Am Arsch

Manchmal kommen Nachrichten so, wie man es gar nicht möchte. Aber genau so kommen sie.

Spoiler: Die nächsten Zeilen behandeln gesundheitliche Themen, die nicht jedermanns Geschmack treffen. Außerdem wird auf eine Internetseite verlinkt, die unappetitliche Bilder zeigen. Weiterlesen also auf eigene Gefahr.

Seit Monaten kämpfe ich nun schon mit einer Entzündung am Steißbein. Man könnte auch schreiben, in der Arschritze.

Vor zwei Monaten hatte mein Hautarzt mir eine Salbe mitgegeben, die Steffi ganz brav zweimal am Tag drauf schmiert und bepflastert. Leider ist es nicht besser geworden und bei der heutigen Routineuntersuchung meinte mein Arzt nur lapidar:

„Dann muss das wohl doch operiert werden…“

Meine Gesichtszüge entglitten sofort und haben sich seitdem nicht mehr beruhigt. Das liegt vor allem daran, dass ich bei Wikipedia mich schon mal über den Befund schlau gemacht habe:

Pilonidalsinus

Und deswegen hatte ich auch noch die Bilder im Kopf, als mein Hautarzt von der operativen Entfernung sprach…

Damit würde ich zwei Wochen ausfallen, was bedeutet:

– Kein Sitzen möglich

– Kein Sport, insbesondere Kegeln

– nur eingeschränkt Bewegungsfähig

– und wenn es ganz dicke kommt, auch noch einen Krankenhausaufenthalt.

Mehr werde ich dann am 11.11. erfahren, wenn ich beim Klinikum in Oldenburg meinen Termin habe.

Mitleid bitte….jetzt!

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Danke, geht wieder

Vor circa zwei Wochen fing mein linkes Ohr zu Schmerzen an. Der Schmerz war mir nicht ganz unbekannt. Er fühlte sich nicht nach einer Mittelohrentzündung an, sondern kam eher so vom Kiefer her. Nein, nicht Sutherland. Ich meine meine Kauleiste…(hihi, zweimal meine ;-))

Damals sagte ich schon zu Steffi, dass ich wohl nicht umhin komme, mein Anfang des Jahres aufgestecktes Provisorium entfernen und eine Wurzelbehandlung über mich ergehen zu lassen. Aber wie das mit Wurzelbehandlungen nun mal so ist, man schiebt sie gerne auf.

Die letzten zwei Wochen gingen auch eigentlich ganz gut. Manchmal wachte ich nachts auf, weil ich auf der linken Gesichtshälfte lag und diese halt sehr empfindlich ist. Aber im Großen und Ganze hielten sich die Schmerzen im Rahmen des Erträglichen. Bis letzten Donnerstag…

Ausgerechnet an einem Feiertag mit anschließendem Brückentag schlug der Zahn dann zu. Wann auch sonst? Die Nächte wurden stets durch schmerzhaftes Aufwachen begleitet und am Wochenende war ein Durchschlafen nur noch in wenigen Stundenrhythmen möglich. Genau wie der Undertaker schlief ich in der Nacht zu Montag so gut wie gar nicht. Zwei Stunden am Stück waren das Höchste und das auch nur, weil ich mir um 3 Uhr ein paar Schmerztabletten reinpfiff. Was mir nicht gerade zu einem schwungvollen Aufstehen verhalf. Der Kreislauf war im Keller, die Schmerzen dank Aspirin etwas betäubt, aber die Gewissheit war vorhanden, dass diese wiederkommen…

Und so wählte ich mir ab 8 Uhr die Finger wund, um bei Zahnarzt einen Termin zu bekommen. Leider war dort eine Stunde dauerbesetzt, aber als ich um kurz vor 9 Uhr endlich durchkam und ich sofort vorbei kommen konnte, durchströhmte mich ein Schwall der Erleichterung.

