Gute Nachrichten

Es gibt Tage, da trudeln auch mal gute Nachrichten über RSS ins heimische Wohnzimmer. So gute, dass ich sogar Steffi vom Essen machen aus der Küche rufe. Leider war sie sich der Tragweite dieser guten Nachricht nicht bewusst.

Berliner Club SO36 gerettet

Der legen – Achtung, es kommt gleich – däre Club, der viele später erfolgreiche Bands in seinen frühen Jahren beheimatete, unter anderem „Die Toten Hosen“ *würg* oder „Einstürzende Neubauten“ *yeah*, sollte wegen Anwohnerbeschwerden mit einer sündhaft teuren Lärmschutzwand ausgestattet werden. Nach Benefizkonzerten und einer lukrativen Preisverleihung scheint die Finanzierung dafür zu stehen und ein Stück deutscher Musikgeschichte wird bis 2020 weiter existieren.

Das SO 36 – sprich Esso 36 – ist nach dem damaligen Postbezirk Südost 36 benannt und liegt inmitten von Kreuzberg. In den Achtzigern war es DER Treffpunkt für Punks und New Wave. Lydia Lunch hatte hier ihre ersten Deutschlandauftritte und Bands wie „Slime“, „Die Ärzte“ und „Die tödliche Doris“ gaben sich hier die Hand. Heute ist es überwiegend ein Treffpunkt für Schwulen und Lesben geworden, hat sich aber seinen politischen Hintergrund stets gewahrt. So wird einmal im Monat das SO für Sozialberatung genutzt und unterstützt das Bündnis „Freiheit statt Angst“.

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