Was ich loswerden will (66)

Das Phänomen del Rey

Markus Herrmann über Lana del Rey und die Medien. Aber hauptsächlich über Lana del Rey

„Eine Ikone also. Noch nicht mal richtig Platz genommen und schon eine Ikone.“

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Ein in sich abgeschlossener Mikrokosmos

ad sinistram’s Autor über RTL und das perfekt ausbalancierte Konzept von einer abgeschlossenen Welt.

„RTL ist kein Sender, in dem zufälligerweise Sendekonzepte verschiedener Art ausgestrahlt werden – die Sendungen sind aufeinander abgestimmt, die Inhalte sind die Inhalte aller Konzepte. Bei keinem anderen Sender scheint die Abstimmung so radikal. RTL ist in sich gleichgeschaltet; News werden durchgereicht, werden in Dokus eingebaut und in Drehbücher verwurstet. Das Weltbild, das RTL verkündigt, es ist in sich stimmig und wird von keiner Seite innerhalb des Programms auch nur zwischen den Zeilen in Zweifel gezogen.“

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Vertreten

Wie diverse Medien heute berichteten, hat die Europäische Union das sogenannte ACTA-Verfahren unterschrieben.

Natürlich wird es von unseren Volksvertretern als Meilenstein gegen den Kampf der Produkt- und Markenpiraterie beworben, doch sollte man hier bedenken, dass Marken- und Produkte NICHT die Politiker gewählt haben. Hier wird lediglich ein Instrument eingesetzt, dass dazu geeignet ist, Menschen wegen kleinster Vergehen zu bestrafen. Wie klein, beweist ein kürzlich aufgetretener Fall in Groß-Britannien. Dort entschied ein Richter, dass das Urheberrecht bereits verletzt wird, weil jemand ein Bild nachgestellt hat…Gute Nacht!

Mehr über ACTA.

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Was ich loswerden will (65)

Die Zeitung und ihre Leser und die Leser und ihre Zeitung

Roberto J. De Lapuente und der Teufelskreis der Self-Fulfilling Prophecy.

„Der Leser erfährt seine Umwelt mit den Prämissen, die seine Zeitung ihm geimpft hat – und die Zeitung sieht die Prämissen bestätigt, wenn der Leser in ihr zu Wort kommt, um sie empirisch zu verifizieren. Eine Symbiose.“

Und in seinem tags darauf erschienenen Beitrag „Araber dramatisch arbeitslos“ über die realen Auswirkungen dieser selbsterfüllenden Prophezeiung.

„Und die Gründe sind sicherlich nicht Faulheit oder Kuschelstunden in der sozialen Hängematte, sondern tatsächlich die erschwerte Vermittlung, an der auch die Presse mitgewirkt hat, indem sie die Muslime kriminalisierte.“

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für die seelenbalance

Der kinderdoc hat mal wieder eine impfunwillige Mutter in der Praxis.

„auch impfbefürworter sind oft sehr dogmatisch und streng, aber wenn es um empfehlungen zum schutz von kindern und auch um den schutz der allgemeinheit geht, muss man genau so sein.“

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Schwer bedroht

Dem Fernsehkritiker wird das Drehbuch und die „Produktionsbibel“ von der Scripted-Doku „Schwer verliebt“ auf Sat.1 zugespielt. Doch der Kontakt zu dem Kandidaten bricht mehrfach ab.

„Unter dem Strich zeigt sich, welchen Druck solche harmlos wirkenden abendlichen Unterhaltungssendungen nicht nur auf ihre Protagonisten ausüben, sondern auch auf diejenigen, die kritisch darüber berichten. Und es zeigt sich, was für ein Schlag Mensch für diese unwürdigen Scripted-Sendungen verantwortlich ist.“

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Schwarz

Hier sollte eigentlich auch alles schwarz sein, aber das installieren von Plugins erlaubt mir WordPress nicht so einfach.

Und warum sollte es schwarz sein? Weil heute „Blackout-Day“ ist. Die Wikipedia, Google und viele andere protestieren heute gegen SOPA, dem Stop Online Privacy Act. Warum dieser so Protest so wichtig ist, könnt ihr hier nachlesen.

