Brautalarm

Ich hab nu lang überlegt, ob ich wirklich diesen Artikel verfassen soll. Jetzt,  zwischen all den grausamen Nachrichten, die die letzten Tage auf uns niedergeprasselt sind. In einer Flut, dass ich das Gefühl habe, sie kaum verdauen zu können. Außerdem ist es schwierig, ihre Brisanz, Traurig- und Bitterkeit zu erkennen und zu würdigen, wenn gleich drauf die nächste Hiobsbotschaft lauert.

Trotzdem ist es genauso wichtig, dass man auch in dieser Zeit was zu lachen hat. Auch wenn das nun oberflächlich und egoistisch klingt. Da mir die Überleitung nun so gar nicht geglückt ist, schreib ich einfach brutal drauf los und kündige hiermit den Angriff auf eure Lachmuskeln an… ! Wenn ihr ins Kino geht. Natürlich geht dieser Aufruf in erster Linie an die Frauen, aber ich denke auch die Männer mit dem gewissen Sinn für Humor (naja, hauptsache Schadenfreude und schräge Komik) werden auf ihre Kosten kommen. Ernsthaft, Brautalarm ist seit langem mal wieder eine wunderbar gelungene Kinokomödie, bei der man herzhaft und aus vollem Leibe lachen kann. Ja, ich hatte sogar Tränen in den Augen. Mir ging das im Kino auch sicher nicht alleine so. Meine Freundin teilt den gleichen Humor wie ich, und dass dieser nicht so abgehoben ist, bewies, dass 95 % der anderen Kinobesucher sich auch kaum auf den Sitzen halten konnte.  Wenn ich jetzt noch weiter auf die Kacke haue, riskier ich, glaub ich, eure Erwartungen so hoch zu schrauben, dass ihr später noch enttäuscht seid 🙂

Also, nur noch so viel. Brautalarm ist kein billiger Abklatsch zu Hangover, sondern baut seine ganz eigene Story auf. In erster Linie geht es um 2 Freundinnen, die in völlig verschiedene Richtungen gehen. Die eine steht kurz vor der Hochzeit, dem Glück, dem Traum aller Mädchen und die andere bekommt ihr Leben in allen Lebenslagen irgendwie überhaupt nicht in den Griff. Neben diesen Personen warten noch weitere skurile, liebenswürdige, schräge und übertriebene Charaktere auf euch. Und der besondere Charme liegt in der Tatsache, dass „erwachsene“ Liebe dargestellt wird. Frauen über 30, die nicht makellos durchs Leben gehen, sondern optisch wie psychisch die gleichen Fehler haben wie du und ich. Wobei, so abgedreht wie Annie ??? … Ich kenn keine :-). Auf dem Weg werdet ihr wahrscheinlich alte Bekannte wiedertreffen… „Sookie St. James“, falls ihr Gilmore Girls geguckt habt, oder auch „Roy“ aus IT Crowd (original). Achja, und selbst der englische Humor von Little Britian ist in diesem Film vertreten.

Also, schnappt euch eure Freundin, Kollegin, Schwester oder auch den Freund und genießt 125 min abschalten und lachen!

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Helfen!

Und wenn wir gerade bei Mitgefühl, Empörung und dem ganzen Rest sind, verweise ich auf einen Spendenaufruf, den Stefan Niggemeier in seinem Blog abgesetzt hat. Nein, nicht für sich, sondern für die Millionen Menschen am Horn von Afrika, die akut, jetzt, in diesem verdammten Augenblick an Hunger leiden und zuhauf dahinraffen. Unter anderem deshalb, weil irgendwelche verschissenen Spekulanten meinen, Nahrungsmittel wären ja ein tolles Spekulationsobjekt.

What ever. Geht rüber zu meinem Namensvetter, liest Euch den Beitrag durch und klickt auf einen der beiden Links ganz unten. Tut bitte was.

Und danach fragt mal bei Eurer Versicherung nach, womit Eure Rentenfonds so ihre Rendite erzielen…

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Empört Euch über die Richtigen

Empört Euch nicht über die Griechen, nur weil BILD sagt, dass sie faul sind. Empört Euch über die Banken, die den Griechen das letzte Geld aus der Tasche ziehen und das Risiko Euch anlasten.

