Gute Entscheidung

Wie ich heute Nachmittag auf der Facebookseite von schwatz-gelb lesen konnte, wechselt Marco Reus – der Spieler, der beim kicker bereits viermal „Mann des Tages“ war – zur nächsten Saison für die festgeschriebene Ablösesumme von 17,5 Millionen Euro zu Borussia Dortmund.
Das ist, abgesehen von der horrend hohen Summe, ein sehr gutes Zeichen für den BVB. Denn um diesen Spieler warben auch die Bayern und diverse erstklassige Adressen in Europa. Das sich Marco Reus dennoch für den BVB entschied, beweist, dass der BVB wieder ein attraktiver Verein ist. Besonders für junge Spieler mit Potential.

Folgende Worte möchte ich an sachma richten: Braucht es für Dich noch mehr Beweise für die Weitsichtigkeit der Borussia? Komm zur schwarz-gelben Seite der Macht. 😀

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Frauenversteher

Nun ist Japan also Fußballweltmeister der Frauen geworden. Was mich freut, haben die Japaner mal bessere Nachrichten als das leidige Atomkraftthema (was dennoch nicht aus den Augen verloren werden sollte!).

Mir war das ja von Anfang klar, dass die Japaner Weltmeister werden würden. Lässt sich hinterher natürlich immer sagen und leider habe ich auch nicht darauf gewettet. Aber das liegt daran, dass ich mein Geld nicht für Wetten ausgebe (und in diesem Falle wieder einnehme…). Ich habe sogar den einen oder anderen Zeugen, dass ich mich bereits sehr früh auf ein Finale gegen die USA festgelegt habe.

Als ich dann gestern in der zweiten Halbzeit dazuschaltete und mir das Spiel so ansah, war ich mir meines Weltmeistertipps nicht mehr so sicher. Letztlich blieb es ja dann doch bei meiner Vorhersage. Was mich zu einem Frauen(fußball)versteher macht. Vielleicht werde ich ja zur nächsten WM (oder die EM, nutzt den Hype!) als Fußballexperte eingeladen. Ich bin bestimmt günstiger als manch Macho, der zufällig Fußball gespielt hat. Aber die Anfahrtskosten sollen schon drin sein. 😉

Japan also. Was mich angesichts mancher Statusmeldungen bei Facebook (via uiuiui) noch mehr freut. Was für mich wiederum ein guter Beweis ist, dass Nationalisten sehr beschränkt ist. Fahnen wedeln kann irgendwie jeder Vollhonk! Beim Denken wird es schon schwieriger…

Und wo wir gerade bei Frauenfußball sind. Die taz informiert darüber, dass die Interviews der Spielerinnen von den jeweiligen Beratern sehr stark beschnitten werden. So weit nichts ungewöhnliches. Das aber falsche Aussagen dazugedichtet werden ist schon ein starkes Stück. Siehe hier und hier.

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Danke Jungs

Ein Wochenende muss nicht immer erholsam sein. Und das kann man von diesem auch nicht behaupten.

Samstag, 9 Uhr in Delmenhorst:

Der Erzeuger trifft ein, wir packen die Sachen in mein Auto, legen eine zusammengestellte Meister-CD ein und fahren janz balante die A1 Richtung Süden. Kein Stau, Regen oder sonstige Hindernisse. Um kurz vor elf machten wir noch eine kleine Tank- und Pinkelpause und schrieben meine Nichte über Facebook an, dass wir in gut 20 Minuten eintreffen würden.

20 Minuten später standen wir bei Alisa vor der Tür. Und standen vor verschlossener Tür. Nach zwei- oder dreimaligem Klingeln tat sich nichts und wir gingen davon aus, dass das gesamte Haus unterwegs ist. Wir hatten uns ursprünglich ja für 12 Uhr angemeldet. Von daher stellten wir uns ans Auto und schnackten noch etwas. Nach knapp fünf Minuten gingen dann doch die Rolladen hoch und Alisa gewährte uns Einlass.

Eigentlich wollten sie ja nicht am Vortag übertreiben. Eigentlich… 😉

Nach einem kurzen Imbiss ging es los. Da ich außer den Westfalenhallen keinen wirklichen Plan hatte, nahmen wir Alisas Vorschlag dankbar an. Die wollte uns zum Borsigplatz führen. Das war vom Hauptbahnhof gut zu Fuß zu erreichen, nur leider war dort überhaupt nichts los.