Warum aber ausgerechnet die Seite mit der größten Reichweite ihr Blau nicht in Schwarz ändert, ist mir kein Rätsel. Die Werbepartner…

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Was ich loswerden will (64)

Keine Gratisurteile für freie Datenbanken

Udo Vetter berichtet über das Urteil des Amtsgerichts Schleswig, nach dem die freie Datenbank openJur kein Anspruch auf kostenlose Urteilskopien hat.

„Vielleicht hätte schon die Überlegung geholfen, dass Urteile “Im Namen des Volkes” ergehen. Nicht zu vernachlässigende Teile des Volkes möchten mit Sicherheit gern wissen, wie stellvertretend für sie Recht gesprochen wird.“

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Vom Glück „BILD“ zu sein

Stefan Niggemeier fragt sich, „ob man als „Bild“-Zeitung-Macher manchmal darunter leidet, dass man es zu leicht hat.“ (ich hätte ja das Wort Zeitung in Anführungszeichen gesetzt…)

„Deshalb hat die langjährige Freundin von Wulff Recht, wenn sie bei Jauch rührend hilflos fomuliert, sie möchte in keinem Land leben, in dem die „Bild“-Zeitung bestimmt, was Moral und was richtig ist.“

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The Wulff of Germany

Johnny Häusler vergleicht das Gezerre um den Bundespräsidenten mit einer Show auf ProSieben/Sat1.

„Die für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen müssen daran schuld sein, dass jetzt schon Sommerloch ist.“

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Best PI-Friends

Dietmar Näher schaut sich die Freundeslisten von „gewaltbefürwortenden Grundgesetzvergewaltiger“n und „Muslime-raus-aus-Deutschland-Krakeeler“n bei Facebook an:

„Es ist doch immer wieder erstaunlich, wer sich in den Facebook-Freundeslisten der rechtsradikalen politisch inkorrekten (PI) Hassprediger wiederfindet.“

Und der Politblogger recherchiert weiter…und geht damit einigen auf die Nerven.

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…was uns als Gesellschaft wichtig ist

Roberto J. De Lapuente über Online-Medien und wie diese über den Lidl-Check berichten, der am Montag bei der ARD lief.

„Manchmal sagen Überschriften inhaltlich gar nichts aus – manchmal umschreiben sie jedoch mehr, als im drunter montierten Text zu lesen steht. Manchmal sind sie das Produkt gesellschaftlicher Befindlichkeiten, unterstreichen das, was die Gesellschaft für essentiell betrachtet.“

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Sinnlose Hatz

Der Chefökonom schreibt ebenfalls über die Wulffs-Hatz und bemerkt:

„Solange die kritische Masse sich mit Herrn Wulff beschäftigt, kommt auch keiner auf die Idee, noch mal wirklich wichtige Fragen zu stellen. Wäre ja auch noch schöner.“

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Und zum Abschluss mal ein ernstes Thema aus dem Postillon:

Trainingsauftakt: Fußballfans bereiten sich auf Rückrunde vor

Der Postillon berichtet über die harte Vorbereitung der Fußballfans auf die Rückrunde.

„Später müssen die Namen aller neuen Spieler gelernt werden, die über die Winterpause zu ihrem Verein gewechselt sind. Abends sehen sich die Fans Aufnahmen von alten Spielen an und üben ein, wann wer den Schiedsrichter beschimpft, wann wer farbige Spieler beleidigt und wann wer „Foul!“ oder „Abseits!“ brüllt.“

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Was ich loswerden will (63)

Kai Diekmann beschimpfen

Michalis Pantelouris äußert sich zu den am Vortag aufkommenden Vorwürfen, Christian Wulff hat auf dem AB von Diekmann Einflussnahme auf die Berichterstattung versucht zu nehmen…

„Allerdings nähme ich das alles hier zurück, wenn sich herausstellte, dass Christian Wulff seit Jahren jeden Tag Kai Diekmann am Telefon wegen praktisch aller Bild-Geschichten beschimpft, und es nur zufällig an diesem einen Tag einmal um seine eigene ging. Es ist ja auch nicht alles juristisch rechtens, was richtig ist.“

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Wie die Privatsender einmal fast ihrer Informationspflicht nachgekommen wären

Stefan Niggemeier über den Protest der Privatsender, weil der Bundespräsident nur mit den öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sich einem Interview stellte.

