Ringsuche

Heute mittag gingen Steffi und ich zum Standesamt, um schon mal die Formalitäten für die Hochzeit zu klären. Kurz bevor wir losfuhren, machte sich Panik in der Düsternortstraße 85 breit. Ihr Verlobungsring ist weg. Nach kurzer intensiver Suche tauchte er leider nicht auf und ich brachte den tollen Hinweis, dass sie gestern beim Reiten war. Aber auch in den Reiterklamotten war der Ring nicht zu finden. Steffi war total aufgelöst und schaute auch im Auto gründlich nach. Nichts.

Beim Standesamt ging alles sehr schnell, schließlich müssen wir erstmal alle Unterlagen zusammenkriegen, die schön säuberlich auf einem Zettel stehen.

Danach klapperten wir noch zwei Juweliere ab (Buchholz und Steinfeld), wo wir vielleicht auch schon unsere Ringe gefunden haben. Und dann erledigten wir noch was auf unserer To-Do-Liste, nämlich eine Sonnenbrille für Steffi. Gestern war sie schon bei Fielmann und suchte sich ein paar aus. Nun sollte ich mitentscheiden, welche es nun sein sollte.

Nachdem das auch erledigt war und wir eine Bratwurst später wieder zu Hause waren, ging die Ringsuche weiter. Denn nur weil wir vielleicht die Hochzeitsringe gefunden haben, war Steffis Verlobungsring immer noch verschwunden…

Steffi war immer noch traurig und ich zuckte nur mit den Achseln. Ich mein, ist ja auch kein Drama. Was erwartet sie? Das ich sie übers Knie lege und ihr den Hintern versohle?

Also erstmal ein Stück Kuchen essen, Kaffee trinken und Himym gucken.

Und was macht Steffi? Zückt ihren Verlobungsring als wäre nichts gewesen und meint nur:

„April!April!“

Ich hasse Aprilscherze. Weil ich ihnen immer auf dem Leim gehe. Kein Wunder, so leichtgläubig wie ich bin.

JETZT hätte ich sie übers Knie legen und den Hintern versohlen können! 😉

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Müh(l)e (2)

Von der Bequemlichkeit aller Hotelbetten auf diesem Planeten mal abgesehen zeigte sich bei unserem Zimmer am ersten Morgen ein weiteres Manko. Die schöne große Fensterfront wurde nur durch eine Verdunkelungsgardine zur Hälfte gefüllt. Somit war es um 7.00 Uhr morgens annähernd taghell, was mich nicht besonders stört, aber meine Bettnachbarin zur Verzweifelung brachte. Nach dem Frühstück war das aber wieder „gegessen“. 😉

Klar, ich hatte schon größere Auswahl bei einem Frühstücksbuffet gesehen, aber die konnte ich auch nicht schaffen, von daher war das mehr als ausreichend. Sogar weiche Eier gab es. 🙂

Um kurz nach zehn machten wir uns auf den Weg Richung Müritz, um dort die schöne Seenlandschaft zu bestaunen. Das es aber anderthalb Stunden Fahrt über Landstraßen waren hatten wir so auch nicht einkalkuliert. Nicht immer ging es zügig voran, besonders hinter LKWs war es reichlich frustrierend, aber wir konnten sie fast alle mehr oder weniger schnell überholen. Und waren dabei ständig auf der Hut vor den Starrenkästen. Denn als meine Eltern vor einigen Jahren Urlaub an der Müritzer Seenplatte gemacht haben, wurden sie von einem Starrenkasten geblitzt. Das sollte mir nicht passieren. Sollte. 😐

Als wir nach Alt-Schwerin reinfuhren, nahm ich den Fuß vom Gas und bemerkte noch die abschüssige Straße. Irgendwie waren Steffi und ich in einem Gespräch vertieft oder ich hörte was im Radio. Ich war auf jeden Fall abgelenkt und Steffi warnte mich nicht, als ein orangener Blitz meine Augen blendete. Wie der Vater, so der Sohn…

Und ich habe etwas getan, worauf ich nicht stolz bin. Ich habe Steffi geschlagen geboxt geknufft. Also eigentlich sollte es knuffen werden, aber das war eindeutig zu doll, weshalb es eher boxen war. Und sie hat es wie schlagen aufgefasst…

Tempo 70 war noch im vertretbaren Rahmen. Wenn ich die Tachoungenauigkeit abziehe komme ich auf unter 65 km/h. Das sind 25 Euro zusätzlicher Belastung auf unserem Urlaubskonto.

Damit heißt es auch bei mir demnächst:

Kurz nach zwölf Uhr erreichten wir dann den Müritzer Nationalpark und gingen vom Eingang Teufelsbruch dann den Tulpen Nelken Narzissen Märzenbecher-Wanderweg entlang. 9,5 km erschien uns als ein guter Turn und wir rechneten mit ca. 2 Stunden Wandern..