Das wollten wir ja auch nicht, also sind wir mit dem Bus wieder zum Bahnhof zurück und von dort aus in die Stadt. Dieser Umweg kostete uns eine gute Stunde und somit waren die Möglichkeiten, einen trockenen Sitzplatz zu ergattern bei Nullkommanullpointnull. Da war es bereits drei Uhr und unsere Kehlen schrien nach Flüssigkeit.

Wir tingelten in der Innenstadt herum und suchten verzweifelt eine Örtlichkeit

– mit Blick auf eine Leinwand, wo das Spiel übertragen wird (oder die Chance darauf hat, einen Blick zu erhaschen)

– wo man trocken bleibt (oder die Chance darauf hat)

– wo man regelmäßig was zu trinken bekommt (oder die Chance darauf hat)

– und sitzen kann.

Und zwar in der Reihenfolge.

Als die Hoffnung schon aufgegeben wurde, es war halb vier und die Stadt pickepacke voll, kamen wir an einer Tapas-Bar entlang, wo unter einer überdachten Fläche vier freie Sitzplätze waren. Die Außenfassade bestand aus großen Glasfenster (und Türen), drinnen eine große Leinwand, auf die wir direkt schauen konnten (wenn das Volk innen sitzen blieb) und draußen huschte eine Kellnerin rum. Da bekam man glatt Pipi in den Augen vor so viel Glück.

Die Kellnerin kam und ich gleich

Zwei Weizenbier bitte. Und was trinkt ihr?

Das erste Glas Der erste Becher sollte erstmal die drohende Dehydrierung verhindern. Nur so viel: Es war ganz schön knapp. 😉

Was zu futtern bestellten wir auch noch, während wir uns auf das Spiel konzentrierten. Unser Interesse ließ nach dem Führungstreffer der Hessen dann etwas nach, aber dank der Aufholjagd der Borussen konnte ein schöner Saisonausklang gefeiert werden. Gegen sieben Uhr, mittlerweile waren wir wieder etwas durch die Stadt geschlendert um die Party-Atmosphäre aufzusaugen, entschlossen wir uns für einen geordneten Rückzug nach Bochum, um im Bermuda-Dreieck weiterzufeiern. Vielleicht einen Sieg von Lena beim ESC?

Gegen acht Uhr und einer Portion Currywurst-Pommes – und einer irrsinnig witzigen, nur leider kaum wiederzugebenden Unterhaltung mit einem Frankfurter Bochum-Fan – später, schlugen wir Wurzeln in der nächsten Tapas-Bar. Mit reichlich Cuba Libre wurde der Alkoholpegel stetig in die Höhe getrieben, der den ESC leider nicht erträglicher machte. Viele der Beiträge waren schlicht Grütze. Davon war Lenas Beitrag noch einer der besseren, doch uns war nach der Darbietung klar: Das wird nichts. Hier wurde die Sexkarte gezogen, was zwar mit der lasziven Tour subtiler war, als manch andere, aber dann doch nicht konsequent genug. Und so eingängig war der Titel nun auch wieder nicht.

Mir persönlich gefielen, klar, die Moldawen am besten. Tolle Show, geile Perfomance und das Lied könnte ich jetzt noch trällern, gröhlen, was auch immer. Aber entweder habe ich kein Musikgeschmack oder Europa. Ich tendiere immer noch zu zweitem. 😉

Danach ging es nach Hause, weil wir am nächsten Tag ja fit sein wollten, um weiterfeiern zu können.

Und wir fahren fit. Und ausgeschlafen. Ich jedenfalls, denn es war schon fast elf Uhr, als ich mich aus dem Bett bequemte…

Also kurz was gegessen, aus dem Arsch ein Gesicht gemacht geduscht und dann los zur großen Meisterfeier nach Dortmund. Während in der Bochumer U-Bahn noch die Farben blau-weiß dominierten – Bochum spielte um Platz drei in Liga zwei – wurde es in der S-Bahn Richtung Dortmund farblich angenehmer. Und voller. In der U-Bahn zur Markgrafenstraße war es dann nicht mehr voll. Es war rappelvoll. Eine Sardine in der Dose hat mehr Platz. Soße hätte bei uns nicht mehr reingepasst.