Und es war auch klug, sofort vorbeizukommen. Kurz nach meiner Ankunft begann in der Zahnarztpraxis der große „langes Wochenende“-Ansturm. Davon bekam ich auch alles mit, weil ich nach der ersten Betäubung im Flur platziert wurde. Normalerweise bleibe ich IMMER im Behandlungsraum. Mir machte das nichts aus, bis die Betäubung wirkt, warte ich lieber eine Viertelstunde, als nur fünf Minuten. Sicher ist sicher. 😉

Nach zehn Minuten ging es für mich weiter. Zuerst wurde das Provisorium durch den Bohrer entfernt. Dabei kam meine Zahnärztin auch gelegentlich an die Wurzel (?), was ich durch schmerzhaftes Aufzucken meines Körpers signalisierte…

Also nochmal den Rest einer Monatsration an Betäubungsmittel in den Körper gepumpt und wieder in den Flur geschickt. Dort bekam ich dann die manchmal sehr anstrengende Arbeit in einer Praxis mit viel Kundendurchlauf mit. Für mich reine Unterhaltung, was ich mit einem breiten Grinsen kund tat. Die Zahnarzthelferin verbot mir aber den Mund („Sagen Sie nichts!“ ;-)), allerdings verbot sie mir auch das Schlafen.

Die eigentliche Wurzelbehandlung war dann dank der BTMs auch gar nicht mehr so schlimm, ja geradezu entspannend.

Nach insgesamt zwei Stunden war ich dann schon wieder raus. Ein wenig ängstlich sah ich noch der Zeit entgegen, wo die Betäubung nach ließ. Aber auch das ging überraschend gut. Als Steffi später anrief um zu wissen, wie es mir geht, konnte ich sogar schon wieder jammern. Ein untrügliches Zeichen, dass es mir gut geht. 😉

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Gesund ist, was anstrengend ist

Das Maß ist voll, das Fass übergelaufen. Jetzt muss ich einfach mal über meine Krankengymnastik schreiben…

Heute war meine fünfte von sechs Sitzungen und die mit Abstand anstrengendste. Kaum war ich im Behandlungsraum, durfte ich mir Wundergewichte um die Knöchel schnallen. Wundergewichte deshalb, weil sie immer schwerer wurden. 😉

Wir fingen langsam an. Auf dem Rücken liegen, Beine angewinkelt, Po nach oben, ein Bein strecken und jetzt nach außen und wieder nach innen bewegen. Schon ohne Gewichte eine schwierige Aufgabe. Mit Gewichten schrie ich nach Gnade. Aber Nadine kannte sie nicht. Wenigstens hat sie mich mit ihren Erlebnissen von der Esoterik-Messe in Hamburg gut unterhalten. 🙂

Nachdem ich ihr schon nach der zweiten Sitzung einen Blogeintrag angedroht hatte, war jetzt der Punkt erreicht, wo sie sich den wirklich verdient hat. Aber ich will ja auch wieder ein gesundes Knie haben. Was tut man nicht alles dafür?!

Übrigens, ich bin sehr zufrieden mit der Krankengymnastik. Auch wenn es nicht ganz so durchklingt. 😉

Ich hatte den Tipp von meiner Arbeitskollegin Katharina bekommen, die mit Sebastian Kollai von der Krankengymnastik Kollai zur Schule ging. So kam ich dahin. Und muss am Mittwoch wieder weg. 😦

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Rausgekommen

Dann war da noch mein Termin in der Röhre auch MRT oder Kernspintomographie genannt. Da ich beim Media-Markt schneller als gedacht durch war, kam ich beim Krankenhaus LdW früher an als geplant. Das wurde mir auch von der Dame an der Anmeldung gesagt…Eine Stunde um genau zu sein.

Also die Geo geschnappt, danach noch im Stern geblättert und nach über eine Stunde endlich aufgerufen werden.

Ja, Knie links. Nein, keine Metallteile im Körper. Ja ich mach mich halbnackig. Nein, ich war noch nie in der Röhre.

Und dann ging es los. Ich fühlte mich wie in einem Instrumentalstück der „Einstürzenden Neubauten“ versetzt. Teilweise musste ich sogar lachen, weil das Gerät so abstruse, aber brachial laute Geräusche machte. Gut das ich Gehörschutz auf hatte. Der Wahnsinn.