„Im Grunde zeigt RTL nur darum soviel „Deutschland sucht den Superstar“, „Bauer sucht Frau“ und „Alarm für Cobra 11″ und füllt seine Informationssendungen und Magazine nur deshalb mit soviel Müll und Quatsch, weil der Bundespräsident in dieser Zeit nicht mit dem Sender reden will. „

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Mann des Jahres 2012: Georg Schramm

Zu früh? Nicht für Schlesinger im Transatlantikblog. Für mich der perfekte Kandidat für die Nachfolge Wulffs.

„Die “Anstalt”[Anm. SG: gemeint ist die Sendung „Neues aus der Anstalt„] ist insofern nicht viel mehr als ein verlängerter Kölner Karneval, in dem das gemeine Volk den Großen mal eine lange Nase machen darf. Beinahe schlimmer: Die Eselsgeduld der Deutschen, die mit schöner Regelmäßigkeit aufs Korn genommen wird, wird durch diese Art von Kartharsis nur zementiert. Schramm hatte schon in der “Anstalt” ein Handwerksmittel, diesen Effekt wenigstens zum Teil zu umgehen: Er verbat sich das übermäßige Klatschen.“

Ich hoffe ja, dass ich dieses Jahr Gelegenheit bekomme, Georg Schramm live zu sehen. Ich würde sogar meinen Sohn nach ihn benennen…hat Steffi aber abgelehnt.

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Der größte Fehler des Christian Wulff

Lukas Heinser stellt fest, dass Wulff der Bild die Macht zurückgegeben hat, die sie eigentlich schon nicht mehr hatte.

„Der größte Fehler, den Christian Wulff in meinen Augen gemacht hat, war der, “Bild” und Kai Diekmann die Gelegenheit zu geben, sich als seriöse, moralische Journalisten inszenieren zu können, was ihnen die Menschen vielleicht mehr abkaufen als Wulff seine Rolle als reuiger Sünder.“

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Irritiert

Heute morgen hörte ich im Deutschlandfunk ein Interview mit Birgit Homburger, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP. Ähnlich wie ihre Partei selbst, ist das Interview mit ihr vernachlässigbar. Doch der Vorbericht ließ mich etwas irritiert zurück.
Es ging, natürlich, um unseren Bundespräsidenten und seinen Aussagen im gestrigen Interview, zu dem Nikolaus Blome – stellvertretender Chef-Redakteur der Bild-„Zeitung“ – nach dem Interview Stellung nahm.
Ich zitiere:

O-Ton Christian Wulff: „Vielleicht muss man die Situation auch menschlich verstehen, wenn man im Ausland ist, in vier Ländern in fünf Tagen, zehn Termine am Tag hat und erfährt, dass Dinge während dieser Zeit in Deutschland veröffentlicht werden sollen, wo man mit Unwahrheit in Verbindung gebracht wird, wo man also Vertrauensverlust erleidet. Und ich habe dann gebeten, um einen Tag zu verschieben die Veröffentlichung, damit man darüber reden kann, damit sie sachgemäß ausgefallen kann.[…]“

O-Ton Nikolaus Blome: „Den Satz von Herrn Bundespräsident Wulff, ich wollte die Berichterstattung nicht verhindern, das haben wir damals deutlich anders wahrgenommen. Es war ein Anruf, der ganz klar das Ziel hatte, diese Berichterstattung zu unterbinden. Und wenn Sie das jetzt als Drohung bezeichnen, das ist vielleicht eine Geschmacksfrage. Aber klar war das Ziel dieses Anrufes, die Absicht und das Motiv, diesen ersten Braking-Bericht[sic!] über die Finanzierung seines privaten Hauses zu unterbinden.“

Was irritiert mich jetzt daran. Nicht das hier Aussage gegen Aussage steht. Wenn die BILD im Besitz von Tonmaterial ist, dann hätte sie einen klaren Vorteil und könnte es mit einer Veröffentlichung belegen. Das sollte, allem Realitätsverlust zum Trotz, auch Christian Wulff wissen.

