Die PERFEKTE Hochzeit

Das Ganze ging schon am Donnerstag los. Nachmittags sind wir gen Friesland aufgebrochen und richteten uns auf einen ruhigen, sehr ruhigen Abend ein. Natürlich bekam ich die Bewegungen vor der Haustür mit, aber die Fähigkeit, eins und eins zusammenzuzählen gelang mir nicht mehr wirklich.

Es waren die Nachbarn von Steffis Eltern, die auch Onkel und Tante beinhalten, die einen Hochzeitskranz aufhingen und mit uns begießen wollten.

Eines der Nachbarpärchen, die erst das vorherige Wochenende geheiratet hatten, blieben länger und der Abend wurde noch etwas gefühlsduselig aber sehr schön. Ich zog es vernünftigerweise vor, gegen elf Uhr das Bett aufzusuchen. Steffi torkelte eine gute Stunde später hinterher.

Die standesamtliche Trauung

Morgens war ich es nicht, der den Kater hatte. 😉

Und ich war es auch nicht, der früh aufstehen musste, weil man einen Friseurtermin hatte. 😉

Ich hatte alle Zeit der Welt, meinen günstigen Anzug anzulegen und auf meine Fast-Gemahlin zu warten. Um elf Uhr sollte die Trauung sein und um viertel nach zehn war von der Prinzessin immer noch nichts zu sehen.

Vorher erlaubte ich mir noch, meinen Vater in den April zu schicken, indem ich ihn zu uns nach Hause lotste, weil dort Steffis Pillen wären, die sie unbedingt braucht. Dort lag aber nur ein Zettel auf dem „April, April!“ stand.

Gut, es gab sicher schon bessere Aprilscherze, ich bin eh kein Freund davon, schon gar nicht, wenn ich in den April geschickt werde. Zumal ich mein Buch in Delmenhorst vergessen hatte und das schon gerne weiterlesen wollte. So jagte ich meinen Vater telefonisch noch durch die Wohnung, um tatsächlich vergessene Gegenstände einzusammeln…

Zwanzig nach zehn brauste die Süße dann endlich durchs Haus um sich schnell anzuziehen. Beim Friseur saß sie etwas zu lange rum, was die Friseurin recht gleichgültig abtat und für leichte Verstimmung bei der Braut sorgte. Aber wir waren pünktlich dort und bereit für etwas Liebe die Vermählung.

Und die ging ganz locker vonstatten. Die Standesbeamtin hatte eine schöne Rede vorbereitet und spulte diese auch gekonnt ab. Nach nicht mal einer halben Stunde waren wir Mann und Frau. Nur der Hochzeitskuss kam irgendwie zu kurz. Beim Ringtausch durften wir nicht so wirklich und danach wurden wir auch nicht mehr richtig dazu aufgefordert…

Schwamm-drüber-Blues.

Anschließend wurde mit den Anwesenden und einem Gläschen Sekt angestoßen. Dany und Markus hatten eine kleine Überraschung für uns vorbereitet, in der wir ein paar Luftballons gen Himmel befreiten und danach durften wir in der offenen Mühle ein paar Erinnerungsfotos schießen lassen. Dafür war Kristen da und hat uns gekonnt in Pose stellen lassen.

Bei 12 Grad Außentemperatur war das nicht immer ein Vergnügen.

Nun waren wir früh fertig und konnten zum Essen fassen zum Antonslust. Hupenderweise versteht sich. 🙂

Und dort gab es für die Männer das „Big Anton“, welches bei unserem letzten Besuch im Antonslust nicht gab. Von daher war das schon ein weiteres Mosaiksteinchen für eine perfekte Hochzeit. Ein 350g schweres Mosaiksteinchen. 😉

Nach wirklich netten zwei Stunden trennten sich die Wege meiner Eltern und meines Bruders von unseren. Die drei fuhren zurück nach Delmenhorst um noch dieses und jenes zu erledigen kaufen. Das frisch vermählte Paar zog sich dagegen nur kurz um und fuhr zu Dany, wo man noch etwas mit dem gemeinsamen Neffen spielte, Bier trank und was noch wichtiger ist, Pizza bestellte. 😀

Gespielt wurde auch noch, aber zu gediegener Zeit wurde der Rückweg angetreten, wo uns der Vater schon auf der Einfahrt begrüßte. Drinnen war sein Schwager eingefallen und unterhielt mal wieder die Massen. Unsereins wollte sich das dann doch zu so später Stunde nicht mehr antun und ging ins Bett.

Dies war der standesamtliche Teil. Der Beitrag zur kirchlichen Trauung folgt hoffentlich morgen.

Advertisements
Veröffentlicht in Feierlichkeiten. Schlagwörter: , , , , , , , . Kommentare deaktiviert für Die PERFEKTE Hochzeit
%d Bloggern gefällt das: