Danke, geht wieder

Vor circa zwei Wochen fing mein linkes Ohr zu Schmerzen an. Der Schmerz war mir nicht ganz unbekannt. Er fühlte sich nicht nach einer Mittelohrentzündung an, sondern kam eher so vom Kiefer her. Nein, nicht Sutherland. Ich meine meine Kauleiste…(hihi, zweimal meine ;-))

Damals sagte ich schon zu Steffi, dass ich wohl nicht umhin komme, mein Anfang des Jahres aufgestecktes Provisorium entfernen und eine Wurzelbehandlung über mich ergehen zu lassen. Aber wie das mit Wurzelbehandlungen nun mal so ist, man schiebt sie gerne auf.

Die letzten zwei Wochen gingen auch eigentlich ganz gut. Manchmal wachte ich nachts auf, weil ich auf der linken Gesichtshälfte lag und diese halt sehr empfindlich ist. Aber im Großen und Ganze hielten sich die Schmerzen im Rahmen des Erträglichen. Bis letzten Donnerstag…

Ausgerechnet an einem Feiertag mit anschließendem Brückentag schlug der Zahn dann zu. Wann auch sonst? Die Nächte wurden stets durch schmerzhaftes Aufwachen begleitet und am Wochenende war ein Durchschlafen nur noch in wenigen Stundenrhythmen möglich. Genau wie der Undertaker schlief ich in der Nacht zu Montag so gut wie gar nicht. Zwei Stunden am Stück waren das Höchste und das auch nur, weil ich mir um 3 Uhr ein paar Schmerztabletten reinpfiff. Was mir nicht gerade zu einem schwungvollen Aufstehen verhalf. Der Kreislauf war im Keller, die Schmerzen dank Aspirin etwas betäubt, aber die Gewissheit war vorhanden, dass diese wiederkommen…

Und so wählte ich mir ab 8 Uhr die Finger wund, um bei Zahnarzt einen Termin zu bekommen. Leider war dort eine Stunde dauerbesetzt, aber als ich um kurz vor 9 Uhr endlich durchkam und ich sofort vorbei kommen konnte, durchströhmte mich ein Schwall der Erleichterung.

Und es war auch klug, sofort vorbeizukommen. Kurz nach meiner Ankunft begann in der Zahnarztpraxis der große „langes Wochenende“-Ansturm. Davon bekam ich auch alles mit, weil ich nach der ersten Betäubung im Flur platziert wurde. Normalerweise bleibe ich IMMER im Behandlungsraum. Mir machte das nichts aus, bis die Betäubung wirkt, warte ich lieber eine Viertelstunde, als nur fünf Minuten. Sicher ist sicher. 😉

Nach zehn Minuten ging es für mich weiter. Zuerst wurde das Provisorium durch den Bohrer entfernt. Dabei kam meine Zahnärztin auch gelegentlich an die Wurzel (?), was ich durch schmerzhaftes Aufzucken meines Körpers signalisierte…

Also nochmal den Rest einer Monatsration an Betäubungsmittel in den Körper gepumpt und wieder in den Flur geschickt. Dort bekam ich dann die manchmal sehr anstrengende Arbeit in einer Praxis mit viel Kundendurchlauf mit. Für mich reine Unterhaltung, was ich mit einem breiten Grinsen kund tat. Die Zahnarzthelferin verbot mir aber den Mund („Sagen Sie nichts!“ ;-)), allerdings verbot sie mir auch das Schlafen.

Die eigentliche Wurzelbehandlung war dann dank der BTMs auch gar nicht mehr so schlimm, ja geradezu entspannend.

Nach insgesamt zwei Stunden war ich dann schon wieder raus. Ein wenig ängstlich sah ich noch der Zeit entgegen, wo die Betäubung nach ließ. Aber auch das ging überraschend gut. Als Steffi später anrief um zu wissen, wie es mir geht, konnte ich sogar schon wieder jammern. Ein untrügliches Zeichen, dass es mir gut geht. 😉

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