Tagebuch

Jetzt wo wir unsere Flitterwochen Revue haben passieren lassen und nachher noch die ersten Fotos von der Hochzeit kommen, vertröste ich die Wartenden auf eine neue Seite in unserem Blog. Dort haben wir unser Tagebuch veröffentlicht. Da oben rechts unter Amerika-Tagebuch.

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Flittern in sweet home Alabama (16) – Abflug

Und da war er nun, der letzte Tag unserer Flitterwochen. Morgens noch eine Henkersmahlzeit ein letztes gemeinsames Frühstück.

Die Sachen waren gepackt und nachdem Susanne, Steffi und ich den Urlaub resümierten und der Meinung waren, dass es nicht nur ein wunderschöner Urlaub war, sondern auch nette Menschen getroffen haben (also Susanne uns und wir Susanne und ihre Familie), stiegen wir ins Auto. Natürlich waren die Klamotten bereits alle in demselbigen.

Haben wir auch alles?

Na logn.

Auch die Fotokamera, fragte Steffi.

Na logn.

Von wegen. Während ich die Kamera in meiner Tasche wähnte, lag sie auf dem Küchentisch. Und stellten das erst fest, nachdem wir eingecheckt hatten. Ist klar, oder?

Das ist auch der Grund, warum die letzten Beiträge etwas hinausgezögert wurden, weil vom letzten Tag noch Fotos drauf waren.

Naja, die Eincheckprozedur war dann nicht so langwierig wie noch auf dem Hinflug. Kein Wunder, schließlich verlässt man das großartigste Land der Welt, selbst Schuld also. Jedenfalls aus Sicht der Amerikaner.

Der Flug nach Atlanta war zum Glück nicht so holprig wie noch zwei Wochen zuvor. Wir sahen sogar diesmal das neue Stahlwerk von Thyssen Krupp von oben.

Und während wir auf dem Flughafen von Atlanta auf unsere Flieger nach Düsseldorf warteten, freundete sich ein kleines Mädchen namens Emma mit uns an. Die war mit ihrer Oma unterwegs nach Deutschland und Emma hielt ihre Begleitung ganz schön auf Trab. Ganz undankbar wirkte sie nicht, als wir das kleine Mädchen im Wartebereich etwas Aufmerksamkeit schenkten. 😉

Auf dem Rückflug schauten wir wieder mal Filme. Und ich muss sagen, „King’s Spech“ ist im englischen Original sehr sehens- und hörenswert. Hat mir gut gefallen. An die anderen Filme kann ich mich jetzt schon gar nicht mehr richtig erinnern. Doch ja, „Grown-Ups“, hier bekannt als „Kindsköpfe“ lief noch. Der war ganz nett. Besonders gefallen hat mir die schwangere Frau, die in dem Film mit ihrem seltsamen Humor auffiel. Sehr geil. 😀

Wir schauten übrigens nicht nur Filme, sondern auch den wunderschönen Sonnenuntergang.

Den Ratschlag von meiner Cousine beherzigte ich auch ganz beflissentlich. Da es die Getränke umsonst gibt, nutzt das auch aus. Besonders Bier trägt bei Nervosität zu einem ruhigeren Flug bei und so ließ ich den Steward häufiger als andere laufen. Schnell merkte er sich auch mein Gesicht und vor allem meine Mimik. Ich brauchte nur kurz die Lippen etwas schürzen und kaum merklich die Augenbrauen zu heben, da war ihm klar, nächstes Bier bitte. Klappte perfekt. Gegen fünf Uhr ( MEZ) muss ich dann eingenickt sein. Leider fang ich beim Einschlafen gelegentlich an zu zucken, besonders in ungewohnten Situationen und Orten. Also überall, wo nicht mein Bett ist…

Das wäre auch soweit kein Problem gewesen, wenn ich nicht aufgrund der Turbulenzen mein Bier fest in der Hand gehalten hätte. Als ich also von Morpheus langsam in den Arm genommen wurde (in, nicht auf!), zuckte ich also kurz und war wieder wach. Das Bier hielt ich immer noch fest in der Hand. Nein, das ist gelogen. Den Becher hielt ich noch fest in der Hand. Das Bier, dass sich kurz zuvor noch im Becher befand tropfte in diesem Moment auf den Boden. Jedenfalls der klägliche Rest, der nicht von meiner und Steffis Hose aufgefangen wurde.

Dank der folgenden Austrocknungsaktion mit vielen Tüchern war ich, und auch Steffi, wieder hellwach. Dazu trug auch der dezente Geruch von Bier, die unsere Hosen freigaben, bei. Der Stewart konnte sich es jetzt nicht verkneifen, freundlicherweise nachzufragen, ob ich noch ein Bier wünsche…

Nach der Landung warteten wir viel zu lange auf unser Gepäck, was aber nur halb so schlimm war, weil wir pünktlich landeten und unser Zug erst drei Stunden später fahren sollte. Mit dem SkyTrain fuhren wir zum Bahnhof, wo wir feststellten, dass es dort kein Kaffee oder Imbiss gab. Also sind wir wieder mit dem SkyTrain zurück (wenn ich den Wikipedia-Artikel vorher gelesen hätte, wäre ich gelaufen!) und setzten uns in den Arkaden in ein Cafe, wo ein guatemalischer Kaffee meine sich bereits schlafengelegten Lebensgeister wieder geweckt wurden. Zurück am Bahnhof warteten wir noch ein halbes Stündchen, bis wir unsere Plätze einnehmen konnten.

Leider muss man festhalten, dass deutsche Züge nicht zum Reisen gemacht wurden. Wie sonst ist es zu erklären, dass man einen Trolley nicht durch die engen Gänge ziehen kann? Als wir endlich saßen, mussten wir erste Verluste des Materials beklagen…nichts, was man nicht mit einer Rolle Panzertape wieder fixieren kann, aber ärgerlich ist es trotzdem. Ein weiteres Mosaiksteinchen meiner Ablehnung gegenüber der Bahn AG war gelegt…

Beim Umsteigen in der Stadt des, zu dem Zeitpunkt zukünftigen, deutschen Fußballmeisters wurde es uns fast schon zu einfach gemacht. Derselbe Bahnsteig, lediglich die andere Seite. Na toll, hätte ich das gewusst, hätte ich keine halbe Stunde zum Umsteigen eingeplant. Hätte, hätte, Fahrradkette…

Ab hier hatten wir Sitzplatzreservierung, die natürlich besetzt waren. Also die zwei Damen weggescheucht, Laptop rausgeholt und versucht zu surfen. Es blieb beim Versuch, der nur in den Bahnhöfen von Erfolg gekrönt wurde. Dann halt Papa Bescheid sagen, der so nett war, und uns vom Bremer Hauptbahnhof abholte. Völlig erschlagen kamen wir in Delmenhorst an, packten unsere Sachen aus und unterhielten uns noch kurz mit meinem Vater in der Küche.

