Was ich loswerden will (56)

Neun Monate war Ruhe mit dieser Rubrik. In der Zeit können Kinder gezeugt (und geboren) werden oder man kann sich bei Facebook anmelden und die Schnauze davon schon wieder voll haben. Geht alles.

Der letzte Beitrag der aus gesammelten Fundstücken bestand ist also schon etwas her. Und da bei Facebook sich anscheinend niemand für die politischen Links interessiert – jedenfalls hält sich das Feedback in Grenzen – pentriere ich damit wieder meine Leser. Auch auf die Gefahr hin, dass sie

  • die verlinkten Beiträge schon kennen
  • die verlinkten Beiträge nicht interessiert
  • von meiner politischen Einstellung genervt sind
  • auch hier kein Feedback abgeben werden
Ist mir egal. Ich mache es trotzdem wieder. Einfach so, weil es ein schönes Ventil ist und ich nun mal so bin.
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Und mit wem könnte die Reihe besser fortgesetzt werden, als dem Spiegelfechter? Hier nimmt er das Wahlplakat der CDU für die Kommunalwahl in Niedersachsen auseinander, von dem ich ja direkt betroffen bin.
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Herr Niggemeier darf in dieser Rubrik natürlich auch nicht fehlen. Ich erlaube mir, zu zitieren:
„Der „Akte“-Beitrag kommt aus einem Bereich des Blöden, in dem die Beklopptheit so groß ist, dass sie an Genialität grenzt, und der genaue Grenzverlauf unklar ist.“
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Und Frank Benedikt nimmt sich in Form des Binsenbrenners dem leidigen Dauerbrenner-Themas S21 an. Dabei erinnert er an die Fakten, die in den Medien gerne verdrängt werden, um das Bild eines gewalttätigen Wutbürgers zu zeichnen.
„Zusammenfassend läßt sich sagen, daß diese Umgestaltung spätestens angesichts der drohenden Kosten, die besser in die Erhaltung und Verbesserung des bestehenden Schienenverkehrs investiert wären, ein Unding ist, gegen das zurecht protestiert wird.“
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Terrorgefahr – Weihnachtsmarkt

Am Samstag hatte Steffi Freunde und Familie zu einem gemeinsamen Weihnachtsmarktbesuch eingeladen. Im Vorfeld gab es „leichte Spannungen“ wegen des Termins, denn wie jeder weiß, spielte am Samstag Abend im Topspiel (!) die Borussia aus Dortmund gegen Werder Bremen.

Aber ich habe meine Prioritäten gesetzt. Freunde sind mir wichtiger als ein Fußballspiel und außerdem kann man mit dem Handy immer noch den Vater anrufen, der sich das Spiel ja anschaut. Schade nur, dass mein Handy-Akku im Zug beschloss, jetzt alle zu sein. So nervte ich Steffi auf dem Markt alle halbe Stunde (gefühlt; umgekehrt dürfte es alle halbe Minute gewesen sein^^), ob mein Vater angerufen hat.

Während der Zugfahrt – die auch ein Thema für sich war – klingelte Jana durch und sagte kurzfristig ab, da es Marco nicht gut ging. Von hier aus noch mal gute Besserung.

Ja, die Zugfahrt. Ich gebe zu, wir waren etwas spät dran. Aber als ehrlicher Mensch nahmen wir uns die Zeit und zogen noch vier Tickets und entwerteten sie wie es sich gehört. Leider hatte es der Zugführer sehr eilig und hielt die Abfahrtszeit auf die Sekunde ein…

Sechs Minuten später sollte ein IC wieder Richtung Bremen fahren. Wenn er nicht Verspätung gehabt hätte. Und als er dann endlich da war und wir Platz nahmen, dauerte es wegen Problemen mit dem Triebwagen auch noch mal etwas. Dabei saßen wir doch auf heißen Kohlen. Wir hatten zwar Tickets, aber keine mit IC-Zuschlag. Blöde Situation, wenn man sich Tickets kauft um sein Gewissen vom Druck des Schwarzfahrens zu befreien und dann doch ein schlechtes Gewissen hat, weil man keinen Zuschlag hat. 😦

Ging aber noch mal alles gut. Bis auf den Anruf von Jana.

Nach der Ankunft in Bremen nahmen wir die Beine in die Hand, weil Ina alleine bei den Schweinen wartete. Nichtsdestotrotz hielt ich die Augen auf, denn einen Tag zuvor hieß es im Radio, dass die Terrorgefahr noch nicht vorbei ist. Soll heißen, es kann irgendwo irgendwann irgendwas irgendwie passieren.

Also passt bloß auf. 😉

Ist ja nicht unser erster Weihnachtsmarktbesuch, also erstmal Grundlage schaffen für das süße Gesöff, dass bald unsere Kehlen befeuchten und unsere Münder verkleben soll. Also Fleisch mit Brötchen. Egal wie. Ob gebacken, als Steak oder im Darm. Hauptsache mit Fett, wobei die Wurst den Vogel abschoss. Trotz einer Warnung meiner Kollegin, die ihre Erfahrung mit der groben Bauernbrat bereits kundtat musste ich mich selber vom Fettgehalt der Bratwurst überzeugen…Erfahrungen anderer sind wie alte Kleider, die niemand mehr anziehen will…

Dafür zeigte der Glühwein keinerlei Wirkung, weil er durch den geschlossenen Fettmantel im Magen nicht durchkam. Nach dem dritten Glühwein wollte der Mund aber diesen komischen Zuckergeschmack raushaben und da war mein Mund nicht der einzige. Die Männer bestellten geschlossen eine Runde Bier.

Danach ging es dann aber mit Glühwein weiter und irgendwie schien es, als wenn er von Stand zu Stand besser schmeckte. Das sollte sich am letzten Stand jedoch umkehren, denn am Bahnhof wollten wir uns die Wartezeit noch etwas verkürzen und „genossen“ noch eine Runde Glühwein. Und das war der mit Abstand ekligste des ganzen Abends. An der Rentier-Bar wo das Rentier Weihnachtslieder ununterbrochen sang, schien es, als wenn es im Gegenzug seine Blase hintenraus in den Kessel entleerte…

Der Rückweg war übrigens wieder durch eine laxe Einstellung zur geplanten Abfahrtszeit seitens der Deutschen Bahn geprägt. Und von einem sehr aufschlussreichen Gespräch einer männlichen Vierergruppe, die die Menschheit nicht wirklich voran gebracht hat…

Dennoch ein sehr schöner Abend unter Freunden. Und fußballtechnisch war es ja auch ein gelungener Abend. 😉
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