Was mich nervt

– Wenn man das Wort Soße mit weichem ’s‘ ausspricht…oder Jever mit einem weichen ‚w‘ statt mit einem vernünftigen ‚v‘.

– Meinungs-Journalisten (oder besteht Eure Zeitung nur aus Kommentarspalten und Anzeigen?)

– „Freunde“, die mich bei Facebook zu irgendwelchen Spielen einladen, aber sonst kein Wort mit mir wechseln. Oder sonstwie Feedback geben.

– Leute, die bei Facebook, in Foren, Blogs oder sonstwo im Internet beleidigende Kommentare weit unter der Gürtellinie abgeben und glauben, das wäre Kritik.

– Autofahrer, die einem die Vorfahrt nehmen um dann weit unter der Höchstgeschwindigkeit vor einem hertrödeln.

– Autofahrer, die vor einem hertrödeln um dann vor einer gelben Ampel Gas zu geben um noch schnell rüberzukommen.

– Überhaupt Menschen, die frei nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ leben…

– Leute, die sich darüber aufregen, dass junge Türken machohaft rumlaufen und dabei übersehen, dass es deutsche Jungs genauso machen. Oder gibt es einen Unterschied zwischen 3-er BMW und Golf GTI?

– Machogehabe… 😉 Nein, ernsthaft. Wem versucht man was zu beweisen mit dem Getue? Habt Ihr sonst nichts auf dem Kasten, dass Ihr rumlauft, als hättet Ihr Rasierklingen unter den Achseln?

– Nachts auf Toilette müssen.

– Ungebetene Ratschläge.

– Und vor allem Rassismus. Nein, unsere Rasse, Kultur oder Herkunft ist nichts besseres als irgendeine andere auf der Welt. Erstens gibt es keine Rassen, zweitens kann niemand was für seine Herkunft und drittens ist den meisten unsere Kultur sowieso vollkommen fremd.

Und Ihr so?

 

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Interview mit keinem Vampir

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben. Meine durchtriebene Unwürdigkeit wurde interviewt und dieses Interview ist jetzt online abrufbar. Man könnte auch sagen, ich habe ein paar Antworten auf ein paar Fragen gegeben, aber das klingt lange nicht so gut, wie „ich wurde interviewt“.

Also rüber zu Ulf und lesen. Und dann wieder zurückkommen und Verbesserungsvorschläge abgeben.

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Mit Blogs Geld verdienen

Mir ist da was aufgefallen. In letzter Zeit häufen sich hier Kommentare. Das ist schon mal sehr schön.

Bei der Abgabe der Kommentare gibt es auch die Möglichkeit, eine Website einzugeben. Soll auch so bleiben.

Aber wenn das Websites sind, die durch ein bestimmtes Thema Geld verdienen wollen, wie man gut am Beitrag „Nicht Nichtraucher“ erkennen konnte – zwei der Kommentare verweisen auf Seiten, die sich auf Rauchentwöhnung spezialisiert haben und damit Knete machen wollen – dann habe ich damit so meine Probleme, diese Kommentare freizuschalten. Unser Blog soll nicht als Werbeplattform genutzt werden. Es sei denn, WIR setzen irgendwelche Partnerlinks zu Amazon und verdienen damit Geld. Was wir im übrigen nicht tun, da hier nicht tausende von Lesern auf die Links klicken und wie wild Bücher bei Amazon kaufen. Nicht mal hunderte. Um genau zu sein: Niemand…

Wie auch immer…

Oder was mir auch so gar nicht schmeckt: Links zu Seiten, die meinen, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben und dort von irgendwelchen gefährlichen Strahlen schreiben, die unsere Regierungen aussenden, um die Bevölkerung krank zu machen…Bei sowas kriege ich das kotzen.

Also: In Zukunft werden Websites, die mir aus den eben genannten Gründen gegen den Strich gehen, seien es

– Seiten, die aufgrund eines bestimmten Themas Geld abzocken verdienen wollen

SpinnerTrutherseiten

– rechtsradikale Seiten

, dann wird der Link durch einen Link zu diesem Beitrag ersetzt.

