Herbstmeister

Und auch am zweiten Advent, dem letzten Spieltag im Jahre 2010 in der Verbandsklasse Nord gibt sich die Spielgemeinschaft CON und Tus Varrel alle Mühe, eine Parallele zu Borussia Dortmund zu ziehen. Wir sind beide Herbstmeister.

Na gut, die SG ist nicht bekannt für ihre Jugendarbeit. Wie auch, ohne Nachwuchs?

Okay, Borussia Dortmund spielte trotz ihres jungen Altersschnitt in der Mannschaft ihren achten Auswärtssieg in Folge ganz abgeklärt und reif herunter.

Wir dagegen wurschtelten uns wie schon vor zwei Wochen in Winsen so durch. Das erste Spiel gewannen wir 3:0, hätten aber, wäre es gegen das andere Team aus Winsen (kein Verschreiber!) gegangen, verloren.

Was fasel ich von Winsen? Vor zwei Wochen spielten wir in Winsen. Heute spielten wir in Nienburg gegen zweimal Winsen. Verrückt? Im Gegenteil. Meiner Meinung nach ist das Spielen auf neutralen Bahnen das Beste, was der Kegelsport zu bieten hat. Für alle Teams sind die Bedingungen (meist) gleich und man sieht was von der norddeutschen Tiefebene.

Ca. 70 Kilometer also heute runter nach Nienburg zur südlichsten Spielstätte im diesjährigen Spielplan für uns. Um viertel nach Acht sollte es losgehen. Hinderlich daran war, dass um 13 nach Acht Steffi mich im Bett ansprach. Ihr zärtlich gehauchtes „Stefan“ erwiderte ich mit „Scheiße“.

Drei Minuten später (ungelogen!) stand ich fertig angezogen mit der Sporttasche in der Hand unten im Flur.

Knapp 70 Minuten später kamen wir in Nienburg an. Die B6 zieht sich ja wie Kaugummi, manchmal glaubt man schon, man wäre kurz vor Polen…und wer war der glückliche Fahrer? Ich…

Naja, es hat sich ja gelohnt, weil wir das erste Spiel auf knüppelharten Bahnen etwas glücklich, aber nicht ganz unverdient gewonnen haben.

Das zweite Spiel gestaltete sich aus unserer Sicht souveräner, aber dank der Schlussachse bleibt ein potentielles Herzinfarktrisiko bestehen. Bin ich froh, dass wir keinen Choleriker in der Mannschaft haben. Sonst könnten wir auch im Dunkeln kegeln, dessen leuchtend roter Kopf würde für genug Helligkeit sorgen.

Und weil unsere stärksten Verfolger und nächsten Gegner in Cuxhaven Selsingen und Bremervörde die letzten beiden Spieltage Federn ließen und unser letzter Gegner dieser Saison, die SG Ganderkesee/Immer heute ebenfalls drei Punkte verlor – irritierenderweise nicht gegen die starken Auricher, sondern gegen die nicht so starken Lüneburger – haben wir auf jeden Verfolger jetzt sechs Punkte Vorsprung. Ein gewonnenes Spiel sollte schon fast für einen Aufstieg in die Verbandsoberliga reichen.

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