Während ich da also lag und den Geräuschen lauschte, glaubte ich zu spüren, wie die Magnetwellen meine Spermien ausrichteten (rechts rum). Irgendwann hatte ich sogar das Gefühl, dass die sich so heftig drehten, dass langsam (saure) Sahne produziert wurde. Ein komisches Gefühl…

Naja, nach einer Viertelstunde war es überstanden und keine fünf Minuten später wurde ich vom Arzt gerufen. Ich war ja bereits den ganzen Tag über angespannt, was rauskommen würde. Zum Glück war ich es, der erst aus der Röhre rauskam. Aber auch das Ergebnis ließ mich nach Wochen der Ungewissheit entspannen. Bänder und Meniskus wären in Ordnung, leichte Knorpelbildung, nichts wildes. Aber eine Schleimbeutelentzündung.

Moment mal, gegen diese wurde ich doch bereits Anfang September behandelt. Die dürfte es eigentlich gar nicht mehr geben. Jetzt freue ich mich besonders auf den Dienstag. Da habe ich den Termin beim Orthopäden. Was der wohl sagt?

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Wir wollen doch nur helfen…

Am Dienstag vergangener Woche schickte meine Kollegin Daniela uns folgende Mail:

„Zur Info
Ein wichtiger Hinweis :
Die RTW- und Ambulanzfahrer haben bemerkt, dass beim Straßenunfall die meisten Verwundeten ein Mobil-Telefon bei sich haben. Bei dem Einsatz weiß man aber nicht, wer aus den langen Adresslisten zu kontaktieren ist.
Ambulanzfahrer und Notärzte haben also vorgeschlagen, dass jeder in sein Handy-Adressbuch, die im Notfall zu kontaktierende Person unter demselben Pseudo eingibt.
Das international anerkannte Pseudo ist: ICE (= In Case of Emergency). Unter diesem Namen sollte man die Rufnummer der Person eintragen, welche im Notfall durch Polizei, Feuerwehr oder erste Hilfe anzurufen ist. Sind mehrere Personen zu kontaktieren, braucht man ICE1, ICE2, ICE3, usw.
Leicht, kostet nichts, kann aber viel erreichen.
Bitte diese Meldung unbedingt an alle Freunde und Bekannte weiterleiten, damit dieses Verfahren weltweit Anwendung finden wird!
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
Landesverband Westfalen e.V.
Manfred Bindemann
Referat I. u. K.
Köln-Berliner-Strasse 49
44287 Dortmund“

Einige Tage später berichtete auch heise-online über die Aktion des DLRG Notfallnummern im Handy unter ICE zu speichern. So weit, so unspektakulär. Doch noch am selben Tag folgte das erste Update.

Wie der Hausärzteverband Westfalen-Lippe befürchtet, soll ein Virus mit der Abkürzung ICE sich rumtreiben. Über Lippe hatten wir gerade gesprochen. Die Kompetenz westfälischer Ärzte scheint in Sachen IT auch nicht gerade zum besten zu stehen. Was wohl mein Arzt sagen würde, wenn ich ihn mit irgendwelchen Abkürzungen konfrontiere, um meine Befürchtungen einer Krankheit damit zu bestärken?

Kurze Zeit später flatterte über meinen Reader das nächste Update der Meldung hinein. Diesmal distanzieren sich der ASB und der schweizerische Interverband für Rettungswesen von dem Aufruf. Begründung: Es wären gefälschte Emails im Umlauf, die das Ablegen der Notfallnummern unter ICE zum Thema haben. Gefälscht im Sinne von, der Absender wäre der ASB.

Auf deren Internetseite werden auch Begründungen genannt. Allerdings fehlen mir hier wichtige Aspekte, die durch Notfallnummern abgedeckt werden könnten und es in meinen Augen sinnvoll erscheinen lassen, diese im Adressbuch zu speichern.

Zum Beispiel die Blutgruppe kann ohne langwierigen Test sofort erfragt werden. Bei der Gelegenheit wäre der nächste Angehörige bereits informiert und kann Behandlungsvorgaben des Patienten mitteilen.

Man darf auch nicht vergessen, dass bestimmte Religionen strenge Vorgaben einer Behandlung in den Weg legen. Bei allen Unverständnis ist es für Angehörige bestimmter Religionsgemeinschaften ein Greul fremdes Blut zu bekommen.

