Kampf des Giganten (Türkei, 2. Tag)

Der erste richtige Tag begann früher als uns lieb war. Um halb sechs fing der Imam in der gegenüberliegenden Moschee über Lautsprecher sein Morgengebet an und wir standen senkrecht im Bett. Da wir aber nicht beten wollten, warteten wir die fünf Minuten ab und schlummerten wieder friedlich ein.

Um viertel nach acht klingelte dann der Wecker und wir gingen, nachdem wir uns frisch gemacht haben, zum Frühstück. Zu diesem Zeitpunkt, also kurz vor neun, waren bereits alle Liegen belegt. Tolle Wurst…

Also gingen wir in einen Laden in der Nähe und kauften uns zwei große und robuste Luftmatratzen (ohne zu Handeln^^).

Auf diesen plätscherten wir im Wasser und als wir zurückkamen, waren zwei Liegen für uns frei. So ein Glück!

Zwischendurch nutzten wir die Alsterflatrate ordentlich aus.

Und immer wieder schnappten wir uns die Luftmatratzen und plätscherten hinaus. Da das Gleichgewicht noch nicht ganz so in Form war, kämpfte ich mit mir und der Luftmatratze, was für Steffi sehr komisch ausgesehen hat. Einmal runtergeplumpst brauchte ich diverse Anläufe, um wieder raufzukommen, dann mehrere Anläufe, um mich hinzusetzen und zu guter Letzt mehrere Anläufe, mich auch wieder hinzulegen. Puh, das war vielleicht anstrengend…ich hätte kotzen können. Hab ich aber nicht.

Wirklich nicht. Ich sag nur: Speifrei seid 03!

Nach dem Abendessen, was auch Steffi dann geschmeckt hat und bei dem wir aus der Bucht von Marmaris den Auslauf der Aida beobachten konnten (wobei die Fotos dank der tollen Fähigkeit unserer Kamera, Nachtfotos zu versauen, nichts geworden sind) machten wir uns kurz frisch, so mit Zähneputzen ;-), und gingen noch mal auf die Straße, um schon mal Postkarten zu kaufen und anschließend noch ein Cocktail zu trinken.

Beim Postkartenverkäufer wurden wir dann von der Seite angesprochen. Ein Pärchen stand neben uns und sprach auf deutsch:

Pärchen: Hallo.

Wir: Hallo. (mit deutlichem Fragezeichen im Gesicht)

P: Erkennt Ihr uns nicht?

W (immer noch mit dem gekrümmten Satzzeichen deutlich sichtbar auf der Stirn): Ähm, nicht wirklich.

P: Wir sind gestern zusammen im Bus hergekommen.

W: Ach ja genau. (das Pärchen, mit der nicht schwindelfreien Frau)

Wie unangenehm. Aber sie nahmen es uns nicht übel und so unterhielten wir uns einen kleinen Moment über Hotel, Essen, Urlaub und so. Das sollte unsere letzte nette Begegnung mit freundlichen Deutschen sein. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten.

Als wir dann die Postkarten alle beisammen hatten (wir waren zweimal beim Postkartenverkäufer, weil wir zwei vergessen hatten), setzten wir uns in einen Pub, der sichtlich auf Bewohner einer europäischen Insel spezialisiert war (wie viele Pubs^^) und genossen zwei Cocktails und schrieben die beiden übrigen Postkarten noch, bevor es wieder relativ früh ins Bett ging.

Das die Bettruhe diesmal noch früher gestört werden sollte, konnte ich da noch nicht ahnen…

Advertisements
Veröffentlicht in Ausflug. Schlagwörter: , , , , , . Kommentare deaktiviert für Kampf des Giganten (Türkei, 2. Tag)
%d Bloggern gefällt das: