Der Sommer ist vorbei

Ja, gut. Reißerischer Titel für das was ich eigentlich schreiben will. Denn auch wenn der Sommer vorbei zu sein scheint, obwohl er noch gar nicht richtig angefangen hat, hat es doch auch was gutes. Volker Pispers ist zurück!

Volker Pispers beim WDR über die Wahl in MeckPomm

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Veröffentlicht in Politik. Schlagwörter: , . 4 Comments »

4 Antworten to “Der Sommer ist vorbei”

  1. Morgis Says:

    Den Pispers finde ich schon lange großartig. Du hast nicht zufällig den Link für einen RSS-Fead von ihm gefunden?

  2. JoNa Says:

    Ich kann Pispers Position zwar nachvollziehen, teile sie aber nicht.

    1. Die NPD ist von vorne bis hinten Verfassungsfeindlich. Es geht nicht darum, ob ihre Wähler und Mitglieder unverbesserlich sind, das mögen sie bleiben. Es geht darum, dass wir Verfassungsfeinde in die Schranken weisen.

    2. Die NPD MV hat in der vergangenen Legislaturperiode 7 Mio. Euro Parteienfinanzierung kassiert. Demokratische Institutionen finanzieren undemokratische Parteien, die besagte Demokratie abschaffen wollen. Say whaaaat?

    3. Aus dem Umfeld der NPD ergeben sich ständig schwere Straftaten. Körperverletzungen en masse, Brandstiftungen, Sachbeschädigungen. In den Monaten vor der Wahl war es bei uns besonders schlimm.

    4. Ein Verbot der NPD würde Organisationsstrukturen der rechten Szene zerschlagen und der braunen Krake somit etliche Arme abschlagen.

    Weiterhin: Pispers sagt, wir sollten doch froh sein, dass trotz der vermeintlich schlechten Lage nur 6% von (von 50% Wahlbeteiligung) ihre Kreuze bei der NPD gemacht haben. Dabei übersieht er, dass die andere „extreme“ Partei ja noch mal 19% bekommen hat. Keinesfalls will ich NPD und DIE LINKE auf eine Stufe stellen oder vergleichen, aber sie bilden die Extrempunkte unseres üblichen Parteienspektrums und DIE LINKE mit ihren 10€ Mindeslohn sind eigentlich ja die Antwort auf die Sehnsüchte von 4€-pro-Stunde-Friseusen.

    • stefangrenz Says:

      Zu 1: Mit „in die Schranken weisen“ gehe ich davon aus, dass Du ein Verbot der NPD begrüßen würdest.
      Das die NPD demokratische Strukturen dazu nutzt, um Macht zu erlangen, damit man anschließend die Demokratie abschaffen kann, ist ja typisch für extreme Parteien. Deswegen ist es immer lächerlich, wenn Udo Voigt sagt: „Wir sind eine demokratische Partei.“
      Aber ich denke, ein Verbot würde die Partei, bzw. deren Anhänger nur darin bestärken, undemokratische Mittel anzuwenden und das kann nun wirklich nicht unser Bestreben sein.
      Dabei sind solche rechtsextremen Witzfiguren so einfach mit einfachen Mitteln als eben diese Witzfiguren zu entlarven, wenn man ihnen einfach die richtigen Fragen stellt und sie dann nicht unterbricht. Und dann erkennen viele Protestwähler auch, wie dumm es wäre, ausgerechnet die zu wählen. Nur leider besitzen viele Journalisten, ja nicht mal unsere Politiker dieses Handwerk…

      Zu 2: Tja, das nennt man wohl Gleichheitsprinzip. Würden Bürger nicht so unaufgeklärt und politikverdrossen sein, würden sie nicht auf komplizierte Fragen mit einfachen Antworten reinfallen und nicht so massiv die Rechten wählen. Und dann würden sie auch keine Parteienfinanzierung in dem Maße kassieren…

      Zu 3: Wie das nun mal leider so ist, wenn die Wählerklientel aus ungebildeten, perspektivlosen Jugendlichen besteht, die zusätzlich ihren Hass geschürt bekommen. Umgekehrt beantragt auch niemand ein Verbotsverfahren, weil in der FDP ein Haufen falscher Doktoren sitzen. Man sollte lieber an den Adjektiven vor dem Wort „Jugendlichen“ ansetzen.

      Zu 4: Es gibt leider Gottes genug Organisationsstrukturen der rechten Szene. Da würde ein Verbot der NPD m.E. nicht viel bringen. Im Gegenteil, könnten sie sich wieder als Opfer darstellen und mit Opfern hat man ja eher Mitleid.

      Meiner Meinung bildet DIE LINKE nicht den anderen Extrempunkt unseres Parteienspektrums ab. Da gibt es tatsächlich noch extremere. Nur sind die nicht so populär und finden daher in den Medien auch keine Beachtung.
      Die Forderung nach Mindestlohn ist nicht nur die Antwort auf Sehnsüchte von unterbezahlten Friseusen, sondern eine Notwendigkeit, die in unseren Nachbarländern schon längst erkannt wurde. Die Verhinderung des Mindestlohns ist einzig als Wettbewerbsvorteil gegenüber diesen Ländern zu bewerten. Auf wessen Kosten lässt sich nur zu leicht beantworten…


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