Die Letzte macht das Licht aus

Am Samstag war die Neuauflage unseres Betriebsfestes im Weserstadion. Schon im Jahre 2002 wurde dort heftigst gefeiert und für den Betreiber blieben wir wohl lange in Erinnerung. So war es für viele eine faustdicke Überraschung, dass wir dort wieder ein Betriebsfest feiern durften.

„Wir feiern wie die Weltmeister“ war das Motto dieses Jahr. Und wie es so Weltmeisterschaften an sich haben, kann nicht jeder mitmachen. Vorab wurde nämlich angekündigt, dass die Betriebsfeier am 10.04. stattfinden sollte, also pünktlich zu Steffis Geburtstag. Vor vier, fünf oder sechs Wochen bei der Bekanntgabe hieß es dann plötzlich 17.04., was in sofern unglücklich war, weil sich viele Kollegen den 10. freigehalten haben, aber den 17. nicht. In unserem Büro z.B. betraf es gleich zwei Kollegen. Bei Steffi war keine Kollegin da. 😦

Das Programm versprach vorab eine Stadionführung (ich würde ja eher Sportplatz mit Tribüne statt Stadion sagen), an der wir zwei nicht teilnahmen. Mein Vater war dann so frei und hat uns mitgenommen. Zur Begrüßung gab es irgendwas eklig süßes, wo ich noch Stunden später damit beschäftigt war, es mit Bier wegzuspülen. Überhaupt das Bier…

Ich kann ja nicht wirklich viel Alkohol ab, aber was ich an Bier getrunken habe, reicht bei mir für mindestens zwei Vollräusche. Was einigen Kollegen auch auffiel und uns zu der Annahme hinreißen ließ, dass es Light-Bier gewesen sein muss. 😉

Das Essen war nicht schlecht, aber auch nichts besonderes…

Um 20 Uhr war ein Tischkicker-Turnier angesetzt und wie es der „Zufall“ wollte, waren Steffi und ich in einer Mannschaft die aus sechs Teilnehmern bestand. Nach jeweils drei Minuten wurden dann die Spieler ausgetauscht. Wir fingen stark an um genauso stark auch wieder nachzulassen. Am Ende sollte es nicht mal für das Halbfinale gereicht haben, was da schon egal war, da ich mich zu dem Zeitpunkt mit meinem ehemaligen Chef unterhielt.

Im Anschluss unterhielt ich mich nochmal so lange mit meinem aktuellen Chef um dann zu meinem ehemaligen Kollegen aus der Warenannahme dazuzustoßen. Auch hier waren nur wenige gekommen, was in der Hinsicht traurig war, aber der Geselligkeit keinen Abbruch tat.

Zusammen nutzten wir die Torwand für einige Zielübungen (vergeblich^^) und suchten das Handy von Stavros. Leider auch vergeblich. Um kurz vor eins fuhr auch die letzte mögliche Fahrgelegenheit ohne uns ab, und so kratzte ich schon mal das Geld für die Taxifahrt zusammen. Bis drei Uhr muss die Band wohl gespielt haben, danach wurden die Lichter angemacht. Bis dahin hatte ich mich noch mit diversen Kollegen unterhalten können – können deshalb, weil mein niedriger Alkoholpegel mir entgegen kam.

Leider musste ich dann noch den einen oder anderen Ausfall des einen oder anderen Kollegen beobachten, weshalb ich mich auch bei der einen oder anderen dazwischen warf, um ihr eine sonntägliche „Oh nein, was habe ich getan?“-Situation zu ersparen.

Um halb vier (?) wurden wir dann sanft zum Ausgang geschubst und meine flapsige Bemerkung, dass wir dank Steffi bestimmt die letzten sein werden, sollte sich bewahrheiten. Während der eine oder andere die Treppe runterstolperte, wartete ich noch oben auf Steffi, die damit tatsächlich die letzte war. 😀

Dank meiner Mutter klappte es mit dem Taxi hervorragend, mal abgesehen davon, dass wir bis zur Einfahrt laufen mussten, aber ich will nicht nachtragend sein.

Gefahren hat uns eine ehemalige Kollegin, bei der ich mich dann mehrfach für unser Verhalten entschuldigen musste. Beispiel?

Der erste Zwischenstopp wurde in Huchting gemacht und es soll wundern, wie lange man brauchen kann, um zwei kleine Scheinchen aus dem Portemonnaie zu zücken. Und dann noch zu erzählen, wie und wo man jetzt lang laufen muss um nach Hause zu kommen, statt einfach auszusteigen und zu gehen. 🙂

Oder, und das war meine Schuld, die Leute auf der Rückbank zu fragen, wo man langfahren würde um am kürzesten nach Hause zu kommen. Warum mache ich sowas? 😳

Und zum Schluss dann noch Steffi, die nicht an der (roten) Ampel aussteigen wollte, sondern vor der Tür. Warum? Weil sie bei einer Kollegin, die ich so gut kenne, dass unhöflich findet.

Unser Trinkgeld sollte sie allerdings nicht so unhöflich gefunden haben. 😉

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