BILD gefällt mir nicht!

Damit stehe ich nicht alleine.

Doch zweifel ich oft genug daran, dass es genügend Menschen gibt, die der Macht von BILD Paroli bieten.

Wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit den Deutschlandfunk höre, wird gerne mal aus BILD zitiert.

Wenn ich mich bei Facebook einlogge, empfangen mich meine „Freunde“ mit der Info, dass ihnen BILD gefällt. Da frage ich mich, ob ich die richtigen Freunde habe…

Dabei ist BILD ein gefährliches Machtinstrument, dass jeden Tag zum Einsatz kommt und die Köpfe der Leser mit Lügen, Intrigen und falschen Behauptungen infiltriert. Eine kürzlich vorgestellte Studie der Otto-Brenner-Stiftung kam zu der Erkenntnis: BILD ist keine Zeitung, da es keine journalistischen Elemente benutzt. Vielmehr sind es Marketingstrategien die angewendet werden. Das heißt, BILD berichtet nicht ausgewogen, sondern lässt unpassende oder kritische Elemente weg. Somit ist der Leser weit entfernt davon, umfassend informiert zu werden.

Im Blog „Der BRD Schwindel“ setzt sich Jens Berger, aka Spiegelfechter und Autor bei den NachDenkSeiten, mit der Studie auseinander, was alleine schon sehr lesenswert ist.

Was jedoch gerne übersehen wird und meiner Meinung nach einer der Erfolgsgaranten von BILD ist: Die kurze Schreibweise in den Artikeln von BILD. Gerade diese kurzen Artikel mit ihren kurzen Sätzen machen es BILD einfach, einen Zugang zum Leser zu bekommen, der sich gar nicht mehr die Zeit nehmen will, einen längeren und mit mehr Informationen gespickten Artikel zu lesen. Dabei ist es für den BILD-Leser irrelevant, dass dabei Informationen auf der Strecke bleiben.

Denn wer sich schon nicht die Zeit nimmt, sich umfassend zu informieren, der will auch keine Zeit dafür opfern, sich eine eigene Meinung zu bilden. Das nimmt einem BILD ebenfalls mit seinen Artikeln ab. Den angeblichen Zeitgeist erfasst BILD sowieso, womit sich der Leser immer auf der Höhe der Zeit fühlt. Gerade in Diskussionen mit Lesern von BILD offenbart sich jedoch deren Uninformiertheit, schlagen sie doch lediglich mit Plattitüden um sich, wähnen sich dabei aber gut informiert. Ein Trugschluss, der schnell in Aggressionen des vermeintlich gut informierten umschlagen kann, wie mir schon häufig bei Diskussionen mit BILD-Lesern aufgefallen ist.

Im Beitrag von Jens Berger geht er auf die Aussage der Studie ein, dass BILD ein Riese ist, der tönern zugleich ist und bezieht sich auf den politischen Teil von BILD. Sicher ist dieser Teil das Feigenblatt des Axel-Springer-Ablegers. Doch übersieht er dabei, dass die Leser BILD zu einem Riesen machen, der durch den Verlust des Politikteils zwar an Rückhalt verlieren würde. Aber wie er auch treffend bemerkt, ist der Politikteil der am wenigsten gelesene Teil von BILD. Die BILD-Leser zieht es zu den Schauergeschichten um Vergewaltiger, Mörder und Fußballer hin.

Nur eine Ächtung durch ALLE gesellschaftliche Schichten würden den Riesen zum Wanken bringen. Doch dagegen spricht die Geltungssucht und die Angst der Menschen.

Fußballer bringen sich dank Bild in den Fokus und werden zum Kapitän der Nationalmannschaft geschrieben. Heute immer noch wie schon zu Zeiten von Matthäus.

Und Politiker haben Angst, von der wenig gelesenen Seite 2 auf die am meisten gelesene Titelseite gehoben zu werden.

Der Anfang muss meines Erachtens auch nicht vom uninformierten Leser kommen. Viel wichtiger ist es, den Schandfleck des Journalismus von eben diesen zu meiden. Solange Journalisten anderer Medien BILD zitieren, solange machen sie sich mitschuldig am Erfolg von BILD.

