Vertreten

Wie diverse Medien heute berichteten, hat die Europäische Union das sogenannte ACTA-Verfahren unterschrieben.

Natürlich wird es von unseren Volksvertretern als Meilenstein gegen den Kampf der Produkt- und Markenpiraterie beworben, doch sollte man hier bedenken, dass Marken- und Produkte NICHT die Politiker gewählt haben. Hier wird lediglich ein Instrument eingesetzt, dass dazu geeignet ist, Menschen wegen kleinster Vergehen zu bestrafen. Wie klein, beweist ein kürzlich aufgetretener Fall in Groß-Britannien. Dort entschied ein Richter, dass das Urheberrecht bereits verletzt wird, weil jemand ein Bild nachgestellt hat…Gute Nacht!

Mehr über ACTA.

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Was ich loswerden will (64)

Keine Gratisurteile für freie Datenbanken

Udo Vetter berichtet über das Urteil des Amtsgerichts Schleswig, nach dem die freie Datenbank openJur kein Anspruch auf kostenlose Urteilskopien hat.

„Vielleicht hätte schon die Überlegung geholfen, dass Urteile “Im Namen des Volkes” ergehen. Nicht zu vernachlässigende Teile des Volkes möchten mit Sicherheit gern wissen, wie stellvertretend für sie Recht gesprochen wird.“

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Vom Glück „BILD“ zu sein

Stefan Niggemeier fragt sich, „ob man als „Bild“-Zeitung-Macher manchmal darunter leidet, dass man es zu leicht hat.“ (ich hätte ja das Wort Zeitung in Anführungszeichen gesetzt…)

„Deshalb hat die langjährige Freundin von Wulff Recht, wenn sie bei Jauch rührend hilflos fomuliert, sie möchte in keinem Land leben, in dem die „Bild“-Zeitung bestimmt, was Moral und was richtig ist.“

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The Wulff of Germany

Johnny Häusler vergleicht das Gezerre um den Bundespräsidenten mit einer Show auf ProSieben/Sat1.

„Die für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen müssen daran schuld sein, dass jetzt schon Sommerloch ist.“

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Best PI-Friends

Dietmar Näher schaut sich die Freundeslisten von „gewaltbefürwortenden Grundgesetzvergewaltiger“n und „Muslime-raus-aus-Deutschland-Krakeeler“n bei Facebook an:

„Es ist doch immer wieder erstaunlich, wer sich in den Facebook-Freundeslisten der rechtsradikalen politisch inkorrekten (PI) Hassprediger wiederfindet.“

Und der Politblogger recherchiert weiter…und geht damit einigen auf die Nerven.

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…was uns als Gesellschaft wichtig ist

Roberto J. De Lapuente über Online-Medien und wie diese über den Lidl-Check berichten, der am Montag bei der ARD lief.

„Manchmal sagen Überschriften inhaltlich gar nichts aus – manchmal umschreiben sie jedoch mehr, als im drunter montierten Text zu lesen steht. Manchmal sind sie das Produkt gesellschaftlicher Befindlichkeiten, unterstreichen das, was die Gesellschaft für essentiell betrachtet.“

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Sinnlose Hatz

Der Chefökonom schreibt ebenfalls über die Wulffs-Hatz und bemerkt:

„Solange die kritische Masse sich mit Herrn Wulff beschäftigt, kommt auch keiner auf die Idee, noch mal wirklich wichtige Fragen zu stellen. Wäre ja auch noch schöner.“

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Und zum Abschluss mal ein ernstes Thema aus dem Postillon:

Trainingsauftakt: Fußballfans bereiten sich auf Rückrunde vor

Der Postillon berichtet über die harte Vorbereitung der Fußballfans auf die Rückrunde.

„Später müssen die Namen aller neuen Spieler gelernt werden, die über die Winterpause zu ihrem Verein gewechselt sind. Abends sehen sich die Fans Aufnahmen von alten Spielen an und üben ein, wann wer den Schiedsrichter beschimpft, wann wer farbige Spieler beleidigt und wann wer „Foul!“ oder „Abseits!“ brüllt.“

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Vorbeugen…

ist besser, als auf die Füße zu ko…n.

