Ameisen teilen nicht…

Nachdem es heute Nacht, ich möchte mal sagen „wie aus Eimern gegossen hat“, war es heute Vormittag wieder um so schöner. Die Sonne strahlte vom Himmel, die Vögel zwitscherten und die Welt war gut gelaunt. Um das gute Wetter nicht zu verpassen, vertrödelte ich nur bummelige 4 Stunden nach dem aufstehen mit: Nicolas wecken, ausziehen – Windel wechseln –  anziehen, Fläschen geben, rumalbern, meine Mails checken, 9Gag schauen, selbst frühstücken, Nicolas ausziehen – Windel wechseln – anziehen, Fläschen geben, Karottenbrei geben, ausziehen – Windel wechseln – anziehen und mich duschen. Erschreckend wie die Zeit dahinfliegt. Egal, nun war ich auf jeden Fall bereit für den Einkauf, denn schließlich sollte heute noch gekocht werden. Nicolas in den MaxiCosi, Handtasche umgeschnallt und ab die Treppen runter zum Auto. Beim öffnen der Garage fiel mir jedoch ein kleiner Marienkäfer in den Blick. Erwähnte ich bereits, dass die Sonne ihren höchsten Stand hatte und es wieder einmal muckelig warm war? Nun denn bückte ich mich zum kleinen Marienkäfer, der da so einsam auf dem Unkraut saß. Sofort schlug meine soziale Ader an und ich drehte den Kopf nach links. Direkt neben der Haustür steht nämlich unsere prächtiger Löwenzahn, der sich seit Tagen mit Blattläusen rumärgert. Für die Ameisen, die es sich ebenfalls vor unserer Haustür, oder darunter, häuslich gemacht haben, ein Festmahl.  Also dacht ich so bei mir, es ist so warm, kein Grün in Sicht und Hunger hat unser kleiner Käfer sicher auch. Nicht lang gefackelt und den kleinen Kumpel auf den Finger krabbeln lassen und direkt zum gedeckten Tisch manövriert. Doch oh – ha, damit hab ich nicht gerechnet. Binnen Sekunden sind die Ameisen, die vorher fleißig den Stil hoch und runter krabbelten, auf den armen Marienkäfer los. Sie attackierten ihn förmlich und überrannten ihn. Mein Missgeschick sofort erkannt, nahm ich den Käfer schnell wieder auf meinen Finger in Sichherheit und setze ihn ein Stück weiter auf ein Löwenzahnblatt. Doch den Ameisen war das nicht Sieg genug. Sie trommelten zum Angriff und setzten dem Eindringlich nach. Wo vorher nur 5 Ameisen den Feind im Blick hatten, rannte nun eine ganze Scharr an mordlustigen 6-Beinern auf den hilflosen Marienkäfer zu. Zugegeben viele von ihnen irrten augenscheinlich orientierungslos um den Löwenzahn herum – oder bildeten sie gar eine Barriere? Doch die Vorhut attackierte so gleich wieder meinen kleinen Freund und stürmten über ihn hinweg. Keine Chance hat der kleine Kerl. Ich packte meinen ganzen Mut zusammen, denn schließlich hatte ich ihn erst in diese lebensbedrohliche Situation gebracht. Ich streckte meinen Finger aus um dem Kleinen einen Fluchtweg zu ermöglichen. Doch keine Chance, der war bereits zu Boden gedrückt und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr in die Höhe begeben. Ich holte nochmal tief Luft und mit meinem letzten Fünkchen Mut durchbrach ich den Ameisenknäul und hob den Marienkäfer vorsichtig mit 2 Fingern in die Höhe. Dabei schüttelte ich noch eine letzte hartnäckige Kämpferin ab und dann – puh – war der kleine Freund erstmal in Sicherheit. Unter uns wimmelte und wuselte es nur von aufgeregten Ameisen. Oder war das vielleicht ein Freudentaumel, da sie den Angreifer, der von ihrem Tellerchen essen wollte, erfolgreich in die Flucht getrieben habe? Ich setzte den Marienkäfer in sicherer Entfernung auf einem anderen grünen Blatt ab und entschuldigte mich vielmals für seinen Beinahetod bei ihm.

