Nanu, wer bist Du denn?

Darf ich vorstellen? Qypeautomat.

Ich konnte den weltbekannten, wenn auch in Delmenhorst noch sehr vernachlässigbaren, Qypeautomat dazu bewegen, als Autor für dieses Blog zu schreiben. Das tut er dann und wann auch mal, z.B. wenn er gerade Langeweile hat nichts Besseres zu tun hat dafür bezahlt wird.

Qype ist eine Plattform, wo sich Menschen über Sehenswürdigkeiten, Restaurants oder Ausflugsziele austauschen und informieren können. Und das weltweit. Ähnlich wie bei Foursquare kann man in Geschäfte einchecken, damit Freunde immer wissen, wo man sich gerade aufhält. Ob ich das will?

Ich will auf jeden Fall meine Erfahrungen mit Geschäften, Restaurants oder Ärzten in Delmenhorst (und „everywhere i lay my hat“) mit Euch teilen. Und das nach Möglichkeit so realistisch wie möglich. Ich bin niemand, der nur ein Sternchen verteilt, weil mir die Krawatte des Kellners nicht passte. Ich vergebe aber auch nicht gleich fünf Sternchen, weil die Suppe nicht kalt war.

Also nicht wundern, wenn hier in nächster Zeit häufiger mal Qypeautomat was schreibt. Vielleicht sogar mal den Bericht direkt bei Qype aufrufen und wenn er Euch gefallen hat, ein nettes Kompliment machen.

Danke.

Und nun zurück zu den angeschlossen Funkhäusern.

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Wie im Film

Nachdem Steffi und ich gut ins neue Jahr gekommen sind, hieß es am Sonntag für mich:

Ab ins Krankenhaus…

Meine Lust und Vorfreude darauf kannte keine Grenzen…verständlicherweise.

Steffi meinte, ich solle das ein bisschen wie Urlaub sehen. Im Bett liegen und entspannen. Nun gut, ich will es mal versuchen.

Gegen 17 Uhr lieferte mich Steffi beim Städtischen Krankenhaus in Oldenburg ab. Mein Zimmergenosse ist zehn Jahre jünger und „durfte“ über Silvester das Bett hüten. Auch kein Vergnügen.

Kaum angekommen wurde auch schon das Netbook rausgeholt und die ersten Filme (Der Kaufhaus-Cop, Wanted) geschaut, bis dann um halb zwei das Computerchen runtergefahren wurde. Schlafen würde ich am nächsten Tag ja sicher noch genug…

Um 20 nach 7 ging es dann das erste Mal los. Rumms, Tür auf, Licht an – nicht das dezente Wandlicht…nein, das grelle Deckenlicht – und ein lautes „MORGEN“ waren die ersten Impressionen, die sich mir hier boten. Schemenhaft erkannte ich zwei Personen in Menschengestalt, die mich mit irgendwelchen Fragen löcherten.

Nach zwei Minuten war der Spuk zu Ende. Ich legte mich wieder hin, döste gerade wieder ein…Rumms, Tür auf, Licht an – Decke, ist klar – und „MORGEN“…

Kennt jemand den Film „Werner beinhart“? Genauso!

An die Operation selbst kann ich mich nicht erinnern (ach was). Gegen elf Uhr wurde ich rausgekarrt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber schon Tabletten intus, die so ein wohliges Gefühl von „mir doch scheißegal“ verbreiteten. Im Narkoseraum wurde ich verkabelt und dann bin ich auch schon eingeschlafen. Nicht mal zum zählen kam ich. Also jedem der operiert wird, kann ich nur empfehlen, bis tief in die Nacht Filme zu schauen.^^

Den Rest des Tages habe ich nur noch in den Seilen gehangen. Geschaut habe ich auch irgendwas (Verschwende Deine Jugend) und Besuch von Steffi bekam ich auch, aber der Rest floss an mir vorbei. Selbst die Pizza, die wir uns (mittlerweile) zu dritt bestellten und von der Steffi mir mindestens die Hälfte wegfutterte, bekam ich nur halb 😉 mit.

Gestern morgen wieder dieselbe Leier. Rumms, Tür auf, Licht an (Vier Lichtschalter und immer wird das Deckenlicht angemacht…) und „MORGEN“.

Erst schockte mich der Arzt, weil er mir androhte, dass wenn die Schmerzen, die ich beklagte, weiterhin schlimm bleiben, ich bis Anfang nächster Woche hier bleiben „dürfte“. Spontan begann mein Körper mit einem Selbstheilungsprozess. 😉

Der Tag war lang und weilig, daran änderten auch die Filme (Pornorama, I’m a Cyborg, but it’s okay, Machete) nur wenig.