Man könnte jetzt das Zitat von Joseph Marie Graf von Maistre abwandeln und behaupten: Jedes Volk hat die Presse, die es verdient. In unserer kapitalistischen Gesellschaft, deren oberste Maxime „Wachstum um jeden Preis!“ ist, bleibt auch die unabhängige Presse auf der Strecke. Stattdessen werden Presseorgane zu Teilen von Konzernen, die ihre Aktionäre befriedigen müssen. Da heftet man sich nun mal gerne an das erfolgreichste Produkt und stellt alle moralischen Bedenken hinten an.

Und nur weil den Menschen dank des Internets mehr Informationen als je zuvor zur Verfügung stehen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sie diese auch nutzen. Gut vernetzte Plattformen wie Facebook werden in unserer Gesellschaft nicht dafür genutzt, um auf Missstände aufmerksam zu machen, sondern um sich zu profilieren, in dem man hübsche Profilbilder postet (gerne von oben, Kussmund nicht vergessen!) oder an den vielen Spielen teilnehmen um sich die Zeit zu vertreiben. Die man ja hätte, um sich zu informieren, aber dafür ist die Zeit eigentlich viel zu kostbar. Und deshalb haben wir die Presse, die wir verdienen.

Leider habe ich mit über 700 verwendeten Wörtern die Aufnahmekapazität eines durchschnittlichen Bildlesers bereits überschritten. Ich denke jedoch, dass ich klar machen konnte: Ich mag BILD nicht. Ich mag es nicht, wenn Dir BILD bei Facebook gefällt, weil Du damit beweist, dass Du über Deine Handlungen nicht nachdenkst. Und Dir das allseits bekannte Verhalten von BILD egal ist.

Und das kann und darf uns nicht egal sein…

Siehe dazu auch: 10 Strategien der Manipulation

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Bildung ist das höchste Gut

Sagen auch unsere Politiker. Was zwischen Aussage und Handeln der Unterschied ist, zeigt dieser „Frontal 21“-Beitrag.

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Was ich loswerden will (51)

Die Revolution ist machbar

Jochen Hoff verlinkt bei Duckhome eine Dokumentation, die auf arte lief. Titel: Revolution – Eine Gebrauchsanleitung.

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The Story of Cosmetics

Peter weist auf ein Video von Annie Leonard hin, die mir schon das Wassertrinken aus Einwegflaschen austrieb. Dazu gibt es noch ein Möchtegernkritisches Video, dass auf Schwächen des anderen Videos hinweist.

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Die Psychotricks der Hartz-IV-Parteien

Holdger Platta geht in einem Gastbeitrag beim Spiegelfechter auf die Wortspielereien der politischen Elite ein. Und bemerkt, dass deren Worttricks nichts mit einem Spiel gemein haben.

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Wir machen uns die Welt wie sie uns gefällt

Stefan Sasse zeigt im Oeffinger Freidenker, was von deutschen Wirtschaftsprofessoren zu halten ist, wenn sie in Lohn und Brot der INSM stehen.

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I-Apps deutscher Verlage

Thomas Knüwer berichtet in seinem Blog „Indiskretion Ehrensache“ aus seiner Schulzeit und vergleicht die Pausenspiele mit den Gebahren deutscher Verlagshäuser.

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Schule ist tatsächlich scheiße

Jan schreibt in seinem Zementblog über die Richtungsvorgabe in deutschen Schulen, die Schüler auf das Arbeitsleben vorzubereiten, statt sie zu mündigen und informierten Bürgern zu „machen“.

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Stell Dir vor, es ist Derby und keiner geht hin!

Und zu guter Letzt noch der Aufruf zum Boykott bei schwatz-gelb. Kein Boykott um die Blauen zu ärgern, sondern sich gegen übertriebene Ticketpreise zu wehren.

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Bildungsniveau eklatant verschlechtert

Vorhin war ich bei Real, um für den Urlaub eine 4GByte SD-Karte für die Digitalkamera zu schießen. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich Rasierschaum mitgenommen, um aus dem Arsch jederzeit ein Gesicht machen zu können.

Zwei Artikel, das ist doch ein Fall für die schnelle Kasse. Maximal acht Artikel erlaubt steht da in großen Lettern.

Wieselflink huschte ein Mittvierziger mit einem der roten Real-Körbe noch vor mir an die Kasse, was mich wunderte, denn mit Füllgrad des Korbes war ein wieseliges Flinken bestimmt nicht einfach. Leider ging es an der Kasse nicht so schnell vorwärts, wie der Name es suggerieren tut, also überschlug ich solange die Zahl der Artikel im Korb des Vordermanns. Ich tippte mal so grob auf 15 Artikel.