Ein Zettel ist ja schön und gut, aber kann man Adressdaten auch auf dem Handy abspeichern. Bevor man dann die Zettelwirtschaft durchsortiert ist durch ein Tastendruck auf dem Handy eben diese Adresse schnell herauszufinden. Bedienungsschwierigkeiten halte ich für den kleinsten Faktor, da die meisten Handy mittlerweile intuitiv zu bedienen und selbsterklärend sind. Vor allem: Zettel vergilben, werden unleserlich. Daten in digitaler Form werden selbst mit Erwerb eines neuen Handys schnell synchronisiert.

Verwerflich finde ich die Uneinigkeit der Kennzeichnung der Notfallnummern. ICE ist international verständlicher, als IN (Im Notfall). Kommt hier wieder imperialistisches Denken zum Vorschein? Oder will man lediglich seinen eigenen Willen durchsetzen?

Fakt ist doch, dass Rettungsdienst uns helfen sollen. Wenn man ihnen die Möglichkeit eines vereinfachten Arbeitsschrittes in den Schoß legt, wird darüber gestritten, wie dieser am Besten aussieht. Da verfällt man anscheinend wieder in kleinkariertes Denken. Warum einigt man sich nicht auf international verständlichere Abkürzungen, schließlich ist die Menschheit global geprägt. Oder glauben sie etwa, dass ein Unfall nur in Deutschland passiert?

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Kraft tanken

Donnerstag stand unser, leider erst zweiter, Besuch im Badehaus an. Eigentlich schon für Mittwoch geplant, verlegten wir den Termin einen Tag später um das Vormittagsticket besser ausnutzen zu können.

Und was soll ich sagen? Es war wieder genial. Diesmal schrubbten wir im Haman unsere Haut mit Meersalz gepaart mit Vanillearoma ab um unsere Haut anschließend mit Honig einzureiben. Und es wurde ausgiebig auf der Terrasse relaxt.

Man sollte es wirklich viel häufiger machen. Zumal die Atmosphäre dort so genial entspannt ist. 🙂

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Bitte zeichnen

Ulf macht in seinem Blog auf diese Petition aufmerksam, die ich so nur unterschreiben kann. Und auch getan habe. 😉

Ihr hoffentlich auch. Tut auch nicht weh, erst recht nicht, wenn man einmal die Anmeldeprozedur hinter sich hat.

Via Ulf

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Wirbelsäulenverkrümmung

Heute widme ich mich einem traurigen Thema. Der Wirbelsäulenverkrümmung bei Jugendlichen.

Wer kennt das nicht, man fährt mit seinem Auto wohin auch immer, blickt nichtsahnend in den Rückspiegel um den rückwärtigen Verkehr zu überblicken und hat sie überlebensgroß im Rückspiegel: Jugendliche Autofahrer! Vornehmlich im Golf. Früher waren auch Opel sehr beliebt, aber die sterben ja zum Glück langsam aus.

Man schaut also in den Rückspiegel und meint jeden Pickel dieses Führerscheinneulings zu erkennen.  Er ist alleine im Auto, also wem versucht er mit seinem dichten (und ich meine DICHTEN) Auffahren zu beeindrucken? Aber noch was fällt auf. Die unnatürliche Haltung des Fahrers Richtung Beifahrersitz. Dachte ich früher noch an minderwertige Sitze, ist mir mittlerweile bewusst geworden, das diese Kinder an etwas viel schlimmeren Leiden, nämlich an einer Wirbelsäulenverkrümmung, auch Skoliose genannt. Was ich dem Wikipedia-Artikel nicht abnahm, war die Behauptung, Mädchen würde viermal häufiger an Skoliose leiden als Jungs. Ich habe in den letzten Jahren ausschließlich Jungs mit einer verkrümmten Haltung im Auto gesehen.

Heute morgen allerdings, und das ist erschreckend, habe ich das erste Mal ein Mädchen (überlebensgroß) im Rückspiegel gehabt. Verkrümmte Haltung nach rechts Richtung Beifahrersitz. Die Arme.

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