Eine ganz persönliche Musikgeschichte

Nachdem ich neulich bei youtube wieder einen Flug durch meine Musikvergangenheit gemacht habe, kam mir die Idee, meine persönliche Entwicklungsgeschichte im Bereich der Musik niederzuschreiben. Da ich kaum Unterlagen darüber habe und eine zum Teil sehr bewegte Vergangenheit hinter mir habe, geschieht das allein aufgrund der Erinnerungen, die noch übrig sind. Außerdem werde ich versuchen, möglichst ehrlich zu sein, was aufgrund meiner manchmal unmöglichen Musikverirrungen wahrscheinlich das bemerkenswertere sein wird. So, here we go.

Bis zu meinem sechsten Lebensjahr bestand, wie bei den meisten von uns, mein Musikrepertoire lediglich aus Kinderliedern, die die eigenen Eltern singen konnten und man im Kindergarten aufschnappte. Seit kurzem frage ich mich, ob auch dieses hier dabei war (Steffi wird mich dafür erschlagen, dass ich mit diesem Lied hier aufmache, denn in letzter Zeit pänetrier ich sie damit über Gebühr):

Dann mit sechs Jahren nahm mich mein Vater zum ersten Mal ins Kino. „Die unendliche Geschichte“ haute mich vom Hocker und fortan saugte ich alles auf, was damit zu tun hatte oder darüber berichtete. Das war vornehmlich die „Bravo“, wo ich dann mit anderen Künstlern in Kontakt kam. Erst sporadisch gekauft bzw. kaufen lassen, wurde es später zu einer Obsession. Dabei kam ich auch in Kontakt mit „Duran Duran“, die mit „Wild Boys“ die Charts dieser Welt stürmten und mir mit acht Jahren meinen Weg im persönlichen Musikgeschmack zeigen sollten. Es sollte nämlich hart werden.

Aber Musik soll auch Spaß machen. Da kam die „Neue Deutsche Welle“ gerade recht. Von meinen Eltern mit einer Musikkassette ruhiggestellt, lauschte ich den wohlfeilen Klängen deutscher Musikkultur. Der Versuch, mich mit Nena dann auf dem Mainstreamzug zu bringen, scheiterte jedoch kläglich. Die Kassette von Nena bekam bald einen manuellen Bandsalat. 😉

Nein liebe Kinder, dass ist nichts gesundes zu essen. Eigentlich ist es für einen magnetischen Tonträger sogar sehr ungesund. Aber ich schweife ab.

Die nächsten Jahre verbrachte ich wie alle Kinder unserer Zeit vor dem Radio. Dort wurde der Rec-Knopf zusammen mit dem Pausen-Knopf intensivst benutzt und wichtige Verkehrshinweise verflucht. Ich habe ja sowieso die Theorie, dass für das erhöhte Aufkommen der Geisterfahrer damals die Musikindustrie verantwortlich war. Die haben doch nur bei der Polizei Fake-Anrufe gemacht und nichtexistente Geisterfahrer gemeldet, um dem kindlichen Heer vorm Radio Einhalt zu gebieten. Doch wir hatten den stärkeren Finger! 😉

Damit verbrachte man dann seine Zeit, so richtig hängen blieb aber nichts. Bis man dann allmählich in die Pubertät kommt und sein Hirn auch mal für was anderes als Dummheiten und dem Erfinden neuer Spiele verwendete. Nein, nicht dem Haare spazieren tragen, dass kommt zum Ende der Pubertät. 😉 Ich meine zum Nachdenken. Wo man merkt, dass auch mal Kritik an der Gesellschaft geübt werden muss. In diese Phase knallten die „Simple Minds“ mit „Belfast Child“ wie ein Vorschlaghammer direkt in die Fresse rein.

Aber nicht weil der Song so brachial hart war, sondern im Gegensatz zu seiner Brisanz im Text sehr sanft daher kam. Von den „Simple Minds“ war dann auch folglich meine erste LP, die „Street Fighting Years“(Amazon-Partnerlink), welche bei mir erst Jahre später folgen sollten, doch dazu mehr in der nächsten Ausgabe.

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2 Antworten to “Eine ganz persönliche Musikgeschichte”

  1. Morgis Says:

    Sehr interessantes Intro. An sowas ähnliches hatte ich auch schon gedacht (sogar an den Seitenhieb auf Nena, wobei ich drastischere Worte verwenden wollte), bislang aber durch Faulheit vor mir her geschoben.^^

    Ich hoffe doch, Du vergisst nicht die Etappen Mötley Crüe, REM, Depeche Mode und… na du weißt schon wen^^

  2. Morgis Says:

    War Russians von Sting damals noch nicht in Deinem musikalischen Blickfeld? Oder warste mit 10/11 da noch zu jung?


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