Lenas ESC-Sieg und ihre Folgen für die deutsche Gesellschaft

Nach 28 Jahren schafften es Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab den Eurovision Song Contest wieder nach Deutschland zu holen. Viel hat sich getan in der Zeit. Deutschland wurde wiedervereinigt, der kalte Krieg beendet und neue Feindbilder geschaffen.

Leider ist auch mit dem letzten Sieg im damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson genannten Wettbewerb zeitlich etwas anderes verbunden. Der Politikwechsel im damaligen Westdeutschland, der uns 16 Jahre lang einen in wichtigen Fragen schweigsamen Bundeskanzler einbrockte und dessen Führungsstil die aktuelle Bundeskanzlerin auch gerne kopiert.

Nun ist es ja so, dass Lena Meyer-Landrut die deutsche Nation in zwei Lager spaltet. Die einen mögen das Geplärre des ESC gar nicht oder besitzen nicht mal einen Fernseher. Es soll sogar Leute geben, die hassen Lena (garantiert eine Gruppe bei IrgendwasVZ und Facebook wo ich nicht angemeldet bin).

Aber es gibt auch Leute, die haben den ESC genau verfolgt (Hallo Süße!^^) wegen Lena oder respektieren ihren Verdienst den sie für Deutschland geleistet hat. Es soll sogar Leute geben, die lieben Lena (garantiert eine Gruppe bei IrgendwiesowasanderesVZ und Facebook, wo ich was? Richtig, nicht angemeldet bin).

Aber Fakt ist: Deutschland bleibt gespalten. Deutschland steht am Abgrund und es bedarf tatkräftiger Unterstützung unserer regierenden Oberschicht.

Und die fackelte nicht lange. Am Montag gab unser Bundespräsident seinen sofortigen Rücktritt bekannt und schrieb seinerseits Geschichte, als erster Bundespräsident der während seiner Amtszeit mit sofortiger Wirkung zurücktrat (Lübke trat nicht wirklich zurück, sondern verzichtete auf sein Amt, dass er bis zum Ende seiner Amtszeit jedoch fortführte).

Unsere Regierung, die ein feines Gespür für das Volk hat, reagierte ihrerseits mit einem genialen Schachzug. Statt jetzt einen Kandidaten vorzuschlagen, der zwar auf allgemeine Zustimmung stoßen würde, würde letzten Endes doch nur wieder zu Streitereien führen. Denn wen nehmen? Hans-Jürgen Papier, den ehemaligen Präsident des Bundesverfassungsgerichts? Jutta Limbach, die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts? Oder vielleicht doch Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche?

Nein, dass würde eine Entscheidung schwer machen und den tiefen Riss in der deutschen Gesellschaft, den Lena zu verantworten hat nicht kitten, sondern im Gegenteil nur vertiefen.

Unsere Regierung erweist sich in diesen Tagen als viel weitsichtiger. Unter tatkräftiger Mithilfe der Medien, die mit einseitigen Umfragen ihre Leser manipulieren, wird eine Kandidatin in den Ring geworfen, die auf so große Ablehnung stößt, dass alle (und ich meine alle, wirklich alle) fassungslos mit dem Kopf schütteln und gemeinsam einen Satz rufen, der mit jeder Stimme lauter wird: Not my President!

Dazu kann ich nur sagen: Schön, dass wir eine so tolle Regierungskaste haben, die ihren politischen Klüngel derart unverhohlen ausleben, dass alle was davon haben. Die Politiker das Geld, die Lobbyisten die Macht, die Medien ein Thema, die Unternehmer noch viel mehr Geld und die Bürger die Unterhaltung.

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Lego-Drucker

Ich sag ja, ich hätte mit Lego am Ball bleiben sollen. 😉

(Via Spreeblick)

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Goldig

Einfach mal über den Dingen stehen…

(Via KFMW)

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Jaja, die Berliner

Eine neue Arbeitswoche hat begonnen und das gibt mir Gelegenheit, mich vom anstrengenden Wochenende zu erholen. Denn wenn die Berliner da sind (oder wir bei den Berlinern zu Gast), dann ist der Zeitplan eng gestrickt, ein volles Programm angesagt und kaum Zeit zum Verschnaufen.

Freitag, 16:30 Uhr:

Die Berliner kommen an, mit einem Bus der Berliner Füchse.

17:30 Uhr:

Nach dem ersten Beschnuppern flitze ich nach Hause, mache aus dem Arsch ein Gesicht, dusche, schmeiße meinen Oberkörper in ein frisches Shirt und flitze wieder hinüber zum Hotel Goldenstedt.

19:00 Uhr:
Nach der Willkommensgeschenkübergabe wird das Buffet eröffnet. Danach wird bei einem gemütlichen Bierchen geplaudert.

22:30 Uhr:
Als letzter CON-er (Albert zählt nicht ;-)) verlasse ich das Hotel und lege mich keine Stunde später ins Bett.

Samstag, 8:00 Uhr:

Die wenigen Momente gemeinsamer Zeit will ich mit Steffi am Frühstückstisch verbringen. Also ab zum Bäcker, dort feststellen, dass ich das Portemonnaie vergessen habe, wieder zurück, wieder hin, beim Lebensmittelgeschäft um die Ecke Eier holen uuuuuund frühstücken.

9:15 Uhr:

Ankunft beim Hotel Goldenstedt zwecks Fototermins.

10:00 Uhr:

Beginn der ersten von drei Touren. Gunter Eckert legt eine für die Berliner nicht mehr zu überwindende Holzzahl vor.