„Vielleicht sollte ich noch ein Stückchen weiter vorfahren – sonst kommen Sie wohl schlecht aus der Garage raus.“

Ich drehte mich um und wurde sogleich aus meiner Faszination der Tierwelt gerissen und befand mich wieder in der bekannten Menschenwelt. Ich sah einen älteren Herrn, der gerade sein Auto direkt, aber wirklich direkt vor meiner geöffneten Garage geparkt hatte. Beim aussteigen hat er dann aber wohl messerscharf seinen Irrtum erkannt, wartete aber trotzdem noch auf meine Bestätigung seiner Erkenntnis. Nachdem ich ihm sie gegeben habe, fuhr er sein Auto ein Stück vor, ich nahm Nicolas und warf noch einen letzten Blick auf meinen kleinen, lebendigen Marienkäfer.

Während der Autofahrt dachte ich noch ein wenig über das Sozialverhalten der Ameisen nach, das wohl über ihren eigenen Bau hinaus keine Gültigkeit hat. Außerdem überkam mich die Neugier was passiert wäre, wenn ich nicht eingegriffen hätte (also nachdem ich eingegriffen habe, um den Marienkäfer Essen zu verschaffen). Hätte er sein gelbes Sekret abgesondert und die Ameisen dadurch aufgehalten? Wären die Ameisen hartnäckig geblieben und hätten ihn am Ende als Köstlichkeit in ihren Bau geschleppt? Nun, das werd ich wohl nie erfahren, aber eine neue Tiererfahrung hat mir der heutige Tag auf jeden Fall beschert 🙂
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The very best video ever!1!!! (With Penguins)

Was ein wirklich guter Film braucht:

– Action *check*

– Humor *check*

– Drama *check*

– Liebe *check*

– eine fesselnde Story *check*

– Tiere *doublecheck* nothing beats the penguin!

– last but not least: Schadenfreude *check*

Meine Damen und Herren, ich präsentiere ihnen das Video des Jahres 2011:

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Laktoseintoleranz

Die Laktoseintoleranz, eine Milchzuckerunverträglichkeit, ist laut Wikipedia bei 75% der erwachsenen Weltbevölkerung der Normalfall. In Europa scheint das nicht so ausgeprägt zu sein wie auf der südlichen Erdhalbkugel.

Die Laktoseintoleranz ist aber auch kein Phänomen, dass ausschließlich Menschen betrifft. Alle Säugetiere können von dieser Laktoseintoleranz betroffen sein. Leider auch unsere Katze.

Die am Samstag übrig gebliebene Milch, die für den Kaffee auf dem Tisch stand, wollte ich der Katze geben. Frei nach dem Motto: Tu‘ der Katze mal was Gutes. Dummerweise habe ich das parallel zu ihrem Abendbrot gemacht und sowohl Milch als auch Essen müssen postwendend wieder den Rückwärtsgang eingelegt haben. Die arme Katze hat es nicht mal mehr geschafft, ihr Erbrochenes auf den Teppich zu verteilen (Katzenhalter wissen: Katzen kotzen immer auf den Teppich…).

Am nächsten Tag gab ich ihr noch mal etwas von der Milch. Und als Steffi mir nach dem Kegeln erzählte, dass sie die auch wieder aufwischen durfte, ist für uns klar: Unsere Katze hat eine Laktoseintoleranz…

Was aber auch logisch ist. Sie ist ohne Milch (wahrscheinlich) aufgewachsen und wer den verlinkten Wikipedia-Artikel gelesen hat weiß, dass Säugetiere im Erwachsenenalter die Fähigkeit verlieren, den im Milch enthaltenen Zucker (die Laktose) aufzuspalten. Es kommt zu Reaktionen des Verdauungstraktes.

Jetzt weiß ich Bescheid und gebe der Katze lieber keine Milch mehr. 😉

Übrigens: Katzenmilch ist laktosefrei und kann deshalb ohne Bedenken an Katzen verfüttert werden.

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Saufziege

Ich muss jetzt mal ein paar schonungslos ehrliche Worte verlieren.

Es ist unglaublich, mit was für einer versoffenen Kreatur ich die Wohnung teile. Entschuldigung für meine Wortwahl, aber außer Saufen, Fressen und Schlafen ist da nicht mehr viel. Ach ja, und Scheißen. Okay, ab und an vielleicht noch kuscheln, aber will man das mit einem Weib, deren Rasierer sie nur vom hörensagen kennt?

Und wehe, es wird mal ein Wunsch nicht pronto erfüllt! Dann wird das Haus zusammengebölkt.

