Tue Gutes…

dann widerfährt Dir auch Gutes.

So oder so ähnlich wird es ja gerne von kirchlichen Kanzeln propagiert. Durch meine streng katholische Kindheit bin ich auch mit diesem Credo aufgewachsen. Eines der wenigen, die bei mir haften geblieben sind.

Zyniker würden jetzt entgegnen, dass Gutes zu tun verdammt wenig Rendite abwirft. Wegen meiner kann es auch ein Verlustgeschäft sein. Solange ich nicht ausgenutzt werde, verfahre ich bei jedem Menschen so.

Und es passiert auch gar nicht so selten, dass Menschen sich dafür bedanken. Selten jedoch in Form von Überraschungsgeschenken. So tat es Ulf (und Ilona). Heute flatterte per Post ein Paket von Amazon ins Haus.

„Nanu, Du hast doch gar nichts bestellt…oder leidest Du an Alzheimer und hast eine Bestellung vergessen?“

Das war mein erster Gedanke. Mein zweiter lag dann schon richtiger. Ulf schrieb in seinem Blog die Tage, dass Gutes tun gerne unterschätzt wird und ruft seine Leser dazu auf, einfach mal nett zu seinen Mitmenschen zu sein. Nicht nur in Form von Geschenken, sondern auch mal was freundliches sagen oder seine Hilfe anbieten.

Dem Ulf habe ich vor ein paar Wochen beim Umzug geholfen. Und dafür hat sich Ulf in Form eines Geschenkes bedankt. Was er eigentlich schon in Form eines Dankes in seinem Blog getan hat. Und ich mal Gelegenheit hatte, Ulf, Ilona und den Olli persönlich kennenzulernen, war die Mühe schon wert, aber gut… Ich will nicht undankbar sein. 😉

Hier also meine Auspackfotos:

Das Geschenk ist das von Ulf erst kürzlich besprochene Hörbuch „Mängelexemplar“ von Sarah Kuttner. Also er hat das in einem Beitrag beschrieben, nicht selbst gesprochen. Das hat Frau Kuttner selbst gemacht. 😉

So, jetzt habe ich mich schon viel zu laut und viel zu lang dafür bedankt, was Ulf gar nicht so recht ist. Deswegen schmeiße ich jetzt auch nur noch ein kleines Danke nach Münster hinterher.

Werbeanzeigen
Veröffentlicht in Alltag. Schlagwörter: , , , . 1 Comment »

Was ich loswerden will (62)

Übers Wochenende hat sich ganz schön was angesammelt. Also, dann mal los:

***

Angela Merkel, die analoge Kanzlerin

Thomas Knüwer gesteht zwei hoffnungsvolle Momente über Angela Merkel ein. Die Hoffnung ist jedoch verflogen.

„Einst war die CDU eine Partei der Mittelständler. Heute wendet sie sich von den innovativsten Vertretern dieser Wirtschaftskaste ab.“

btw: Gerade heute Nacht hatte ich von Angela Merkel geträumt. Ich las ihr ordentlich die Leviten, tadelte ihre gesellschaftspolitische Arbeit und gab ihr die Schuld an der Politikverdrossenheit der Bürger. Sie nahm das zur Kenntnis und erzählte dann irgendeine traurige Geschichte, die nichts mit meiner Kritik zu tun hatte. Sie weinte und ich nahm sie in den Arm! Als ich das heute morgen Steffi erzählte, sagte sie nur:

„Da hat sie Dich ja ganz schön um den Finger gewickelt.“

Verdammt!

***

Jetzt ist auch mal gut mit Griechenland

Thomas Fricke gibt in der Kolumne der FTD folgenden Vorschlag, um eine Pleite Griechenlands wirkungsvoll zu verhindern.

„Vielleicht wäre es nach wochenlanger Qual ums Votum unserer Abgeordneten zum Rettungsschirm gut, Griechenland für, sagen wir, zwei Monate verbal auf den Index zu setzen. Warum nicht ein kleines Gesetz, das bis Weihnachten verbietet, „Griechenland“ zu sagen? Kein Denkverbot, klar. Nur ein befristetes Sprachverbot. Das könnte Wunder wirken.“

***

Kochrezepte für den Suizid

Lukas Heinser im Bildblog über einen Bericht bei Spiegel TV, in dem über den Selbstmord dreier Mädchen „berichtet“ wird.