Vielmehr irritiert mich die Aussage von Wulff, wo er „mit Unwahrheit in Verbindung gebracht wird“. Und Herr Blome lediglich auf das Ziel des Anrufes eingeht, nicht aber auf die Aussage, das Wulff mit Unwahrheiten in Verbindung gebracht wird. Denn wer die Machenschaften von BILD kennt, weiß, dass sie Wahrheit, nun ja, großzügig definiert. Wieso regt sich Blome also darüber auf, dass das Ziel des Anrufes ein anderes war, als Wulff vorgibt, nicht aber darüber, dass Wulff behauptet, mit der Berichterstattung werden Unwahrheiten verbreitet? Die sich im Übrigen nicht als Unwahrheiten, sondern als Wahrheit rausstellten.

Oder leidet Christian Wulff doch unter Realitätsverlust? Wundern tut mich an der ganzen Posse eh nichts mehr…

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Denkt doch einmal an unsere Kinder!*

Aufgrund aktueller Ereignisse scheint der eine oder andere festgestellt zu haben, dass neben dem Linksterrorismus und dem Islamterror noch eine andere Gefahr in Deutschland existiert, die lange Zeit verdrängt wurde: Den rechten Terror. Auch wenn die Bundesbeauftragte für Extremismus gerne in „Aber„-Sätzen relativiert…

Nun ist es schon skandalös genug, dass ausgerechnet der Staat seine Finger im Spiel hat, was die Organisationsstrukturen rechter Parteien und Organisationen angeht. Stichwort: V-Männer. Und die erneuten Rufe nach einem Verbot der NPD sorgen eher für Rauschen im Blätterwald, um wenigstens das Gefühl zu geben, unsere Politiker wollen was tun, wenn nicht die böse Rechtsprechung das immer verhindern würde.

Doch leider tun unsere Politiker nicht wirklich was, und wenn, dann leider das Falsche. Sehr anschaulich zeigt das folgender Film von der Landeszentrale für politische Bildung NRW aus dem Jahre 2007 (danke an Ronny), der zeigt, wie sich die NPD in Ostdeutschland um unsere Kinder bemüht. 25 Minuten, die sich lohnen. Nicht nur, weil der weitere Text auf den Film eingehen.

Doch nicht nur Kinderfeste sind ein Mittel, auch Ansprechpartner für bedürftige Menschen sind ein Ziel der NPD. Und sowas wird gerne auch den Nachbarn erzählt, wie gut aufgehoben man bei den Rechten ist. Und wer so nett und hilfsbereit ist, kann doch nicht böse sein, oder?

Doch sie können. Und sie sind es sogar. Denn diese Angebote richten sich selbstverständlich nur an Deutsche. Deutsch nicht nur im Sinne von „laut Pass“. Auch nicht im Sinne von „in Deutschland geboren“. Sondern Deutsch im Sinne von „Deutsche Vorfahren“. Wie viele es davon geben muss, erfährt man leider nie. (Die Frage gebe ich gerne an nationalistische Leser weiter: Wie weit muss mein Stammbaum zurückreichen, damit ich als Doitscher durchgehe?)
Alle anderen Mitbürger fallen durch das Raster. Wobei ich mir sicher bin, dass auch dort Unterschiede gemacht werden. Niederländer, Schweden oder so: Okay. Schwarzköppe, Muselpack: Nicht okay.
Das ist nicht nett. Das ist das Gegenteil von nett. Das ist willkürlich und ganz nebenbei fremdenfeindlich.

Aber sie sind ja auch hilfsbereit. Sie helfen dort, wo sich der Staat zurückgezogen hat. Und man muss ja  selber auch sehen wo man bleibt. Auf jeden Fall nicht auf der Strecke.

