Heute im Büro

Kurz nach 15 Uhr, ein Kollege aus einer anderen Abteilung kommt, um Geld zurückzubringen.

K: Schalom.

I: Aloha.

K: Ich sage jetzt Schalom wenn ich grüße, weil ja der Islamismus ins Grundrecht aufgenommen will.

I: Wie bitte?

K: Na, der Islamismus soll doch jetzt das Christentum ablösen.

I: Äh, ja klar.

K: Schlimm, oder?

I: Ich finde es schlimmer, dass wir fordern, dass der Christentum in laizistischen Staaten eingeführt werden soll.

K: Aber das jetzt die Islamisten glauben ins Gesetz zu kommen, ins Grundrecht, oder so…

I: Wenn dann ins Grundgesetz. Aber das haben die nicht gefordert. Unser Bundespräsident hat lediglich gesagt, dass der Islamismus Teil der deutschen Gesellschaft ist. So wie Alkoholiker auch Teil der deutschen Gesellschaft sind.

K: Na, aber wenn ich sehe, wer mehr Kosten verursacht, da wird mir schon schlecht. Ohne jetzt alle Islamisten über einen Kamm zu scheren. Aber die zahlen ja nicht mal Steuern.

I: Ne? Keine Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Ökosteuer? Nichts von alledem? Aber wählen dürfen sie, oder wie? So ein Quatsch!

K: Naja, ich muss jetzt auch. Tschüß.

I: Tschüß.

Am Kopierer, wo ich die Belege kopierte, fiel mir dann ein, dass Schalom ein typisch jüdischer Gruß ist. Aber ich glaube, bei dem Kollegen liegt noch mehr im Argen, als diese kleine Bildungslücke…

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3 Antworten to “Heute im Büro”

  1. Morgis Says:

    Das mit dem Schalom ist mir als erstes eingefallen und habe mich gefragt was das soll. Macht er bewusst einen auf jüdisch um darauf aufmerksam zu machen, dass er das islamische ablehnt oder hat er schlichtweg keine Ahnung. Dem weiteren Verlauf des Gesprächs zu urteilen, glaube ich eher an letzteres 😉

  2. Peter Says:

    Wäre es nicht so deprimierend, wäre die Ignoranz Deines Kollegen fast schon wieder erheiternd…

    • stefanprass Says:

      Es ist in der Tat deprimierend, gerade wenn man seine Position in unserem Betrieb kennt. 😦
      Noch trauriger ist es, dass jegliche Diskussionsversuche von ihm geblockt und durch Verschiebung des Themas vereitelt werden. Da hämmert mir der Spruch meines Vaters in den Ohren: „Ich wollte mich mit Dir geistig duellieren. Aber leider bist Du unbewaffnet.“


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