Wenn bloß nicht diese kleinen Fliegen die ganze Zeit nerven würden. Und wieso sind das so viele? Hier ist doch nichts schlecht geworden? Wir haben doch alles verbraucht und den Kühlschrank leergeräumt…

Dann fiel es uns wie Schuppen vor die von den Augen. Ein kurzer Blick in die Ecke des Katzenfutters und schon ward das Nest gefunden. Ein aufgeplatzter Beutel reifte in unserer Abwesenheit munter vor sich hin…Willkommen zu Hause. 😐

Kurzerhand ein paar Gläser mit Saft, Essig und Spüli aufgestellt, um die Fliegen in die Falle zu locken. Und ab auf die Couch. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits über 24 Stunden auf dem Buckel. Nach einer Stunde musste aber gut sein, schließlich wollten wir uns schnell umgewöhnen. So ein Jetlag ist ja kein Vergnügen…

Das mit der Stunde klappte auch ganz gut. Den Rest des Abends dümpelten wir vor uns hin und gingen zeitig wieder ins Bett. Schade nur, dass ich um zwei Uhr Nachts hellwach war…

Zur Info: Den Jetlag wurden wir dann schnell los. Ganz schnell. Nämlich gleich nach dem Osterwochenende als wir wieder anfingen zu arbeiten. Bis dahin…nachts wach, tagsüber knackenmüde.

Und wie weiter?

Seit über einem Monat sind wir zurück und vermissen Amerika. Und meine Cousine nebst ihrer Familie. Wenn wir eins von drei Liedern hören ist es besonders schlimm mit dem Fernweh. So geschehen letzten Freitag auf dem Weg nach Berlin, wo nur das Stück von Lynyrd Skynyrd fehlte. Aber vom Berlinwochenende erzähle ich ein anderes Mal.

Jetzt suche ich erstmal Hochzeitsfotos raus, die hier die Tage veröffentlicht werden.

Flittern in sweet home Alabama (15) – Sag zum Abschied leise Servus

Der letzte Tag in Amerika. 😦

Und der begann gleich mit etwas Aufregung. Ich habe bis hierhin gar nicht erwähnt, dass wir den Garten häufiger mal nach Schildkröten abgesucht haben.

Heute morgen hat Susanne uns dann gleich mit der Botschaft begrüßt, dass eine Schildkröte da ist. Als ob sie uns „Auf Wiedersehen“ sagen wollte…

Insgesamt bevölkern drei Schildkröten den Garten meiner Cousine. Eine davon hat nur drei Beine und genau die hat uns die Möglichkeit gegeben, Fotos zu machen.

Und ein Video konnten wir auch noch drehen…

Danach ging es wieder nach Dauphin Island. Schließlich mussten wir noch unseren blinden Passagier zurück in heimische Gefilde bringen. Vor der Brücke stoppten wir kurz, um noch mal Pelikane zu fotografieren.

Was gar nicht nötig gewesen wäre. Nach dem wir den laaaangen Steg zum Strand gelatscht waren…

…und uns am Strand nahe des Golfs platzierten saßen wir da und beobachteten die Pelikane, wie sie zu Dutzenden immer und immer wieder ins Meer flogen und Beute fingen.

Teilweise konnten wir auf wenige Meter ran schwimmen.

Bevor es für uns ins Meer zum Schwimmen ging, setzten wir erstmal Johnny wieder der verdienten Freiheit aus.

Kaum waren wir zurück, da kam ein amerikanischer Familienvater auf unser kleines Grüppchen zu und stellte uns die typischen Fragen (Where you’re from? Why you’re here? Do you like it?). Dabei stellte sich heraus, dass er wohl im Sicherheits(oder Qualitäts?)bereich gearbeitet hat und einen neuen Job sucht. Und Susanne wusste von Jörg, dass die bei TK noch Leute suchen. Da fällt mir ein: Ich wollte Susanne noch fragen, ob es mit dem American Dad geklappt hat.

Naja, er wollte sich positiv ins Gedächtnis bringen und versorgte uns mit übrig gebliebenen Chips und kaltem Wasser. Vielleicht wollte er das auch nur nicht alles zurückschleppen.

Man muss nämlich sagen, woran die Amerikaner blitzschnell merken, dass man kein Amerikaner ist. Wir kamen ohne Kühlbox. Kein Witz, die Amis kommen mit vollgepackter Kühlbox an den Strand. Da müssen wir ja gerade zu wie Fremdkörper wirken. Ist jedenfalls unsere Vermutung. 😉

Wie gesagt, danach ging es ins Wasser. Und nach ein paar schönen letzten Stunden am schönen weißen Strand hieß es Abschied nehmen. Noch einmal bei Wal-Mart für den letzten Abend eindecken, lecker Pizza kaufen und in die heimische Burg zurückkehren. Schließlich sollte das Duell der Gigantinnen in die Revanche gehen.

Da war ich als Sparingspartner für die Mädels gerade gut genug. Sorry Jungs, aber unser Geschlecht habe ich beim Tischtennis nicht wirklich würdig vertreten, auch wenn beide unisono mein gutes Spiel lobten. Aber ich glaube, das war nur aus Mitleid…

Das Duell der Damen ging dafür wieder über drei Sätze und diesmal war es Steffi, die meine Cousine am Ende knapp niederringen konnte. Ein wirklich tolles Match, dem ich beiwohnen konnte. 🙂

Abends machten wir uns dann die Pizza. Und weil die Amerikaner es groß mögen, war die Pizza auch entsprechend gr0ß. Der Backofen war aber größer!

Dank des großen Hungers holten Steffi und ich uns gleich eine gepflegte Brandblase am Gaumen ab…

Wir unterhielten uns noch bis in den späten Abend, tranken die letzten Lagerbiere weg und ließen den wunderschönen Urlaub so ausklingen, wie er es verdient hat.

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Jetzt ist es raus

Ja, die gestern angekündigte Überraschung waren lediglich zwei Beiträge von Steffi und mir in Zusammenarbeit mit dem Maskierten.

Was hat das nun mit einer Hochzeit zu tun? Auslöser war die Hochzeit eines Prinzen mit einer Frau Ende April, zu deren Anlass sich die halbe Welt überschlug. Der Maskierte war genervt und erzählte in seinem Beitrag von einem fiktiven Kirschblütenfest. In den Kommentaren tobte ich mich aus und da hatte der Maskierte die Idee, über ein fiktives Treffen unsererseits zu schreiben. Ich fand die Idee klasse und steuerte ebenfalls einen Beitrag bei. Steffi fand das ganze auch witzig und war derart Feuer und Flamme, dass sie sofort auch einen Beitrag schrieb.

Nichts aufregendes also. Aber ihr glaubt nicht, wie viele (nicht nur Ulf und Mandy in den Kommentaren) dachten, wir würden hier Nachwuchs bekannt geben. Leute, wir haben aus Liebe geheiratet und lassen die Dinge ganz ungezwungen auf uns zukommen. Kinder sind zwar nett. Aber noch netter sind Kinder, die man am Ende des Tages wieder seinen richtigen Eltern zurückgeben kann. So viel Freiheit gönnen wir uns noch.

Deshalb geht der folgende Aufruf an unsere Eltern: Wartet es ab, früher oder später kommt schon noch was. Aber erwartet nicht jede Woche DIE freudige Nachricht.

Und dieser Aufruf geht an alle Leser: Lest bitte den Beitrag über das Kirschblütenfest vom Maskierten! Dann fängt Eure Woche ebenfalls mit etwas wirklich gut und witzig geschriebenen an. Und die Woche wird noch lang genug. 😉

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Wem die Kirsche glüht

Nach unserer Hochzeitsreise hatten wir zwei frisch Vermählte uns vorgenommen, in nächster Zeit auch Deutschland näher unter die Lupe zu nehmen. Vornehmlich haben wir uns Städtereisen vorgenommen. Dank einer anderen Hochzeit, die uns am Arsch vorbei nicht sooo interessierte, sahen wir uns nach Fluchtmöglichkeiten um und fanden sie im Kirschblütenfest in Elmering-Sußen bei Bad Drecksweiher.

