Blau

Lange hat es gedauert, bis ich im Flur weiter gemacht habe. Erst hakte es an der Farbe (hell- oder dunkelblau), bei der Entscheidung half dann Jana. Und dann mangelte es an der Zeit…und Lust. 😉

Jetzt ist es fast geschafft:

Wer genau hinschaut sieht noch ein paar ausstehende Verbesserungen. Beim Abziehen des Klebebands ist etwas Putz mitgekommen und zweimal habe ich dann doch übergestrichen. Noch ist der Pinsel aber nass, weshalb das noch ein paar Tage dauert…

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Ode an die Bäckereifachverkäuferin

Ich habe in meinem Leben schon viele Bäckereien aufgesucht. Das bringt die Sucht nach frischen Brötchen am Wochenende zum Frühstück so mit sich. Viele Bäcker sind in all diesen Jahren über Kopf gegangen und erst letzte Woche viel mir auf, dass ein alteingesessener Bäcker, der eine Filiale auf meinem Arbeitsweg hat und immer gut besucht war, diese aufgegeben hat und jetzt ein Schild über der Tür prangt, dass die Aufschrift „Back-Factory“ oder so ziert.

Ich verstehe den Trend sowieso nicht, warum jetzt alles „Back-Shop“ oder „Back-Facktory“ heißen muss. Erstens liest sich das für Menschen aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum sehr merkwürdig und andererseits liebe ich ja gerade das an Bäckereien, dass die Produkte dort noch mit der Hand hergestellt werden. So die Hände denn vorher gewaschen wurde, was aber auch egal ist, weil die Brötchen bei 180°C sämtliche Keime verlieren. Und bei dem Wort Factory denke ich an alles andere als von Hand hergestellt. Warum soll ich dann 20 Cent für ein Brötchen bezahlen, wenn ich dasselbe bei Lidl für nicht mal die Hälfte bekomme? Ach ja!

Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Hier in der Nähe gibt es einen Bäcker, der seinen Hauptsitz in Hude hat. Mein Vermieter verzieht immer verachtend den Mund, wenn ich von den Brötchen schwärme. Sie sind nicht knusprig, was auch gut so ist, denn ich möchte nach dem Frühstück nicht in der Notaufnahme des Krankenhauses landen, weil ich mir an einem knusprigen und scharfkantigen Brötchen den Gauben längs aufgeschnitten habe. Und man weiß ja, wie die Laune der unterbezahlten Ärzte nach einer 36 Stundenschicht im Krankenhaus ist…

Ja, auf jeden Fall der Bäcker, der eine Filiale in Düsternort hat, hat auch häufiger Angebote, die sehr kundenfreundlich sind. Ob sie sich in unternehmerischer Sicht überhaupt lohnen ist eine andere Frage. Ich selber blicke da auch nicht immer durch, weil einige sind Dauer-Angebote und andere sind zeitlich begrenzt oder im Zweiwochenrhythmus.

Heute morgen bin ich wieder in bester Frühstücklaune beim Bäcker rein und weil ich heute noch streichen will und das auch soooo kräftezehrend ist, bestellte ich statt fünf mal sechs Brötchen. Sollte dann 3,40€ machen. Ich lege den Zehner schon auf den Tresen, da überlegt die Verkäuferin und fragt:

V: Möchten Sie lieber eine Tüte für 2,50€ haben?

I: Wie jetzt?

V: Wir haben ein Angebot: Volle Tüte für 2,50€.

I: Und die Tüte ist noch nicht voll?

V: Nein, da passen noch zwei Brötchen rein.

I: 😕

V: 🙂

I: Dann probiere ich noch das Weizenvollwertbrötchen und noch ein normales dazu.

V: Macht dann 2,50€.

I: Vielen lieben Dank.

Und das meine ich. Das macht einen Bäcker aus! Freundliche Mitarbeiter, die ihren Job auch kundenorientiert verstehen. 🙂

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Einladungskarten

Soooo, mittlerweile sind auch die Einladungskarten in Auftrag gegeben. Die haben wir bequem über dieses Internet-Dingsda bestellt.

Schon früh hatten wir uns bei my-printcard für ein Design entschieden und haben da etwas mit dem Designeditor rumgespielt. Leider wurde das innere Foto nach dem Hochladen immer pixelig, obwohl die Auflösung mit 2560×1920 nicht so schlecht war. Auf jeden Fall führte das zu einem deutlichen Frustanstieg bei mir, weshalb ich mich noch mal nach Alternativen in analoger Form umsah.

Über dieses Internet-Zeug war in Delmenhorst aber nur ein einziger Laden zu finden, dem wir spontan einen Besuch abstatteten. Der Preis war dann nicht mal das KO-Kriterium, sondern das Problem, dasss wir uns bereits auf ein Design festgelegt hatten. Und in dem Laden kam keines da heran.

Also ein Kompromiss: Im inneren Teil der Einladung muss ja kein Foto rein mit dem einer von uns Zweien auch nicht sonderlich zufrieden war, sondern ein schöner passender Text. Deal!

Also haben wir uns wieder gemeinsam an den PC gesetzt und designt was das Zeug hält. Und immer schön korrigiert, angepasst, verglichen und korrigiert. Letztendlich waren wir „schweißgebadet“ aber zufrieden. Auf zum Bestellvorgang.

Hochglanz oder Edelmatt? Bevor ich Edelmatt aussprechen konnte, sagte Steffi schon Hochglanz.

Moment, ich habe ja nicht viel Ahnung, aber ich bin mit Seidenmatt-Fotos aufgewachsen. Das alleine reichte aber als Begründung nicht. Steffi konnte auch nicht ihre Entscheidung begründen, also Google gefragt. Und ein Comic-Forum sagte uns dann, dass matte Fotos (oder hier die Karten) die Farben besser zur Geltung kommen lässt. Strike und weiter gehts.

Wasn das? Expressanlieferung für 8,50€ ist standardmäßig vorgewählt? Nein, normale Lieferung reicht. Wer lädt denn zu seiner Hochzeit kurz vor knapp ein? Tss.

Ahh, den Schriftzug „my-printcard“ auf der Rückseite entfernen kostet auch extra und dann auch noch 6,50€. Hmm, ach ne. Lass mal gut sein.

Und was soll das? Für 9,50€ kann man extra noch einen Qualitätscheck bestellen. Aber der macht keine Bildbearbeitung und prüft nicht auf Rechtschreibfehler? Stattdessen achtet der darauf, dass der Text auf der Karte richtig angeordnet ist. Super, dass haben wir schon gemacht. Könnt ihr auch behalten.

Komischerweise steht von alledem nichts in der Preisübersicht, was nicht sehr transparent ist.

Jetzt heißt es warten, bis der Postmann klingelt. Und dann klingelt er vielleicht auch bald bei Dir. 🙂

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