Empört Euch nicht über die Türken, nur weil RTL Euch Bilder zeigt, wie junge Türken einen Rentner treten. Empört Euch darüber, dass die Gesellschaft, und damit auch Ihr, Ihnen keine Perspektive geben wollt, weil es ja nur irgendwelche Türken sind.

Empört Euch nicht über die Umweltschützer, die ein Bauvorhaben wegen des seltenen Grünkerndäumlings aufschieben. Empört Euch über die Bahn, die statt den Nahverkehr auszubauen, lieber ihr Geld in Prestigeobjekte stecken und ordentlich die Politiker schmieren fleißig Lobbyarbeit betreiben.

Empört Euch nicht über die Hartz-IV-ler, die uns das Geld aus der Tasche ziehen, weil Du das neulich bei Pro7 so gesehen hast. Empört Euch über die Politiker, die uns die Kosten für die Sozialabgaben aufbürden, während die Unternehmen satte Gewinne einfahren um damit ordentlich die Politiker zu schmieren fleissig Lobbyarbeit zu betreiben.

Empört Euch nicht über die bösen Islamisten, die uns alle wegbomben wollen, wie es täglich in der Zeitung steht. Empört Euch über die islamophoben Medien, die uns Angst machen wollen und Millionen von unbescholtenen Muslimen zu potentiellen Terrorhelfern machen.

Empört Euch nicht über die dummen Lehrer, die unseren Kindern gar nicht mehr die richtigen Werte vermitteln. Empört Euch lieber über die Werte, die wir unseren Kindern vermitteln sollen, dabei jedoch nur neoliberales Geschwätz sind (von wegen „Leistung muss sich wieder lohnen“ und „Jeder ist seines Glückes Schmied“). Was ist mit sozialen Werten wie Mitgefühl, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft?

Empört Euch nicht über den schlechten Zustand in Krankenhäusern, Altersheimen und sonstigen Pflegeeinrichtungen. Empört Euch über die Politik, die sukzessive einen Abbau der Sozialleistungen durch Privatisierungen vorangetrieben haben.

Es gibt so vieles, worüber Ihr Euch empören könntet. Also empört Euch endlich. Aber empört Euch verdammt noch mal über die richtigen Dinge.

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Scheiß Wochenende

Eigentlich sollte das Wochenende ja ganz schön werden. Wurde es aufgrund der aktuellen Ereignisse aber nicht. Nicht wirklich.

Lange habe ich nachgedacht, ob und was ich dazu schreiben könnte. Angesichts des Leids in Norwegen glaube ich aber, keine passenden Worte dafür zu finden. Das unterscheidet mich von Journalisten, die zu allem ihre Meinung (!) abgeben müssen. Oder Politikern, die solche Tragödien wieder für ihre Zwecke missbrauchen.

Ich bin in Gedanken bei den Familien der Opfer. Und summe leise ein Lied von Amy Winehouse dabei.

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Soße (2)

Man hat schon beim vorherigen Beitrag erkennen können, dass ich zum Stichwort Soße noch mehr zu sagen habe. Und das habe ich auch.

In meinem Bekanntenkreis ist es bereits legen…moment…där, dass ich mich über die korrekte Aussprache des Wortes Soße echauffieren kann. Bin anscheinend auch nicht der einzige. Da werde ich schon mal auf der Arbeit angerufen, nur um mir mitzuteilen, dass derjenigewelche gestern Essen gekocht hat und dazu gab es ganz leckere Sose. Oder angeheiratete Verwandte mir das Wort gerne mal unter die Nase reiben.

Deswegen hier noch mal in aller Deutlichkeit: DAS HEIßT SOßE, IHR SUPPENTÜTEN!!! (Hmmm, kommt großgeschrieben jetzt nicht sooo zur Geltung…)

Das Wort stammt aus dem französischen (Sauce) und wie man hinter dem Link schon unschwer erkennen kann, wird es mit einem harten ’s‘ ausgesprochen. Und nicht mit einem butterweichen ’s‘! Ich mein, wie scheiße klingt das auch?! Sose…sagt doch kein normaler Mensch…

Zum Glück gibt es das Internet, dass mir beisteht und auch Hörbeispiele liefert. Und jetzt: Hinsetzen und üben, bitte!