Damit stoßen die Rechten in eine Lücke, die der Staat leider hinterlassen hat, um Banken und Wirtschaft zu retten. Das dieses Vorgehen eine klare Strategie verfolgt, ist den Hilfsbedürftigen natürlich egal. Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. Und diese Entwicklung finde ich sehr bedenklich. Der Staat unterstützt damit indirekt die Entwicklung der rechten Parteien. Klar, die gehen in diesem Fall geschickt vor und niemand hindert die anderen Parteien daran, dieselbe Strategie zu verfolgen. Schließlich sind alle Parteien für die Bürger da. Was die Parteien auch in Form von Hilfsprojekten auch tun…
Jedoch haben dank der (oben hinter dem Link „Aber“ angesprochenen) Extremismusklausel sich insbesondere demokratische Hilfsprojekte von einer staatlichen Förderung zurückgezogen. Nicht weil sie eventuell extremistisch wären, sondern weil verlangt wird, dass „Zulieferer“ ebenfalls nicht extremistisch sind. Ein netter Kniff, um eventuelle Förderer auszuspionieren. Das wollten einige Projekte nicht mitgehen, weshalb sie jetzt auf staatliche Förderung verzichten dürfen müssen. Was dem Staat wieder ne Menge Geld spart, zumal er sowieso bei Hilfsprojekten Gelder einspart. So sind diese Organisationen zwingend auf Gelder von Parteien oder privaten Geldgebern angewiesen. Ach ja, und diese Projekte helfen in der Regel allen Menschen, nicht nur Deutschen.
Denn auch Nicht-Doitsche benötigen Hilfe. Viele sogar mehr Hilfe, als wir uns vorstellen können.

Jedenfalls tut der Staat einiges dafür, Rechtsextremismus zu fördern. Sei es direkt, durch eingeschleuste Staatsdiener. Oder indirekt, durch den Wegfall von Verantwortung seinen Bürgern gegenüber. Enden tut beides in jedem Fall tödlich.

*Überschrift inspiriert durch die Simpsons!

Was ich loswerden will (62)

Übers Wochenende hat sich ganz schön was angesammelt. Also, dann mal los:

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Angela Merkel, die analoge Kanzlerin

Thomas Knüwer gesteht zwei hoffnungsvolle Momente über Angela Merkel ein. Die Hoffnung ist jedoch verflogen.

„Einst war die CDU eine Partei der Mittelständler. Heute wendet sie sich von den innovativsten Vertretern dieser Wirtschaftskaste ab.“

btw: Gerade heute Nacht hatte ich von Angela Merkel geträumt. Ich las ihr ordentlich die Leviten, tadelte ihre gesellschaftspolitische Arbeit und gab ihr die Schuld an der Politikverdrossenheit der Bürger. Sie nahm das zur Kenntnis und erzählte dann irgendeine traurige Geschichte, die nichts mit meiner Kritik zu tun hatte. Sie weinte und ich nahm sie in den Arm! Als ich das heute morgen Steffi erzählte, sagte sie nur:

„Da hat sie Dich ja ganz schön um den Finger gewickelt.“

Verdammt!

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Jetzt ist auch mal gut mit Griechenland

Thomas Fricke gibt in der Kolumne der FTD folgenden Vorschlag, um eine Pleite Griechenlands wirkungsvoll zu verhindern.

„Vielleicht wäre es nach wochenlanger Qual ums Votum unserer Abgeordneten zum Rettungsschirm gut, Griechenland für, sagen wir, zwei Monate verbal auf den Index zu setzen. Warum nicht ein kleines Gesetz, das bis Weihnachten verbietet, „Griechenland“ zu sagen? Kein Denkverbot, klar. Nur ein befristetes Sprachverbot. Das könnte Wunder wirken.“

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Kochrezepte für den Suizid

Lukas Heinser im Bildblog über einen Bericht bei Spiegel TV, in dem über den Selbstmord dreier Mädchen „berichtet“ wird.

„Nur noch mal zum Mitdenken: Da gibt es also ein Forum, in dem ungehindert über die besten Methoden diskutiert wird, um aus dem Leben zu scheiden, und „Spiegel TV“ hält es für eine Spitzenidee, dieses Forum mit bildschirmfüllender Internetadresse vor 2,3 Millionen Fernsehzuschauern nachgerade zu bewerben.“

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Ihr wollt ein Liebeslied, ihr kriegt ein liebes Lied

Nochmal Lukas Heinser, diesmal in seinem Blog Coffee and TV, mit einem Beitrag, in dem er auf die Teilnehmer des Bundesvision Song Contest eingeht.