Dummerweise ging es auch erst gar nicht los. Anscheinend hatte jemand die Notbremse gezogen und da wir nach einer Viertelstunde losfuhren und an der nächsten Station ALLE rausgeholt wurden, muss man wohl von einem Notfall ausgehen. Die nächste Bahn fuhr immerhin tatsächlich ohne Probleme.

Nun waren wir an der B1 und schlenderten Richtung Bühne, zu der wir gar nicht mehr hin kamen. Die Hoffnung machten wir uns auch gar nicht. Hauptsache, wir standen an der B1, schauten uns die feierwütigen Fans an und kriegten etwas von der Party mit.

Das i-Tüpfelchen wären dann die Spieler gewesen, die am Truck an uns vorbeigezogen wären. Wäre, hätte – Fahrradkette. Nach gut drei Stunden, für 16 Uhr war die Mannschaft angekündigt, war uns klar, hier kommt die Mannschaft die nächsten Stunden auch nicht durch. Es war viertel vor vier und wir liefen die B1 hoch. Um halb fünf und ca. 2 km später war uns auch klar: Wir sehen die Mannschaft gar nicht mehr. Kurz im Internet nachgeschaut, was eigentlich Sache ist. Dort hieß es, dass die Mannschaft von der Polizei direkt zur Bühne gefahren wird, weil der Truck nicht weiterkam. Noch mal zurück kam für uns nicht in Frage. Wir wollten gegen 18 Uhr los fahren, was nicht geklappt hätte wenn wir ne halbe Stunde erst wieder zurückgelatscht wären. Wir hatten auch so genug gesehen, gesungen, fotografiert und erlebt.

Also quetschten wir uns wieder in die U-Bahn, wo ich immerhin einmal Glück hatte. Nicht ein besoffener Dortmund-Fan sondern eine Blondine rieb sich an meinem Körper. Man kann auch mal gewinnen. *hüstel*

Um kurz vor sechs kamen wir in der Bochumer Burg an, wo nur kurz noch die Sachen eingeräumt, sich herzlich verabschiedet und dann losgefahren wurde. Schnell den Tank aufgefüllt und mit 160 Sachen nach Hause. Eine Stunde 45 Minuten später war unser Wochenende dann auch zu Ende.

Fazit:

Dortmunder können feiern.

Bochumer sind realistisch.

Die Gastfreundschaft der Kuckelands unerreicht.

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Bye bye Nuri

Es ist also raus. Nuri Sahin verlässt den BVB um den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen. Was schade ist, da er zwingend zu einem großen Klub wollte, den er mit dem BVB zweifelsohne auch gehabt hat.

Ich hätte zwar für kein Geld der Welt mich zu Mourinho transferieren lassen, aber das wird er hoffentlich in seiner Entscheidung mit überdacht haben.

Ich für meinen Teil werde am Samstag und vor allem am Sonntag nicht mehr so ausgelassen feiern können, wie es noch vorige Woche möglich war, als alles noch so frisch und unbeschwert war. Der Transfer hat, ganz abgesehen von meiner total naiven und idealistischen Verträumtheit, einen Dämpfer auf die ganze Freude gelegt. Er war der wichtigste Mosaikstein in der Mannschaft und bis zuletzt hatte ich gehofft, er würde der ganzen Medienmaschinerie die lange Nase zeigen und sagen: Ich bleibe dort, wo mein Herz schlägt.

Das hat er nicht. Also heißt es am Sonntag Abschied nehmen. Abschied von Dede, der blieb, selbst als er lukrative Angebote aus dem Ausland bekam und der BVB am Boden lag. Und von Nuri, der geht, als der BVB wieder ganz oben angekommen ist. Dank ihm.

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Von Fairness und Strafen

Nun sind es also noch sieben Punkte Abstand zu Vizekusen.

Nach einem sehr unterhaltsamen Spiel am Samstag Abend teilten sich die die Borussia und die 05-er die Punkte, was keinem so recht weiterhilft. Den Mainzern nicht, weil man an Boden nach oben zu den Bayern verliert und nach unten zu den Nürnbergern. Und Dortmund nicht, weil man im zweiten Spiel in Folge Punkte auf den Verfolger aus Leverkusen verliert.