„Nur noch mal zum Mitdenken: Da gibt es also ein Forum, in dem ungehindert über die besten Methoden diskutiert wird, um aus dem Leben zu scheiden, und „Spiegel TV“ hält es für eine Spitzenidee, dieses Forum mit bildschirmfüllender Internetadresse vor 2,3 Millionen Fernsehzuschauern nachgerade zu bewerben.“

***

Ihr wollt ein Liebeslied, ihr kriegt ein liebes Lied

Nochmal Lukas Heinser, diesmal in seinem Blog Coffee and TV, mit einem Beitrag, in dem er auf die Teilnehmer des Bundesvision Song Contest eingeht.

„Deutschsprachige Musik, so scheint es, zerfällt dieser Tage in zwei Extreme: Auf der einen Seite der Diskurspop[…], auf der anderen die gefühligen Singer/Songwriter, deren Songs die Musikredaktionen deutscher Radiosender vor zehn Jahren noch den Kollegen von WDR 4 rübergeschoben hätten.“

***

spendable krankenkassen

Der kinderdoc über Krankenkassen und warum sie auf Anfrage von Kunden immer alles zahlen wollen. Mit einer Ausnahme…

„besonders pervertiert dann das system, wenn der freundliche kassenangestellte die kostenübernahme für bestimmte maßnahmen eben nicht übernimmt, sondern den geizkragen raushängen lässt und „das muss erst der medizinsche dienst prüfen“ an die eltern eröffnet. das geschieht dann grundsätzlich bei chronisch kranken kindern.“

***

Eine Krähe hackt der anderen einen Fußballplatz in die Provence

Trainer Baade über einen Fall mit „Geschmäckle“.

„Die Quartiersauswahl hat selbstredend nichts mit der Bewertung von unzulässigen Beschallungsmaßnahmen, Dopingprobenschlampereien, 50+1-Umgehungen oder Jobs von Söhnen von DFB-Präsidenten zu tun.“

***

Geld drucken ist nicht inflationär

Nicolai Hähnle räumt mit der Mär auf, dass Geld drucken inflationär wäre.

„Der geneigte Leser wird auf der Suche nach einer Antwort auf diese letzte Frage hoffentlich zu dem Schluss kommen, dass Geld ausgeben für die Diskussion sehr viel relevanter ist als Geld drucken.“

(Via Oeffinger Freidenker)

***

Urheberrechte im Tunnel

Sash schreibt über zwei peinliche Fälle von verantwortlichen Politikern und kommt zu dem Schluss:

„Aber wenn jemand auf höchster politischer Ebene über Gesetze mitbestimmt, dann haben wir alle – egal, was für Schluffis wir gewählt haben – ein Recht darauf, dass jemand auf dem Posten sitzt, der entweder Ahnung von den Entscheidungen hat, die er treffen muss – oder dass er wenigstens einen Beraterstab hat, der ihm oder ihr diese Ahnung vermitteln kann.“

***

Schicksal

Antje Tiefenthal hat in Klatschkritik einen Verbesserungsvorschlag für die Schicksalsreportagen in der „Grazia“:

„Grazia ordnet die Schicksale nicht ein, veröffentlicht nur in wirklich seltenen Ausnahmefällen weiterführende, objektive Informationen, Kontaktadressen für Betroffene oder Hinweise auf Spendenkonten.“

***

Pflegenotstand, gewollt

Ulf schreibt über den Pflegenotstand, der nicht mehr droht, sondern bittere Realität ist.

„Selbst für ein pflegerisches Gespräch ist die Zeit recht mager, und im Hinterkopf tickt erbarmungslos das Zeiteisen und erinnert daran, was alles gerade liegenbleibt: Papierkram. Checklisten. Dokumentation. Ach ja, und andere PatientInnen ja auch noch so nebenbei.“

***

Und last but not least, ein Fall aus Delmenhorst:

Astschere und Bügelsäge

Udo Vetter berichtet über einen Amtsrichter aus Delmenhorst, der etwas unkonventionell einen Streitfall löst.

„Statt endloser juristischer Diskussionen ging er jeden Baum und jeden Strauch Ast für Ast mit den Parteien durch und legte mit Zustimmung der Parteien selber Hand an. Der Streit erledigte sich im Handumdrehen.“

Veröffentlicht in Politik. Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , . Kommentare deaktiviert für Was ich loswerden will (62)

Guter Konter

*hehe*

(Waschtrommler, via Ronny)

Veröffentlicht in Bilder. Schlagwörter: , , . 1 Comment »