„Deutschsprachige Musik, so scheint es, zerfällt dieser Tage in zwei Extreme: Auf der einen Seite der Diskurspop[…], auf der anderen die gefühligen Singer/Songwriter, deren Songs die Musikredaktionen deutscher Radiosender vor zehn Jahren noch den Kollegen von WDR 4 rübergeschoben hätten.“

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spendable krankenkassen

Der kinderdoc über Krankenkassen und warum sie auf Anfrage von Kunden immer alles zahlen wollen. Mit einer Ausnahme…

„besonders pervertiert dann das system, wenn der freundliche kassenangestellte die kostenübernahme für bestimmte maßnahmen eben nicht übernimmt, sondern den geizkragen raushängen lässt und „das muss erst der medizinsche dienst prüfen“ an die eltern eröffnet. das geschieht dann grundsätzlich bei chronisch kranken kindern.“

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Eine Krähe hackt der anderen einen Fußballplatz in die Provence

Trainer Baade über einen Fall mit „Geschmäckle“.

„Die Quartiersauswahl hat selbstredend nichts mit der Bewertung von unzulässigen Beschallungsmaßnahmen, Dopingprobenschlampereien, 50+1-Umgehungen oder Jobs von Söhnen von DFB-Präsidenten zu tun.“

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Geld drucken ist nicht inflationär

Nicolai Hähnle räumt mit der Mär auf, dass Geld drucken inflationär wäre.

„Der geneigte Leser wird auf der Suche nach einer Antwort auf diese letzte Frage hoffentlich zu dem Schluss kommen, dass Geld ausgeben für die Diskussion sehr viel relevanter ist als Geld drucken.“

(Via Oeffinger Freidenker)

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Urheberrechte im Tunnel

Sash schreibt über zwei peinliche Fälle von verantwortlichen Politikern und kommt zu dem Schluss:

„Aber wenn jemand auf höchster politischer Ebene über Gesetze mitbestimmt, dann haben wir alle – egal, was für Schluffis wir gewählt haben – ein Recht darauf, dass jemand auf dem Posten sitzt, der entweder Ahnung von den Entscheidungen hat, die er treffen muss – oder dass er wenigstens einen Beraterstab hat, der ihm oder ihr diese Ahnung vermitteln kann.“

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Schicksal

Antje Tiefenthal hat in Klatschkritik einen Verbesserungsvorschlag für die Schicksalsreportagen in der „Grazia“:

„Grazia ordnet die Schicksale nicht ein, veröffentlicht nur in wirklich seltenen Ausnahmefällen weiterführende, objektive Informationen, Kontaktadressen für Betroffene oder Hinweise auf Spendenkonten.“

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Pflegenotstand, gewollt

Ulf schreibt über den Pflegenotstand, der nicht mehr droht, sondern bittere Realität ist.

„Selbst für ein pflegerisches Gespräch ist die Zeit recht mager, und im Hinterkopf tickt erbarmungslos das Zeiteisen und erinnert daran, was alles gerade liegenbleibt: Papierkram. Checklisten. Dokumentation. Ach ja, und andere PatientInnen ja auch noch so nebenbei.“

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Und last but not least, ein Fall aus Delmenhorst:

Astschere und Bügelsäge

Udo Vetter berichtet über einen Amtsrichter aus Delmenhorst, der etwas unkonventionell einen Streitfall löst.

„Statt endloser juristischer Diskussionen ging er jeden Baum und jeden Strauch Ast für Ast mit den Parteien durch und legte mit Zustimmung der Parteien selber Hand an. Der Streit erledigte sich im Handumdrehen.“

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Was ich loswerden will (61)

Im Netz der Islamfeinde

Die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau berichten über die islamophobe Seite Politically Incorrect (PI). Ein sehr lesenswerter und gut recherchierter Bericht. Was die paranoiden Inkompetenten (PI) selbstverständlich anders sehen…

„Der innerste Führungszirkel lässt es zu, dass in dem Blog Muslime als Gesindel, Abschaum und Türkendreck beschimpft und zum bewaffneten Kampf gegen den Islam aufgerufen werden kann. Und das mitnichten nur in den Kommentarspalten.“

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Vegetarismus – Wozu?

