Ehrlich währt am längsten (2)

Vorvergangenen Freitag trafen sich mein Bruder und ich mit dem holden Anhang zu einem gemeinsamen Kinoabend.

Die satanistische und jugendgefährdende Serie Harry Potter wartete in der geldschröpfenden 7.1 Version auf uns.

Um halb acht wollten wir uns treffen und Steffi und ich waren verflucht spät dran. Als wir im Kino eintrafen, waren Markus und Sophie schon da. Wie solltete es anders sein…

Ich dränge zur Kasse und wollte unsere Karten holen, doch das war überflüssig, da mein Bruder sie schon hatte. Wie viel er denn von mir bekäme für die Karten.

M: Fünf Euro.

I: Fünf? Pro Karte? Die sollten doch teurer sein…

M: Du hast schon wieder vergessen, dass Du Geld von mir kriegst, oder?

I: Anscheinend. Wofür?

M: Das Geburtstagsgeschenk für Papa. Die Fahne, die Du bestellt und ausgelegt hast.

I: Ach ja. 😳

So langsam sollte ich Buch darüber führen, wer mir Geld schuldet. Nicht immer gelangt man an ehrliche Brüder.

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Und dann war da noch (2)

Die Familienmitglieder, die gerne noch die Entscheidung bei RTLs Supertalent mitverfolgen wollten und bezeichnenderweise dabei einschliefen. Steffi und ich machten derweil in der Wohnung klar Schiff. Was man währenddessen halt lieber macht. 😉

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Terrorgefahr – Weihnachtsmarkt

Am Samstag hatte Steffi Freunde und Familie zu einem gemeinsamen Weihnachtsmarktbesuch eingeladen. Im Vorfeld gab es „leichte Spannungen“ wegen des Termins, denn wie jeder weiß, spielte am Samstag Abend im Topspiel (!) die Borussia aus Dortmund gegen Werder Bremen.

Aber ich habe meine Prioritäten gesetzt. Freunde sind mir wichtiger als ein Fußballspiel und außerdem kann man mit dem Handy immer noch den Vater anrufen, der sich das Spiel ja anschaut. Schade nur, dass mein Handy-Akku im Zug beschloss, jetzt alle zu sein. So nervte ich Steffi auf dem Markt alle halbe Stunde (gefühlt; umgekehrt dürfte es alle halbe Minute gewesen sein^^), ob mein Vater angerufen hat.

Während der Zugfahrt – die auch ein Thema für sich war – klingelte Jana durch und sagte kurzfristig ab, da es Marco nicht gut ging. Von hier aus noch mal gute Besserung.

Ja, die Zugfahrt. Ich gebe zu, wir waren etwas spät dran. Aber als ehrlicher Mensch nahmen wir uns die Zeit und zogen noch vier Tickets und entwerteten sie wie es sich gehört. Leider hatte es der Zugführer sehr eilig und hielt die Abfahrtszeit auf die Sekunde ein…

Sechs Minuten später sollte ein IC wieder Richtung Bremen fahren. Wenn er nicht Verspätung gehabt hätte. Und als er dann endlich da war und wir Platz nahmen, dauerte es wegen Problemen mit dem Triebwagen auch noch mal etwas. Dabei saßen wir doch auf heißen Kohlen. Wir hatten zwar Tickets, aber keine mit IC-Zuschlag. Blöde Situation, wenn man sich Tickets kauft um sein Gewissen vom Druck des Schwarzfahrens zu befreien und dann doch ein schlechtes Gewissen hat, weil man keinen Zuschlag hat. 😦

Ging aber noch mal alles gut. Bis auf den Anruf von Jana.

Nach der Ankunft in Bremen nahmen wir die Beine in die Hand, weil Ina alleine bei den Schweinen wartete. Nichtsdestotrotz hielt ich die Augen auf, denn einen Tag zuvor hieß es im Radio, dass die Terrorgefahr noch nicht vorbei ist. Soll heißen, es kann irgendwo irgendwann irgendwas irgendwie passieren.

Also passt bloß auf. 😉

Ist ja nicht unser erster Weihnachtsmarktbesuch, also erstmal Grundlage schaffen für das süße Gesöff, dass bald unsere Kehlen befeuchten und unsere Münder verkleben soll. Also Fleisch mit Brötchen. Egal wie. Ob gebacken, als Steak oder im Darm. Hauptsache mit Fett, wobei die Wurst den Vogel abschoss. Trotz einer Warnung meiner Kollegin, die ihre Erfahrung mit der groben Bauernbrat bereits kundtat musste ich mich selber vom Fettgehalt der Bratwurst überzeugen…Erfahrungen anderer sind wie alte Kleider, die niemand mehr anziehen will…

Dafür zeigte der Glühwein keinerlei Wirkung, weil er durch den geschlossenen Fettmantel im Magen nicht durchkam. Nach dem dritten Glühwein wollte der Mund aber diesen komischen Zuckergeschmack raushaben und da war mein Mund nicht der einzige. Die Männer bestellten geschlossen eine Runde Bier.

Danach ging es dann aber mit Glühwein weiter und irgendwie schien es, als wenn er von Stand zu Stand besser schmeckte. Das sollte sich am letzten Stand jedoch umkehren, denn am Bahnhof wollten wir uns die Wartezeit noch etwas verkürzen und „genossen“ noch eine Runde Glühwein. Und das war der mit Abstand ekligste des ganzen Abends. An der Rentier-Bar wo das Rentier Weihnachtslieder ununterbrochen sang, schien es, als wenn es im Gegenzug seine Blase hintenraus in den Kessel entleerte…

Der Rückweg war übrigens wieder durch eine laxe Einstellung zur geplanten Abfahrtszeit seitens der Deutschen Bahn geprägt. Und von einem sehr aufschlussreichen Gespräch einer männlichen Vierergruppe, die die Menschheit nicht wirklich voran gebracht hat…

Dennoch ein sehr schöner Abend unter Freunden. Und fußballtechnisch war es ja auch ein gelungener Abend. 😉
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