Der Haken

Ein richtig schöner Abend gestern, im Kreise meiner Familie. Das Essen hat geschmeckt, die Gespräche liefen auch gut. Es war einfach ein wunderschönes Wiedersehen.

Leider hatte der Abend dann doch einen negativen Haken. Kaum das der Besuch weg war und ich am PC saß, musste ich lesen, dass Adam „MCA“ Yauch seinem Krebsleiden erlegen ist. Mit 47 Jahren! Meine Gedanken sind gerade bei seiner Familie und Freunden, die viel zu früh einen Verlust beklagen müssen. Scheiß Krebs!

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Nur ein Traum

Apropos Träume…

Heute Nacht hatte ich einen komischen Traum.

Gestern erzählte mir ein Bekannter, dass sein Vertrauen in die Frauenwelt durch ein „Riesenarschloch von Frau“ erschüttert wurde. Das musste ich irgendwie in meinem Traum verarbeitet haben, denn ich war mit meiner Version des „Riesenarschlochs von Frau“ verheiratet. Statt mit Steffi.
Das war aber nur temporär, denn in meinem Traum offenbarte sie mir, dass sie sich von mir trennen wollte. Sie hatte auch schon einen Trennungsplan, wie die Finanzen aufgeteilt werden sollte – das Guthaben von 5140 Euro wird durch zwei geteilt und einen gemeinsamen Sparplan über 100.000 (!) Euro würden wir zusammen aufnehmen (was keinen Sinn macht, wenn man sich trennen will, aber das hier ist mein Traum!). Sie wählte sich auch flugs per Konsole auf den Bankterminal, wo sie über die Kommandozeile die Aufträge entsprechend anpasste. Also ungefähr der technische Vorsprung, der gegeben war, als wir Mitte der Neunziger zusammen waren. Zeitlich lag der Traum jedoch ein paar Monate vor heute, also so im Januar, was auch den Euro erklärt.

Ach ja, hatte ich erwähnt, dass sie schwanger war?

Gut, dass ich nicht diese Frau geheiratet habe…

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Scheiß Wochenende

Eigentlich sollte das Wochenende ja ganz schön werden. Wurde es aufgrund der aktuellen Ereignisse aber nicht. Nicht wirklich.

Lange habe ich nachgedacht, ob und was ich dazu schreiben könnte. Angesichts des Leids in Norwegen glaube ich aber, keine passenden Worte dafür zu finden. Das unterscheidet mich von Journalisten, die zu allem ihre Meinung (!) abgeben müssen. Oder Politikern, die solche Tragödien wieder für ihre Zwecke missbrauchen.

Ich bin in Gedanken bei den Familien der Opfer. Und summe leise ein Lied von Amy Winehouse dabei.

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R.I.P. Peter Steele

Wie ich heute morgen erfahre habe, ist am Mittwoch der Sänger von „Type – O – NegativePeter Steele im Alter von 48 Jahren an Herzversagen gestorben.

Peter Steele, der durch seine kontroversen Texte stets zu provozieren wusste, war in seiner Karriere immer höchst umstritten. Komischerweise fiel es mir als zeitweise Linksradikaler nie schwer, seine Provokationen als genau das zu sehen, was sie waren. Provokationen.

Seinen berühmtesten Hit landete Steel mit „Black No.1“, dass jedoch nie als Single ausgekoppelt wurde und lediglich als Musikvideo auf den damals noch existierenden Musiksendern gespielt wurde. So bekam auch ich meinen ersten Kontakt zur Gothic-Szene, auch wenn TON eher der Metal-Szene zugeordnet werden.

Kleine Anekdote: In „Black No. 1“ macht sich Peter Steele über die Gothic-Mädels lustig. Dennoch konnte er aufgrund dieses Liedes in der Szene Bekanntheit erlangen.

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Es gibt bessere Zeitpunkte

Am Montag war die Beerdigung meines Onkels. Das traf sich gut, denn bereits in der Woche davor versuchte ich einen Gleitzeittag zu bekommen, der aber abgelehnt werden musste. Es waren schlicht keine Kollegen da. Ich saß von Montag bis Freitag alleine im Büro und bewältigte den Ansturm fast im Alleingang. Diese Woche ist die Lage deutlich entspannter und so konnte ich den Gleitzeittag nutzen um zur Beerdigung zu fahren.

Morgens holte ich meine Eltern ab und fuhr Richtung Sassenberg. Der Weg ist mir ja hinlänglich bekannt, erst letzten Monat war ich das letzte Mal da unten. Die Straßenverhältnisse waren gut und so kamen wir nach zwei Stunden in Sassenberg an. Noch kurz einen Kaffee geschlurft und dann zum Friedhof. Die ganze Familie war sogar schon da. So lernte ich den neuen Mann meiner Cousine Elke kennen (Please to meet you) und überhaupt sah ich meine Cousinen wieder. Meiner ältesten Cousine Bärbel sah man die vergangenen Monate der Pflege ihres Vaters deutlich an und die Trauer stand allen ins Gesicht geschrieben.