Namron erläutert einen trifftigen Grund, warum man Vegetarier sein sollte: Die Fleischproduktion.

„Durch diese anerzogene Akzeptanz und die nicht gestellte Frage der Notwendigkeit, kann sich eine Fleischindustrie etablieren die von den meisten nicht beobachtet wird. Wenigstens sorgen alle Produzenten von Fleisch dafür, dass die Tiere vor ihrem sanften Ableben entspannt und glücklich leben. Nun, nicht ganz.“

(Achtung! Der Beitrag enthält schockierende Videos, die den Konsum von Fleisch beeinflussen kann.)

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Eine verheerende Entwicklung: Warum „Das Supetalent“ prägend für unsere Fernsehkultur ist

Peer Schader erklärt im Fernsehblog der FAZ, wieso das Fernsehen nicht inspirierend unterhalten kann:

„“Das Supertalent“, die selbsternannte „größte Show Deutschlands“, ist einzig und allein darauf ausgelegt, die einfachsten Reflexe in uns abzurufen: Ein Kind singt – oh, süß! Jemand erzählt eine traurige Geschichte – der Arme! Ein Akrobat führt einen Stunt vor – wow! Jemand spielt mit seinem Penis Klavier – wie peinlich, aber trotzdem mal gucken!“

Über dasselbe Thema hat sich auch Manuel Wolff ausgekotzt: Das Supertalent – großer Mist auf RTL

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Wie Sportjournalisten die Worte von Oliver Kahn verdrehen

Nick geht einer Meldung bei „Spox.com“ auf den Grund.

„Das Traurige an derart verzerrenden Agenturmeldungen: Sie werden bundesweit von Online-Redaktionen ungeprüft übernommen. So findet sich der Bericht selbstverständlich nicht nur bei „Spox.com“, sondern auch bei „Der Westen“, der „Zeit“, „goal.com“, den 11 Freunden und vielen anderen viel besuchten Webseiten.“

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Spiegel Online und der muslimische Kinderschänder

Feynsinn über einen exemplarischen Artikel des ehemaligen Nachrichtenmagazins:

„Der ekelhafte Boulevard der Spiegel-Redaktion läuft dem Springer-Verlag allmählich in allen Kategorien den Rang ab. Betroffenheit zwischen Blut, Sperma und fremdrassischen Verbrechern legen gar noch andere Vergleiche nahe. Die Strategie, dabei vermeintlich aus der Perspektive des Opfers zu erzählen, ist infam, zumal der Artikel zu dem Schluss kommt, dass es aussichtslos ist, Täter anzuzeigen.“

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„Glücksatlas“ auf allen Kanälen – ein weiterer Beleg für die weite Verbreitung des gesteuerten Kampagnenjournalismus

Die NachDenkSeiten über das Medienecho einer „Studie“:

„Die einschlägigen Unterstützer sind schnell gefunden. Raffelhüschen macht bei solchen Sachen immer mit, auch Allensbach und vermutlich auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „

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Da läuft was schief – eine Kritik der aktuellen Politik

Moritz Clauß bemängelt beim binsenbrenner die mangelnde Kritikfähigkeit der Politiker und sieht auch deren Gründe:

„Es sind vermutlich die meisten Politiker des deutschen Bundestags, denen es noch schwerer als vielen von uns fällt, Fehler öffentlich einzugestehen. Einfach, weil das Eingestehen eines Fehlers in der Politik bedeutet, einer anderen Partei recht zu geben.“

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Das bayerische Stuttgart21

Thomas Stadler schreibt über den Ausbau der 3. Startbahn des Münchener Flughafens, trotz prekärer wirtschaftlichen Voraussetzungen der Betreibergesellschaft:

„Dabei wird täglich deutlicher, dass der Bedarf für eine weitere Start- und Landebahn nicht vorhanden ist und auch in absehbarer Zeit nicht sein wird und diese Fehlplanung außerdem einmal mehr auf Kosten des Steuerzahler durchgezogen wird.“

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