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Geoblocking, gerne auch Geofucking genannt, nervt! Besonders nervt es, wenn man wochenlang sein Lied über Youtube abspielt, zu dem man bei der Hochzeit tanzen will und deshalb übt um dann heute beim Aufruf mit diesem Bild begrüßt zu werden:

Sorry about that? Steckt Euch Euer Sorry dahin, wo kein Licht mehr ist und ich meine nicht Euer Oberstübchen.

Ach ja, meine Reaktion gerade?

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Knapp

Noch 38 Stunden…jede Unachtsamkeit kann jetzt fatale Folgen haben.

Heute auf der Arbeit habe ich schon meinen Chef angeranzt, weil er mal eben so erzählte, dass sein Sohn gerade Magen-Darm hat…da bleibt man doch vorsorglich zu Hause, wenn man weiß, dass einer der Mitarbeiter in zwei Tagen heiratet! 😉

Naja, zu Feierabend war ich dann selber Schuld. Ausgestempelt, Handy gezückt um das Soundprofil zu ändern, Treppe hinab, nicht hingeschaut und gedacht, die letzte Stufe wäre erreicht. War es aber nicht…

Also mit dem Fuß viel zu heftig umgeknickt. Erst schwarz, dann Sterne vor den Augen und ein fürchterlicher Schmerz. Die erste Reaktion: Erinnern. Erinnerst Du Dich, ein Geräusch gehört zu haben? Was nach gerissenem Gummiband klang…Nein? Gut.

Jetzt vorsichtig aufsetzen…Schmerz! Verdammter VOLLIDIOT! Als ich unten ankam, ging (haha) es schon wieder. Halbwegs.

Zur Sicherheit bin ich dann lieber zu Fuß noch zur Apotheke gegangen, um auch gaaanz sicher zu sein. Und habe nebenbei mit dem Handy gespielt. 😐

 

Nachtrag: Es sind noch 38 Stunden und nicht wie erst geschrieben 36.

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Wes‘ Kind ich bin, des‘ Lied ich sing

Letzte Woche beim Polterabend wurde kurz ein Thema aufgegriffen, auf das ich noch mal zurückkommen möchte.

Einer der Gäste war der Meinung, dass die Musik aus den Sechzigern und Siebzigern die Beste ist. Das ist natürlich eine rein subjektive Meinung. Mit meiner Ansicht, dass die Musik der Achtziger die Beste ist, stehe ich auch meist alleine da. Der Gast, der das behauptet hat, ist Mitte Sechzig und damals mit der Musik groß geworden. Nicht anders ist es bei mir mit Musik aus den Achtzigern und Neunzigern.

Im Unterschied zu den beiden älteren Dekaden haben die Achtziger und Neunziger aber ein anderes grundlegenderes Problem: Die Kommerzialisierung.

Ich persönlich hatte nie einen richtigen Zugang zur Musik älterer Generationen. Bis auf  die „Doors“ und die „Beatles“ blieben die meisten Bands außerhalb meines Interesses. Natürlich gibt es viele Lieder, die ich kenne und die ich auch mag, aber ich kann nicht behaupten, dass es zu meiner Lieblingsmusik gehört (mit Ausnahme der beiden eben genannten). Zum Beispiel habe ich nie den Hype über Led Zeppelin verstanden, die mir in ihrer Art viel zu indirekt sind/waren. Hier noch ein Solo, da noch ein ungewöhnliches Instrument reingebracht. Aber richtig aufm Punkt kommen die nie.

Und was wollen sie mir überhaupt sagen? „Stairway to heaven“ als Beispiel. Hat Plant da erstmals Gras geraucht und war so was von weg, dass er auf diesen Text kam?

Ich mag Musik, die aufm Punkt kommt. Schnell, direkt und gerne mit einer Aussage, die mich auch mal zum Nachdenken bringt, weil sie meine Verhaltensweisen in Frage stellt. Und nicht, wo ich erst Nachdenken muss, was für ne Metapher da gerade wieder gemeint ist.

Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger gab es kurz eine Phase, in der klar gemacht wurde, dass jeder Musik machen kann, wenn er es will. Jeder kann Idol sein, viele wollten es aber gar nicht. Am Ende wurden aber die berühmt, die bereit waren, sich als Idol verkaufen zu lassen. „Nena“, „Die toten Hosen“ oder „Duran Duran“ zum Beispiel. Die Idee starb bis zum Aufkommen der Elektro-Szene fast vollständig aus. Es wurden nur Musiker gehypt, die bereit waren, dem aktuellen Trend mitzumachen, ohne das die Produzenten der Major-Labels überhaupt verstanden haben, was sie da genau für Musik verkaufen. Daher war die „Neue Deutsche Welle“ auch so schnell wieder untergegangen.

Dann flackerte die Erkenntnis der „Musik von Jedermann“ mit elektronischer Musik noch mal richtig auf, weil man nicht mal mehr Instrumente brauchte um Musik zu machen. Doch die Musikindustrie ließ sich nichts von ihrem Kuchen nehmen und kommerzialisierte auch diesen Bereich.

Seitdem habe ich in der Musik nichts neuartiges, revolutionäres mehr erlebten dürfen. Retortenmusik allenthalben, egal ob es Pop, Rock, Elektro, Hip-Hop oder Metal ist. Es werden heutzutage Musiker als revolutionär gefeiert, die das Musikbusiness verstanden haben und ihren Vorteil daraus ziehen, wie „Lady Gaga“. Aber das ist im Vergleich zu „Elvis Prestley“ oder den „Beatles“ nichts wirklich revolutionäres. Es bewegt nicht die Jugendkultur in dem Sinne, dass es gegen etwas aufbegehrt, sondern es lässt sie noch dichter in der Marketing- und Mode-Maschinerie wachsen. Eine Symbiose von unterschiedlichen Geschäftsbereichen (Mode und Musik), die übrigens auch in den Achtzigern ihren Anfang nahm.

Wenn ich also sage, dass ich die Musik der Achtziger und Neunziger mag, dann nur deshalb, weil ich mit ihr aufgewachsen bin und dort auch stark differenziere. Niemals würde ich „Nena“ oder „Michael Jackson“ als meine Lieblingsmusik bezeichnen – sollte ich das jemals tun, ruft die Polizei, denn ich bin dann in Gefahr! Musik, die festgefahrene Strukturen aufbricht, zählt dagegen definitiv zu meinen Favoriten.

Aber ich kann gut verstehen, wenn jemand sagt, dass in den Sechzigern die beste Musik gemacht wurde. Wenn diese Meinung ebenfalls eine gewisse Kritikfähigkeit beinhaltet. Denn in den Sechzigern war auch nicht alles Gold was glänzte. Und in den Siebzigern schon gar nicht. Und auch heute wachsen ja noch Menschen mit aktueller Musik auf. Weil sie deren Kinder sind.

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Hochzeits-Check: Die Nebensächlichkeiten

In weniger als 63 Stunden ist es soweit…ja, mittlerweile zählen wir nur noch die Stunden. 😉

Zeit für den letzten Check:

Tischkarten? Check!

Handzettel für die Gäste, die immer noch nicht wissen, dass wir im Schützenhof feiern? Check!

Mietwagen für die USA bestellt? Check!

Dem DJ die letzten Instruktionen mitgeteilt? Check!

Dem Schützenhof die Gästeanzahl mitgeteilt? Check!

Auslandskrankenversicherung abgeschlossen? Check!

Gästebuch? Check!

Geburtstagsgeschenk für Steffi? Check!

Eigentlich kann es losgehen. Nur noch die Sachen packen…und die Sonnenbrille nicht vergessen. 😉

BlaBlaBla

Na, auch genervt vom ständigen BlaBla? Von unstrukturierten Beiträgen, die in Eurem Feedreader auftauchen?

Wäre es nicht toll, wenn Blogautoren gelegentlich ihre Beiträge prüfen lassen würden, ob ihre Beiträge relativ sinnvoll sind oder einfach nur BlaBla? Damit wenigstens die gröbsten Schnitzer auffallen und nicht online gehen.

Dann wüsste ich da was. Den BlaBla-Meter.

Der BlaBla-Meter prüft Beiträge bis 15.000 Wörter auf sprachliche Merkmale, darunter auch den Nominalstil (ich habs bei Wikipedia gelesen, aber nicht verstanden…) und übermäßigen Gebrauch von Phrasen.