Leider dauerte es immer noch, also überlegte ich, wie ich der Ätzbacke wohl klar machen könnte, wie asozial sein Verhalten ist. Aber ist das überhaupt mein Job? Sollte das nicht die Kassierin machen? Vielleicht kann er aber auch nicht lesen. Oder gar nicht zählen. Was nicht gerade für das Bildungsniveau in diesem unseren Lande sprechen würde…

Da die Kassierin keine Anstalten machte, der Dummfresse auf sein Fehlverhalten anzusprechen, machte ich mir den Spaß und zählte die Artikel laut mit. Insgesamt 19 Artikel und damit fast zweieinhalb Mal so viel wie vorgeschrieben waren in dem Korb. Mein Kopf wurde mit jedem Artikel, der aufs Band gelegt wurde, der Farbe des Korbes immer ähnlicher…Ohne jedoch eine Reaktion der Kassierin oder des Kunden auf mein Mitzählen zu bekommen.

Naja, da kleine Sünden der liebe Gott sofort bestraft, löste ich mit meinen Artikeln (unbeabsichtigt) einen Alarm aus, als ich die SD-Karte in meine Tasche verstauen wollte und dabei in den Bereich der Warensicherungsdingsgeräte gekommen bin. Die Kollegin der Kassierin hat wohl die Warenentsicherungsdingsgerätschaft an der Kasse nicht eingeschaltet, was die Kassierin jetzt erstmal machen musste, damit ich durch konnte.

Und damit ich die schlechte Laune nicht mit nach Hause nehme, nutze ich die Gelegenheit und lies mich vom Kabel Deutschland Verkaufsstandtypen ansprechen. Dem erzählte ich erstmal, dass wir alles bei Kabel Deutschland haben.

Internet auch?

Ja, Internet auch.

Auch Kabelfernsehen?

Ja, auch Kabelfernsehen.

Ob ich zufrieden bin. Hier stockte ich etwas, da sich Kabel Deutschland standhaft weigert, meine K09-Karte umzutauschen, die ich in meiner DBox nicht nutzen kann und man ja auch mal im Schlafzimmer Kabelfernsehen schauen möchte. 😉

Wenigstens habe ich jetzt eine genaue Ausführung, dass KD die 02-Karten nicht mehr ausgibt. Eine Erklärung jedoch nicht…

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Was ich loswerden will (27)

Die Blauen und ihr Hang zur Wahrheit

schwatz-gelb mit einem Bericht von einem Derby bei der A-Jugend und wie die Polizei, Zeitung und die Homepage eines Vereins aus Gelsenkirchen davon berichten.

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Nachtrag zur totalen Manipulation in Sachen Rente

Die NachDenkSeiten trägt eine Auswahl von kritischen und unkritischen Bemerkungen in Sachen Riester-Rente zusammen.

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In guter Tradition

Lars nimmt in seinem spitblog eine Karte die die Ausbreitung der radioaktiven Verseuchung Tschernobyls zeigt und legt sie auf das gerade wieder angelaufene AKW in Biblis. Sehr eindrucksvolle Darstellung.

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Klimakiller Kapitalismus – die große Hirnbremse

Feynsinn über einen plumpen SpOn-Artikel, der mit starren Zahlen die Wirkungslosigkeit des Klimaschutz aufzeigen soll.

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Pulle statt Pille

Ware: Lüge / Preis: Variabel räumt mit alten Vorurteilen auf und stellt die Aussagen eines kleinen FDP-Wichtes (zurecht) an den Pranger.

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… interessiert niemanden

niemehrschule über die Interessenten von guter Bildung und ihrer Stellung dazu. Fazit: Gute Bildung interessiert niemanden.

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Lesezeichen/Favoriten anpassen

Da mir bei wordpress einige Statistik- und Analysemöglichkeiten an die Hand gegeben werden, ist mir aufgefallen, dass noch Besucher über das alte Blog WG-Grenzstraße hierher kommen. Dies nehme ich mir zum Anlass, mal zu erklären, wie man vorhandene Lesezeichen bei Firefox und dem Internet Explorer anpasst. Die Erklärung folgen für die jeweils aktuelle Version, da es grob fahrlässig ist, mit veralteten Browsern zu surfen!