Dabei fing es sehr gut an. Nach einer kurzen Abtastphase waren es die Mainzer, die mit Schürrle das erste Mal gefährlich vor das Tor kamen (6.). Gleich im Anschluss brachte Götze einen Freistoß in den Strafraum, den Hummels mit dem Rücken ins Mainzer Tor verlängerte. 1:0 für die Borussia.

Dieses Tor gab den Dortmundern Sicherheit im Spielaufbau und man erarbeitete sich eine optische Überlegenheit. Besonders Barrios wusste zu gefallen, schaffte er es mehrfach in Unterzahl den Ball zu halten und weiterzureichen. Nach 15 gespielten Minuten dann die in meinen Augen spielentscheidende Szene. Ein langer und hoher Ball in den Strafraum der Mainzer wollte Barrios mit dem Kopf über den zu spät herausgelaufenen Wetklo köpfen, dem nichts besseres einfiel als seinen Stellungsfehler mit einem kompromisslosen und rabiaten Einsteigen in unseren Stürmer auszubügeln. Dr. Felix Brych zeigte sofort und vollkommen zurecht auf den Elfmeterpunkt. Wetklo allerdings kam mit einer gelben Karte davon. Zuwenig, wenn man bedenkt, dass er die Gesundheit von Barrios mit diesem überharten Einsteigen bewusst gefährdet hat. Und sich vor allem nicht mal einsichtig gezeigt hat und noch während der gesamten Behandlungspause am rummeckern war. Drei Minuten lang musste unser Topstürmer behandelt werden, in der er klar und deutlich kaum Luft bekam. In der 30. Minute war dann Schluss für ihn und er musste gegen Lewandowski ausgewechselt werden.

Hier muss man dem Schiedsrichter ein schlechtes Augenmaß bescheinigen. Schon in den ersten 15 Minuten waren zwei taktische Fouls ungeahndet geblieben. Und mit dem Foul an Barrios machte sich Wetklo keine Freunde, Brych mit seinem Zaudern allerdings auch nicht. Das Spiel blieb zwar weitestgehend fair, hätte aber gerade zu Beginn noch zwei gelbe Karten mehr verdient gehabt.

Den fälligen Strafstoß sollte Nuri Sahin verwandeln. Auf den hätte ich auf gesetzt, war er doch bislang unser bester Strafstoßschütze. Doch seit dem Hinspieldrama gegen Hoffenheim, wo Nuri den wiederholten Elfmeter verschoss, scheint der Wurm bei ihm drin zu sein. Der Schuss war zwar halbhoch, aber viel zu schwach geschossen. Man merkte Sahin die Unsicherheit bei dem Schuss deutlich an. Selbst Klopp denkt jetzt laut über einen anderen Elfmeterschützen nach. Vielleicht sollte er in Bremen mal nachfragen, wo ein arrogant auftretender Sandro Wagner zwei Elfer in einem Spiel versenkt, was denn das Geheimnis eines guten Elfmeterschützen ist. Bei uns würde ich ja für Kevin plädieren, der noch am ehesten fähig zu sein schein, sein Gehirn in wichtigen Situationen auszuschalten.

Die Dortmunder waren nach diesem vergebenen Big Point nicht so von der Rolle, wie ich es befürchtet hatte. Allerdings merkten jetzt die Mainzer, dass mehr drin ist im Spiel. Als dann Barrios das Spielfeld verließ, kamen die Hessen besser ins Spiel und hatten bis zur Halbzeit sich ein Übergewicht erkämpft. Den Dortmundern kam die Halbzeitpause gerade recht.

Aus dieser kamen die Dortmunder einen Tick besser, aber das Offensivspiel krankte am letzten entscheidenden Pass. Zu oft wurde in die Mitte gespielt, wo die kompakt stehende Verteidigung der Mainzer kaum Probleme hatte, den Ball zurückzuerobern. Ein Manko, dass schon gegen Hoffenheim uns um wichtige Punkte gebracht hat und schleunigst abgestellt gehört. Das fehlende Spiel über die Außen muss man aber auch unseren Außenverteidigern ankreiden, die überhaupt in der Rückrunde viel zu selten Vorstöße wagen und somit in der Offensive für ein zahlenmäßiges Untergewicht sorgen.

