Familienhilfe statt Anti-Atomkraft-Demo

Ein bisschen was muss ich schon noch zum vorherigen Beitrag schreiben…

Für den gestrigen Samstag war eigentlich nicht wirklich was geplant. Eigentlich…

Klar, ich wollte die liegen gebliebenen Sachen in Angriff nehmen und ganz eventuell einen Abstecher nach Lüchow-Dannenberg machen. Aber Steffi hatte mich schon eingeplant. Und zwar beim Umbau im Hause ihres Onkels. Dort wohnt auch ihre Oma mütterlicherseits, die nicht mehr so gut zu Fuß ist, was einen größeren Umbau im Erdgeschoss nach sich zieht. Da Steffis Vater eigentlich (!) keine schweren Arbeiten mehr machen darf kann soll und neben Matthias noch ein kräftiger Helfer gesucht wurde, hat Steffi mich aus dem Hut gezaubert. Da sag ich ja nicht nein.

Ich bin dann nach dem Frühstück nach Carolinensiel, wo Matthias und ich die Möbel durch die Gegend trugen und sogar in sündhaft teurem Vlies einwickelten. Bei dieser Ausräumaktion begegnete mir auch eben dieser Vogel.

Später kratzten wir noch die gute Textiltapete von der Wand, was im Wohnzimmer wesentlich einfacher ging als im Treppenhaus. Stundenlang schabten wir uns einen Wolf, Matthias hatte schon längst das Weite gesucht musste seine Tochter abholen und war nicht mehr da. Stattdessen kratzten Erika und ich uns einen ab. Während eines Gesprächs zwischen Erika und ihrem Bruder, bei dem Erika ihren Unmut über die Tapete kund tat und ihrer Befürchtung, die Tapeten nicht mehr rechtzeitig bis Montag, wenn die Maler kommen, abzubekommen, entgegnete Erhardt:

„Das muss auch nicht. Die machen das auch selber, ist denen sowieso lieber.“

Kaum war der Satz gesprochen, hörte man zwei Schaber auf den Boden plumpsen. 😉

Zum Dank juckte es mich am ganzen Körper, weil die Tapete mit Glasfasergedöns verstärkt war und das Zeug sich überall auf dem Körper verteilte. An den Händen piekste das Zeug auch noch wie verrückt, was mir auf dem Rückweg half, bei Bewusstsein zu bleiben…

Kaum zu Hause, ging es schon unter die Dusche und es wurde geschrubbt, was das Zeug hielt. Dieser Effekt hielt leider nicht sehr lange an, da die feinen Fasern immer noch auf in der Hand verteilt waren.

Onkel Erhardt teilte mir dann noch mit, dass er sich für meine Hilfe noch mal erkenntlich zeigen wird. Meine Antwort:

„Klar gerne. Heute konnte ich ja kein Bier trinken, weil ich noch fahren muss. Aber nächste Woche bei Neos Geburtstag kannst Du mir dann eins ausgeben.“

Das war zwar nicht das, was Erhardt in dem Moment meinte, aber ich wollte das ja absichtlich abschmettern. Denn, O-Ton Steffi:

„Der hat schon genug für uns getan und uns finanziell unterstützt. Der brauch sich nun wirklich nicht erkenntlich zeigen.“

Außerdem habe ich mich am Abend noch selber belohnt. Beim schnellen Einkauf bei der Edeka fiel mir ein Angebot ins Auge. Havanna-Club plus Glas für 11,99€. Da greift man gleich doppelt zu. Und wir haben endlich Havanna-Club-Gläser im Hause. 🙂

Ja, manchmal ist es so einfach, einen simplen Charakter zufriedenzustellen.

Alt wurde ich gestern aber nicht mehr. Während Steffi noch auf Swutsch war mit der neuen Volleyball-Gruppe, war ich unterwegs im Reich der Träume…

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