Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus…

Nur wenn man diese Ereignisse im Dunkeln plant, sind die Schatten schwer zu erkennen…

Am Wochenende war die große Familienzusammenführung (wie jedes Jahr) geplant. Doch dieses Mal war etwas ganz besonderes geplant. Dafür muss ich aber etwas weiter ausholen…

Am 1. Weihnachtstag erzählte ich Steffi, dass eine Hochzeit für mich nicht wichtig ist. Ich war schon verheiratet und hätte Angst, dass unsere Beziehung danach festfahren würde. Außerdem ist eine Hochzeit sehr teuer. Das Geld könnte man besser in einen Kinderwunsch investieren. Steffi schluckte (es), arangierte sich aber mit der Vorstellung, in wilder Ehe vorerst zu leben. Das war natürlich ein Fake, der es mir ermöglichte, die Verlobung von langer Hand zu planen. Ihre Eltern sowie ihre Schwester wurden eingeweiht und halfen mir bei der Reservierung im Antonslust, wo wir Weihnachten regelmäßig essen. Meine Eltern wurden dagegen nicht eingeweiht, aus dem einfachen Grund das mein Vater Steffi auf der Arbeit häufig sieht und man ihm das durchaus ansehen kann, dass was in der Luft liegt. Und überhaupt: Sicher ist sicher.

Das heißt aber nicht, dass ich nicht die eine oder andere Spitze fallen ließ. Schließlich fällt es auch mir schwer, meine Freundin anzulügen. Beispiel gefällig? In diesem Beitrag heißt es:

„Das Jahr an sich hat schon recht gut angefangen. Ich bin gesund, Steffi ist gesund. Und dieses Jahr wird sicher einiges passieren, was Auswirkungen auf das Zusammenleben zwischen mir und Steffi hat. Die Planungen sind im vollen Gange. ;-)

Als Steffi das las, dachte sie, dass ich unseren Kinderwunsch meinte. Nur daran hatte ich überhaupt nicht gedacht. Und konnte das mit stoischer Ruhe auch aussitzen. Denn wer glaubt schon, dass wir dieses Jahr unseren Kinderwunsch erfüllen?

Das Rahmenprogramm erdachte sich auch Steffi, ohne das sie es ahnte. Ich dachte eigentlich an eine Grünkohltour, eventuell auch an Boßeln. Und Steffi schlug dann Bowling vor. Und den Vorschlag nahm ich begeistert auf.

Anfangs war auch geplant, den Antrag auf der Bowlingbahn zu machen. Das hätte den Vorteil gehabt, dass ich dann in Ruhe hätte essen dürfen/können. 😉

Doch bei dem Gedanken an einen Antrag auf der Bowlingbahn hatte ich auch Bauchschmerzen. Zum einen bin ich Kegler und zum anderen lässt sich das Umfeld an so einem Tag schlecht planen. So waren am Samstag lauter kreischende Kinder neben uns, also war es ganz gut so. Letztlich gaben meine (ebenfalls eingeweihten) Arbeitskollegen den Ausschlag, da sie dieselben Bedenken äußerten.

Also schloss ich mich mit dem Besitzer vom Antonslust kurz. Das klappte auch problemlos, daher noch ein großes „Danke schön“ an dieser Stelle.

Beim Bowling klappte bei mir nicht viel und beim Essen wurde ich immer nervöser. Als meine Eltern zum Rauchen raus waren und Steffi zur Toilette, nutzte ich die Gelegenheit um den Kellner über seinen Kenntnisstand auszufragen. Aber der war bestens informiert, so dass ich mich eigentlich hätte beruhigt zurücklehnen können. Hab ich aber nicht, ich war tierisch nervös.

Zum Glück bestellte Steffi ein Dessert, zu dem Gang war die Überraschung geplant, was auch zur Beruhigung hätte beitragen können. Aber mein Bauch zeigte rege Aktivitäten und so war ich heilfroh als endlich das Licht ausging und Steffis Dessert mit einer Wunderkerze kam. Und selbst da ahnte Steffi noch nichts. Klar, dass Licht ging aus und sie saß in der Mitte des Raumes. Wahrscheinlich sollte das wegen dem Ambiente so sein. Aber als dann rechts von ihr jemand auf die Knie ging und ihr gestand, dass er sie seit Monaten anlog, da dämmerte es dann doch langsam. 🙂

Nach dem Geständnis bekam ich aber nur noch unverständliches Gebrabbel heraus, was ich mit der Frage abschloss:

„Willst Du das Salz auf meinem Ei sein?“*

Welche sie mit Ja benantwortete. 😀

Danach war dann Feiern angesagt. Meine Mutter hatte sowas ja schon geahnt, aber das tat sie auch schon ein Jahr zuvor. Von daher zählt das nicht wirklich. 😉

Tja, jetzt geht es an die Hochzeitsvorbereitungen. Diese haben Steffi auch schon die erste schlaflose Nacht gekostet. So liegen Freude und Leid nahe beieinander…Und ich behaupte mal, dass das Schlagwort „Hochzeit“ in nächster Zeit häufiger zum Einsatz kommt…

*Man achte auf das Singular! 😉

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4 Antworten to “Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus…”

  1. Stephan E. Says:

    Na dann darf man wohl gratulieren 🙂 alles Gute zur Verlobung!

  2. Merle Says:

    Ok auch an dieser Stelle noch einmal: Herzlichen Glueckwunsch!

  3. Projekt 42: Salz « Duestere-Grenze Blog Says:

    […] Thema in diesem Monat kommt mir aber sehr gelegen, weil ich damit aus meinem Beitrag, indem ich über die Verlobung schreibe, meine Frage aufgreifen kann und wieso ich auf diese Frage […]


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