My Blog, right or wrong!

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Digital oder analog

Der Ulf hat ein Stöckchen aufgesammelt, dass Dr. Kall aufgesammelt hat, dass ich jetzt auch aufsammel. Die Jungs haben das ihren Angaben zufolge bei Frau Eisy geguttenbergt. Mache ich jetzt auch mal. Und los:

CDs oder mp3-Player? Ich  behaupte mal mp3-Player, aber nur, wenn ich mein Smartphone als selbiges beschimpfen darf.

Festnetz oder Mobiltelefonie? Bei Festnetz habe ich eine (ungenutzte) Flatrate. Aber telefonieren ist mir eh ein Graus.

Handy oder Smartphone? *hach* Mein Smartphone. Ich liebe mein Smartphone

Notebook oder Tablet-PC? Netbook eigentlich.

Buch oder E-Book-Reader? Noch.

Buch oder Hörbuch? Nur zum Einschlafen nutze ich Hörbücher.

Brettspiel oder Spiel-Konsole? Hier steht es Unentschieden, weil wir mit Freunden sowohl als auch spielen. Obwohl…vielleicht überwiegen doch die Brettspiele…

Tagebuch oder Weblog? Das ist mal leicht.^^

Bargeld oder EC-Karte? Nichts ist nerviger, als Bargeld rumschleppen. *hüstel*

Poesiealbum oder Social Network? Netter Vergleich. Facebook kommt mir wirklich vor wie ein Poesiealbum, wo Leute sich nur selbst darstellen wollen, statt sich mit anderen auszutauschen…

Kabel-/Satelliten-TV oder IpTV? Weder noch. TV sucks!

Videothek oder Online-Videothek? Hab ich auch keine Präferenzen.

Ladengeschäft oder Online-Shop? Lebensmittel im Geschäft, alles andere im Online-Shop. Da die Lebensmittel aber überwiegen.

Brief oder E-Mail? Hey, das Erste, dieses Briefdingens kenne ich sogar noch. 🙂

Urlaubspostkarte oder MMS? Für meine Kollegen…

Straßenkarte oder Navigationsgerät? Straßenkarten musste ich mir abgewöhnen. Habe da immer stundenlang fasziniert draufgestarrt. Da ist ein Navi (im Smartphone) schon praktischer.

Duden oder Online-Duden? Brauche ich beides nicht, aber wenn dann eben online.

Pizza-Zettel mit Anruf oder Online-Pizza-Bestellung? Wenn immer möglich, dann online. Ansonsten lasse ich anrufen, weil s.o.

Briefmarke oder Online-Frankierung? Ich lecke doch so gerne. *räusper*

Papierrechnung oder Online-Rechnung? Für das papierlose Büro zuhause.

Und zuletzt: mehr offline oder mehr online? Offline ist das hinter dem Fenster, oder?

7:11 bei 3 Unentschieden. Scheint, als wäre ich mehr der digitale Typ. Nur beim Diskutieren gibt es kein 0 und 1 bei mir. 😉

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Empfehlung

Da ist das folgende Blog seit fast vier Jahren online und ich entdecke das erst letzte Woche. Und bin seitdem gefangen von der aufklärerischen, hoch informativen und meist sehr sachlich geschriebenen Seite. Hiermit eine klare Empfehlung, den Politblogger aufzusuchen.

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Womit ich nerven kann

Ma Rode, regelmäßigen Lesern unseres Blogs als fleißige Kommentatorin bekannt, führt auch ihr eigenes Blog. Da ich dazu nicht verlinken darf, tue ich das auch nicht. Nur so viel: Ich lese es gerne.