10:45 Uhr:

Die „goldige“ Tour beginnt bei der auch ich teilnehme. Nach übermotivierten Start und entsprechendem Frustaufbau finde ich unter Volldampf und viel Druck auf dem Kessel in die Spur zurück, scheitere aber auch knapp an der Holzzahl von Gunter. Dafür bin ich der Tourbeste und erkegel mich damit zum zweiten Mal in meiner Karriere in die erste Mannschaft.

11:30 Uhr:

Die letzte Tour mit den Favoriten beginnt. Dabei verweisen mich alle drei Delmenhorster auf die Plätze und schlagen als Einzige auch die Holzahl von Gunter. Damit standen die Delmenhorster zum vierten Mal in Folge als Sieger fest. Und mein Vater sicherte sich als Tagesbester einen Platz auf dem Wanderpokal (gest. von Albert Goldenstedt).

12:45 Uhr:

Ein kurzer Happen wird im Hotel verspeist. Anschließend werden die Bierkisten aus dem Keller geholt und dann schnell nach Hause für eine kurze Dusche.

13:45 Uhr:

Treffen am Bus zwecks gemeinsamer Abfahrt nach Ritterhude. Stefan steht derweil noch bei Aldi an der Kasse, weil er noch dringend Batterien für die Kamera kaufen wollte. Die Kundin vor ihm hat Nudeln vergessen und jagt ihre Mutter los um noch welche zu holen. Die Kassierin ist bereits mit dem übersichtlichen Einlauf beschäftigt. Die Mutter weiß nicht, welche Nudeln und nimmt nach einer (ewigen) Diskussion „Fusili“ mit. Die Kassierin hat die Summentaste schon bestätigt und würde gerne per Schlüssel einen weiteren Artikel auf den Bon packen. Das ist den beiden zu viel Umstand und sie lassen die Nudeln raus… 👿

13:50 Uhr:
Stefan steigt auf das Fahrrad und flitzt zum Hotel.

13:54 Uhr:
Ankunft beim Hotel inklusive den dazugehörigen Nackenschlag aller im aufgeheizten Bus Wartenden…

14:45 Uhr:

Ankunft bei Tietjens Hütte. Noch ein schnelles Bier vor dem großen Abenteuer Torfkahnfahrt.

15:15 Uhr:

Die Torfkahnfahrt beginnt. Nobbie wird als Steuermann eingesetzt und der Kapitän (?) hisst das Segel. Leider ist es nicht gerade windig und so kommen wir als letztes Boot bei Melchers Hütte an. Naja, fast als letztes, denn eins von den drei Kähnen hat noch einen kleinen Abstecher flußaufwärts gemacht.

16:30 Uhr:

Von Melchers Hütte wird der Rückweg angegangen. Unser Alkoholpegel ist leicht gestiegen, aber alle zusammen erreichen nicht annähernd das Pensum der gerade eingetroffenen Jugendbande. 😉

17:30 Uhr:

Ankunft bei Tietjens Hütte. Nach der Zwischenentleerung der Blase ging es schnell an den Tisch um Essen zu fassen. Und jetzt kommt ein Kompliment an die Bedienung. Es wussten wohl nur die wenigsten, was sie zu Essen bestellt haben, aber jeder hat tatsächlich das Essen bekommen und verdammt noch mal, alle wurden satt! Okay, Nobbie hat noch die Teller der Nebenleute geleert, wobei ich ihm gerne behilflich war. 😉

20:00 Uhr:

Abmarsch nach Hause. Während des Heimwegs bot die Nationalmannschaft Unterhaltung und Stoff zur Diskussion.

20:45 Uhr:

Ankunft in Delmenhorst. Einige müde Gesellen begeben sich ins Bett, andere leeren noch ihre erworbenen Likörflaschen. Andere schalten die Multimedia-Anlage des Hotels an und bereiten sich auf den Eurovision Song Contest vor. Dieses Vorhaben wird allerdings von Fußballbegeisterten konterkariert.

22:00 Uhr: Diesmal verabschiede ich mich nicht als letzter. Aber die Aussicht, einen Boxkampf beizuwohnen, statt dabei zu sein, wenn ESC-Geschichte geschrieben wird (und noch einiger anderer Gründe) veranlassen mich, die Heimstatt aufzusuchen.

Sonntag, 8:00 Uhr:

Aufstehen und Brötchen holen. Diesmal vergesse ich nicht das Geld, dafür aber Steffi vernünftig zu wecken. 😉

9:25 Uhr:

Ich hole meinen Vater ab, der am Vortag mit dem Taxi nach Hause durfte musste. Treffen am Hotel plus anschließender Kolonnenfahrt hinter dem Berliner Bus. Im strömenden Regen geht es auf zum Teil haarsträubenden Wegen durch Bremen. Parkplatzsuche war für Bremer Verhältnisse schnell erfolgreich.

10:10 Uhr: Ankunft im Hofbräuhaus in Bremen. Schnell zeichnet sich ab: Die Bedienung wird nicht für Freundlichkeit bezahlt. Der Eindruck bleibt auch bis zum Schluss. Viel zu viele gehen leer aus mit Getränken…

11:05 Uhr:

Spaziergang an der Weser wird durchgeführt. Mein Vater und ich verabschieden sich herzlich vorm Hofbräuhaus und freuen uns riesig auf das nächste Jahr. Am 27.05.-29.05.2011 ist es soweit.

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