Somit war es keine Überraschung, dass der Ball nach knapp einer Stunde Spielzeit im Tor der Dortmunder landete. Zum Glück sah der Linienrichter den aus dem passiven Abseits gekommenen Allagui und pfiff die Situation ab. Eigentlich ein Weckruf für unsere Jungs, die aber, wie oben erwähnt, zu wenig für das offensive Spiel taten und sich mit einem taktischen Mittelfeldgeplänkel über die Zeit retten wollten. Doch in der 85. Minute kam es dann zu dem Aufreger, der m.E. überbewertet wurde, aber verständlicherweise für hochkochende Emotionen bei den Dortmundern sorgte.

Subotic wehrte einen Ball mit dem weichsten seiner Körperteile ab und ging vor Schmerzen krümmend zu Boden. Zidan verlor im Mittelfeld den Ball, bevor er die Chance hatte, an einem besser postierten Mitspieler abzugeben, der eventuell die Situation erkannte und ins Aus hätte spielen können (Zidan stand mit dem Rücken zu Subotic). Die Mainzer eroberten den Ball, kamen über außen und flankten nach innen, wo jetzt Subotic fehlte. Slisovic netzte unbedrängt ein.

Die Aufregung von Jürgen Klopp blieb verständlicherweise nicht aus, reagierte sich in meinen Augen aber an dem falschen ab. Sicher hätten auch die Mainzer Spieler den Ball ins Aus schieben können, aber das ist nicht deren Aufgabe, wenn sie die Chance auf einen vielversprechenden Angriff haben. Das Spiel hätte Schiri Brych unterbrechen müssen, was er aus welchem Grund auch immer nicht tat. Als Subotic nach dem Gegentreffer das Feld zur Behandlung verließ, war bereits jegliche Farbe aus seinem Gesicht entwichen. Ein klares Indiz dafür, dass die Verletzung durchaus unterbrechungswürdig gewesen wäre.

So kam es am Ende zu Tumulten und verbalen Äußerungen, die sich noch nach Spielende vor laufenden Kameras fortführte und die das Bild des schlechten Verlierers Klopp zeichneten. Denn so fühlte sich das Unentschieden für die Dortmunder an. Wie eine Niederlage. Dabei lag es an den Dortmundern, den Sack früher zu zumachen. Oder durch mutigeres Offensivspiel den Gegner erst gar nicht die Möglichkeit zur Entfaltung zu geben. Wer zwei Drittel des Spiels ein energisches Pressing an den Tag legt, muss auch im Offensivspiel energischer rangehen und nicht nur ideenlos in die Mitte spielen, wo die einzige Spitze meist überfordert wirkt angesichts der Überzahl gegnerischer Verteidiger.

Traurige Szene zum Schluss des Spiels war sicherlich der Regen aus Feuerzeugen, die auf den uneinsichtigen Torwart der Mainzer niederprasselte, während der beim Abstoß auf Zeit spielte und damit noch mehr Gelegenheit hatte, auf Zeit zu spielen. Das war in höchstem Maße asozial und zeichnete vor allem unsere Fans als schlechten Verlierer. Vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass wir uns alle zu früh auf die Meisterschaft gefreut haben. An diesem Spiel war weder unsere Offensive, noch die Reaktion unseres Trainer, vor allem aber nicht unserer Fans meisterlich.

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Meisterhaft

Was haben Kevin Großkreutz und der FC Bayern München gemeinsam?

Beide haben gerne eine große Klappe.

Und was ist der Unterschied zwischen Kevin Großkreutz und den Bayern?

Bei Kevin ist auch was dahinter. 😉

Zehn Minuten hat es gedauert, bis Lucas Barrios das erste Mal den Bayern gezeigt hat, wer diese Saison den besten Fußball in Deutschland spielt.

Die Bayern nutzten zwar ein Loch in der Abwehr zum Ausgleich in der 16. Minute. Aber nur zwei Minuten später (!) ballerte Nuri Sahin den Ball sowas von traumhaft in die Maschen und stellte damit die Rangordnung wieder her.

Das 3:1 sagte ich sogar bei der Ecke an. Naja, eigentlich verbesserte ich nur Tim, mit dem ich das Spiel schaute. Der glaubte, dass Lewandowski das Tor machen würde, aber ich sagte:

Wenn dann eher Subotic oder Hummels. Wobei Hummels am wahrscheinlichsten ist.

