniziert.

Dabei ist „Jeder nur ein Großkreutz“

Aber wehe, es geht um die Pressefreiheit, da kennt die abartigste Postille aus dem Springerkonzern keinen Spaß. Dabei lässt mich die BILD jedesmal zweifelnd über den fünften Artikel des Grundgesetzes nachdenken. Manche können einfach nicht mit der ihnen gegebenen Freiheit umgehen und erreichen damit nur eine „verwirbelte Verantwortung“.

Ich war noch nie ein Freund der übertriebenen Rivalität zwischen den blauen und den schwatz-gelben. Aber es hat ja auch schon lange keinen Toten mehr gegeben. Und das wäre doch mal wieder was richtig tolles für das Blatt, das nicht mal für die Arschbacken gut genug ist. Und wenn man seinen Teil dazu beitragen kann, warum nicht? Am Ende waren es eh wieder die dummen Fußballfans, die sich von Deutschlands unseriösestem Blatt haben aufhetzen lassen.

Aber dafür ist BILDs Sportteil auch immer so gut informiert. Kein Wunder, wenn man die Nachrichten selber macht.

Wenigstens ist es schön zu wissen, dass die Fanclubs sich Mühe geben, dass es zu einem friedlichen Derby wird. Aber die machen auch kein Geld mit Schreckensnachrichten. Die machen nur Geld mit den Mitgliedsbeiträgen gesunder Mitglieder…

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Was ich loswerden will (38)

Filme: Legal vs. illegal

Spreeblick hat eine Grafik des reddit-Nutzers „Question Everything“ ins deutsche übersetzt:

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Der Unbelehrbare

Oeffinger Freidenker hat die Bild gelesen und vernichtet die Argumentation des Prof. Dr. Raffelhüschen, der die „Sieben bittere Wahrheiten über Hartz-IV“. Nein, er enttarnt die „Wahrheiten“ als das, was sie sind: Lügen!

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Am besten gehirnamputiert

In diesem Artikel der B.Z. wird über eine Castinagentur berichtet, die über den Trend der Produktionsfirmen ausplaudert.

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TV-Kritik: Teenager außer Kontrolle

Alexander Kissler von der süddeutschen Zeitung ist es gelungen, was mir nicht gelang. Er hat Teenager außer Kontrolle komplett geschaut. Und darüber geschrieben.

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Steuer gegen Armut

Dank spitblog bin ich auf folgendes Video gestoßen, dass es auch in anderen Ländern gibt und sich für eine Finanztransaktionssteuer stark macht.

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Gifte Dir Deine Meinung

Und nochmal die süddeutsche, die über die Äußerungen Westerwelles kritisch berichten. Ja, was ist da bei der süddeutschen los? Ist es das einzige kritische Blatt unter den deutschen Medien. Mitnichten, wie die NachDenkSeiten berichten…

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Die Leser der „Zeit“ u. a. angesehener Medien werden genauso manipuliert wie die Leser der „BILD“

Die NachDenkSeiten zeigen am aktuellen Beispiel der Hartz-IV-Debatte auf, wie auch in vermeintlich seriösen Medien Meinungsmache betrieben wird. Dabei zeigt es auch auf, wie man das Geld sinnvoller verwenden könnte. 😉

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Gehirnwäsche

Und wo wir gerade bei Meinungsmache sind. Die als Thinktanks getarnten Propaganda-Agenturen neoliberaler Verächter des Sozialstaates kommen auch in den Medien viel zu oft zu Wort. Auch darüber berichten die NachDenkSeiten. Sehr lesenswert sind auch die Unterstützer dieser PR-Agenturen (Link im Artikel) sowie die Nebeneinkünfte Guido Westerwelles. 😯

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Best cat video ever!!!!!1111elf

Nachdem ich hier schon mal Katzencontent hatte und es leider nie fortsetzte – ja, ich bin ja nicht so: Bitte schön – hier noch mal das wohl lustigste Katzenvideo, das ich je gesehen habe. Sowohl für Katzenfreunde als auch Katzenhasser geeignet. 😉

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Meinem erstgeborenen Sohn ein Schlagzeug kaufen und immer fleissig üben lassen!

Und meine Tochter? Ein Keyboard!

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Geständnisse of a 80s child…

Es ist ja bekannt, dass man in den Achtzigern nicht gerade vorteilhaft rumlief. Das es auch für die Musik gilt, ist nicht unbedingt jedem bekannt. Manche sehnen sich nach den Achtzigern in der Hinsicht sogar zurück. Ich bin musiktechnisch ja in den Achtzigern groß geworden und kann froh sein, mir die Perlen für später rausgesucht zu haben. Einstürzende Neubauten, die politische NDW (also Schaumburg Palais, Jeans Team oder DAF) oder auch Depeche Mode.

Aber auch ich nicht frei von Verirrungen, wie mir neulich dank Spreeblick klar wurde. Die hatten ein Musikvideo rausgekramt, dass ich verdrängt hatte.

Und wer weiß, was noch alles in den dunklen Ecken meines Gehirns erfolgreich verdrängt wurde.

Hier also Bruce & Bongo:

Ja, ich fand es damals echt geil. Ich war zehn Jahre und war tatsächlich der Meinung, so ein Wort mache mich erwachsener…

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