Noch mehr Gemeinsamkeiten

Die Gemeinsamkeiten mit dem BVB hören einfach nicht auf. Und zum Glück bleibt es bei den positiven Gemeinsamkeiten.

Nach gutem Saisonbeginn unserer ersten Mannschaft im September in Verden, ging es am Sonntag ins nahe gelegene Bremer Kegelzentrum. Ein am Freitag angesetztes Sondertraining sollte uns für die Bahnen schon mal etwas Sicherheit geben, um den als sehr stark eingeschätzten Aufsteiger aus Aurich in die Schranken verweisen zu können.

Das erste Spiel des Tages ging dann auch gegen die bunt gemischte Truppe mit Keglern aus Leer, Aurich und Brookmerland. Mein Gegner hatte nach Dirks Bekunden einen schlechten Tag erwischt, allerdings ich auch keinen besonders guten. Die ersten vier Bahnen kam ich nicht richtig aus dem Tritt, gab auf den letzten vier Bahnen wiederum richtig Gas und zog an meinem Gegner noch vorbei und nahm ihm sieben Holz ab. Nicht die Welt, aber da Rolf-Dieter Tageshöchstholz holte und sein Gegner auf gerade einmal sechs über Schnitt kam, lagen wir mit knapp 60 Holz vorne.

So viel kann die Schlussachse selten verlieren und das tat sie an diesem Tag auch nicht. Zumal uns mit meinem Vater ein Ersatzmann zur Verfügung stand. Die ersten drei Punkte waren im Sack.

Im zweiten Spiel ging es gegen die ebenfalls bunt gewürfelte Truppe aus Lüneburg. Keine Frage, der Trend geht im mitgliederschwachen Kegelsport immer mehr zu größeren Spielgemeinschaften.

Während die Auricher uns mit einer starken Schlussachse noch bezwingen wollten, versuchten die Lüneburger es umgekehrt und schickten eine starke Anstarterachse ins Rennen. Dumm nur, dass diese nichts holte und unsere Jungs einen Vorsprung von zwei Holz erspielten. So hatte die Mittelachse mit Rolf-Dieter und mir nicht ganz so schweres Spiel. Wir beide schoben ganz entspannt das beste Mannschaftsergebnis was für mich eine Leistungssteigerung zum ersten Spiel und für Rolf-Dieter eine Leistungssenkung bedeutet. Weitere 23 Holz Vorsprung auf die bestehenden zwei Holz waren der Lohn.

25 Holz sind in Anbetracht eines mit seinen Nerven kämpfenden Mannschaftsführers nicht viel, wobei sich mir dabei zwei Fragen stellen.

1. Kann man sich so etwas nicht auch einbilden? Schließlich ist unser Mannschaftsführer, nennen wir ihn mal Albert G., ein technisch guter Kegler.

2. Wieso ist ein Kegler, der mit seinen Nerven hadert, überhaupt Schlusskegler. Wäre so einer nicht besser im Mittelfeld aufgehoben?

Fragen über Fragen, die am Sonntag Nachmittag nicht beantwortet werden mussten, weil die Schlussachse die Führung gegen schwache Lüneburger Schlusskegler locker nach Hause kegelte. Und damit die Tabellenführung in der Verbandsklasse Nord holte, da zeitgleich Syke und Ganderkesee/Immer gegen unsere nächsten Gegner aus Bremervörde und Selsingen patzten.

Nach einer guten Portion Currywurst mit Pommes ging es dann nach Hause, schließlich sollte um 15:30 Uhr das Spitzenspiel Mainz gegen den BVB angepfiffen werden. Ich war spät dran, was auch auf Steffi und ihre Schwester nebst Mann Kind zu traf, die gemeinsam über den Freimarkt wollten. Und so rauschte ich ihnen direkt in die Arme, bildlich gesprochen. Ich könnte ja mitkommen. Naja, nun nicht gerade im Jogging-Anzug und duschen müsste ich auch. Und außerdem ist Spitzenspiel, ich bin kaputt (war ich wirklich) und satt. Und bitte, was will man satt auf dem Freimarkt? 😉

So war ich also rechtzeitig auf der Couch um Dortmunds Führung und damit deren Tabellenführung zu bejubeln. In der Halbzeit döste ich dann friedlich ein, um in Halbzeit zwei wieder wach zu sein. Und wie ich wach war. Nach drei Minuten Spielzeit der Elfmeter für Mainz, den Roman klasse hielt. Und endlich mal wieder ein Tor von Barrios. 2:0, Tabellenführer und nach den letzten glücklosen Spielen endlich wieder ein begeisternder BVB. Wie verwöhnt man doch in wenigen Monaten werden kann, wenn man die trostlosen Darbietungen der letzten Jahre sich ins Gedächtnis ruft.

Also, diese Woche ist der BVB Tabellenführer der ersten Fußballbundesliga.

Die SG CON/Tus Varrel ist Tabellenführer der Verbandsklasse Nord.

Und ich bin Tabellenführer in der Delmenhorster Vereinsmeisterschaft.

Es läuft. 🙂

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