Got it! 😀

Ab jetzt bin ich auch realistisch und feiere Dortmunds Meisterschaft. Wer oder was will uns das noch nehmen?

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Bewegung 01. November

Seit neuestem geht Steffi zusammen mit Antje zum Volleyball, um sich mehr zu bewegen. Und um mehr Zeit mit Freunden zu unternehmen. Und um den Alltag etwas mehr aufzulockern. Und um einen Sport zu betreiben, den sie früher gerne betrieben hat.

Glaub ich.

Jedenfalls wären das meine Gründe, Montags Abends Volleyball zu spielen.

Und so fragte ich Steffi, ob ich mal mitkommen könnte. Und ich konnte/durfte. 😉

Gestern war es dann so weit. In Ganderkesee treffen sich Montags Abends eine Gruppe zum losen Volleyball spielen. Keine feste Mannschaft, kein Ligabetrieb. Einfach nur um etwas Spaß zu haben. Und das merkt man den Damen und Herren auch an. Lockere Atmosphäre, freundlicher Umgang und der Spaß steht im Vordergrund. So kann man es aushalten.

Klare Sache, nächste Woche komme ich wieder. Mit Steffi und Antje. 🙂

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Vollpfosten an die Macht

Gestern Abend schlug sich der BVB gegen den vermeintlichen Favoriten aus Sevilla im Europaliga-Spiel nicht nur wacker, er dominierte das spanische „Spitzenteam“ nach Belieben. Einzig mit der Chancenverwertung und dem englischen Schiedsrichter haderten die Schwarz-Gelben, weshalb es am Ende 1:0 für die Gäste ausging und damit den Spielverlauf ad absurdum führten.

Heute jedoch schlägt sich der BVB selber, in dem er folgende Mitteilung auf seiner Homepage verkündet:

Peer Steinbrück kandidiert für BVB-Aufsichtsrat

Nicht nur, dass wir diesen unsäglichen Friedrich Merz seit Jahren im Beirat als sogenannten Finanzexperten sitzen haben, jetzt soll der unfähige, aber von den Medien als Finanzexperte hochstilisierte Steinbrück auch noch in die Führung von Borussia Dortmund reingedrückt werden?

Reicht es nicht, dass wir mit Merz bereits einen der Gründungsmitglieder der INSM, der Vereinigung, die sich für die Aufspaltung der deutschen Gesellschaft zum Wohle der wohlhabenden Bürger verantwortlich zeichnet, unser Geld in den Rachen werfen?

Muss es jetzt auch noch der ehemalige Finanzminister sein, der den Hedgefonds in Deutschland Tür und Tor öffnete und sich, als das Kind in den Brunnen fiel und Deutschland vor zwei Jahren in die Finanzkrise schlidderte, in der den Banken zig Milliarden unserer Steuergelder in den Hintern geblasen wurde, als Prophet feiern ließ, weil er das ja hat kommen sehen. Und dennoch nichts getan hat, außer mitverantwortlich zu sein, dass die Banken sich jetzt Millionen-Bezüge auszahlen und mit ihren Spekulationen weiter machen können wie bisher.

Ich zitiere mal eben Herrn Watzke:

„Ich freue mich sehr über die Bereitschaft von Peer Steinbrück und Friedrich Merz, für den Aufsichtsrat zu kandidieren“, sagte Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der BVBGeschäftsführung, „weil sie zu den profiliertesten Finanzexperten Deutschlands gehören und für den BVB einen großen Zugewinn an Kompetenz bedeuten.“

Da fasse ich mir an den Kopf! Liest Herr Watzke etwa nur Spiegel-Online und die Welt oder wie kommt er zu dieser Erkenntnis?!?

Lieber Herr Watzke, darf ich ihnen, wenn es Ihre Zeit erlaubt, mal die NachDenkSeiten zur Lektüre vorschlagen? Sie finden den Link dazu hier rechts in meinem Blogroll. Das ist diese Liste mit den komischen Titeln. Da stehen nicht nur die NachDenkSeiten, sondern auch andere kritische Webseiten, die nicht alles der Springer-Presse oder den Bertelsmännern nachplappern, nur weil bei ihnen irgendwelche INSM-Experten eingeschleust werden. Und die NachDenkSeiten werden nicht von irgendwelchen Mittzwanzigern mit einer Verachtung gegenüber dem deutschen Staat oder dem Turbo-Kapitalismus betrieben, sondern mit Albrecht Müller und Wolfgang Lieb einen promovierten Juristen (Lieb) bzw. einen Nationalökonomen (Müller).

