Fundamentalisten sind Egoisten

Vor einigen Tagen wurde ich vermehrt auf die Dokumentation „Jesus Camp“ auf Arte aufmerksam gemacht. Zehn Minuten, bevor der Sender den Beitrag aus seinem Internetangebot depublizieren musste, hatte ich mir die knapp anderthalb Stunden Zeit genommen, die synchronisierte Fassung anzuschauen. Doch für den Dokumentarfilm braucht man nicht nur Zeit, man sollte auch die entsprechende Laune haben. Denn was die Erwachsenen dort mit den Kindern, auch mit ihren eigenen machen, ist einfach nur schrecklich. Sie missbrauchen diese nicht körperlich, sondern was genauso schlimm ist, auf geistiger Ebene.

Da werden Wahrheiten verdreht und ihnen eingebläut, dass einem schlecht wird. Frei nach dem Motto: Wenn Moslems ihre Kinder von klein auf die Religion eingebläut wird, dann müssen wir das auch!
Auf dem geistigen Niveau bewegen sich deren Argumentationen wirklich!

Das Niveau, wie die Kinder jedoch manipuliert werden, ist im Gegensatz dazu sehr ausgefeilt. Ein Film, der in der Schule gezeigt werden müsste, um vor Sekten und ähnlichem zu warnen.

(Via René)

1000 Jahre europäische Grenzgeschichte

Dieses Video habe ich mir schon sieben Mal reingezogen und werde es noch mindestens siebzig Male anschauen. Für Erdkunde- und Geschichts-Fans einfach geil. Das einzige was mir fehlt ist eine Jahresangabe.

Das Video erinnert mich ja ein bisschen an eine Spielzusammenfassung von Civilization. 😉

(Via Ronny)

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Kein Schatz, nur Lärm

Steffi und ich hatten uns heute fest vorgenommen, ins Auswandererhaus nach Bremerhaven zu fahren. Der Wecker stand auf halb neun und kurz nach neun habe ich das letzte Angebot von Steffi, auch liegenbleiben zu können, ausgeschlagen.

Also Frühstück. Dabei entdeckten wir auf Arte, dass der Film „Die Yes Men regeln die Welt“ lief. Den hatte ich bereits vor ein paar Tagen über das Internet auf arte.tv gesehen (leider nicht mehr verfügbar, der bescheuerten 7-Tage Regelung sei dank…Darum wähle ich die Piraten!). Wie auch immer, aufgrund des Films kamen wir etwas in Zeitverzug. Dann wurde noch was vergessen, wir drehten wieder um und eigentlich war es schon zu spät, um noch nach Bremerhaven zu fahren und dort durch das Museum zu hetzen.

Dann lass uns wenigstens noch etwas spazieren gehen.

Natürlich mein Spatz, alles was Du willst. Ich entschied mich spontan für den Silbersee. Ich war noch nie dort, wusste aber, dass der gut ausgeschildert ist. Wir fanden denn auch schnell hin, nachdem sich Steffi sich nicht den Kalauer verkneifen konnte:

Suchen wir da nach einem Schatz?

Als wir da waren, fiel uns nicht nur der Campingplatz auf, sondern die nahegelegene Autobahn. Ach, was heißt nahegelegen. Die führt quasi direkt am See entlang. Wir spazierten denn auch im Eilschritt, wahrscheinlich gedrängt durch den Lärm und verstanden nicht, wie man an diesem Ort ein Campingplatz mieten kann. Oder wieso nicht wenigstens eine Lärmschutzwand aufgebaut wird. Dabei ist der See recht schön und einige Bereiche sind wie ein Strand aufgebaut.

Naja, wir waren ruckzuck um den See und schnell wieder nach Hause. Ging ja mal gar nicht…

Nachtrag 24.09.09: Der Film mit den Yes Men ist übrigens jede Minute wert, die er dauert. Also unbedingt anschauen.

Killerpilze

Bei Super Mario Kart habe ich ja immer Toad genommen, den kleinen quirligen Pilzkopf. Außerdem weiß ich, dass es eine Band namens Killerpilze gibt. Aber das folgende ist schon starker Tobak.

Warnung: Das folgende Video ist echt nur was für harte Gemüter. Denkt bitte daran, Eure Kinder vor dem Klick außer Reichweite zu bringen. Ich habe Euch gewarnt!

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Programmtip (1)

Heute Abend läuft auf Arte im Rahmen des Summer of the 80’s die Dokumentation „Geniale DilletantenNo Wave“ das die Städte Berlin und New York in den frühen Achtzigern und besonders deren musikalische Kultur beleuchtet. Gedreht von Christoph Dreher, Gründungsmitglied der Post-Punkband Die Haut. Ich freue mich drauf. Mein Bruder sicher auch. Für ihn ist dieser Tip!

Nachtrag: Wie erwartet sehr sehenswert, nur leider zu kurz. Die Doku gab die Atmosphäre der frühen Achtziger gut wieder und zeigte auch die Beweggründe der Künstler auf. Besonders hervorgehoben wurde die intensive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Künstlern. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie Menschen auf die Idee kommen eine Gitarren-Instrumentalband (Die Haut) zu gründen, ohne Gitarre spielen zu können sich auf die Bühne zu stellen und ihren Gefühlen damit Ausdruck verleihen (Lydia Lunch) oder ohne die musikalischen Grundkenntnisse Musik zu machen und damit alte festgefahrene Strukturen aufzubrechen (Einstürzende Neubauten). Faszinierend.

Auch wenn ich altersbedingt erst mit Beginn der Neunziger zu dieser Musik gestossen bin, hat sie mich stets gefesselt und genau meine Gefühlslage wiedergegeben. Auch und gerade weil  sie jetzt alle etwas ruhiger geworden sind. 😉

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