Und meine Vorbeugung fing früh an. Als Baby schluckte ich schon mal die Anti-Baby-Pille meiner Mutter (wem sonst), als Kind durchwühlte ich den Medizinschrank des Hauses und das MHD war sowieso nur ein Richtwert. Entscheidender für die Beurteilung ist die Farbe des Produkts.

Wie auch immer, wenn ein Magen-Darm-Virus mal wieder umgeht, bin ich in aller Regel lediglich der Überträger. Wirklich was merken tue ich in den seltensten Fällen. Manchmal etwas Bauchweh. Vielleicht auch mal etwas Durchfall. Aber richtige Ausfallerscheinungen sind bei mir höchst selten. Der letzte von mir registrierte Fall liegt jetzt bereits knapp 18 Jahre zurück.

Johannes Kretzschmar aka Jojo aka Beetlebum hat seinen Magen ebenfalls für das lange harte Leben trainiert und dies in Comicform „jetzt“ (jetzt im Sinne von BILD vor ein paar Monaten) veröffentlicht.

Wie es weiter geht, seht ihr, wenn das Licht angeht ihr auf das Bild klickt.

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Der Goldfisch

Ganz besonders bewegt hat mich das Blog SNOTM (Stuff No One Told Me – but i learned anyway). Üblicherweise veröffentlicht Alex Noriega dort ein Bild mit einem klugen Satz. Zum Beispiel dieses hier:

Fashion and Trends are bullshit. Don’t let them fool you.
(Via SNOTM)

Gelegentlich veröffentlicht Alex aber auch ganze Comics und seine Goldfish-Reihe hat mich sehr berührt.

Goldfish by Alex Noriega

Wenn Ihr auf das Bild (oder den Text darunter) klickt, kommt Ihr zum ganzen Comic (hier Teil 2 und Teil 3). Ich musste selbst eine Träne vergiessen. Gut, dass will bei mir nichts heißen. Bin ja nah am Wasser gebaut. Aber der Zeichenstil mit seinen abwechselnden vorder- und hintergründigen Aussagen ist wirklich klasse und sehr ergreifend.

Toll fand ich auch sein Comic „My sporadic obsessions„. Oder diese Weisheit hier. Trifft ja irgendwie auch auf mich zu. Und nein, ich erzähle nicht jedem von meinen „umfangreichen“ Erfahrungen aus zwei Wochen Amerika. 😉

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Irritiert

Heute morgen hörte ich im Deutschlandfunk ein Interview mit Birgit Homburger, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP. Ähnlich wie ihre Partei selbst, ist das Interview mit ihr vernachlässigbar. Doch der Vorbericht ließ mich etwas irritiert zurück.
Es ging, natürlich, um unseren Bundespräsidenten und seinen Aussagen im gestrigen Interview, zu dem Nikolaus Blome – stellvertretender Chef-Redakteur der Bild-„Zeitung“ – nach dem Interview Stellung nahm.
Ich zitiere:

O-Ton Christian Wulff: „Vielleicht muss man die Situation auch menschlich verstehen, wenn man im Ausland ist, in vier Ländern in fünf Tagen, zehn Termine am Tag hat und erfährt, dass Dinge während dieser Zeit in Deutschland veröffentlicht werden sollen, wo man mit Unwahrheit in Verbindung gebracht wird, wo man also Vertrauensverlust erleidet. Und ich habe dann gebeten, um einen Tag zu verschieben die Veröffentlichung, damit man darüber reden kann, damit sie sachgemäß ausgefallen kann.[…]“

O-Ton Nikolaus Blome: „Den Satz von Herrn Bundespräsident Wulff, ich wollte die Berichterstattung nicht verhindern, das haben wir damals deutlich anders wahrgenommen. Es war ein Anruf, der ganz klar das Ziel hatte, diese Berichterstattung zu unterbinden. Und wenn Sie das jetzt als Drohung bezeichnen, das ist vielleicht eine Geschmacksfrage. Aber klar war das Ziel dieses Anrufes, die Absicht und das Motiv, diesen ersten Braking-Bericht[sic!] über die Finanzierung seines privaten Hauses zu unterbinden.“

Was irritiert mich jetzt daran. Nicht das hier Aussage gegen Aussage steht. Wenn die BILD im Besitz von Tonmaterial ist, dann hätte sie einen klaren Vorteil und könnte es mit einer Veröffentlichung belegen. Das sollte, allem Realitätsverlust zum Trotz, auch Christian Wulff wissen.