Sehr schön war es, dass sogar die Ex-Männer meiner Cousinen und damit Väter der Enkel meines Onkels kamen. Denn diese haben alle den Weg aus England gemacht. Mit Robin und Stefanie waren sogar meine Nichte bzw. Neffe (2. Grades) anwesend.

Während der Andacht des Priesters kam es dann wie ich es schon Tage vorher befürchtet hatte und zwar das es nicht perfekt laufen würde. Der Priester verhaute sich erst bei der Anrede, als er von den trauernden Geschwistern sprach und auf meine Cousine Bärbel zeigte. 😐

Als er dann aber von der erst in diesem Jahr verstorbenen Frau meines Onkels und der Mutter der Kinder sprach konnte man es nicht mehr verzeihen. Denn die leibliche Mutter meiner Cousinen saß mit im Publikum. 👿 Sie sah ich nach über 25 Jahren übrigens wieder. Mein Vater sprach den Priester noch während der Bestattung auf den Fauxpas an. Nichtsdestotrotz lud mein Großvater ihn noch zum Leichenschmaus ein.

War die Beerdigung wie erwartet von starken Emotionen begleitet – sogar Andi, der Mann meiner mittleren Cousine vergoss Tränen, dabei kannte er Dieter am wenigsten, was auch an mir stark zerrte – ging es beim Leichenschmaus deutlich entspannter zu. Tags zuvor haderte ich lange mit mir ob ich mit dem Fotoapparat ankommen könnte. DEN Bestatter zu fragen war jetzt zu spät, also entschied ich eigenmächtig die Knipse mitzunehmen. Auf der Beerdigung ließ ich den Fotoapparat im Auto zurück. Während des gemeinsamen Essens und als die Tränen getrocknet waren zückte ich aber die Kamera und nutzte die Gelegenheit. Denn wer weiß, wann ich meine Cousinen wiedersehe? Geplant ist es ja zu meiner Hochzeit mit Steffi. Aber wann wird die sein?

Auf jeden Fall war es schön, viele Teile meiner Verwandschaft wiederzusehen. Auch wenn es bessere Anlässe geben könnte, was mir beim nächsten Mal auch lieber wäre. Schade nur, dass ich viel zu wenig mit meinen Cousinen mich unterhalten habe. Dafür hatte ich neben mir einen Urdortmunder, der nicht nur am Samstag bei der Hundertjahrfeier sondern bei jedem Heimspiel dabei ist und das wahrscheinlich schon so lange wie ich lebe.

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R.I.P. Dieter Arschinow

Wie ich heute erfahren habe, ist gestern mein Onkel Dieter im Alter von 68 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

Nachdem er in diesem Jahr einen Tag nach seinem 68. Geburtstag den Verlust seiner zweiten Ehefrau hinnehmen musste, die er während ihrer tödlich verlaufenden Krebserkrankung pflegte, kam kurz danach die Diagnose für ihn. Ebenfalls Krebs. Durch die Pflege seiner Frau ignorierte er seinen eigenen schlechten Gesundheitszustand, so dass für ihn eine Therapie schon fast zu spät war. Er entschied sich bewusst dagegen und folgt seiner Frau nun nach 9 Monaten.

Unvergessen bleibt für mich sein gemütliches und ruhiges Wesen. Und seine Vorliebe für scharfes Essen. Ich weiß noch, wie er beim Geburtstagsessen seines Vaters, der im Juli geboren ist, beim Chinesen drei Teelöffel Sambal Oelek in das Essen unterrührte und ohne mit der Wimper zu zucken aufgegessen hat. Und das bei drei Portionen.

„Das hilft am besten gegen die Hitze.“

Und es stimmt, während alle bei 32 Grad im Schatten schwitzten, waren bei ihm keine Schweißtropfen zu sehen.

Selbst die Besitzerin des Restaurants hatte sowas noch nicht gesehen und deshalb meinem Onkel ein Topf mit Sambal Oelek mitgegeben.

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R.I.P. Robert Enke

Mit Bestürzung habe ich gestern Abend die Nachricht über den Tod von Robert Enke gelesen. Über die Gründe, die ihn zum Freitod trieben, möchte ich nicht spekulieren. Ich möchte aber in dem Zusammenhang auf einen Bericht von 11-Freunde verweisen.

Da mir die Worte noch immer fehlen, verweise ich außerdem auf den Bericht von schwatz-gelb. Auch mein Mitgefühl gilt der Familie Enkes, denen ich in diesen schweren Stunden viel Kraft wünsche.

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