Übrigens: Die Kellnerin hat es richtig ausgesprochen. 😉

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Soße (1)

Mein Vater hat auch noch einen rausgehauen.
Die Kellnerin nimmt die Bestellung für den Nachtisch auf. Dabei fragt Sie nach dem Soßen-Wunsch.

Erdbeer, Karamell oder Schokolade?

Zugegeben, sehr schnell gesprochen. Und mein Vater:

Ich nehme Erdbeer-Karamell.

Jetzt war ich derjenige, der am lautesten lachte.

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Bio-Schwein

Sitzen gerade im El Mundo und warten auf das Essen. Die Kellnerin kommt mit den Salaten und fragt:

Wer ist denn das Bio-Schwein?

Fühlte ich mich gleich angesprochen, weil ich es ja bestellt hatte.

Ich bin das Bio-Schwein!

Keine Ahnung, warum die jetzt alle lachen…

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Womit ich nerven kann

Ma Rode, regelmäßigen Lesern unseres Blogs als fleißige Kommentatorin bekannt, führt auch ihr eigenes Blog. Da ich dazu nicht verlinken darf, tue ich das auch nicht. Nur so viel: Ich lese es gerne.

Vor kurzem veröffentlichte sie einen Beitrag, in dem sie sich über nervige Dinge äußerte. Hier die Liste:

* Smartphone-Benutzer, die ihr Hand sogar mit zum Klo nehmen (meine Kollegen)
* flappsige Fragen wie „Und? Alles gut?“, die keine Antwort erwarten
* Basecapes
* Berlin
* Sonnenbrillen auf dem Kopf (so tussihaft!)
* Hartz-IV-TV und Doku-Serien wie
* junge dicke Weiber mit Arschgeweih und ähnlich peinlichen Tatoos
* Männerbalett
* das Wort „quasi“
* Denglisch
* der Harry-Potter-Hype (obwohl ich die ersten Filme mochte)
* unsere derzeitige Regierung und ihre nicht nachvollziehbaren Entscheidungen (Themen wie Waffenlieferung, Energiepolitik …)
* schlecht recherchierte Zeitungsartikel und Verwechslungen von beispielsweise „Astronomie“ und „Astrologie“ (peinlich!)

Wollen wir mal sehen:

* Smartphone-Benutzer, die ihr Hand sogar mit zum Klo nehmen (meine Kollegen)
😳 Auf den Pott nehme ich das Smartphone (noch) nicht mit. Aber sonst ist es mein ständiger Begleiter…

* flappsige Fragen wie „Und? Alles gut?“, die keine Antwort erwarten
Jepp, kenne ich zu gut. Noch aus meinen Zeiten in der Produktion, wo die Kollegen ständig fragten: „Alles klar?“ und weitergingen. Habe mir ne zeitlang den Spaß gemacht und gejammert, wie schlecht ich das habe…hatte keinen interessiert. Außer einer handvoll wirklich netter Menschen.

* Basecapes
Geht, trage selber welche, wenn ich mich längere Zeit in praller Sonne aufhalte. Was wirklich nervt ist dieses aufgesetzte Tragen, womit der Träger aussieht, als hätte er einen Wasserkopf…WTF?!

* Berlin
Woah, Berlin finde ich eigentlich ziemlich geil. Die Menschen wirken offener und freundlicher. Bin immer wieder gerne in Berlin. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich nur noch alle zwei Jahre nach Berlin komme und von freundlichen Kegelkollegen umgeben bin.

* Sonnenbrillen auf dem Kopf (so tussihaft!)
In Verbindung mit einem Pulli über den Schultern!

* Hartz-IV-TV und Doku-Serien wie
Wie was? Wie „Mitten im Leben“? „X-Diaries“? (Mehr kenne ich nicht und will ich auch nicht kennen…)
Die nerven nicht, die sind einfach scheiße. Und jeder der sich so einen Scheiß ernsthaft antut, muss selbiges im Kopf haben.