Darauf aufmerksam machte uns der Maskierte, den wir umgehend kontaktierten und spontan einen Termin abmachten. Er verband das Gute mit dem Nützlichen und organisierte noch auf die schnelle einen beruflichen Termin. So blieben seine Kosten niedrig und wir konnten uns auf seine Kosten volllaufen lassen den Weg zur Bank sparen auf dem Kirschblütenfest treffen.

Wir tauschten zur Sicherheit noch die Handynummern aus, schließlich sind meine Ortskenntnisse um Elmering nicht so überragend. Das änderte sich bei der Ankunft in dem beschaulichen Örtchen, denn durch das Fest war das ganze Dorf auf den Beinen und aus den umliegenden Ortschaften die Parkmöglichkeiten erschöpft. Hauptsächlich Autos aus Bad Drecksweiher (BAE) waren zu sehen. Wir kurvten umher, bis wir Elmering fast auswendig kannten, mit Ausnahme des Dorfkerns, wo wir uns mit dem Maskierten treffen wollten.

Auf einer Wiese zwischen Elmering-Sußen¹ und Bad Drecksweiher fanden wir dann tatsächlich eine Möglichkeit, mein süßes Baby zu parken. Ich erspähte ein Taxi und hoffte, den Weg nach Elmering rein nicht laufen zu müssen, da schoss das elfenbeinfarbene Gefährt schon an uns vorbei. Für einen kurzen Moment konnte ich die Augen des Fahrers sehen und es sah aus, als hätte er gerade den Leibhaftigen gesehen. Und seine Haut unterschied sich nicht großartig von der Farbe seines Autos. Dabei dachte ich, auf einem Dorf im Süden Deutschlands geht es gemütlich zu, aber dem Kollegen stand eindeutig die Angst ins Gesicht geschrieben. Wir erfuhren leider nicht, warum…

Na gut, wir sollten es nicht mehr rechtzeitig zum Marktplatz in Elmering-Sußen schaffen und riefen mal lieber den Maskierten an. Erstens ist das Teil unserer guten Erziehung und zweitens sollte der Gute nicht denken, wir hätten ihn versetzt. Er rang sich ein trockenes „Hallo“ aus der Kehle und ich wusste, all zu lange durften wir nicht orientierungslos herum schlendern.

Kaum am Marktplatz angetroffen, erblickten wir auch die auffällige Gestalt am Brunnen. Und darunter saß ein Mann (?) mit Sturmhaube, die, kaum das sie in unsere Richtung sah, aufsprang und auf uns zu rannte. Das Völkchen in Elmering scheint tatsächlich etwas ängstlich zu sein. Denn während der Maskierte auf uns zu rannte, zogen einige um uns herum ihre Handys aus den Taschen. Nach der innigen Umarmung merkte aber auch der letzte Einheimische, dass die Person mit der Sturmhaube keinen explosiven Gürtel umgeschnallt hatte.

Wir schauten jedenfalls noch irrititert, weil wir bis zuletzt nicht sicher waren, ob uns nun Männlein oder Weiblein gegenüberstand. In diesem Internet-Dingens weiß man ja nie. Als der Gute aber so in voller Pracht vor uns stand, war uns klar, so unförmig ist keine Frau eine Sturmhaube trägt eine Frau nicht zu einem Hemd.

Wir gingen über den Marktplatz durch einen kleinen Park und kamen zur Festwiese, wo Kirschbäume (angeblich japanisch) den Platz zierten. Der Maskierte, erfahren wie er mit der Maske nun mal ist, erklärte uns, mögliche Nachfragen bezüglich der Haube mit „seltener Hautkrankheit“ zu beantworten. Sollte uns Recht sein, so standen wir als barmherzige Samariter da, die ihre Freunde trotz Krankheit begleiten.

Wer schon mal auf einem Jahrmarkt in einem kleinen Dorf war, kann sich ungefähr vorstellen, welche Stände aufgebaut waren. Uns interessierten erstmal diejenigen welchen, die die unterste Stufe der maslowschen Pyramide abdeckten. Beim anschließenden Gespräch lernten wir uns näher kennen. Erst machte er mich darauf aufmerksam, dass der menschliche Körper, nicht wie ich neulich schrieb, einer Dehydrierung ausgesetzt ist, sondern einer Dehydration. Ich entgegnete erbsenzählerisch, dass es dann Dehydratation heißen müsste. Woraufhin er konterte, dass im Springer Lexikon der Medizin der Begriff Dehydration synonym für Dehydratation steht. Dieses Argument wischte ich beiseite, mit dem Vermerk, dass man Springer niemals glauben sollte.

Wir redeten jedoch nicht nur über unseren Flüssigkeitshaushalt, wir handelten auch. Man sagt zwar, dass ein gutes Bier drei Brote ersetzt, aber darauf wollten wir uns nicht verlassen und versorgten uns vorsichtshalber noch mit dem einen oder anderen gegrillten Schlachterzeugnis.

Ein Thema wurde jedoch ausgespart und es ist dem Maskierten zu verdanken, dass es dennoch aufs Tapet kam. Die Rückfahrt musste jemand übernehmen. Ich traute mich nicht, diese ehrenvolle und ruhmreiche Aufgabe meiner lieben Frau aufzubürden. Der Maskierte jedoch nahm seinen ganzen Mut zusammen und schaute sie bettelnd flehend wimmernd herzerweichend an. Ich könnte schwören, seine Augen durch die verspiegelte Brille gesehen zu haben.

Jedenfalls nahm Steffi das Angebot gerne an, uns zu fahren und machte aus zwei Männern zwei glückliche Kinder. Womit letztlich klar ist, dass

– Frauen aus Männer Kinder machen können.

– Frauen aus Kinder Männer machen können.

– Männer ihr Lebtag Kinder bleiben.

Bevor Steffi auf vitaminreiche Getränke umschwenkte, genossen wir noch zu dritt Cuba Libre. Und der Cuba Libre genoss zu dritt den Abgang in unsere Kehlen. So ein Cocktail will ja auch nicht alleine sein. Das Festzelt, wo die Cocktailbar stand, war um die Uhrzeit noch nicht so unser, weshalb wir uns kurzentschlossen auf eine Rundreise um die Festwiese begaben. Wir inspizierten jeden Bierstand, und ich meine JEDEN Bierstand, auf ordnungsgemäße Ausführung des Schankbetriebes und können resümierend festhalten: Alles in Ordnung.

Nicht mehr so in Ordnung war der Sitz der Maske bei unserem Begleiter. Kurz vor Ende des Rundgangs wurde der Hals leicht freigelegt und offenbarte einen zwei Zentimeter breiten Streifen seiner Haut. Ich könnte jetzt schreiben, dass er eine weiße Hautfarbe hat. Aber erstens möchte ich den Schutz der Identität nicht verletzen und behalte das für mich. Und zweitens war die Haut nicht mehr sooo weiß, sondern schon mehr ins rötliche verschoben. Kein Wunder bei 28 Grad Außentemperatur. So ganz trocken war die Haube auch nicht mehr. Doch der Identitätsschutz erfordert nun mal auch Opfer.