Ich finde es ganz toll und das nicht nur, weil meine Hochzeitsrede einen Wert von 0,1 bekommen hat. 😉

(Via Sahanya)

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Aufgeregt

Ich komme nicht umhin zuzugeben, dass ich so langsam aber sicher doch etwas (!) aufgeregter werde.

Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich unbedingt an folgende drei Sachen denken muss, die mit nach Amiland müssen:

  1. Augentropfen (weil ich mal vor vielen Wochen gelesen habe, dass die Luft im Flugzeug den Augen nicht gut tut)
  2. Sonnenbrille (irgendwie scheinen mir in Träumen meine Augen wichtig zu sein…)
  3. Sonnencreme (überhaupt scheint mir Gesundheit wichtig zu sein…)

Und das habe ich im Traum immer und immer wieder aufgezählt.

Aber sonst bin ich echt nur ganz wenig aufgeregt. 😉

Oh, Apropos Auge: Da fällt mir ein…

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Angrillen 2011

No beauty without danger hätte der Beitrag auch heißen können.

Am Samstag waren wir bei unseren Freunden Tim und Antje zum Angrillen. Tim hat sich einen neuen Grill geleistet und der musste natürlich sogleich getestet werden. Um Ende März ist das Angrillen ja eigentlich schon längst überfällig. 😉

Doch was musste ich gerade auf der Waage sehen? Der Abwärtstrend der letzten Wochen ist gestoppt und in die andere Richtung ausgeschlagen. 😦

Aber lecker wars. 😉

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Buchkritik: Verschwende Deine Jugend

Zu den Feiertagen habe ich mich dank Amazon-Gutscheinen reichlich mit Büchern eingedeckt, die nach und nach abgearbeitet gelesen werden.

Schon lange auf meiner Wunschliste stand „Verschwende Deine Jugend“ (Amazon-Partnerlink) von Jürgen Teipel. Dieser hat in stundenlangen Interviews tausende von Statements und Erinnerungen bekannter Musiker, Produzenten, Künstler und anderen Protagonisten aus der Zeit des Punks und New Wave in Deutschland zusammengetragen und in diesem Buch veröffentlicht. Das Buch liest sich wie ein Doku-Roman und gibt äußerst detaillierte Einblicke in die damalige Musikszene.

Nicht verwechseln sollte man das Buch und dessen Aufbau mit dem Film „Verschwende deine Jugend“ (Amazon-Partnerlink), der zeitlich zu Beginn der Achtziger Jahre spielt, mit dem Buch aber kaum Gemeinsamkeiten besitzt.

Das Buch ist in drei Teile (Innestadtfront, Ich und die Wirklichkeit, Die Guten und die Bösen) gegliedert und wird von einem Prolog (Hippies) und einem Epilog (Damit alles kaputtgeht) eingerahmt.

Lesen lässt es sich sehr gut, allerdings sollten der eine oder andere Name aus der Ära schon bekannt sein, weil man sich sonst oft fragt, wer das nun wieder ist, der seinen Senf abgibt. Und es sind viele, die in dem Buch zu Worte kommen. Mit so siebzig Protagonisten muss man sich schon rumschlagen. Davon waren mir wenigstens die Hälfte bekannt.

Besonders gut gelingt es dem Autor, durch die Erzählungen das damalige Gefühl zu vermitteln. Mir wurde auch einiges über mich klar, da ich in meiner Pubertät mich auch offen als Punk dargestellt und danach gelebt habe. Bis ich in eine Schublade gesteckt wurde, in die ich als Punk nicht gehörte. Und in die kein richtiger Punk gehört, da Punk sich nicht beschreiben lässt. Ich meine nicht die Plastikpunker, die „Die toten Hosen“ geil finden und sich nen Iro machen und glauben, sie wären Punk.

Logische Konsequenz war dann damals, dass sich auch die Musik nicht festlegte und weiterentwickelte. Auch das wird in dem Buch durch die Auswahl der Interview-Partner gut beschrieben.