Lesezeichen anpassen bei Firefox (hier Version 3.5.3):

Zuerst die neue Adresse der Seite aufrufen, z.b. https://duesteregrenze.wordpress.com/

In der Adresszeile die ganze URL markieren und mit <klick> der rechten Maustaste das Kontextmenu öffnen und ‚Kopieren‘ auswählen.

Jetzt über den Dateireiter Lesezeichen (oben zwischen Chronik und Extras zu finden) die Lesezeichenansicht öffnen und zu dem zu ändernden Link navigieren. Mit einem rechten Mausklick auf dem Lesezeichen wieder das Kontextmenü öffnen und ‚Eigenschaften‘ auswählen. Im nun frisch geöffneten Fenster die Zeile Adresse anwählen und den Inhalt leeren. Wenn der Inhalt komplett geleert ist, mit Rechtsklick in der Zeile das Kontextmenü öffnen und ‚Einfügen‘ wählen. Jetzt sollte die neue Adresse hier erscheinen. Nur noch ‚Speichern‘ drücken und die Adresse ist gespeichert.

Natürlich kann man in dem Fenster auch die Bezeichnung ändern. Das vereinfacht später auch das Wiederfinden von Lesezeichen.

Favoriten anpassen bei Internet Explorer (hier Version 8):

Zuerst die neue Adresse der Seite aufrufen, z.b. https://duesteregrenze.wordpress.com/

In der Adresszeile die ganze URL markieren und mit <klick> der rechten Maustaste das Kontextmenu öffnen und ‚Kopieren‘ auswählen.

Jetzt über den Dateireiter Favoriten (oben zwischen Ansicht und Extras zu finden) die Favoritenansicht öffnen und zu dem zu ändernden Link navigieren. Mit einem rechten Mausklick auf den Favorit wieder das Kontextmenü öffnen und ‚Eigenschaften‘ auswählen. Im nun frisch geöffneten Fenster die Zeile URL anwählen und den Inhalt leeren. Wenn der Inhalt komplett geleert ist, mit Rechtsklick in der Zeile das Kontextmenü öffnen und ‚Einfügen‘ wählen. Jetzt sollte die neue Adresse hier erscheinen. Nur noch ‚Übernehmen‘ und ‚OK‘ drücken und die Adresse ist gespeichert.

Natürlich kann man in dem Fenster auch die Bezeichnung ändern. Das vereinfacht später auch das Wiederfinden von Favoriten.

Befinden sich die Links in der Symbolleiste, reicht übrigens ein Rechtsklick auf das entsprechende Symbol, um das Fenster zu öffnen. Nach Änderung der URL ist dann der neue Link gespeichert.

Warum heißen gespeicherte Links eigentlich bei Firefox Lesezeichen und beim IE Favoriten? Damit wenigstens ein Unterschied zwischen beiden Browsern erkennbar ist. 🙂

Warum biete ich keine Erklärung für Opera? Weil Benutzer von Opera eine Anleitung nicht nötig haben. 😉

Und warum schreibe ich das Ganze? Weil ich nicht weiß, wie lange das alte Blog überhaupt noch erreichbar ist…

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Ausflug unter Wasser (2)

Wir legten also los und konnten neben den Schautafeln, die bei den Ausstellungsstücken standen, eine Art Hörspiel hören, deren Beteiligten Käpt’n/Opa Piet (?), Silke und ein vorlauter Junge waren. Leider lenkten diese Audiofetzen eher von den Schautafeln und deren Informationen ab. Doch beizeiten waren diese interessant zu hören und füllten die Ausstellungsstücke mit Leben.

Dann im nächsten Raum hingen Steine mit Löchern an der Wand, durch die man durchschauen und schemenhaft und aufgrund der viel zu kleinen Löcher nur kleine Ausschnitte von Bildern erkennen konnte. Leider hingen die Steine ab meinem Bauchnabel abwärts bis auf Kniehöhe an der Wand! Ja, was zum …

Im nächsten Raum ging es dann interaktiv weiter. Man konnte in einer Art Steuerzentrale nach Proben suchen und steuerte sein Tauchgerät über drei riesige Monitore an der Wand. Als ich das fertig hatte (und Steffi nicht damit spielen ließ), tat sich nichts. Also gar nichts.