Vielmehr irritiert mich die Aussage von Wulff, wo er „mit Unwahrheit in Verbindung gebracht wird“. Und Herr Blome lediglich auf das Ziel des Anrufes eingeht, nicht aber auf die Aussage, das Wulff mit Unwahrheiten in Verbindung gebracht wird. Denn wer die Machenschaften von BILD kennt, weiß, dass sie Wahrheit, nun ja, großzügig definiert. Wieso regt sich Blome also darüber auf, dass das Ziel des Anrufes ein anderes war, als Wulff vorgibt, nicht aber darüber, dass Wulff behauptet, mit der Berichterstattung werden Unwahrheiten verbreitet? Die sich im Übrigen nicht als Unwahrheiten, sondern als Wahrheit rausstellten.

Oder leidet Christian Wulff doch unter Realitätsverlust? Wundern tut mich an der ganzen Posse eh nichts mehr…

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Was wir Sonntags machen

Wenigstens das dicke schwarze haben wir nicht zu befürchten. Denn wir haben eine Woche Urlaub. 🙂

(Via Graphitti-Blog)

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Genickbrecher-Smileys sorgen für Ärger

Immer wieder kommt es zu schwerwiegenden Genickstarren durch Smileys im Internet. Besonders ältere Deutsche finden sich bei ihren Ärzten ein. Jetzt fordern Politiker: Dreht die Smileys endlich richtig rum!

Erna Behrends (65)* flucht. Bereits zum dritten Mal in diesem Quartal ist sie bei ihrem Arzt. Der Grund: Ihr Enkel hat ihr eine Mail aus Australien geschrieben. „Er erzählte mir, wie gut das Wetter ist und setzte dahinter einen dieser Smileys.“ Beim Versuch, diesen zu erkennen, drehte die rüstige Rentnerin ihren Kopf zur Seite und verrenkte sich ihren Hals.

Erna Behrends (67) ist kein Einzelfall. So wie ihr geht es vielen Deutschen! Der Hausärzteverband warnte bereits vor längerem vor exzessiven Gebrauch von Emoticions und verzeichnet eine Zunahme von Halswirbelerkrankungen von über 67,1%!

„Die Jugendlichen nutzen diese Smileys ohne Nachzudenken, dabei haben es besonders ältere Bürger schwer, diese Smileys zu entziffern“, sagt der Vorsitzende des niederbayrischen Hausärzteverbands (Nie.bHäV) Kurt Denker. „Durch eine unnatürliche Haltung des Kopfes sind besonders Bürger über 50 Jahre gefährdet.“

Jetzt fordern auch erste Politiker, die Smileys richtig rum zu drehen, damit man nicht immer den Kopf auf die Seite legen muss. Staatssekretär Niedermann: „Google muss sich unbedingt was einfallen lassen. Am besten zusammen mit Facebook. Sonst müssen wir über gesetzliche Maßnahmen nachdenken!“

Bis es soweit ist, hat BILD einen kleinen Leserservice vorbereitet. Wir präsentieren die häufigsten Emoticions und ihre Bedeutung. Unser Tipp: Ausdrucken und neben die Tastatur (zu den Passwörtern) legen!

„:-)“ (Doppelpunkt-Minus-Klammer zu) = Ich lächel Dich an!

„;-)“ (Semikolon-Minus-Klammer zu) = Meine Aussage ist nicht ernst gemeint.

„:-(“ (Doppelpunkt-Minus-Klammer auf) = Du hast mich traurig gemacht.