Besonders bitter lässt sich dann das Abgleiten in den Kommerz lesen, aus denen fast nur Verlierer hervorgingen. Dennoch sind viele der damaligen Gründerväter des Punk und New Wave heute als Produzenten, Künstler und Musiker noch tätig, was im Anhang aufgelistet wird.

Ich finde das Buch sehr spannend und durch die Interviewform auch sehr interessant zu lesen. Wie gesagt sollte ein gewisses Hintergrundwissen über die damaligen Musiker vorhanden sein, weil es sonst eventuell den Lesefluss beeinträchtigt.

Außerdem wären ein paar mehr Fotos schön gewesen. Die wenigen, die das Buch enthält, sind sehr atmosphärisch und machen Lust auf mehr.

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Inkonsequent vor Gott

Letzten Samstag hatten wir unser Gespräch mit dem Pastor, in dessen Kirche wir am 02. April heiraten werden. Groß vorbereitet habe ich mich nicht, ich hatte eh nur eine Frage auf dem Zettel:

Muss ich mit Gottes Willen mein Ja-Wort abgeben?

Am Freitag rief dann noch mal Steffis Schwester an, die uns mit einigen Ratschlägen für das Gespräch versorgte:

Bereitet euch auf das Gespräch vor.

Habt Kirchenlieder parat.

Stellt euch den Ablauf vor.

Habt einen Trauspruch parat.

Bereitet euch auf das Gespräch vor.

Ich erwähnte, dass Steffi wohl schon eifrig an einem Trauspruch dabei ist und auch schon Lieder rausgesucht hat. Und erzählte beiläufig, dass mir nur wichtig ist, dass ich meinen eigenen Willen bekunden kann. Um Gottes Willen (Achtung! Wortspiel^^), das solle ich lieber nicht machen. Der Pastor würde, verständlicherweise, sofort eine Diskussion über Gott anfangen. Und wenn er merkt, dass ich total uneinsichtig bezüglich der Existenz Gottes bin, kann er auch die Hochzeit ausfallen lassen, da er nicht verpflichtet ist, uns zu trauen.

Das war der Moment, wo ich mich spontan entschlossen habe, die Frage doch nicht zu stellen.

Das gestand ich gestern auch meinen Kollegen, die das in anderer Hinsicht nicht verstanden haben. Denn wenn ich nicht an Gott glaube, warum heirate ich dann in einer Kirche? Gute Frage, die ich nur damit beantworten kann, dass ich nicht unbedingt in einer Kirche heiraten muss. Es ist der Wunsch der Frau kirchlich zu heiraten. Und zwar nicht in irgendeiner Kirche, sondern in der Kirche, in der sie selber kirchendienstlich tätig war und von der sie schon als kleines junges Mädchen geträumt hat zu heiraten. Und ich jetzt der glückliche bin, der neben ihr vor dem Altar sitzen darf. Da interessiert mich eine imaginäre Gestalt mal herzlich wenig. 😉

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Die Rechnung ging nicht auf

Ums Leben kam beim gestrigen Polterabend zum Glück niemand – auch wenn Blut floss – auch sonst sind die Parallelen zu oben genannten Film eher dürftig. Aber die Hoffnung, dass meine mitgebrachte Hose* wieder mitgenommen werden würde, zerschlug sich noch vor Eintreffen des Taxis. Aber der Reihe nach. Oder vielleicht doch eine nicht-lineare Aufzählung des Abends? Dann würde eine Parallele zum Film doch da sein. 😉

Die Aufregung bei Steffi stieg mit jeder Minute, während ich mir lieber eine Grundlage schuf und beim Imbiss unten noch eine Pita verspeiste. Aber aufgeregt war ich natürlich auch.

Mit Eintreffen von Jana wurde es schon merklich besser. Schade nur, dass sie so viel Geschirr mitbrachte. 😉

Vorbereitet hatten wir ja schon alles am Vortag, ich brauchte also nur noch das Netbook an die Anlage anzuschließen. Währenddessen wurden schon mal die Knabbersachen in den Schalen verteilt. Nach und nach trudelten auch die Gäste ein und bis kurz nach acht verbrachten Steffi und ich die Zeit draußen. Körperlich schwer schuftend unter nahezu komplett fehlendem Mitleid unserer ehemaligen Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen. Nach zwei gefühlten Ewigkeiten und einer mittlerweile stark blutenden zukünftigen Braut hatten wir es geschafft, das ganze zerbrochene Porzellan in den Abfallbehältern zu verstauen. Unser Potential an Spaß und Freude war zu dem Zeitpunkt schon nahezu aufgebraucht.