Sollten aber tatsächlich die Herren Merz und Steinbrück zu den von Herrn Watzke für richtig gehaltenen Personen gehören, dann schlage ich auch noch den Professor Hans-Werner Sinn vor. Dann hätten wir gleich drei Kumpels zusammen. Dann vielleicht noch Raffelhüschen und Konsorten, dann hätten wir die geballte neoliberale Wirtschaftskompetenz im Aufsichtsrat vereint.

Merke: Nicht alles, was als Experte vorgestellt wird, ist auch einer. Viel zu oft steht nur eine Marionette von Adels Gnaden dahinter.

Zum Abschluss möchte ich noch eben Steinbrück im oben verlinkten Artikel von Borussia Dortmund zitieren:

„Der Verein stand am Abgrund, das Überleben hing am seidenen Faden. In nur wenigen Jahren ist es gelungen, den Verein neu aufzustellen, wirtschaftlich zu sanieren und Schulden abzubauen“

Etwas, was Herr Steinbrück im umgekehrten Sinne mit Deutschland geschafft hat…

Nachtrag: Wie 11-Freunde zu berichten wissen, spaltet die Kandidatur Steinbrücks die Fans. Weil er sich mit einem Schalke-Schal hat ablichten lassen. Und da wird der Chef der Fan- und Förderabteilung der Borussia, Marco Blumberg mit den Worten zitiert:

„Ich hätte sicher lieber jemanden, der durch und durch Borusse ist. Aber im Aufsichtsrat des BVB ist wirtschaftlicher Sachverstand gefragt. Und den bringt Herr Steinbrück zweifelsohne mit“

Hallo?! Aufwachen! Der wirtschaftliche Sachverstand Steinbrücks beschränkt sich meiner Meinung nach darauf, zu wissen, bei welchen Aufsichtsratpöstchen sich noch etwas Geld für die eigene Tasche erwirtschaften lässt.

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Wir sind wieder da…in Europa!

Mit diesem kleinen aber flotten Reim lässt sich das heutige Ergebnis der Dortmunder Borussia treffend beschreiben.

Damit endet eine sechsjährige Leidensphase, nämlich die europapokallose Zeit. Eine Zeit, in der ich nicht mal die Spiele von Stuttgart, Leverkusen, Hamburg oder Bremen anschaute. Denn das wäre alles nur schlechtes Methadon gewesen. Der BVB ist zurück in Europa.

Für diejenigen, die jetzt sagen, dass wir vor zwei Jahren doch schon knapp an Udinese gescheitert sind. Das war kein Wiedersehen im Europapokal, da es noch die Qualifikation war. Ja, genau wie heute. Aber wer glaubt noch ernsthaft daran, dass wir im Rückspiel scheitern könnten?

Übrigens, die schlechteste Figur im heutigen Spiel auf deutscher Seite machte das ZDF. Während Reporter Thomas Wark zweimal (jeweils zu Beginn einer Halbzeit) vom BFB sprach und sich zwei dicke Klopfer damit leistete, später zugab, er hätte den Namen des Torhüters vergessen, was ironisch gemeint war, weil der nichts zu tun hatte und dann zweimal hintereinander von Weidenfelder sprach, wirkte das nur noch unfreiwillig komisch. Und als nach dem Spiel seine Kollegin beim Interview mit Kagawa von selbigen wissen wollte, wie er die Atmosphäre im Borussia Park empfand, bewies das ZDF seine diesjährige Untauglichkeit in Sachen Fußball.

Aber das soll meine Laune über das tolle 4:0 meiner Borussia nicht trüben. Wir sind wieder da!

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Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Was haben ein Fußballverein aus Gelsenkirchen und Borussia Dortmund gemeinsam?

Einen Arsch voll Schulden.

Was ist der Unterschied zwischen den beiden Fußballvereinen?

Die einen setzen auf junge aufstrebende und günstige Spieler, die sich gut entwickeln können und dem Verein bei Verkäufen viel Geld in die klamme Kasse spülen.

Und die andern setzen auf alte ausgediente Stardiven und solche, die sich dafür halten, die man für viel Geld aus der Stadtkasse finanziert…

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