Vor kurzem veröffentlichte sie einen Beitrag, in dem sie sich über nervige Dinge äußerte. Hier die Liste:

* Smartphone-Benutzer, die ihr Hand sogar mit zum Klo nehmen (meine Kollegen)
* flappsige Fragen wie „Und? Alles gut?“, die keine Antwort erwarten
* Basecapes
* Berlin
* Sonnenbrillen auf dem Kopf (so tussihaft!)
* Hartz-IV-TV und Doku-Serien wie
* junge dicke Weiber mit Arschgeweih und ähnlich peinlichen Tatoos
* Männerbalett
* das Wort „quasi“
* Denglisch
* der Harry-Potter-Hype (obwohl ich die ersten Filme mochte)
* unsere derzeitige Regierung und ihre nicht nachvollziehbaren Entscheidungen (Themen wie Waffenlieferung, Energiepolitik …)
* schlecht recherchierte Zeitungsartikel und Verwechslungen von beispielsweise „Astronomie“ und „Astrologie“ (peinlich!)

Wollen wir mal sehen:

* Smartphone-Benutzer, die ihr Hand sogar mit zum Klo nehmen (meine Kollegen)
😳 Auf den Pott nehme ich das Smartphone (noch) nicht mit. Aber sonst ist es mein ständiger Begleiter…

* flappsige Fragen wie „Und? Alles gut?“, die keine Antwort erwarten
Jepp, kenne ich zu gut. Noch aus meinen Zeiten in der Produktion, wo die Kollegen ständig fragten: „Alles klar?“ und weitergingen. Habe mir ne zeitlang den Spaß gemacht und gejammert, wie schlecht ich das habe…hatte keinen interessiert. Außer einer handvoll wirklich netter Menschen.

* Basecapes
Geht, trage selber welche, wenn ich mich längere Zeit in praller Sonne aufhalte. Was wirklich nervt ist dieses aufgesetzte Tragen, womit der Träger aussieht, als hätte er einen Wasserkopf…WTF?!

* Berlin
Woah, Berlin finde ich eigentlich ziemlich geil. Die Menschen wirken offener und freundlicher. Bin immer wieder gerne in Berlin. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich nur noch alle zwei Jahre nach Berlin komme und von freundlichen Kegelkollegen umgeben bin.

* Sonnenbrillen auf dem Kopf (so tussihaft!)
In Verbindung mit einem Pulli über den Schultern!

* Hartz-IV-TV und Doku-Serien wie
Wie was? Wie „Mitten im Leben“? „X-Diaries“? (Mehr kenne ich nicht und will ich auch nicht kennen…)
Die nerven nicht, die sind einfach scheiße. Und jeder der sich so einen Scheiß ernsthaft antut, muss selbiges im Kopf haben.

* junge dicke Weiber mit Arschgeweih und ähnlich peinlichen Tatoos
Gegen junge dicke Weiber habe ich nichts. Gegen Arschgeweihe auch nichts. Die inflationäre Verteilung macht es nervig.
Aber noch viel nerviger finde ich junge dicke Weiber mit peinlichen Tattoos, die über junge dicke Weiber lästern, die sich vom gängigen Schönheitsideal nichts vorschreiben lassen und sich weiblich anziehen…That sucks!

* Männerbalett
Das gibt es? Und wenn ja, wo wird man damit belästigt?

* das Wort „quasi“
Ich wusste es. Ich benutze das Füllwort „quasi“ einfach viel zu oft. Sorry, ich gelobe Besserung.

* Denglisch
😳 Volle Breitseite jetzt. Wobei ich selber einen Geburtstagsgruß einer Freundin bei Facebook neulich gelesen habe, wo mir der abwechselnde Deutsch-Englisch-Gebrauch sauer aufstieß.

* der Harry-Potter-Hype (obwohl ich die ersten Filme mochte)
Das kann mich nicht wirklich nerven. Ich habe bereits eine Ehe hinter mir, bei der meine Frau (14 Jahre älter), zu einem Kind mutierte, wenn eine Veröffentlichung eines neuen Buches bevorstand. Da bin ich abgehärtet.
Btw: Schönes Ende. Jetzt haben wir es geschafft. 😉

* unsere derzeitige Regierung und ihre nicht nachvollziehbaren Entscheidungen (Themen wie Waffenlieferung, Energiepolitik …)
Und unsere Medienvertreter und unsere verantwortungsbewussten Unternehmen und unsere tollen Experten und…

* schlecht recherchierte Zeitungsartikel und Verwechslungen von beispielsweise „Astronomie“ und „Astrologie“ (peinlich!)
*hehe* Das war schon wirklich peinlich! Nur leider nichts neues. Und dieselben Zeitungen berichten über Wirtschaft, Politik und andere wichtige Dinge! Unglaublich…

Coming up next: Was mich nervt – Eine neverending Story!