„XD“ (Großes X-Großes D) = Ich bin zwar blind, aber nicht stumm.

„:-p“ (Doppelpunkt-Minus-kleines p) = Bin weg zum rauchen.

„:-o“ (Doppelpunkt-Minus-kleines o) = Verdammt, ich habe Deinen Geburtstag vergessen.

*Name nicht geändert

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O-Ton (22)

„Du hast schließlich nicht immer einen Taschenrechner dabei!“

(jeder Mathe-Lehrer von der 7. bis zur 11. Klasse)

(Gefunden bei fasel’s Suppe)

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BILD gefällt mir nicht!

Damit stehe ich nicht alleine.

Doch zweifel ich oft genug daran, dass es genügend Menschen gibt, die der Macht von BILD Paroli bieten.

Wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit den Deutschlandfunk höre, wird gerne mal aus BILD zitiert.

Wenn ich mich bei Facebook einlogge, empfangen mich meine „Freunde“ mit der Info, dass ihnen BILD gefällt. Da frage ich mich, ob ich die richtigen Freunde habe…

Dabei ist BILD ein gefährliches Machtinstrument, dass jeden Tag zum Einsatz kommt und die Köpfe der Leser mit Lügen, Intrigen und falschen Behauptungen infiltriert. Eine kürzlich vorgestellte Studie der Otto-Brenner-Stiftung kam zu der Erkenntnis: BILD ist keine Zeitung, da es keine journalistischen Elemente benutzt. Vielmehr sind es Marketingstrategien die angewendet werden. Das heißt, BILD berichtet nicht ausgewogen, sondern lässt unpassende oder kritische Elemente weg. Somit ist der Leser weit entfernt davon, umfassend informiert zu werden.

Im Blog „Der BRD Schwindel“ setzt sich Jens Berger, aka Spiegelfechter und Autor bei den NachDenkSeiten, mit der Studie auseinander, was alleine schon sehr lesenswert ist.

Was jedoch gerne übersehen wird und meiner Meinung nach einer der Erfolgsgaranten von BILD ist: Die kurze Schreibweise in den Artikeln von BILD. Gerade diese kurzen Artikel mit ihren kurzen Sätzen machen es BILD einfach, einen Zugang zum Leser zu bekommen, der sich gar nicht mehr die Zeit nehmen will, einen längeren und mit mehr Informationen gespickten Artikel zu lesen. Dabei ist es für den BILD-Leser irrelevant, dass dabei Informationen auf der Strecke bleiben.

Denn wer sich schon nicht die Zeit nimmt, sich umfassend zu informieren, der will auch keine Zeit dafür opfern, sich eine eigene Meinung zu bilden. Das nimmt einem BILD ebenfalls mit seinen Artikeln ab. Den angeblichen Zeitgeist erfasst BILD sowieso, womit sich der Leser immer auf der Höhe der Zeit fühlt. Gerade in Diskussionen mit Lesern von BILD offenbart sich jedoch deren Uninformiertheit, schlagen sie doch lediglich mit Plattitüden um sich, wähnen sich dabei aber gut informiert. Ein Trugschluss, der schnell in Aggressionen des vermeintlich gut informierten umschlagen kann, wie mir schon häufig bei Diskussionen mit BILD-Lesern aufgefallen ist.

Im Beitrag von Jens Berger geht er auf die Aussage der Studie ein, dass BILD ein Riese ist, der tönern zugleich ist und bezieht sich auf den politischen Teil von BILD. Sicher ist dieser Teil das Feigenblatt des Axel-Springer-Ablegers. Doch übersieht er dabei, dass die Leser BILD zu einem Riesen machen, der durch den Verlust des Politikteils zwar an Rückhalt verlieren würde. Aber wie er auch treffend bemerkt, ist der Politikteil der am wenigsten gelesene Teil von BILD. Die BILD-Leser zieht es zu den Schauergeschichten um Vergewaltiger, Mörder und Fußballer hin.

Nur eine Ächtung durch ALLE gesellschaftliche Schichten würden den Riesen zum Wanken bringen. Doch dagegen spricht die Geltungssucht und die Angst der Menschen.

