Das Bundespräsidentenspiel

Dieser Tage lässt sich wirklich eindrucksvoll belegen, wie sehr die regierende Oberschicht ihre parteipolitischen Zwängen unterlegen ist. Deutete ich gestern noch an, dass eine Arbeitsministerin Bundespräsidentin werden könnte – was auch Sinn machen würde: Arbeitsminister frei->selbsternannter Arbeiterführer Rüttgers; Ministerpräsidentenposten in NRW frei und damit die Hauptforderung der NRW-SPD für eine große Koalition erfüllt, wer glaubt, in der Politik ginge es noch um Inhalte? – so rauscht jetzt ein neuer Name durch den Blätterwald.

Christian Wulff, Andenführer und ohne das er es merkt, wird er von No-Mercy-Merkel aufs Abstellgleis geschoben. Oder glaubt er allen Ernstes, dass er nach fünf, vielleicht zehn Jahren Amtszeit noch zurück in die Politik kommt? Oder will er es wie sein Andenkollege Koch vielleicht auch gar nicht?

Besonders deutlich ist das Zeichen der SPD mit ihrem Vorschlag, Joachim Gauck. Und ich meine jetzt nicht, dass die SPD ihrerseits nicht mehr die Frauenquote versucht zu erfüllen, sondern den Fingerzeig (den mittleren) Richtung der Linken. Damit wird leider mehr als deutlich, dass es auch der SPD nicht mehr um Inhalte geht (okay, das ist schon lange nichts neues mehr). Und das finde ich in Zeiten eines kriselnden Deutschlands, in dem gewählte Volksvertreter andere Interessen als das des Volkes vertreten, ein nicht sehr hoffnungsvolles Zeichen…

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