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So sieht es aus…

wenn das Bildblog ein kleines unbedeutendes Blog erwähnt:

Übrigens: So sah es schon mal in den Statistiken aus. Das war am 01. April und WordPress hatte als Aprilscherz die Besucherzahlen vertausendfacht. Diesmal war es kein Aprilscherz. 😉

 

 

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20.000

Eigentlich waren die nächsten 10.000 für Ende August, Anfang September anvisiert. So circa.

Nun ergab es sich, dass gestern der Beitrag „BILD gefällt mir nicht!“ beim Bildblog in der Rubrik 6 vor 9 erwähnt wurde und hier einen Besucheransturm ausgelöst hat. Worüber ich mich natürlich freue. Einerseits weil es bedeutet, dass mein Beitrag wohl nicht so schlecht gewesen sein muss. Andererseits weil damit unser kleines bescheidenes Blog etwas Aufmerksamkeit bekommen hat.

Ich bin dennoch realistisch. Nach den über 3.000 Besucher gestern, wird es hier die nächsten Tage wieder ruhiger werden. Wenn eine Handvoll Abonnenten hier haften bleiben, weil sie das Blog interessant finden, haben wir dennoch was gewonnen. 🙂

Jedenfalls wurde gestern gut zweieinhalb Monate früher als gedacht die 20.000-er Marke übersprungen. In 202 Tagen riefen genauso viel Leser die Seite auf, wie vorher in 542 Tagen. Macht knapp 27 Leser pro Tag.

108 zusätzliche Beiträge wurden als Spam erkannt und gelöscht. Akismet sei Dank.

Die Anzahl der Beiträge erhöhte sich um 133 auf 669 (mit diesem 670^^) und die Anzahl der Kommentare machte einen richtigen Schub und verdoppelte sich auf 831, was mich ganz besonders freut.

Denn auch wenn der gestrige Tag ungewöhnlich war und alleine beim „BILD gefällt mir nicht!“-Artikel 25 Kommentare abgegeben wurden, die nicht von mir waren, macht es noch am meisten Spaß, wenn man zu einem Beitrag faire und konstruktive Anmerkungen zumeist fremder Menschen bekommt, die zum Nachdenken anregen. Und das ist doch der Grundgedanke von Web 2.0, oder nicht? Der gemeinsame Austausch von Informationen, Meinungen, Ansichten. Und dem daraus resultierenden Lernen von seinen Mitmenschen.

Das es natürlich auch den Bauch pinselt, wenn mal jemand lobende Worte findet, ist natürlich auch nicht schlecht. 😉

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Jetzt ist es raus

Ja, die gestern angekündigte Überraschung waren lediglich zwei Beiträge von Steffi und mir in Zusammenarbeit mit dem Maskierten.

Was hat das nun mit einer Hochzeit zu tun? Auslöser war die Hochzeit eines Prinzen mit einer Frau Ende April, zu deren Anlass sich die halbe Welt überschlug. Der Maskierte war genervt und erzählte in seinem Beitrag von einem fiktiven Kirschblütenfest. In den Kommentaren tobte ich mich aus und da hatte der Maskierte die Idee, über ein fiktives Treffen unsererseits zu schreiben. Ich fand die Idee klasse und steuerte ebenfalls einen Beitrag bei. Steffi fand das ganze auch witzig und war derart Feuer und Flamme, dass sie sofort auch einen Beitrag schrieb.

Nichts aufregendes also. Aber ihr glaubt nicht, wie viele (nicht nur Ulf und Mandy in den Kommentaren) dachten, wir würden hier Nachwuchs bekannt geben. Leute, wir haben aus Liebe geheiratet und lassen die Dinge ganz ungezwungen auf uns zukommen. Kinder sind zwar nett. Aber noch netter sind Kinder, die man am Ende des Tages wieder seinen richtigen Eltern zurückgeben kann. So viel Freiheit gönnen wir uns noch.