Fußballer bringen sich dank Bild in den Fokus und werden zum Kapitän der Nationalmannschaft geschrieben. Heute immer noch wie schon zu Zeiten von Matthäus.

Und Politiker haben Angst, von der wenig gelesenen Seite 2 auf die am meisten gelesene Titelseite gehoben zu werden.

Der Anfang muss meines Erachtens auch nicht vom uninformierten Leser kommen. Viel wichtiger ist es, den Schandfleck des Journalismus von eben diesen zu meiden. Solange Journalisten anderer Medien BILD zitieren, solange machen sie sich mitschuldig am Erfolg von BILD.

Man könnte jetzt das Zitat von Joseph Marie Graf von Maistre abwandeln und behaupten: Jedes Volk hat die Presse, die es verdient. In unserer kapitalistischen Gesellschaft, deren oberste Maxime „Wachstum um jeden Preis!“ ist, bleibt auch die unabhängige Presse auf der Strecke. Stattdessen werden Presseorgane zu Teilen von Konzernen, die ihre Aktionäre befriedigen müssen. Da heftet man sich nun mal gerne an das erfolgreichste Produkt und stellt alle moralischen Bedenken hinten an.

Und nur weil den Menschen dank des Internets mehr Informationen als je zuvor zur Verfügung stehen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sie diese auch nutzen. Gut vernetzte Plattformen wie Facebook werden in unserer Gesellschaft nicht dafür genutzt, um auf Missstände aufmerksam zu machen, sondern um sich zu profilieren, in dem man hübsche Profilbilder postet (gerne von oben, Kussmund nicht vergessen!) oder an den vielen Spielen teilnehmen um sich die Zeit zu vertreiben. Die man ja hätte, um sich zu informieren, aber dafür ist die Zeit eigentlich viel zu kostbar. Und deshalb haben wir die Presse, die wir verdienen.

Leider habe ich mit über 700 verwendeten Wörtern die Aufnahmekapazität eines durchschnittlichen Bildlesers bereits überschritten. Ich denke jedoch, dass ich klar machen konnte: Ich mag BILD nicht. Ich mag es nicht, wenn Dir BILD bei Facebook gefällt, weil Du damit beweist, dass Du über Deine Handlungen nicht nachdenkst. Und Dir das allseits bekannte Verhalten von BILD egal ist.

Und das kann und darf uns nicht egal sein…

Siehe dazu auch: 10 Strategien der Manipulation

Unaufgeregt

Ereignisse, wie derzeit in Japan machen mich immer wieder sprachlos.

Sprachlos. Das würde ich mir auch von den meisten Medien wünschen. Das Schundblatt mit den vier großen Buchstaben hat heute 5 Sonderseiten zu den katastrophalen Begebenheiten in Japan. 5 Seiten, die mit Sicherheit ganz unaufgeregt und bestimmt sehr differenziert die Situation erklären…NICHT!

Das die privaten Medien solche Katastrophen gerne benutzen, um uns die Bilder immer und immer wieder ins Wohnzimmer zu bringen und geradezu marktschreierisch uns mit Updates über die Toten versorgen, ist schon ein Umstand, an den man sich traurigerweise fast gewöhnt hat. Ich werde mich nie dran gewöhnen und lasse deshalb die privaten Sender fast immer aus.

Aber wenn selbst schon das ZDF diese Bilder mit Musik unterlegt, dann hat das nichts, aber auch rein gar nichts mit Informationsweitergabe zu tun. Und jetzt brauch auch keiner damit kommen, dass man durch die Musik und den Bildern die Sprachlosigkeit verdeutlichen will. So ticken Redaktionen schon lange nicht mehr.

Einer der wenigen unaufgeregt daher kommenden Informationen finde ich derzeit beim Deutschlandfunk, wo man den ganzen Tag in sachlichem Ton die aktuelle Lage erklärt bekommt.

Wer es gerne visueller mag und der englischen Sprache mächtig, dem empfehle ich außerdem den Livestream von Al Jazeera. Auch dort wird sehr informativ berichtet.

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