Auf sein derangiertes Äußeres und dem drohenden Schutzverlust seiner Identität wies ich ihn mit unseren vorher abgemachten Spruch

Wem die Kirsche glüht

hin. Er begriff sofort, nestelte am unteren Ende seiner Haube rum und zog sie sich wieder zurecht.

Nun fühlten wir uns von innen heraus auch gewappnet für die zweitklassigen Ballermann-Hits, die im Festzelt vorgetragen wurden. Wobei sich hier die Frage stellt: Gibt es auch erstklassige Ballermann-Hits?

Wie auch immer, wir stiegen nun zu etwas gesünderem um. Immer nur Hopfen und Malz ist ja nicht so gut für die Figur. Also bestellten wir uns Tee.

Computer? Tee! Long Island. Eisgekühlt.

Steffi ließ sich bunte Früchte im Glas stapeln, was den Maskierten zu einer frotzigen Bemerkung verleitete, die er, kaum das er Steffis Blick erntete, schon bereute.

Häuptling „maskierte lose Zunge“ sollte seine Worte mit Bedacht wählen, sonst geht ihm sein Pferd abhanden

gröhlte ich, und erntete den nächsten bösen Blick von Steffi.

Unser Glück, dass Steffi die Barmherzigkeit in Person ist. Ihr Pech, dass wir beim angekommenen Alkoholpegel nur noch die erste Silbe des Wortes Barmherzigkeit fast fehlerfrei buchstabieren können. Denn jetzt sollte es unbedingt Autoscooter sein. Was sie jedoch komisch fand, konnte sie doch endlich mal mit mir auf einer Kirmes in ein Fahrgeschäft rein. Das glückt ihr sonst nie.

Der Maskierte schmiss 20 Runden für jeden von uns auf den Markt und die waren noch zu wenig. Okay, am Ende machte ich Geräusche wie unsere Katze, wenn sie wieder mal an der Palme geknabbert hat, deren Blätter sie nicht sooo gut verträgt. Aber ich besann mich an mein Motto „Speifrei seit 03“ und überhaupt wollte mein Körper die glückseligmachende Flüssigkeit nicht freiwillig hergeben, auch wenn das Wichtigste bereits gefiltert und in die Blutbahn übergeben wurde.

Aus dem Festzelt dröhnte endlich gute Musik, also gaben wir dem Abend noch eine Chance und schlumpften hinein. Man könnte behaupten, wir sind wegen des Cuba Libres noch mal rein, aber das sind nur Gerüchte. Ich zeigte Steffi, dass unser Tanzkurs sich gelohnt hat und forderte sie auf. Aber entweder war sie bereits müde oder sie hatte keine Lust. Nach einem Lied war bereits Schluss und mit schmerzverzehrtem Gesicht bedankte sie sich für die Einlage und verwies mich zurück an den Tresen, wo der Maskierte schon mit der nächsten Runde wartete.

Kurz vor Mitternacht (gefühlt) erwähnte Steffi, dass es Zeit fürs Bett wäre und ich in meinem Zustand, den ich jetzt hätte, Sex vergessen könnte. Bei mir ans Ohr drangen die Worte

Bett…jetzt…Sex

Hier wurde die neu gewonnene Freundschaft mit dem Maskierten auf die Probe gestellt und er war der Einzige, der sich gegen die Ungerechtigkeit des frühen Aufbruchs zur Wehr setzte, während ich mit meiner Nase den Nacken- und Schulterbereich meiner Herzallerliebsten Molekül für Molekül untersuchte.

Der Weg zum Auto war dann auch gar nicht sooo lang wie es sich noch auf dem Hinweg anfühlte. Ob es am Bier lag, dass wir mitnahmen, oder am schnellen Schritt den wir draufhatten, lässt sich abschließend nicht mehr klären. Steffi war uns jedoch immer voraus, egal wie schnell wir liefen. Kaum das wir sie eingeholt hatten, war sie uns schon wieder zwei Meter voraus. Spöttisch bemerkte sie

Da habt ihr es euch heute aber gegeben.

Ich verstand jedoch nur:

Dir werde ich es heute noch geben.

Worauf ich sofort wieder auf sie aufschloss. Nur um gleich darauf wieder an Boden zu verlieren. Es war wie verhext. Dieses maulwurfhügelige in der Landschaft liegt mir lauftechnisch einfach nicht.

Nach 2 km Fußmarsch waren wir dann auch bei unserem Auto angekommen. Wir stiegen ein, als ein dumpfer Knall mich erschreckte. Ich wollte gerade den Maskierten anrauzen

Das ist ein Auto, meine Schatztruhe mit Fenstern und kein Kühlschrank.

da sah ich, dass er noch gar nicht die Tür zugemacht hat. Er war noch nicht mal richtig eingestiegen, sondern rieb sich nur den Kopf. Passiert sei aber nichts, wie er beteuerte.

Laut lachend scherzten wir im Auto, was Steffi zum Anlass nahm, die Fensterscheiben runterzumachen, um den Schalldruck Gelegenheit zu geben, zu entweichen. Ein Fehler, da wir es waren, die versuchten zu entweichen. In bester Surfer-Manier hingen wir elegant aus dem Fenster und genossen den Fahrtwind. Außerdem nahm ich mir fest vor, dass das nächste Auto ein Sonnendach hat. Oder gleich ein Cabrio ist.

In Bad Drecksweiher legte Steffi den geilsten U-Turn überhaupt hin und kam exakt vorm Hotel zum Stehen, wo der Maskierte uns verließ. Im Rückspiegel sahen wir ihn noch winken, wollte er uns auf seinen bevorstehenden Sprung über die Hecke aufmerksam machen? Und Tatsache, wie einst die berühmte Rosemarie Ackermann² nahm der Maskierte die Hecke in der typischen Straddle-Sprungtechnik . Ich lehnte mich ein letztes Mal aus dem Fenster und applaudierte anerkennend, doch wurde dieser wohl nicht mehr vom Maskierten vernommen. Kurz darauf versank das Hotel im Schleier der Nacht.

Nach kurzer Fahrt kamen wir in Delmenhorst an – unglaublich wie schnell wir angekommen sind, kurz eingenickt, aufgewacht und wir waren da – und es ging stante pede ins Bett. Schließlich ist mir ja was versprochen worden. Bevor mein Kopf auf das dazugehörige Kissen aufschlug, schlief ich auch schon tief und fest…

  1. Historische Ergänzung des Maskenträgers: Das Kirschblütenfest ist eigentlich eine Sußener Tradition, nur die Festwiese liegt in Elmering. Da die beiden Orte aber aufgrund ihrer überschaubaren Größe kaum auseinanderzuhalten sind und die Trennung nur aufgrund eines großbäuerlichen Familienstreits nach einer Heirat des ältesten Sohnes im Jahre Siebzehndrölfzig erfolgte, man sprach zuvor von der Sußener Elm, wurden diese folgerichtig mit der Gemeindereform 1975 wieder zusammengefasst. Um den alten Streit zwischen den Familien Sußen und Elmer vergessen zu machen und die inzwischen gewachsene Eigenidentität der einzelnen Familienteile zu betonen, griff man nicht auf den alten Namen Sußener Elm zurück, sondern schuff den neuen Doppelnamen.
  2. Die in diesen Landen ungleich bekanntere Ulrike Meyfarth ist hier aus zweierlei Gründen nicht lobend erwähnt. Erstens sprang sie den Fosbury-Flop und zweitens ist sie Botschafterin der unsäglichen INSM. Bezeichnend, dass die ostdeutsche Frau Ackermann heute in der Arge arbeitet, während die westdeutsche Meyfarth Lügen der Arbeitgeber unterstützt…
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Wer die Kirsche bemüht

Dieses Wochenende war es so weit, Stefan freute sich ja schon lange auf das Treffen mit DEM Maskierten, irgendwo im süßen Bad Drecksloch. Da sollte auf jeden Fall der Bär steppen, weil irgend so ein Bachblütenfest stattfinden sollte. Ich vergess grundsätzlich wo und warum solche Straßenplatzfeste stattfinden, hauptsache man kann essen, trinken und evtl. – mit viel Glück – das ein oder andere Fahrgeschäft mitnehmen.