Nach drei Stunden rief ich meinen Vater an, um ihm im Angesicht meines nahenden Endes zu sagen, dass ich ihn liebe. Zum Glück waren wir da bereits auf dem Rückweg. Vorher hätte mir dafür der Humor gefehlt. Ich war selten so froh, den Kriegsdienst verweigert zu haben. Einen 30 km langen Fußmarsch mit Gepäck? Nein, danke…

Aber ein paar Eindrücke haben wir sammeln können.

Danach ging es stantepede zum nächsten McDonalds, wo unsere müden Lebensgeister wieder aufgefrischt wurden. Eigentlich wollten wir im Anschluss noch für ein paar Stunden nach Güstrow – wo wir eigentlich den Kurzurlaub verbringen wollten – aber durch die Verzögerung beim Wandern und dem langen Weg zurück zum Hotel, den Verlockungen des Schwimmbades und weil wir groggy waren, sind wir nach dem „Essen“ wieder zum Hotel zurück.

Dort fackelten wir nicht lange und gingen gleich runter ins Solebad. Nichts gegen das Solebad, es war super temperiert, ziemlich leer und von der Größe durchaus ausreichend. Aber ich mag beim Schwimmen kein Salzgeschmack im Mund…

Dafür gab es aber eine Relaxzone, wo ich mich breit machte. Wunderbar. 🙂

Steffi dagegen kreiste unentwegt im Becken rum. Wo die bloß immer die Kraft für sowas her hat?

Abends gab es dann wieder lecker 3-Gänge-Menü. Dabei war der Nachtisch so lecker (Limetten-Mousse), dass wir rumscherzten, ob die Kellnerin uns wohl noch mehr bringen könnte. Als sie dann kam und uns nach weiteren Wünschen fragte, sagte ich:

I: „Ja, den Nachtisch könnten sie uns nochmal bringen.“

K: „Oh, hatten sie den noch nicht? Kleinen Augenblick, ich hole den schnell.“

Und war im Begriff abzuhauen, als ich das richtig stellte. Das man auch immer so eine ehrliche Haut sein muss…

Zum Einschlafen schaute ich noch fern (Gran Torino, sehr geil!), Steffi hat ihre vierbändige Trilogie auch endlich hinter sich gebracht (und nur ganz bißchen geweint)  und dann konnten wir erschöpft aber glücklich einschlafen.

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Einmarsch bei Aral

Da fällt mir noch eine Begebenheit am ersten Urlaubsabend ein.

Nachdem wir frisch gebadet hatten und bis zur Formel 1 Zusammenfassung auf DSF noch ein bißchen hin war (ich weiß, aber es war ein Regenrennen und es sollte spannend gewesen sein…), sind Steffi und ich ins Auto gestiegen und noch mal schnell zur Aral in Schwerin hin, um uns für den Abend mit Süßigkeiten einzudecken.

Mit quietschenden Reifen auf den Hof und bei Hineingehen fiel mir

– der Caddy mit der Aufschrift „Deutsche Bahn“ und

– der Polizeibus auf.

Und ich denke noch:

„Mann, Treffen der Staatsbediensteten hier.“

Wir also rein, die Polizisten standen am runden Bistrotisch und mampften ein Donut Bagel Gebäck und ich dachte so bei mir:

„Gut das wir kein Alkohol kaufen wollen.“

Wir schnappten uns also zwei kleine Flaschen „Cola Light“ („oder Red Pepper?“ „Nein, die ist zu süß!“ „Na gut, dann die Cola Light.“) schnappten uns zwei Packungen „Nic Nac“, eine Rolle von den Stapelchips und eine Packung „Fantasia“ („Sowas Süßes?“ „Klar, Süßes ist immer gut.“) und dachte so beim Rausgehen etwas, worüber Steffi die ganze Zeit schon nachdachte:

„Oh Gott, wir kaufen kein Alkohol, aber die Bullen Polizisten müssen doch denken, wir wären total bekifft.“

Und natürlich folgten uns die grünweiß dunkelblau Unifomierten, aber zum Glück nur, weil ihre Pause wohl zu Ende war und sie im beschaulichen Osten mit Drogentypen nicht viel am Hut haben. Denn sonst hätten wir für ein überflüssiges Drogenscreening die Zusammenfassung auf DSF verpasst. 🙂

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Glück und Unglück

Unglück ist es, wenn die Autobahn Richtung Urlaubsort wegen Brückenarbeiten voll gesperrt ist und sich der Verkehr vor der Abfahrt kilometerweit staut. Okay, es waren nur zweieinhalb Kilometer…

Glück ist es, wenn vier Autos vor der Abfahrt die Autobahn wieder freigegeben wird. 😀

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