Außerdem waren im Raum noch das Modell einer Antarktisforschungsstation aufgebaut. Leider konnte man wegen der Dunkelheit nur schwer erkennen, was auf den Lichtschaltern stand um die Gebilde zu erleuchten…Und was hat eine Forschungsstation in der Antarktis mit dem Ozean zu tun?

Dafür gab es noch Computerterminals, an denen man sich über Tsunamis, Meeresvulkane und der Plattentektonik informieren konnte.

Ein interaktiver Terminal hat mir besonders gut gefallen. Die Themen Sturmflut, Vögel und Gezeiten konnte man nach belieben aufrufen und waren auch in Unterpunkten gegliedert. Was die Vögel (zwei waren es) mit Sturmfluten zu tun haben, weiß ich nicht, da ich mir das nicht angeschaut habe. Aber warum hat man solche Terminals nicht häufiger aufgestellt? So kann man sich Themen, die einen interessieren, aufrufen und verinnerlichen. Stattdessen mühte man sich ab, im Halbdunkel irgendwelche Schilder zu lesen.

Im letzten Raum waren dann Schiffsmodelle aufgestellt. Steffis und meine Aufmerksamkeit hatte mittlerweile den Nullpunkt erreicht und so zogen wir ganz schnell durch. Selbst ein Spiel konnte unsere Aufmerksamkeit nur noch kurz bannen.

Am Ausgang ging es noch mal in ein 4-D Erlebnis. Man ging in einen Raum der sich mitbewegte, während man einen 3-D Film schaute. Irgendwie sollte das wohl eine Reise durch einen Meeresvulkan sein. Fragt nicht, es ist kaum der Rede wert. Und die Technik total veraltet.

Wir trotteten raus und wussten, warum das Oceanis zum Scheitern verurteilt war.

Warum hat man nicht die Filme dem Stand der Technik angepasst?

Warum wurden die Audioempfänger nicht für Erwachsenen, Jugendliche und Kinder eingerichtet?

Warum wurde nicht mehr Wert auf Interaktivität gelegt? Nichts ist langweiliger, als sich berieseln zu lassen?

Warum war es verdammt nochmal so dunkel?

Und warum hat man das 4-D Erlebnis nicht einfach als spannende Zusammenfassung des gerade Gesehenen gezeigt? Was soll irgendein Quatschifilm, wenn man mit einer Reise durch das Meer alles noch mal zu Gesicht bekommt? Im Universum geht das doch auch.

Das waren so die Fragen, die Steffi und mir durch den Kopf gingen. Und wir sind Laien und keine hochbezahlten Fachkräfte, die das Geld von Investoren zur Verfügung haben…

Dafür kommt jetzt ein Museum für Stadtgeschichte in das Gebäude. Kostenpunkt: 5,7 Millionen Euro (Quelle: Radio Bremen)

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Ausflug unter Wasser (1)

Gestern waren Steffi und ich zum Abschluss unseres Frieslandurlaubs erster Teil im Oceanis, Deutschlands einziger virtueller Unterwasserstation.

Virtuell ist ein gutes Stichwort, denn von Wasser bekam man nichts zu sehen…

Aber ganz langsam und von vorne.

Das Oceanis ist zur Expo 2000 in Hannover errichtet worden und hat sicher einen nicht unerheblichen Betrag gekostet. Vieles davon wurde unserer Ansicht nach in den Sand ins Wasser gesetzt. Die Oceanis AG ist pleite und ab Oktober wird das Gebäude geräumt. Wir nutzten also die Gelegenheit, um nochmal zu schauen, was es so mit dem Oceanis auf sich hatte.

Der Parkplatz sollte pro angebrochener Stunde 50 Cent kosten und Schatten war nicht im Preis inbegriffen. Nicht mal gegen Aufschlag. Aber die Weserstraße bot noch genug Abstellmöglichkeiten, sogar im Schatten. 😉

Im Oceanis gähnende Leere. An der Kasse rief die ältere Dame ihre jüngere Kollegin zum Kassieren. Jeder scheint da seinen festen Aufgabenbereich zu haben. Wir bekamen Audioempfänger, Kopfhörer und eine 3-D Brille ausgehändigt und wurden mit dem Fahrstuhl in 100 Meter Tiefe hinabbefördert. Im Fahrstuhl lief ein 3-D Film ab, dem man das Alter deutlich anmerkte.