Kurz nachdem wir auf die Autobahn fuhren, erfuhr ich auch noch, dass es sich um das jährliche Kirschblütenfest in Elmering – Sußen *zzzzzzzzzz* – da war ich auch schon eingenickt. Als mein Körper anfing unrhythmisch im Stop and Go Takt des Straßenverkehrs mitzuwippen, kehrte ich langsam in die Welt der Wachen zurück und erblickte Menschenmassen auf den Gehwegen und allerlei fröhliche Gesichter. Wir mussten an unserem Ziel angekommen sein, also fing ich an mich zu recken und strecken, ein wenig frischen Wind in unser Auto zu lassen und mich auf das Treffen mit dem Unbekannten einzustimmen. Zeit genug hatte ich dazu ja, denn die Parkplatzsuche sollte sich als echte Herausforderung herausstellen. Aber mein Schatz hat das wie immer voll im Griff und ergatterte noch auf irgendeiner abgelegen Wiese einen mehr oder weniger legalen Parkplatz. Nu mussten wir uns aber auch sputen und bei strahlendem Sonnenschein den Weg zum Marktplatz flotten Schrittes bewältigen. Nach ca. 20 Min. Fußmarsch erblickten wir in der Ferne schon den Brunnen unseres Treffpunktes. Ich blinzelte ein paar mal und täuschte mich nicht, im grellen Sonnenlicht hastete einen Gestalt auf uns zu – ich guckte genauer – hey, der Typ ist maskiert?!? Ich drehte mich hektisch nach links und nach rechts, um ein evtl. Ziel auszumachen. Doch als ich noch mit panischem Blick die Passanten um mich herum taxierte, blieb der maskierte Fremde schon direkt vor uns stehen und begrüßte Stefan mit einer herzlichen Umarmung. Puuuhhh! Da musste ich Lachen, natürlich „der Maskierte“, welch witzige Idee, seinem Namen solch Ehre zu machen, wenn nicht auch bei diesen Außentemperaturen eher wahnwitzig. Nach den üblichen Begrüßungsfloskeln wurde aber schnell klar, dass das ein netter Tag werden würde, da wir schnell in allerlei Gesprächen aufgingen.

Auf dem Festplatz angekommen suchten sich die Zwei auch gleich den typischsten Männerladen schlechthin aus. Hauptsache Schwenkgrill und Bier. Na gut, mir sollte es recht sein, hatte ich doch tierischen Brand auf ein leckres Alster und dazu ein kleines Stück mageres Rindersteak in selbstgebackenen Brotmantel mit einem Hauch von Knoblauchdip und feinem Salat vom Kraut… wir wissen alle dass die Realität dir auf solch einem Fest nur eine durchsiffte Serviette mit matschigem Brötchen, fettigen & sehnigem Steak mit nem Flatschen Tzatze und wässrigem Krautsalat gönnt.

Im Gegensatz zu den Männern hielt ich mich ein wenig länger an meinem Alster fest, wollte ich doch später noch meinen Geldbeutel im Cocktailzelt leeren. Doch diese Rechnung hab ich leider ohne die Kraft der Männerhundeblickfraktion gemacht. Prompt kam die Frage auf den Tisch, wer von uns Hübschen denn das kurze Streichholz gezogen hat und heute Abend den Chauffeur spielen darf. Diese Frage hatten wir bis dato offen gelassen. Meinen Gatten kenn ich zu gut, um zu wissen, dass sein Schweigen und seine Art mich nicht anzugucken, ein Flehen und Bitten im Inneren darstellt. Als mich dann auch noch der Maskierte mit seinem Blick, der sich hinter der Sonnenbrille nur erahnen ließ, charmant überreden wollte, konnte ich gar nicht anders, als mich in mein Schicksal zu ergeben. Adieu leckere Cocktails!

Einer wurde mir dann allerdings doch noch gegönnt, bevor der Startschuß zum Hopfen und Malzbudenmarathon fiel. Das war dann auch der Anfang vom Ende. Ehrlich, wer kennt es nicht? Jeder war bisher einmal der nüchterne Trottel unter einer Gemeinschaft feuchtfröhlicher Gesellen. Entweder man erkennt seinen ganz eigenen Humor bei der Sache und genießt den Abend mit Notizbuch (für spätere Nachfragen oder Schenkelklopfer), Fotoapparat (um „ach du spinnst ja, das hab ich nie gemacht“ Äußerungen  gegen die Wand laufen zu lassen) und natürlich dem Fremdschämen oder …man macht es nie wieder! Ich entschied mich für erste Variante und beobachtet und belächelte den langsam eintretenden Verfall von: 1. Sinnhaftigkeit der gewählten Gesprächsthemen

Wo ich bei den ersten drei Buden, die wir wirklich im Marathontempo hinter uns ließen, noch sinnig dem Gesprächsverlauf folgen konnte und auch selbst noch dran teilnehmen durfte und wollte, machte sich nach dem vierten Hindernis langsam die Einwirkung  der 28° warmen Außentemparatur in Zusammenarbeit den knallenden Sonnenstrahlen und der Trinkgeschwindigkeit von 1Schluck/10sec bemerkbar. Mittlerweile hatten sich die beiden Jungs die Spitznamen Pinky and the Brain verpasst weil sie seit geraumer Zeit über die Auswirkungen verschiedenster Gesellschaftsformen lamentiert haben. Deshalb sollte nun ein unumstrittener Plan zur Übernahme der Weltherrschaft ausgetüftelt werden, doch leider kamen sie über die Festlegung wer von ihnen „the Brain“ war nicht hinaus und kamen dort vom hundertstel ins tausendstel. Ich konnte irgendwann dem Gesprächsniveau nicht mehr folgen und zudem wurde es mir erschwert durch Verfall Nummer 2:

Steuerung der Artikulationswerkzeuge.

Dasssch zuhören wurde zuuuunneh-nehmend amüssssssanter. Die Sätze sprudelten nicht mehr aus den beiden heraus, sondern schlängelten sich vielmehr ihren Weg, wie ein Fluß durch den Wald, bei dem der ein oder andere Tropfen einfach versickert. Wir waren mittlerweile wieder beim Festzelt angekommen, wo ich meinen müden Beinen ihre wohlverdiente Sitzpause gönnte und mir sogleich einen klebrigen, superleckeren, vor Grenadine strotzenden Früchtecocktail bestellte. Die Jungs sind beim Long Island Ice Tea hängen geblieben, und erstaunlicherweise ist er ihnen sehr gut bekommen, ohne sie vollends aus den Schuhen zu holen. Sie witzelten auch gleich, frohen Mutes über meinen Zuckergesöff, was ich aber gepflegt zu ignorieren wusste, weil sich eine Diskussion hier sowieso nicht lohnen würde. Trotz meines offensichtlich überlegenden Geisteszustands, hätte ich jede weitere Unterhaltung über die Qualität meines Cocktails verloren. Plötzlich und unerwartet, kam es dann zu Verfall Nummer 3.

Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten und Ängsteverlust

Mein Stefan, dem sich sonst schon vom bloßen Zugucken jeglicher Spaßbuden der Magen dreht,  kam auf die glorreiche Idee, dem Autoscooter einen Besuch abzustatten. Memo an mich: Bevor oder während eines Kirmesbesuchs, Stefan abfüllen und dann die Fahrgeschäfte ansteuern. Der Maskierte nahm die Idee überschwänglich entgegen und beide liefen gutgelaunt zu besagtem Fahrgeschäft. Ich entschuldigte mich noch schnell bei meinen Füssen und schlurfte hinterher. Dort angekommen drückte mir der Maskierte auch gleich 20!! Chips in die Hand. Allerdings gab ich nach 10 Runden auf und verschenkte die restlichen Chips an eine Jugendgruppe, die nicht so protzig und überkandidelt daherkam und verbrachte die restliche Zeit dabei zwei Personen zu beobachten, die einen heiden Spaß dabei hatten ihre erwachsenen Körper in die doch eher enge Sitzfläche des Scooters zu quetschen und sich trotz Zielwassers öfter gegen die Bande setzten als sich gegenseitig aus der Bahn zu schießen.

Der Weg zurück zum Festzelt war ein Weg der Ruhe. Beide Körper mussten mit der dauerhaften Rotations- und Geschwindigkeitsaufnahme erstmal zurechtkommen und das Blut wieder zurück in den Kopf pumpen. Denn dort konnte gerade nicht viel sein, so bleich wie die beiden waren. Doch kaum am Zelt angekommen und das Glas in der Hand fanden die Zwei ihre ursprüngliche Verfassung wieder und quasselten, scherzten und diskutieren wieder um die Wette. Ich lehnte mich zurück und beobachtet das ganze Geschehen und lenkte durch die ein oder andere Bemerkung die Gespräche in andere Richtungen. Gerade dachte ich, dass der Abend doch sehr entspannt ist, da schlägt Stefans Hand vor mir nieder und betont dadurch die Aufforderung zum Tanzen. Er hats noch drauf mich zu überraschen…

Überraschungen müssen nicht immer positiv sein. Nach dem Lied hab ich unsere Einlage lieber abgebrochen, da seine Füsse wohl öfter die Meinen getroffen haben, als den Zeltboden. Aber süß fand ichs trotzdem… Da mir die Musik aber gerade sehr gut gefiel, blieb ich noch ein bißchen auf der Tanzfläche und überließ den Jungs ihrer eigenen Gedankenwelt. Müde war ich nicht, wie konnte ich auch nach der Masse an Coffein die ich durch Cola zu mir nahm, doch merkte ich, dass sich die Reihen im Zelt lichteten und die Gläserschubser Bediensteten anfingen die ungenutzten Stühle zu räumen. Es war nun auch schon 1:30Uhr und wir wissen, auch auf dem Dorf gibt es Ruhezeiten. Ich rechnete mir also aus, dass der ganze Spaß hier höchsten noch ne Stunde gehen würde und versuchte vorsichtig bei den Jungs meinen Wunsch zum Aufbruch durchschimmern zu lassen. Schließlich wollt ich nicht die Letzte sein, die 2 Schnapsleichen aus dem Zelt manövrieren muss. Merkwürdigerweise erntete ich von meinem Mann keinerlei Widerrede sondern, im Gegenteil, er leerte das Glas mit überhasteten letzten Zügen und trieb seinen neugewonnenen Trinkkamerad zur Eile.

Mir graute vor dem Rückweg, hatte ich doch meine Füsse auf der Tanzfläche nicht geschont und hatten wir noch gut 2km Fußmarsch vor uns. Der sollte auch nicht schnell zu bewältigen sein, hatte ich doch die zwei Marathonmänner im Schlepptau, die sich noch für ein „Feierabendbier“ für unterwegs entschieden haben. Meine spöttische Bemerkung, dass sie es sich heute aber mal richtig gegeben haben, wurden lallend aber mir unverständlich kommentiert, so dass ich auch weiterhin mein Grinsen nicht aus dem Gesicht bekam. Es waren schon zwei nette Gestalten, die hinter mir einen Slalom vom feinsten abwickelten. Schön, dass sie sich so gut verstanden, dass sie sich gegenseitig unter die Arme griffen. Nach einer gefühlten Ewigkeit, kamen wir endlich beim Auto an, wo der Maskierte nochmal für einen herzhaften Lacher meinerseits sorgte, als er maßgenau mit seiner Stirn den Türrahmen anpeilte und ihn zu durchstoßen drohte. Seine Sturmmaske diente ihm als Dämpfer, so dass es zu keinem Dämpfer der guten Laune auf der Rückbank kam. Aus den Männern am Nachmittag sind Jungs geworden, der ich mit der Idee die Fenster runterzumachen, leider die Flause in den Kopf gesetzt hatte, sich mal schön weit aus diesem zu lehnen. Und sie sangen und sie gröhlten. Ja, die Jungs hatten ihren Spaß. So ausgelassen hab ich Stefan schon lange nicht mehr erlebt.

Zu meinem Glück saßen beide bereits wieder angeschnallt auf ihren Sitzen, als ich erschrocken auf der linken Seite das Hotel meines Mitfahrers entdeckte und aus Reflex das Lenkrad zu einer gewagten Drehung einschlug. Ich erntete Applaus als ich vor dem Hotel zum Stehen kam, während ich mir unaffällig den Schweiß von der Stirn wischte. Wir verabschiedeten uns voneinander und während die Zwei planten, den heutigen Abend auf jeden Fall zu wiederholen, dachte ich bei mir, dass ich dann auf jeden Fall auch auf der anderen Seite des Alkohlpegels mitmischen werde.  Als ich den Wagen wieder in Bewegung setzte, hörte ich nach Kürze Stefan applaudieren und lachen, als ich um die Ecke bog und ihn fragte was denn jetzt noch gewesen wäre, erntete ich nur noch ein liebliches Schnarchen.

Zu Hause angekommen, war ich dann auch fix und fertig. Stefan murmelte noch etwas von er läge sich schonmal hin, wäre aber für mich bereit, was ich achselzuckend zur Kenntnis nahm. Als ich dann aus dem Bad ins Schlafzimmer ging, ruhte mein Liebster schon seelig schlummernd, mit einem Grinsen im Gesicht in den Federn. Auch ich legte mich nieder und schlief mit der Frage ein, wieso wir nach der langen Zeit mit dem Maskierten immer noch nicht seinen Namen kannten.

Die Idee zu unseren beiden Einträgen über das Kirschblütenfest stammen vom unnachahmlichen Maskierten, dessen Beitrag über das Fest Ihr über diesen Link findet. Liest ihn! Ihr werdet es nicht bereuen.

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Schwein gehabt

Bin ich Sind wir froh, dass gestern nicht der Anfang des Weltuntergangs war. Sonst hättet Ihr morgen ganz schön was verpasst.

Kleiner Tipp: Es hat was mit einer Hochzeit zu tun. 😉

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Flittern in sweet home Alabama (14) – Ruhetag

Sonntag ruhte bekanntlich der liebe Gott sich von seiner sechs Tage währenden harten Arbeit aus. And so did we.