Heute morgen (Rumms, Tür auf, Licht an, „MORGEN“) dann gute Nachrichten. Kaum Schmerzen? Dann können sie morgen eigentlich schon gehen. 😀

Bis dahin genieß ich noch etwas meinen Urlaub…

Düstere Fundstücke (KW 36)

Und hier wieder die Suchbegriffe der Woche, subjektiv selektiert. 😉

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stefan über stefan http://duestere grenze.wordpress.com

Ja, ich schreibe viel über mich. Aber auch über andere Sachen. Eines meiner nächsten Beiträge: Warum Leerzeichen in URLs nicht zum gewünschten Ergebnis führen. 😉

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brauereifest im september in jever 2010

An diesem Wochenende! Auch ein Grund, warum wir mit der Verschiebung der Hochzeit nicht ganz unglücklich sind. Denn so sind mehr Hotels frei.

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pellende haut sonnenbrand arzt

Schlimm? Dann würde ich auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

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nackt beim hautkrebsscreening

Kommt ganz auf das Aussehen an. Bei mir reichte es, mit der Unterhose dazustehen und diese nach Bedarf runterzuziehen.

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verdauungsprobleme nach türkeiurlaub

Ja ja. Ein weitverbreitetes Problem. Aber keine Sorge, das geht nach ein bis zwei Wochen von alleine weg.

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italienische nacht hude

War die schon wieder? 😉

Ein Hoch auf die Sicherheit

Jetzt, wo Steffi endlich ihren Artikel über ihren Junggesellinnenabschied fertig hat, kann ich noch von weiteren Ereignissen berichten, die sich nach diesem Abend zugetragen haben.

Den Montag nach dem Wochenende mit dem JGA hatte ich einen Hautarzttermin. Dieser kam mir nicht gerade gelegen, da ich aus dem Türkeiurlaub neben einem Verdauungsproblem auch noch einen Sonnenbrand als Souvenir mitbrachte. Nun stand ich da zum Hautkrebsscreening, oder ganz einfach Fleckenkontrolle, fast nackt im Behandlungszimmer. Der Onkel Doktor kam rein, sieht meine sich pellende Haut auf den Schultern, Armen und der Brust und meint trocken:

Dann nutze ich mal die Gelegenheit, um mit ihnen über vorbeugenden Sonnenschutz zu reden.

Sehr witzig…

Im Urlaub selbst geschah sonst nicht wirklich viel. Steffi wurde von einer Erkältung eiskalt erwischt und ich sorgte dafür, dass sie sich nicht zu sehr verausgabt.

Am Samstag, den 21. August hatte ich vor vielen Wochen einen Termin zum Fahrsicherheitstraining gemacht. Einen entsprechenden Gutschein bekam ich zu meinem 33. Geburtstag gemeinsam von meinen damaligen Mitbewohnern Jana, Steffi und Marco. Vielen lieben Dank dafür noch mal an dieser Stelle.

Da der Gutschein nur eine zweijährige Gültigkeit besaß und ich mir wirklich so ein Training gewünscht habe und schon immer mal gemacht haben wollte, aber nie den Mumm hatte das auch durchzuziehen zog ich das jetzt durch.

Leider hieß das, am vorletzten Urlaubstag früh aufzustehen und nach Bremen zum Verkehrsübungsplatz zu fahren. Um kurz vor halb neun war ich dann da ohne richtig da zu sein. Nach dem ersten Kaffee sah das schon wieder ganz anders aus.

Bei einer kurzen Vorstellungsrunde lernte man sich kennen und einschätzen. In dieser Runde zeigte sich, dass ich wirklich der Sohn des „ewigen Zweiten“ bin. Ich war der Zweitälteste (der Älteste hatte seit 1964 den Führerschein…) und derjenige mit der zweithöchsten Kilometeranzahl pro Jahr. Die meisten Kilometer reißt ein Veranstaltungskaufmann mit ca. 120.000 km im Jahr ab. Mehr als alle anderen zusammen. Alleine ich fahre so viel Kilometer wie die restlichen zehn zusammen…im Jahr!

Man ahnt es schon, die meisten Teilnehmer waren Führerscheinneulinge. Was ich an sich für eine tolle Sache halte, wenn die Eltern ihren Kindern so eine Teilnahme sponsorn. Nur neigten einige der jungen Männer Jungs zur Selbstüberschätzung, was das Fahrsicherheitstraining nicht wirklich eindämmte.

Aber das Training sollte ja nicht nur an der Selbsteinschätzung feilen, sondern vor allem auch dazu dienen, dass eigene Auto in Grenzbereichen besser kennen und damit umzugehen lernen. Und das tat es dann auch.

Bevor wir losfahren durften, wurde erst unsere Sitzhaltung kontrolliert. Denn Sicherheit fängt bereits vor der Abfahrt an. An meiner Sitzhaltung und Sitzeinstellung gab es nichts auszusetzen. Jedoch habe ich mir im Laufe der Jahre angewöhnt, den einhändig geführten Wischer am Lenkrad zu mimen. Das ging beim Slalomfahren zwar noch gut, aber bei Ausweichmanövern mit Vollbremsung merkte man das Handicap dann doch schon sehr.