Danach betrat man den Ausstellungsgang, die Brillen gab man dann in einer Schüssel ab. An gelben Punkten sollte der Audioempfänger uns über den Kopfhörer nun was vorspielen, aber weder Steffis noch mein Empfangsgerät taten das. Wir erinnerten uns an die Aussage beim Aushändigen.

Gibt es Probleme, gehen sie einfach zum Ende des Ganges (nicht den Fluß^^). Dort ist ein Mitarbeiter, der sich darum kümmert.

Ende des Ganges? Wir mussten die komplette Ausstellung einmal durchlaufen um das Ende des Ganges zu erreichen. Das tat ich auch mehrmals, denn beim ersten Lauf fing der Audioempfänger doch an zu spielen. Am Anfang wieder angekommen blieb er wieder stumm. Also noch mal los. In der Mitte fragten wir eine Frau, deren Empfänger arbeitete ohne Probleme und da sie eigentlich gerade gehen wollte, staubte Steffi den Empfänger ab. Wieder zurück zum Anfang und Tatsache, sobald man über dem gelben Punkt stand, legte der Empfänger los. Nur, davon hatte ich nichts…

Also durchquerte ich die komplette Ausstellung bis ich am Ende ankam und dort zufällig auf eine Mitarbeiterin stieß, die gerade aus einer Tür herauskam. Sie konnte mir aber nicht helfen und sagte stattdessen ihrem Kollegen Bescheid. Ich sag ja, jeder scheint seinen eigenen Aufgabenbereich zu haben. Ich händigte dem Kollegen meinen defekten Empfänger aus und bekam einen neuen. Mit dem klappte es auch endlich, als ich wieder beim Anfang angekommen war, konnten wir endlich loslegen.

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Zeitunglesen als Schulfach

Wer auf so einen Quatsch kommt? Na, der Otto Wulf, der mit Philipp Mistfelder Mißfelder zusammen diesen AK „Zusammenhalt der Generationen“ leitet. Wobei Wulf den Seniorenpart übernimmt, klar als Chef der Senioren-CDU…

Zeitunglesen sei als Grundlage unverzichtbar, „denn ohne Allgemeinbildung kommt kein Spezialwissen hinzu“. Und er finde es „erschütternd“ bei jungen Menschen, „wie wenig belesen sie sind“.

Das er dann noch die geringe Wahlbeteiligung als Konsequenz sieht, weil die politische Reife eines Volkes abnehme wenn weniger gelesen wird, finde ich schon sehr weit herbeigeholt.

Wenn ich sehe, wie seine Kollegen sich von vermeintlichen Zeitungen instrumentalisieren lassen und umgekehrt es sich genauso verhält (siehe Althaus – BILD), wenn ich sehe, wie langsam die Zeitungen im Vergleich zum Internet agieren (siehe Rüttgers Volksverhetzung) und wenn ich sehe, wie unrecherchiert oder unreflektiert manche Zeitungen und besonders ihre Online-Ableger arbeiten (siehe Niggemeier, Bildblog u.v.a), dann bin ich froh, dass ich kein Zeitunglesen im Unterricht hatte.

Was ich hatte und da bin ich sehr froh drüber, wie man Zeitungen lesen sollte. Dabei wurden verschiedene Artikel zum selben Vorgang analysiert. Am Beispiel von Rufmord, das Buch „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ gelesen. Im Zuge dessen habe ich selber noch Wallraff und Co. in der Bibliothek ausgeliehen. Das ging ohne Zwang, dass kann man aber nicht bei allen voraussetzen. Und da ändert auch kein Unterrichtsfach was daran.

Aber immer wieder witzig zu sehen, was alles ein Unterrichtsfach sein könnte, wenn es nach den Willen der Politiker geht. Und wie wenig neue Lehrer für die bestehenden Unterrichtsfächer eingestellt werden. Ach geht ja auch gar nicht. Ich vergass, wir pumpen ja hunderte von Milliarden in das Bankensystem…

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Wie man sich bedankt

Wenn ich schon so nett bin und extra wieder ins Fahrzeug steige, den Motor anmache, den Rückwärtsgang einlege und zurücksetze nur damit jemand in sein Auto einsteigen kann, der nicht parken kann und halb in meiner Lücke steht in die ich es komischerweise geschafft habe und sogar noch aussteigen konnte…
… ist es dann zu viel verlangt, die Hand zum Dank zu heben? Oder wenigstens freundlich zu gucken?
Nein? Ach so…

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