Gefühlszange

Sash spricht in seinem Beitrag „Aktion und Reaktion“ ein Thema an, was in mir auch schon länger gärt. Wie ich in einem Kommentar bei ihm schon anmerkte, nervt mich das besonders bei Statusmeldungen in sozialen Netzwerken. In diesen tümmel ich mich noch nicht so lange rum, von daher bin ich noch nicht so abgestumpft. Reagieren tue ich auf solche Meldungen trotzdem nicht. Nur nerven mich diese Meldungen ungemein, weil sie mich mit dieser Emotionalisierung in die Ecke drängen. Und genau dieses „in die Ecke drängen“ nervt, weil ich das nicht will.

Ein, zwei Beispiele.

„Kinder MIT Behinderung sind NICHT Krank,
sie brauchen KEINE Therapie,
sondern AKZEPTANZ!!!!!!!!!!
93% werden den Text NICHT kopieren,
Ich hoffe das MEINE FREUNDE zu den 7% GEHÖREN“

oder

„Alle möchten ein neues Auto,ein neues Handy, abnehmen, usw. Ein Krebskranker hat nur einen Wunsch, nämlich gesund zu werden. (Ca… 98% von euch werden es nicht in den Status kopieren,aber ich weiss dass 2% meiner Freunde es tun) Kopiere es in deinen Status um jemanden zu Ehren, der gestorben ist oder für jemanden der versucht die Krankheit zu besiegen.“

Mal abgesehen davon, dass das massenhafte kopieren von Statusmeldungen den gleichen Effekt wie Spam hat, hilft es keinem behinderten Kind oder krebskranken Menschen, wenn ich bei Facebook in Statusmeldungen Farbe bekenne. Ich muss das auch und gerade offline tun. Und da ist es mit reiner Anteilnahme und einem mitleidigenden Blick auch nicht getan.

Wenn ich das jetzt nicht in meine Statusmeldung kopiere, was dann? Sind wir jetzt keine Freunde mehr? Waren wir das jemals? Und warum bin ich dann überhaupt noch in Deiner Liste? Damit ich mit Deinen Gefühlszangen-Meldungen in die Ecke gedrängt werde?

Vielleicht spende ich ja bereits für eine gemeinnützige Organisation (regelmäßige Blog-Leser wissen mehr) und haue damit nur nicht so auf die Kacke? Weil, wie gesagt, diese Statusmeldungen einem Betroffenen null komma gar nicht helfen. Also nervt nicht und helft lieber. Oder auch nicht. Will Euch nicht drängen…

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Glückseligkeit

Seit gestern habe ich mein Handy Smartphone wieder. Über zwei Wochen war es in der Reparatur und ich habe es doch ein wenig vermisst.

So war meine Laune am Samstag schon nicht zu schlagen, da ich den langersehnten Anruf des O2-Shops bekam. Leider kurz vor deren Ladenschluss, aber mit dem freundlichen Hinweis auf den verkaufsoffenen Sonntag in Delmenhorst. Eine gute Gelegenheit, mal an die frische Luft zu kommen. 😉

Es war eh mittelalterlicher Markt in Delmenhorst und bei einem Blick in die Zeitung, um zu erfahren, wie lange verkausoffener Sonntag ist, las ich noch, dass der Wasserturm geöffnet ist. Na hallo! Da kann man doch gleich sein Fitnessprogramm auf den Sonntag ausdehnen.

Also zuerst zum O2-Shop, dann über den Mittelaltermarkt und zu guter Letzt den Wasserturm hoch. Was für mich insofern eine Herausforderung ist, weil wegen Höhenangst. Da das Geländer an der Außenseite der Wendeltreppe war, musste ich zwischendurch anhalten um tief Luft zu holen…außerdem kam Steffi nicht ganz hinterher, die mit den hohen Stufen kämpfte. Oben wurden wir dafür mit der guten Aussicht entschädigt. Also für Delmenhorsts Verhältnisse. 😉

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Kleine Amerika-Nachlese (5)

Und wenn wir gerade sowieso in New Orleans waren und den Tod zum Thema haben. Hier habe ich mich mutigerweise vor Baron Samedi fotografieren lassen.

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O-Ton (21)

In unserem Abteilungsbüro gibt es einen Schokoladentisch, auf dem unsere Nervennahrung zwischengelagert wird, bis sie ihrer endgültigen Bestimmung zugeführt wird. Wie unschwer an mir zu erkennen ist, steht der Schokoladentisch an der Stirnseite meines Schreibtisches.

Eine Kollegin macht eine Packung Kekse auf und ich deute mit dem erhobenen linken Arm und der geöffneten Hand an, dass sie mir einen Keks zuwerfen möchte. Weil

„ich bin zu faul zum Aufstehen.“

Sie wirft, ich fange und vernichte den Keks. Dann bedanke ich mich bei meiner Kollegin und merke an:

„Wenn man bedenkt, dass ich in der Schule ein miserabler Fänger war. Bis ich geschnallt habe, dass ich nur zugreifen muss.“

Darauf mein Kollege Daniel:

„Also warst Du ein AnFänger!“

 

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Fit for lau

Heute war mein Probetraining im Workout Sportzentrum (gruselige Homepage aber tolles Fitnesscenter).

Eigentlich hatte ich ja vor, in schlimmsten Tönen darüber zu schreiben, weil morgen Steffi ihr Probetraining hat. Aber es war ganz nett und überhaupt nicht schlimm. Es hat nicht mal weh getan. 😉

Der aufmerksame Leser wird sich jetzt denken: Wenn wir zu zweit hingehen, gibt es Familienrabatt?

Nun ja, den nicht gerade. Aber unsere Firma macht jetzt bei Qualitrain mit und da Steffi und ich eh mit dem Gedanken spielten, uns bei einem Fitnesscenter anzumelden, kam das wie gerufen.

Jetzt werden wir uns die Abende häufiger außerhalb unserer vier Wände rumtreiben und mal was für unsere Gesundheit tun. Und wenn wir das eine oder andere Pfündchen dabei abnehmen, haben wir doppelt gewonnen. 🙂

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