Deshalb geht der folgende Aufruf an unsere Eltern: Wartet es ab, früher oder später kommt schon noch was. Aber erwartet nicht jede Woche DIE freudige Nachricht.

Und dieser Aufruf geht an alle Leser: Lest bitte den Beitrag über das Kirschblütenfest vom Maskierten! Dann fängt Eure Woche ebenfalls mit etwas wirklich gut und witzig geschriebenen an. Und die Woche wird noch lang genug. 😉

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Wem die Kirsche glüht

Nach unserer Hochzeitsreise hatten wir zwei frisch Vermählte uns vorgenommen, in nächster Zeit auch Deutschland näher unter die Lupe zu nehmen. Vornehmlich haben wir uns Städtereisen vorgenommen. Dank einer anderen Hochzeit, die uns am Arsch vorbei nicht sooo interessierte, sahen wir uns nach Fluchtmöglichkeiten um und fanden sie im Kirschblütenfest in Elmering-Sußen bei Bad Drecksweiher.

Darauf aufmerksam machte uns der Maskierte, den wir umgehend kontaktierten und spontan einen Termin abmachten. Er verband das Gute mit dem Nützlichen und organisierte noch auf die schnelle einen beruflichen Termin. So blieben seine Kosten niedrig und wir konnten uns auf seine Kosten volllaufen lassen den Weg zur Bank sparen auf dem Kirschblütenfest treffen.

Wir tauschten zur Sicherheit noch die Handynummern aus, schließlich sind meine Ortskenntnisse um Elmering nicht so überragend. Das änderte sich bei der Ankunft in dem beschaulichen Örtchen, denn durch das Fest war das ganze Dorf auf den Beinen und aus den umliegenden Ortschaften die Parkmöglichkeiten erschöpft. Hauptsächlich Autos aus Bad Drecksweiher (BAE) waren zu sehen. Wir kurvten umher, bis wir Elmering fast auswendig kannten, mit Ausnahme des Dorfkerns, wo wir uns mit dem Maskierten treffen wollten.

Auf einer Wiese zwischen Elmering-Sußen¹ und Bad Drecksweiher fanden wir dann tatsächlich eine Möglichkeit, mein süßes Baby zu parken. Ich erspähte ein Taxi und hoffte, den Weg nach Elmering rein nicht laufen zu müssen, da schoss das elfenbeinfarbene Gefährt schon an uns vorbei. Für einen kurzen Moment konnte ich die Augen des Fahrers sehen und es sah aus, als hätte er gerade den Leibhaftigen gesehen. Und seine Haut unterschied sich nicht großartig von der Farbe seines Autos. Dabei dachte ich, auf einem Dorf im Süden Deutschlands geht es gemütlich zu, aber dem Kollegen stand eindeutig die Angst ins Gesicht geschrieben. Wir erfuhren leider nicht, warum…

Na gut, wir sollten es nicht mehr rechtzeitig zum Marktplatz in Elmering-Sußen schaffen und riefen mal lieber den Maskierten an. Erstens ist das Teil unserer guten Erziehung und zweitens sollte der Gute nicht denken, wir hätten ihn versetzt. Er rang sich ein trockenes „Hallo“ aus der Kehle und ich wusste, all zu lange durften wir nicht orientierungslos herum schlendern.

Kaum am Marktplatz angetroffen, erblickten wir auch die auffällige Gestalt am Brunnen. Und darunter saß ein Mann (?) mit Sturmhaube, die, kaum das sie in unsere Richtung sah, aufsprang und auf uns zu rannte. Das Völkchen in Elmering scheint tatsächlich etwas ängstlich zu sein. Denn während der Maskierte auf uns zu rannte, zogen einige um uns herum ihre Handys aus den Taschen. Nach der innigen Umarmung merkte aber auch der letzte Einheimische, dass die Person mit der Sturmhaube keinen explosiven Gürtel umgeschnallt hatte.