Angefangen haben wir mit einfachen Vollbremsungen auf normalen Asphalt. Danach dasselbe auf der Gleitfläche, dass vom Bremsweg her natürlich ein großer Unterschied war. Kamen wir auf Asphalt nach 10 m zum stehen, war auf der Gleitfläche nach 40 m noch nicht Schluss…bei 50 km/h.

Auf der Gleitfläche wurden im Anschluss bei den Vollbremsungen noch Lenkbewegungen eingesetzt. Erst leichte, dann starke und zuletzt ein kompletter Lenkeinschlag. Sehr aufschlussreich, da die starken Lenkbewegungen eigentlich keinerlei Wirkung zeigten. Bis das Auto eine Geschwindigkeit erreichte, wo die Reifen Haftung bekommen und dann schlagartig die Richtung wechseln…

Nach dieser Einführung ging es dann mit Bremsen auf unterschiedlichen Untergründen weiter. Zwischendurch wurde immer das Verhalten des Autos besprochen und wie der Fahrer mit einfachen Mitteln diese erkennen und damit umgehen kann.

Jetzt wurde es richtig lustig, denn wir durften um die Pylonen Slalom fahren. Dazu teilten wir uns wie sonst auch in zwei Gruppen auf, allerdings mit dem Unterschied, dass die anderen diesmal nicht bei der Lehrerin standen und zuschauten, sondern als Beifahrer mitfahren durften und den Fahrer beobachten sollten. Dabei sollte in der ersten Runde auf die Geschwindigkeit geachtet werden und beim zweiten Durchgang auf das Lenkverhalten und den vermittelten Eindruck auf den Beifahrer.

Nach einer kurzen Besprechung ging es dann zur Mittagspause.

Nach diesem Break ging es auf den anderen Teil des Verkehrsübungsplatzes, wo bis dahin die Motorradgruppe unterwegs war. Hier sollten dann Kurvenfahrten getestet werden. Wie es sich für ein Fahrsicherheitstraining gehört, wurden auch Bremsmanöver in Kurven geübt.

Nach dieser Übung wurde es dann richtig spannend. In der Bremszone wurden nach ca. zehn Metern ein Hindernis aufgestellt (sechs kleine Pylonen), die es auszuweichen galt. Somit wurde der Faktor Stress mit in die Übungen eingebaut, denn wenn man mit 50 km/h auf ein Hindernis zufährt um es mit einer Vollbremsung auszuweichen, ist das kein Spaziergang.

Wer gut aufgepasst hat, sagt jetzt: Wenn ihr 50 km/h gefahren seid und nach 10 m das Hindernis war, dann hättet ihr doch davor zum stehen kommen müssen. Richtig, aber das war nicht Sinn der Übung. Außerdem sollte nach dem Ausweichmanöver die Strecke durch ein Tor verlassen werden. Sprich, es sollte weitergefahren werden und nicht stehen geblieben. 😉

Hier ist die einhändig geführte Wischertechnik am Lenkrad völlig deplatziert. Mit beiden Händen am Lenkrad riss ich dasselbige mehrfach rum, dass es eine Freude war. Nicht immer überlebten alle Pylonen, aber dafür machten wir das ja auch. Um zu sehen, dass man das Auto ruhig auch mal um die Ecken reißen kann, ohne dass es umkippt. Ja, im zweiten Abschnitt der Übung durften wir nicht einmal mehr bremsen, sondern fuhren mit 50, 55, 60 sogar 65 km/h um das Hindernis herum.

Zur letzten Übung des Tages wurde dann wieder auf „unseren“ Teil des Verkehrsübungsplatzes gewechselt. Denn das Ausweichmanöver wurde jetzt auch auf der Gleitfläche trainiert. Wie schon morgens gelernt, haben ruckartige Lenkbewegungen keinen Effekt und man muss in Stresssituationen, so schwer es auch fällt, die Ruhe bewahren und mit eben dieser am Lenkrad die Richtung vorgeben. Und unglaublich aber wahr…es funktioniert.

Bei der anschließenden Abschlussbesprechung waren alle der Meinung, dass dieses Training die Teilnehmer weitergebracht hat und es empfehlenswert für jeden Autofahrer ist. Und eine kurze aber zutreffende Weisheit haben wir auch mit auf den Weg bekommen:

Scheiße gucken, scheiße fahren.

Denn der Fahrer fährt unweigerlich dort hin, wo er hinguckt. Deshalb gilt: Am Hindernis vorbeigucken, wenn man daran vorbei will.

So, lieber Leser. Wenn Du noch kein Fahrsicherheitstraining mitgemacht hast, dann melde Dich an. Dir zuliebe. 🙂

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