Man weiß immer was man hat…

wenn man es nicht mehr hat…

Heute wird Norbert Blüm, ehemaliger Arbeitsminister unter Kanzler Birne Schwarzgeld Kohl 75 Jahre alt. Ja, genau der Norbert Blüm, der mit seinem Ausspruch „Die Rente ist sicher!“ für große Erheiterung gesorgt hat. Heute wissen wir, die staatliche Rente ist sicherer als alles was danach kam.

Anlässlich seines Geburtstages rief der Deutschlandfunk ihn heute morgen an und befragte ihn zu der aktuellen Situation in Politik und Gesellschaft. Und was soll ich sagen? Ich vermisse ihn wirklich.

Personen wie Norbert Blüm waren es, die wenigstens noch etwas Menschlichkeit in das Lager der CDU brachten. Personen wie Norbert Blüm sorgten sich auch im konservativen Lager um die Menschen. Personen wie Norbert Blüm setzten sich nicht nur für die Arbeitgeber ein, sondern auch und gerade für Arbeitnehmer UND Arbeitssuchende.

Gibt es heute noch eine(n) Bundesminister(in), der/die sich aus Überzeugung noch für diejenigen einsetzt, die ihn/sie gewählt haben und keine leeren Worthülsen absondert, die nicht mal im Ansatz ernst gemeint sind?

Hier ein paar Auszüge aus seinem heutigem Interview mit dem Deutschlandfunk, das sehr lesenswert ist:

„Er (der linke Flügel der CDU) ist schwächer geworden, das liegt auch daran, dass der Sozialstaat schwächer geworden ist.“

„[…]das ist ein neoliberaler Trend, der rund um die Welt geht, nur glaube ich, dass der an sein Ende gekommen ist. Manche haben das noch nicht gemerkt.“

„Wenn man natürlich die Beiträge durch Riesterrente umleitet in die Kasse von Allianz und Konsorten, ja, dann fehlt das in der Rentenversicherung. Und aus einem Hungerlohn können Sie auch keine Luxusrente machen. Hungerlöhne schaffen Hungerrente, hat allerdings nichts mit der Rentenversicherung zu tun. Insofern verteidige ich den Satz heute wie gestern.“

„Ich sehe, wenn die Arbeitgeber sich aus dem Spiel schleichen. Ich meine, viele der Diskussionen, da geht es ja, bei Licht betrachtet, um nichts anderes, als den Arbeitgeberbeitrag zu sparen. Macht nicht so viel Worte! Kopfpauschale war nur ein Vorschlag, weil die Arbeitgeber mit ihrem Beitrag raus sind. Hartz IV, da ging es darum, die beitragsbezogene Arbeitslosenversicherung nach hinten wegzudrücken. Riesterrente ohne Arbeitgeberbeitrag. Wenn sie das wollen, sollen sie es sagen und nicht so viele Umwege machen. Das ist Kündigung des Sozialvertrags, auf dem unsere Republik basiert.“

Er wäre ein Bundespräsident, der auch meine Unterstützung gehabt hätte. Schade, jetzt ist es wieder eine Grinsekatze.

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2 Antworten to “Man weiß immer was man hat…”

  1. Marie Karsten Says:

    Wie frauenfeindlich ist das denn .. ?…

    bin penetrant und dräng mich auf !…


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