Wir schauten jedenfalls noch irrititert, weil wir bis zuletzt nicht sicher waren, ob uns nun Männlein oder Weiblein gegenüberstand. In diesem Internet-Dingens weiß man ja nie. Als der Gute aber so in voller Pracht vor uns stand, war uns klar, so unförmig ist keine Frau eine Sturmhaube trägt eine Frau nicht zu einem Hemd.

Wir gingen über den Marktplatz durch einen kleinen Park und kamen zur Festwiese, wo Kirschbäume (angeblich japanisch) den Platz zierten. Der Maskierte, erfahren wie er mit der Maske nun mal ist, erklärte uns, mögliche Nachfragen bezüglich der Haube mit „seltener Hautkrankheit“ zu beantworten. Sollte uns Recht sein, so standen wir als barmherzige Samariter da, die ihre Freunde trotz Krankheit begleiten.

Wer schon mal auf einem Jahrmarkt in einem kleinen Dorf war, kann sich ungefähr vorstellen, welche Stände aufgebaut waren. Uns interessierten erstmal diejenigen welchen, die die unterste Stufe der maslowschen Pyramide abdeckten. Beim anschließenden Gespräch lernten wir uns näher kennen. Erst machte er mich darauf aufmerksam, dass der menschliche Körper, nicht wie ich neulich schrieb, einer Dehydrierung ausgesetzt ist, sondern einer Dehydration. Ich entgegnete erbsenzählerisch, dass es dann Dehydratation heißen müsste. Woraufhin er konterte, dass im Springer Lexikon der Medizin der Begriff Dehydration synonym für Dehydratation steht. Dieses Argument wischte ich beiseite, mit dem Vermerk, dass man Springer niemals glauben sollte.

Wir redeten jedoch nicht nur über unseren Flüssigkeitshaushalt, wir handelten auch. Man sagt zwar, dass ein gutes Bier drei Brote ersetzt, aber darauf wollten wir uns nicht verlassen und versorgten uns vorsichtshalber noch mit dem einen oder anderen gegrillten Schlachterzeugnis.

Ein Thema wurde jedoch ausgespart und es ist dem Maskierten zu verdanken, dass es dennoch aufs Tapet kam. Die Rückfahrt musste jemand übernehmen. Ich traute mich nicht, diese ehrenvolle und ruhmreiche Aufgabe meiner lieben Frau aufzubürden. Der Maskierte jedoch nahm seinen ganzen Mut zusammen und schaute sie bettelnd flehend wimmernd herzerweichend an. Ich könnte schwören, seine Augen durch die verspiegelte Brille gesehen zu haben.

Jedenfalls nahm Steffi das Angebot gerne an, uns zu fahren und machte aus zwei Männern zwei glückliche Kinder. Womit letztlich klar ist, dass

– Frauen aus Männer Kinder machen können.

– Frauen aus Kinder Männer machen können.

– Männer ihr Lebtag Kinder bleiben.

Bevor Steffi auf vitaminreiche Getränke umschwenkte, genossen wir noch zu dritt Cuba Libre. Und der Cuba Libre genoss zu dritt den Abgang in unsere Kehlen. So ein Cocktail will ja auch nicht alleine sein. Das Festzelt, wo die Cocktailbar stand, war um die Uhrzeit noch nicht so unser, weshalb wir uns kurzentschlossen auf eine Rundreise um die Festwiese begaben. Wir inspizierten jeden Bierstand, und ich meine JEDEN Bierstand, auf ordnungsgemäße Ausführung des Schankbetriebes und können resümierend festhalten: Alles in Ordnung.

Nicht mehr so in Ordnung war der Sitz der Maske bei unserem Begleiter. Kurz vor Ende des Rundgangs wurde der Hals leicht freigelegt und offenbarte einen zwei Zentimeter breiten Streifen seiner Haut. Ich könnte jetzt schreiben, dass er eine weiße Hautfarbe hat. Aber erstens möchte ich den Schutz der Identität nicht verletzen und behalte das für mich. Und zweitens war die Haut nicht mehr sooo weiß, sondern schon mehr ins rötliche verschoben. Kein Wunder bei 28 Grad Außentemperatur. So ganz trocken war die Haube auch nicht mehr. Doch der Identitätsschutz erfordert nun mal auch Opfer.