Morgens wachte ich auf und schlumpfte in die Küche. Es war kurz nach neun und somit wollte ich schon mal einen Zwischenstand erfahren (Bayern spielte gegen Bayer). Und konnte es nicht glauben, als Susanne mir erzählte, Bayern führe gegen Vizekusen 4:0… 😀 (Das Dortmund dann auch noch gewann, war krönender Abschluss des Spieltages ;-))

Ich ging zurück ins Schlafzimmer und traf auf eine hellwache Steffi, die sonderbar gluckste und kicherte. Und auf den Boden zeigte. Vor dem Bett, gleich hinter der Tür lag einer der Muscheln, die sie am Vortag aufsammelte und über die wir schon Scherze machten, dass sie ja eventuell noch bewohnt sei.

„Jaja, verarschen kann ich mich selbst immer noch am besten“ war verständlicherweise meine Reaktion, doch drehte Steffi den Spieß um. Ob ich sie verarschen wolle und die Muschel dahingelegt hätte. Hatte sie jedenfalls noch gedacht, bevor ich rein kam. Und die Muschel hochgehoben. Weil die Muschel sich aber gegen das Hochheben zur Wehr setzte und sich am Teppich festzuhaken versuchte. Weil das nicht klappte, verzog sich der Bewohner der Muschel schnell wieder zurück in die hinterletzte Ecke.

Das glaubte ich natürlich nicht und hob die Muschel selber an. So gerade eben konnte ich die Beinchen und einen Fühler entdecken. Johnny ist also vom Strand entkommen…

Na gut, dann bringen wir den Kleinen erstmal nach draußen an die frische Luft. Auf der Terrasse neben dem Pool sollte erstmal ein gutes Plätzchen sein. Die Mädels bereiteten ihm schon mal eine Pappschachtel, wo eine Tupperschüssel mit Wasser und etwas Sand rein kam. So würde sich Johnny sicher wohl fühlen. Und morgen fahren wir noch mal nach Dauphin Island und setzen ihn wieder der Freiheit aus.

Aber Moment! Wo ist Johnny? Ich hatte ihn doch hier abgelegt, direkt neben dem Pool…er wird doch nicht? Er ist! Ein kurzer Blick in den Pool, da war er. Hmmm, ob das Chlor im Pool ihm sooo gut bekommt? Wir wagten es zu bezweifeln und kurzentschlossen steckte ich meinen Arm rein und versuchte ihn rauszuholen. Leider verschätzte ich mich mit der Tiefe des Beckens an der Stelle und hatte ein nasses Shirt am Oberärmel. Dann halt mit Hilfsmitteln und rein mit ihm in die Box.

Ansonsten hielten wir es mit dem eingangs erwähnten Satz. Wir lagen den lieben langen Tag nur am Pool und erhebten uns nur kurz, um im Haus der Nachbarn eine kurze Besichtigung zu machen.

Wenn dort ein Haus verkauft wird, dann gibt es einen Tag, wo die Türen offen sind und jeder kommen und schauen kann. Die perfekte Gelegenheit für uns, ein typisch amerikanisch eingerichtetes Haus von innen zu sehen. Aufnahmen waren nicht erlaubt, weshalb ich Bilder schuldig bleiben muss.

Das Wohnzimmer war mit viel zu dunklen Holz möbliert, die Küche offen. Ein separates Esszimmer, wie man es aus alten Serien kennt. Ja, vielleicht sogar so in etwa wie bei den wilden Siebzigern, wo auch ein merkwürdiges Wohnzimmer und eigenständiges Esszimmer vorhanden ist.

Die Kinderzimmer waren auch auch sehr ähm… deutlich. Während das Zimmer der Tochter in rosa gehalten mit lauter Herzchen, Glitzer und so Zeugs war, hatte das Zimmer des Jungen Harry Potter, Raumschiffe und Football an den Wänden.

Irrwitzigerweise war an der Hausfront ein Balkon…ohne Zugang. 😯

Nach dieser Anstrengung war wieder Pool angesagt.

Und Grillen auch wieder. 🙂

Ich gebe zu, so ganz ruhig auf dem Hintern haben wir dann doch nicht gesessen. Nein, wir haben uns sogar körperlich in geradezu sportlicher Art und Weise betätigt. Wir haben Tischtennis gespielt.

Und das taten wir bis es zu dunkel wurde… 🙂

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Flittern in sweet home Alabama (13) – Sonnenuntergang

Heute hatten wir uns zwei Sachen fest vorgenommen.

Erstens: Den Sonnenuntergang auf Dauphin Island bewundern (wenn nicht irgendwelche Wolken uns einen Strich durch die Rechnung machen…)

Zweitens: Janas Auto vom Parkplatz der Bel Air Mall wegholen.

Zuerst wurde aber die Liveübertragung der Bundesliga verfolgt. Hat schon was witziges, wenn man um 8:30 Uhr der Übertragung lauschen kann. Muss man wenigstens nicht lange warten. 🙂

Das Ganze schön entspannt am Pool. 🙂

Steffi entdeckte dann eine SMS auf ihrem Handy. Ihre Schwester:

Gehts Euch gut? Wirbelstürme in Alabama – 7 Tote. Bitte meldet Euch!

Öhm, wie bitte? Hier scheint die Sonne, wir liegen am Pool und bestenfalls ein laues Lüftchen streichelt unsere AstralKörper. Von Wirbelstürmen keine Spur. Ein Blick ins Internet offenbart die Tragödie. Am Vortag gab es mehrere Tornados. Im  Südosten der USA wurden 240 gemeldet, davon über 160 in Alabama. Der nächste wütete 50 km nördlich von Mobile. In Mobile wurde am Vortag in Downtown eine Tornadowarnung ausgegeben und über die öffentlichen Sirenen gewarnt. Susanne und Jörg, die am Vortag in Downtown wegen der Prom-Night von Linus waren, haben davon nichts mitbekommen. Auch Linus, der die Nacht am Strand verbracht hatte, ist nichts aufgefallen.

Also erstmal Entwarnung nach Deutschland schicken. Alles okay hier.

Danach machten sich Jörg und ich auf. An der Fensterscheibe von Janas Wagen prangte schon ein Zettel der Bel Air Security, dass der Wagen abgeschleppt werden würde, wenn er weiterhin über Nacht dort rumstehen würde. Hmm, dann müssten wir das nicht machen… 😉

Vorher versuchten wir aber das Auto doch noch zum Starten zu überreden. Leider ohne Erfolg. Der Anlasser, dass erkannten wir mit unseren geringen autonmechanischen Kenntnissen, war Schuld. Den Trick mit dem Hammer* kannten wir auch, nur leider verhielt sich der Anlasser störrisch. Wir suchten eine Werkstatt in der Nähe auf, die aber hauptsächlich auf Reifen spezialisiert ist. Dort gab man uns den bereits bekannten Tipp mit dem Hammer, was uns auch nicht weiter geholfen hat. Wir fuhren noch mal zum Auto zurück, klopften nochmals mit dem Hammer darauf rum und selbst ein hilfsbereiter Amerikaner der neben uns parkte, gelang nicht der glückliche Hammerschlag.