Okay, das ist alles nichts neues für mich, ich war schließlich schon mal verheiratet. Aber wenn die Kleine schon morgens an der Weinflasche hängt, weil der Tag anscheinend nicht zu schaffen ist, dann ist bei mir der Punkt erreicht, wo der Geduldsfaden reißt. Ich habe ihr jetzt oft genug gesagt:

„Wenn das so weiter geht, Kleine, dann schreibe ich das in unser Blog! Von mir aus auch mit einem Beweisfoto, damit alle Welt sieht, wie versoffen Du bist!“

Sie wollte nicht hören, lallte nur unverständliches Zeug. Ja, sie nahm mich nicht mal mehr Ernst.

Mittlerweile kommt sie nicht mal mehr mit mir ins Bett, sondern schleicht stolpert nachts irgendwann heimlich rein.

Es ist echt eine Schande, wie sehr man doch verwahrlosen kann. Wenn ich doch nur früher was dagegen getan hätte. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass vielleicht ihre Eltern das lesen und ihr ins Gewissen reden.

Ach ja, hier noch das Beweisfoto, wie sie morgens bereits an der Weinflasche hängt. Das Foto ist um 6:45 Uhr enstanden.

Und mit sowas lebe ich unter einem Dach. 😉

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Stehaufmännchen

Der Hunger lässt unsere Katze schon komisch wirken. Ständig wuselt sie einem vor den Beinen herum (und erschwert damit die Essensvorbereitung) und was noch witziger ist: Sie wird dann zum Zweibeiner.

So lange wie die folgende Katze schafft sie es aber (noch) nicht.

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Best cat video ever!!!!!1111elf

Nachdem ich hier schon mal Katzencontent hatte und es leider nie fortsetzte – ja, ich bin ja nicht so: Bitte schön – hier noch mal das wohl lustigste Katzenvideo, das ich je gesehen habe. Sowohl für Katzenfreunde als auch Katzenhasser geeignet. 😉

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Simons Katze

Jeder (?) kennt sie, jeder (!) liebt sie. Simons Katze. Hier Teil 1 der unperiodisch erscheinenen Folgen:

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Wo sind denn jetzt die Nilis?

Am Samstag stand ein Besuch im Serengetipark in Hodenhagen an. Auch hier liegt mein letzter Besuch fast zwei Jahrzehnte zurück. Natürlich sind wir nicht mit dem Toyota hingefahren. Auch nicht mit Achims oder Erikas Nissan, sondern mit „Beule“, dem Nissan von Steffi.

Aber wieso „Beule“? Sagen wir es so: Der Wagen hat mit Steffi einiges mitgemacht und für die Beulen konnte sie auch meistens nichts. 😉

Auf jeden Fall ist Beule bald Vergangenheit und er soll auf seine letzten Tage auch noch was erleben. Also fuhren wir zu fünft in den Serengetipark. Gentleman der ich bin, habe ich mich mit meinen langen Beinen nach hinten gesetzt, weil die schwangere Dany es hinten nicht so gut verträgt. Dort war ich mit Camcorder und Fotokamera bewaffnet und spielte das Navi für Steffi. Und Beule musste arbeiten, um die „Berge“ in der Lüneburger Heide hochzukommen.

Wir wollten nichts provozieren und so fuhren wir die Radioantenne ein. Nicht das noch am Ende des Tages sich ein Affe damit rühmt, Beules Antenne geklaut zu haben. 😉

Doch die Affen sollten an diesem schönen Tag nicht das Problem werden. Diese wurden nämlich von einem mobilen Mitarbeiter im Auto verjagt. War schon irgendwie komisch um Dich herum saust ein Golf 2 um die Affen zu verscheuchen und man selbst hat Panik, dass der einem reinkachelt. Auf jeden Fall war Steffi enttäuscht. Kein Affe hüpfte auf Beule herum.

Nach der Kalahari-Ebene ging es durch das Wallaby-Land in das Botsuana-Land. Dort sollten uns Nilis, ähm Nashörner begegnen. Aber ich lasse jetzt besser Bilder sprechen:

Noch Fragen?

Wir hatten den Rest des Ausflugs auf jeden Fall noch eine Menge Spaß. Bis ich das Ergebnis zwischen Borussia Dortmund und Sch***e 04 erfuhr…

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Killerpilze

Bei Super Mario Kart habe ich ja immer Toad genommen, den kleinen quirligen Pilzkopf. Außerdem weiß ich, dass es eine Band namens Killerpilze gibt. Aber das folgende ist schon starker Tobak.

Warnung: Das folgende Video ist echt nur was für harte Gemüter. Denkt bitte daran, Eure Kinder vor dem Klick außer Reichweite zu bringen. Ich habe Euch gewarnt!

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Pinguincontent

Und wenn wir schon gerade bei Pinguinen sind:

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