Auf sein derangiertes Äußeres und dem drohenden Schutzverlust seiner Identität wies ich ihn mit unseren vorher abgemachten Spruch

Wem die Kirsche glüht

hin. Er begriff sofort, nestelte am unteren Ende seiner Haube rum und zog sie sich wieder zurecht.

Nun fühlten wir uns von innen heraus auch gewappnet für die zweitklassigen Ballermann-Hits, die im Festzelt vorgetragen wurden. Wobei sich hier die Frage stellt: Gibt es auch erstklassige Ballermann-Hits?

Wie auch immer, wir stiegen nun zu etwas gesünderem um. Immer nur Hopfen und Malz ist ja nicht so gut für die Figur. Also bestellten wir uns Tee.

Computer? Tee! Long Island. Eisgekühlt.

Steffi ließ sich bunte Früchte im Glas stapeln, was den Maskierten zu einer frotzigen Bemerkung verleitete, die er, kaum das er Steffis Blick erntete, schon bereute.

Häuptling „maskierte lose Zunge“ sollte seine Worte mit Bedacht wählen, sonst geht ihm sein Pferd abhanden

gröhlte ich, und erntete den nächsten bösen Blick von Steffi.

Unser Glück, dass Steffi die Barmherzigkeit in Person ist. Ihr Pech, dass wir beim angekommenen Alkoholpegel nur noch die erste Silbe des Wortes Barmherzigkeit fast fehlerfrei buchstabieren können. Denn jetzt sollte es unbedingt Autoscooter sein. Was sie jedoch komisch fand, konnte sie doch endlich mal mit mir auf einer Kirmes in ein Fahrgeschäft rein. Das glückt ihr sonst nie.

Der Maskierte schmiss 20 Runden für jeden von uns auf den Markt und die waren noch zu wenig. Okay, am Ende machte ich Geräusche wie unsere Katze, wenn sie wieder mal an der Palme geknabbert hat, deren Blätter sie nicht sooo gut verträgt. Aber ich besann mich an mein Motto „Speifrei seit 03“ und überhaupt wollte mein Körper die glückseligmachende Flüssigkeit nicht freiwillig hergeben, auch wenn das Wichtigste bereits gefiltert und in die Blutbahn übergeben wurde.

Aus dem Festzelt dröhnte endlich gute Musik, also gaben wir dem Abend noch eine Chance und schlumpften hinein. Man könnte behaupten, wir sind wegen des Cuba Libres noch mal rein, aber das sind nur Gerüchte. Ich zeigte Steffi, dass unser Tanzkurs sich gelohnt hat und forderte sie auf. Aber entweder war sie bereits müde oder sie hatte keine Lust. Nach einem Lied war bereits Schluss und mit schmerzverzehrtem Gesicht bedankte sie sich für die Einlage und verwies mich zurück an den Tresen, wo der Maskierte schon mit der nächsten Runde wartete.

Kurz vor Mitternacht (gefühlt) erwähnte Steffi, dass es Zeit fürs Bett wäre und ich in meinem Zustand, den ich jetzt hätte, Sex vergessen könnte. Bei mir ans Ohr drangen die Worte

Bett…jetzt…Sex

Hier wurde die neu gewonnene Freundschaft mit dem Maskierten auf die Probe gestellt und er war der Einzige, der sich gegen die Ungerechtigkeit des frühen Aufbruchs zur Wehr setzte, während ich mit meiner Nase den Nacken- und Schulterbereich meiner Herzallerliebsten Molekül für Molekül untersuchte.

Der Weg zum Auto war dann auch gar nicht sooo lang wie es sich noch auf dem Hinweg anfühlte. Ob es am Bier lag, dass wir mitnahmen, oder am schnellen Schritt den wir draufhatten, lässt sich abschließend nicht mehr klären. Steffi war uns jedoch immer voraus, egal wie schnell wir liefen. Kaum das wir sie eingeholt hatten, war sie uns schon wieder zwei Meter voraus. Spöttisch bemerkte sie

Da habt ihr es euch heute aber gegeben.

Ich verstand jedoch nur:

Dir werde ich es heute noch geben.

Worauf ich sofort wieder auf sie aufschloss. Nur um gleich darauf wieder an Boden zu verlieren. Es war wie verhext. Dieses maulwurfhügelige in der Landschaft liegt mir lauftechnisch einfach nicht.

Nach 2 km Fußmarsch waren wir dann auch bei unserem Auto angekommen. Wir stiegen ein, als ein dumpfer Knall mich erschreckte. Ich wollte gerade den Maskierten anrauzen

Das ist ein Auto, meine Schatztruhe mit Fenstern und kein Kühlschrank.

da sah ich, dass er noch gar nicht die Tür zugemacht hat. Er war noch nicht mal richtig eingestiegen, sondern rieb sich nur den Kopf. Passiert sei aber nichts, wie er beteuerte.

Laut lachend scherzten wir im Auto, was Steffi zum Anlass nahm, die Fensterscheiben runterzumachen, um den Schalldruck Gelegenheit zu geben, zu entweichen. Ein Fehler, da wir es waren, die versuchten zu entweichen. In bester Surfer-Manier hingen wir elegant aus dem Fenster und genossen den Fahrtwind. Außerdem nahm ich mir fest vor, dass das nächste Auto ein Sonnendach hat. Oder gleich ein Cabrio ist.

In Bad Drecksweiher legte Steffi den geilsten U-Turn überhaupt hin und kam exakt vorm Hotel zum Stehen, wo der Maskierte uns verließ. Im Rückspiegel sahen wir ihn noch winken, wollte er uns auf seinen bevorstehenden Sprung über die Hecke aufmerksam machen? Und Tatsache, wie einst die berühmte Rosemarie Ackermann² nahm der Maskierte die Hecke in der typischen Straddle-Sprungtechnik . Ich lehnte mich ein letztes Mal aus dem Fenster und applaudierte anerkennend, doch wurde dieser wohl nicht mehr vom Maskierten vernommen. Kurz darauf versank das Hotel im Schleier der Nacht.

Nach kurzer Fahrt kamen wir in Delmenhorst an – unglaublich wie schnell wir angekommen sind, kurz eingenickt, aufgewacht und wir waren da – und es ging stante pede ins Bett. Schließlich ist mir ja was versprochen worden. Bevor mein Kopf auf das dazugehörige Kissen aufschlug, schlief ich auch schon tief und fest…

  1. Historische Ergänzung des Maskenträgers: Das Kirschblütenfest ist eigentlich eine Sußener Tradition, nur die Festwiese liegt in Elmering. Da die beiden Orte aber aufgrund ihrer überschaubaren Größe kaum auseinanderzuhalten sind und die Trennung nur aufgrund eines großbäuerlichen Familienstreits nach einer Heirat des ältesten Sohnes im Jahre Siebzehndrölfzig erfolgte, man sprach zuvor von der Sußener Elm, wurden diese folgerichtig mit der Gemeindereform 1975 wieder zusammengefasst. Um den alten Streit zwischen den Familien Sußen und Elmer vergessen zu machen und die inzwischen gewachsene Eigenidentität der einzelnen Familienteile zu betonen, griff man nicht auf den alten Namen Sußener Elm zurück, sondern schuff den neuen Doppelnamen.
  2. Die in diesen Landen ungleich bekanntere Ulrike Meyfarth ist hier aus zweierlei Gründen nicht lobend erwähnt. Erstens sprang sie den Fosbury-Flop und zweitens ist sie Botschafterin der unsäglichen INSM. Bezeichnend, dass die ostdeutsche Frau Ackermann heute in der Arge arbeitet, während die westdeutsche Meyfarth Lügen der Arbeitgeber unterstützt…
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