Also sind wir zu den Pep Boys, damit wir uns wenigstens mit einem Abschleppseil ausrüsten. Dann wieder zurück, das Seil an den Autos anbringen und wieder zurück zu den Boys. Nicht so einfach, in einem dunklen Auto vier Meter hinter dem abschleppenden Vordermann in einem fremden Land cool zu bleiben. Die nicht vorhandene Servolenkung und Bremskraftverstärkung trug unwesentlich zum erhöhten Schweißausstoß dazu.

Erschwert wurde das Ganze zusätzlich zur nicht vollständig durchdachten Bauweise des Abschleppseils, genauer: Deren Haken an den Seilenden. Die Haken waren nämlich offen und sobald die Spannung zwischen den Autos nachließ, bestand die Gefahr, dass sich die Haken lösten. So einmal auf einer Kreuzung geschehen…

Wir kamen dennoch gesund an und parkten das gute Stück vor der Werkstatt. Und ein Dankeschön von Jana gab es auch.^^ (<-ist ein Insider…)

Nach so viel Arbeit wartete der Pool schon auf mich. Den konnte, wollte und durfte ich nicht enttäuschen. 🙂

Am Nachmittag fuhren wir endlich auf die viel gepriesene Dauphin Island. Der gut eine Stunde dauernde Weg lockte abermals mit einigen Attraktionen. Typisch für die Bay: Pelikane

Aber auch die Brücke war uns ein paar Fotos wert (die wir Euch bis auf zwei ersparen…). Von weiten macht sie nicht viel her, abgesehen von ihrer Erhebung. Darunter findet der internationale Schiffsverkehr statt.

Fährt man aber unmittelbar auf die Erhebung zu, dann erkennt man auch die Dimension. Ich mit meiner Höhenangst musste jedenfalls kräftig schlucken. Das rhythmische Wippen des Autos dank der Betonplatten trug nicht sonderlich zur Beruhigung meiner Nerven bei.

Auf Dauphin Island angekommen fielen uns vier Häuser auf, die wie eine Filmkulisse wirkten. Sie sind jedoch Teil des Bootsanlegers, wo man Ausrüstung deponieren kann. Hochkant. 😉

Während des Oilspills im letzten Jahr litt Dauphin Islands massiv an den ausbleibenden Touristen und tut es wohl auch noch. Wir konnten, wieder mal, nicht einen einzigen Ölklumpen entdecken. Was aber nicht unbedingt ein Vorteil sein muss, wie ich schon andernorts bemerkte.

Jedenfalls ist am westlichsten Ende der Insel ein Parkplatz, wo man nur noch ein paar Meter laufen muss um am Strand zu sein. Der ist auch von der Lifeguard bewacht und kostet Geld. Also eigentlich kostet der Parkplatz Geld. Zu Susannes Überraschung. Denn letztes Jahr konnte sie noch umsonst am Strand parken. Da war aber auch alles anders…Oilspill.

Weil der Strand jedoch um 18 Uhr geschlossen wird und es schon nach 17 Uhr war, ließ uns der freundliche Lebensbewacher kostenlos parken. Ins Wasser sind wir sowieso nicht, weil es schon wieder arg windig war. Wir freuten uns trotzdem da zu sein.

Um kurz vor 18 Uhr machten wir wieder die Biege und fotografierten noch ein paar typische Häuser, während wir nach einer Parkmöglichkeit suchten.

Die Häuser auf Dauphin Island sind nicht ohne Grund auf Stelzen gebaut. Während der Hurrikansaison wird die Insel regelmäßig überflutet. Von daher ist es durchaus sinnvoll, seinen Einkauf ein paar Treppenstufen hinaufzuschleppen.

Bis zum Sonnenuntergang sollten noch anderthalb Stunden vergehen, also Gelegenheit genug, noch nach Souvenirs Ausschau zu halten. Muscheln lagen ja genug herum und wie ich inbrünstig behauptete:

Wir haben noch kein Andenken für uns von diesem Urlaub!

Abgesehen von meinen Pinguinsalzundpfefferstreuern, Quartern, Dollarschein… Steffi fand die Idee erst voll doof, später musste ich ihr beim Tragen helfen. Ist klar, oder?

Nachdem wir gesammelt, spazieren und gelesen hatten, waren wir in freudiger Erregung auf den Untergang unserer Sonne. Und dem bekam wir auch geboten. Im Vordergrund ist einer der vielen Ölplattformen zu sehen, die rings um die Insel versammelt sind. So wundert uns Europäer auch nicht der Oilspill. ABER: In der Nordsee sind ebenfalls viele viele Ölplattformen. Und Deepwater Horizon lag im Tiefwassergebiet, wo die Tiefe eben das Riskante am ganzen Unterfangen war.

Außerdem war für mich Industrieromantiker so eine Plattform im Vordergrund das i-Tüpfelchen.

Kaum war die Sonne untergegangen, ging es zurück nach Mobile. Bevor wir an die heimische Burg ran fuhren, holten wir uns heimische Burger bei den Five Guys. Diesmal mit allen Beilagen. Ein geiles Geschmackserlebnis! Und in mir keimte der Gedanke auf, einen Five Guys Laden in Deutschland zu eröffnen. Geldgeber und Interessenten bitte an die Adresse im Impressum wenden 😉

* Beim Anlassen schlägt jemand mit dem Hammer auf den Anlasser, um ein eventuelles Festsitzen der Magnete oder dem Ritzel – wat weiß ich? – zu lösen.

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Düstere Fundstücke (11)

Es ist wieder so weit. Lehrreiches und auch spaßiges aus der Rubrik Fundstücke.

wie sage ich dass sie nicht zur hochzeit eingeladen ist

Ganz einfach. Schick ihr eine Einladung zum Polterabend. Wenn sie nicht auf den Kopf gefallen ist, merkt sie, dass sie bei der Hochzeit nicht erwünscht ist.

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arbeitsschlüssel verloren wer zahlt

Kommt darauf an: Hier kommt es auf den Berufszweig an, da es spezielle Versicherungen gibt. Wenn man nicht versichert ist, dann zahlt man selber. Ausgenommen, wie immer, ist vorsätzliches Verhalten. Ein kleiner Überblick findet sich hier.

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kann ich ins solarium wenn ich mich am vorabend eincereme

Öhm, kommt darauf an, womit man sich einceremt…Butter wäre nicht sooo angebracht. Hier kann man sich gut darüber informieren.

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gibt’s den kegelsport noch?

Ja, in der Tat. Es gibt ihn noch. Wobei die Betonung auf „noch“ liegt. Wenn man Anfang der Achtziger geboren ist und dann zur Jugend gehört, kann man sich ausrechnen, wie lange es den Kegelsport noch geben wird…

Nichtsdestotrotz sind junge Menschen gerne willkommen. Wir trainieren Donnerstags ab halb acht im Hotel Goldenstedt. Und der SKV Delmenhorst bietet auch ein spezielles Training für Jugendliche an.

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hurricans im april 2011 in alabama fairhope

Hurrikans im April sind höchst selten. Sie treten vorwiegend zwischen Mai bis Dezember auf, wobei die Hurrikansaison erst im Juni anfängt und Ende November endet. Siehe Wikipedia.

Wahrscheinlich wurde nach Tornados gesucht. Im Gegensatz zu Hurrikans können sich Tornados überall bilden, auch (und gerade) über Land. Tornados haben keine richtige Saison, treten jedoch vermehrt im Frühsommer auf. Dabei haben es die kürzlich in Alabama und den benachbarten Bundesstaaten aufgetretenen Tornados schon in die Wikipedia geschafft.

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