* junge dicke Weiber mit Arschgeweih und ähnlich peinlichen Tatoos
Gegen junge dicke Weiber habe ich nichts. Gegen Arschgeweihe auch nichts. Die inflationäre Verteilung macht es nervig.
Aber noch viel nerviger finde ich junge dicke Weiber mit peinlichen Tattoos, die über junge dicke Weiber lästern, die sich vom gängigen Schönheitsideal nichts vorschreiben lassen und sich weiblich anziehen…That sucks!

* Männerbalett
Das gibt es? Und wenn ja, wo wird man damit belästigt?

* das Wort „quasi“
Ich wusste es. Ich benutze das Füllwort „quasi“ einfach viel zu oft. Sorry, ich gelobe Besserung.

* Denglisch
😳 Volle Breitseite jetzt. Wobei ich selber einen Geburtstagsgruß einer Freundin bei Facebook neulich gelesen habe, wo mir der abwechselnde Deutsch-Englisch-Gebrauch sauer aufstieß.

* der Harry-Potter-Hype (obwohl ich die ersten Filme mochte)
Das kann mich nicht wirklich nerven. Ich habe bereits eine Ehe hinter mir, bei der meine Frau (14 Jahre älter), zu einem Kind mutierte, wenn eine Veröffentlichung eines neuen Buches bevorstand. Da bin ich abgehärtet.
Btw: Schönes Ende. Jetzt haben wir es geschafft. 😉

* unsere derzeitige Regierung und ihre nicht nachvollziehbaren Entscheidungen (Themen wie Waffenlieferung, Energiepolitik …)
Und unsere Medienvertreter und unsere verantwortungsbewussten Unternehmen und unsere tollen Experten und…

* schlecht recherchierte Zeitungsartikel und Verwechslungen von beispielsweise „Astronomie“ und „Astrologie“ (peinlich!)
*hehe* Das war schon wirklich peinlich! Nur leider nichts neues. Und dieselben Zeitungen berichten über Wirtschaft, Politik und andere wichtige Dinge! Unglaublich…

Coming up next: Was mich nervt – Eine neverending Story!

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Umzugsinfo

Für Ulf und sachma:

(via Graphitti-Blog)

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Frauenversteher

Nun ist Japan also Fußballweltmeister der Frauen geworden. Was mich freut, haben die Japaner mal bessere Nachrichten als das leidige Atomkraftthema (was dennoch nicht aus den Augen verloren werden sollte!).

Mir war das ja von Anfang klar, dass die Japaner Weltmeister werden würden. Lässt sich hinterher natürlich immer sagen und leider habe ich auch nicht darauf gewettet. Aber das liegt daran, dass ich mein Geld nicht für Wetten ausgebe (und in diesem Falle wieder einnehme…). Ich habe sogar den einen oder anderen Zeugen, dass ich mich bereits sehr früh auf ein Finale gegen die USA festgelegt habe.

Als ich dann gestern in der zweiten Halbzeit dazuschaltete und mir das Spiel so ansah, war ich mir meines Weltmeistertipps nicht mehr so sicher. Letztlich blieb es ja dann doch bei meiner Vorhersage. Was mich zu einem Frauen(fußball)versteher macht. Vielleicht werde ich ja zur nächsten WM (oder die EM, nutzt den Hype!) als Fußballexperte eingeladen. Ich bin bestimmt günstiger als manch Macho, der zufällig Fußball gespielt hat. Aber die Anfahrtskosten sollen schon drin sein. 😉

Japan also. Was mich angesichts mancher Statusmeldungen bei Facebook (via uiuiui) noch mehr freut. Was für mich wiederum ein guter Beweis ist, dass Nationalisten sehr beschränkt ist. Fahnen wedeln kann irgendwie jeder Vollhonk! Beim Denken wird es schon schwieriger…

Und wo wir gerade bei Frauenfußball sind. Die taz informiert darüber, dass die Interviews der Spielerinnen von den jeweiligen Beratern sehr stark beschnitten werden. So weit nichts ungewöhnliches. Das aber falsche Aussagen dazugedichtet werden ist schon ein starkes Stück. Siehe hier und hier.

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