Dafür konnte jetzt mit dem angenehmen Teil des Abends begonnen werden. Dem Feiern. 🙂

Dazu kann ich nur leider nicht so viel erzählen. Wir standen im Mittelpunkt, klar. Der Abend war überwiegend gediegen, was mir lieber ist, als ein exzessives Ausarten. Was mir nicht behagt, ist das man halt im Mittelpunkt steht, was aber den Vorteil hat, dass man sich an jeden Tisch stellen kann und gleich in die Gespräche aufgenommen wird. 😈

Um den Eröffnungstanz kamen wir nicht herum. Auf vielfachem Wunsch, wie Steffi so schön ankündigte…

Nun wussten alle Anwesenden Bescheid: Steffi und ich können Tanzen. Angeblich sogar recht gut, wie uns von mehrfachen Seiten rangetragen wurde. Die Generalprobe ist also geglückt.

Leider fand unser Tanz nicht viele Nachahmer. Das kann zum einen an den relativ geschlossenen Gruppen gelegen haben. Zum anderen auch an der Musik, die von mir zwar in mühevoller Arbeit zusammengestellt wurde, aber bis dato noch nicht sehr flott war. Und als sie flotter wurde, aufgrund der Uhrzeit, bereits runtergeregelt war. So ein DJ hat dann den Vorteil, dass er für Stimmung sorgt, während ich zwischen den Gesprächen selbst mal ans Netbook musste.

Wie auch immer. Unser Plan, den Polterabend in der Woche zu machen, damit die Feier nicht ausartet ging recht gut auf. Die meisten, uns eingeschlossen, mussten heute wieder arbeiten und verabschiedeten sich relativ früh. Viele hatten sogar einen nicht unerheblichen Weg zurückzulegen, was meine Freude über deren Erscheinen noch steigert. Um kurz nach elf waren fast alle verschwunden. Lediglich Albert, zwei Kolleginnen von Steffi aus dem Hotel, Jana, meine Eltern und wir zwei waren noch da. Mein Gegenangriff bei meinem Vater bewirkte dann auch, dass er von rituellen Hosenverbrennen auch langsam absah und ich bester Hoffnung war, noch drumherum zu kommen. Aber, die Rechnung ging nicht auf…

Das Taxi war bereits bestellt, die Sachen gepackt, da drehten die Kolleginnen von Steffi noch mal auf und wollten mir an die Wäsche. Ich kann von Glück sagen, dass meine Überzeugungsarbeit klappte und die beiden sich mit der mitgebrachten Hose zufrieden gaben. Während wir also die Geschenke – ja, die gab es auch 😀 – zusammenräumten, zündelten draußen um kurz nach Mitternacht zwei Frauen an einer Jeans rum. Steffi warf dann solidarisch ihren BH noch dazu, als das Taxi in dem Moment um die Ecke bog. Muss ein tolles Bild für den Fahrer gewesen sein.

Steffi war nach diesem Abend, und mit dem Wegfall der Anspannung noch ganz schön aufgekratzt. Meinereiner reagiert bei Wegfall von Anspannung ja ganz anders. Und so kollidierten unsere Reaktionen darauf im Bett höchst unterschiedlich. Ich habe keine Ahnung, ob und wie lange Steffi noch auf mich einredete. Ich schlief sehr schnell sehr tief ein.

* Es gibt bei einem Polterabend das Ritual, die Hose des Bräutigams zu verbrennen. Als Zeichen dafür, dass er in Zukunft nicht mehr die Hosen anhat.

Außerdem werden Schuhe der Braut an einen Baum genagelt. Damit sie nicht mehr weglaufen kann.

Und als Bonus wird noch ein BH der Braut verbrannt. Welche Bedeutung das hat? Konnte mir noch keiner beantworten. Meine Vermutung: Damit die Ehemänner leichtes Spiel haben. 😈 Oder weil die Frauen sich in der Ehe mal hängen lassen können… 😯