Wie im Film

Nachdem Steffi und ich gut ins neue Jahr gekommen sind, hieß es am Sonntag für mich:

Ab ins Krankenhaus…

Meine Lust und Vorfreude darauf kannte keine Grenzen…verständlicherweise.

Steffi meinte, ich solle das ein bisschen wie Urlaub sehen. Im Bett liegen und entspannen. Nun gut, ich will es mal versuchen.

Gegen 17 Uhr lieferte mich Steffi beim Städtischen Krankenhaus in Oldenburg ab. Mein Zimmergenosse ist zehn Jahre jünger und „durfte“ über Silvester das Bett hüten. Auch kein Vergnügen.

Kaum angekommen wurde auch schon das Netbook rausgeholt und die ersten Filme (Der Kaufhaus-Cop, Wanted) geschaut, bis dann um halb zwei das Computerchen runtergefahren wurde. Schlafen würde ich am nächsten Tag ja sicher noch genug…

Um 20 nach 7 ging es dann das erste Mal los. Rumms, Tür auf, Licht an – nicht das dezente Wandlicht…nein, das grelle Deckenlicht – und ein lautes „MORGEN“ waren die ersten Impressionen, die sich mir hier boten. Schemenhaft erkannte ich zwei Personen in Menschengestalt, die mich mit irgendwelchen Fragen löcherten.

Nach zwei Minuten war der Spuk zu Ende. Ich legte mich wieder hin, döste gerade wieder ein…Rumms, Tür auf, Licht an – Decke, ist klar – und „MORGEN“…

Kennt jemand den Film „Werner beinhart“? Genauso!

An die Operation selbst kann ich mich nicht erinnern (ach was). Gegen elf Uhr wurde ich rausgekarrt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber schon Tabletten intus, die so ein wohliges Gefühl von „mir doch scheißegal“ verbreiteten. Im Narkoseraum wurde ich verkabelt und dann bin ich auch schon eingeschlafen. Nicht mal zum zählen kam ich. Also jedem der operiert wird, kann ich nur empfehlen, bis tief in die Nacht Filme zu schauen.^^

Den Rest des Tages habe ich nur noch in den Seilen gehangen. Geschaut habe ich auch irgendwas (Verschwende Deine Jugend) und Besuch von Steffi bekam ich auch, aber der Rest floss an mir vorbei. Selbst die Pizza, die wir uns (mittlerweile) zu dritt bestellten und von der Steffi mir mindestens die Hälfte wegfutterte, bekam ich nur halb 😉 mit.

Gestern morgen wieder dieselbe Leier. Rumms, Tür auf, Licht an (Vier Lichtschalter und immer wird das Deckenlicht angemacht…) und „MORGEN“.

Erst schockte mich der Arzt, weil er mir androhte, dass wenn die Schmerzen, die ich beklagte, weiterhin schlimm bleiben, ich bis Anfang nächster Woche hier bleiben „dürfte“. Spontan begann mein Körper mit einem Selbstheilungsprozess. 😉

Der Tag war lang und weilig, daran änderten auch die Filme (Pornorama, I’m a Cyborg, but it’s okay, Machete) nur wenig.

Heute morgen (Rumms, Tür auf, Licht an, „MORGEN“) dann gute Nachrichten. Kaum Schmerzen? Dann können sie morgen eigentlich schon gehen. 😀

Bis dahin genieß ich noch etwas meinen Urlaub…

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6 Antworten to “Wie im Film”

  1. Synapsentornado mit Herz und Schnauze Says:

    Ich kann ein Lied davon singen, lag von Oktober 2009 bis März 2010 vier Mal in einem KH und bin dabei fast wahnsinnig geworden. Schlafstörungen? Seitdem an der Tagesordnung. Gute Besserung wünsche ich dir. Mandy

    • stefanprass Says:

      Hallo Mandy,
      und danke für Deine Genesungswünsche. Ganz so schlimm wie bei Dir ist es bei mir zum Glück nicht. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, warum ich mich beklage. 😉
      Ich bin auf jeden Fall froh, aus dem KH raus zu sein und hoffe, ich komme nicht so schnell wieder in eins rein.

  2. Synapsentornado mit Herz und Schnauze Says:

    Darf ich dich fragen, wegen was du im KH lagst und unter das Messer musstest? Du musst nicht antworten, wenn es dir zu persönlich erscheint. Schön, dass du auch bei scheinbar gelesen hast. Mach doch das nächste Mal pieps. Da würde ich mich auch drüber freuen. Lieben Gruß an dich und deine Freundin. Herzlichst, Mandy

    • stefanprass Says:

      Ist kein großes Geheimnis. Ich habe mir eine Fistel am Steißbein entfernen lassen (müssen).
      Einer meiner guten Vorsätze für das neue Jahr: Mehr Kommentare in befreundeten Blogs ablassen. Aber ich bin nicht unbedingt der Typ dafür, Kommentare zu schreiben, wenn sie nicht unbedingt sinnvoll sind. Der Anfang ist jedoch gemacht, Du bist in meinem RSS-Reader aufgenommen. 🙂

      • Synapsentornado mit Herz und Schnauze Says:

        Hallo Stefan, das ist aber auch nicht gerade eine schöne Sache. Höchst unangenehm. Gerade am Steißbein, da ist das Liegen nicht besonders schön. Nun hast es ja hinter dir. Achte aber darauf, dass sie nicht gleich wieder kommt. Mein Mann hat eine immer wiederkehrende an einer sehr komischen Stelle. ( psst, A…ritze)
        Ich habe dich bei mir im Blogscroll verlinkt und hoffe, es ist ok. So kann ich immer mal schnell auf dich zugreifen. Schönen Feierabend wünsche ich dir. Mandy, die sich freut, deine Lesebekanntschaft gemacht zu haben.

      • stefanprass Says:

        Genau dort hatte sich auch meine Fistel versteckt. Ich werde nächste Woche mal meine Ärztin fragen, wie sich sowas in Zukunft vermeiden lassen kann.

        Die Freude ist auch auf meiner Seite. 🙂


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