Selbstauskunft

Vor gut einer Woche bin ich bei Google+, genauer gesagt durch die bei G+ eingetragene Seite von netzpolitik.org auf eine sehr interessante Seite aufmerksam gemacht worden: Selbstauskunft.net

Schon länger überlegte ich, mein Recht auf Auskunft meiner Daten in Anspruch zu nehmen. Außer Schufa und dem einen oder anderen Dienst fiel mir aber nicht viel ein und nachdem ich bei Torsten von seinen Erfahrungen bezüglich der Schufa gelesen habe, nahm ich mir das vor, wenn ich mal gaaaanz viel Zeit habe.
Nun tauchte zu Jahresanfang der Artikel bei netzpolitik.org in meinem G+Stream auf und ich hüpfte sofort rüber und meldete mich an.

Das Recht auf Selbstauskunft besteht seit 2009 und besagt, dass jeder Bundesbürger einmal im Jahr kostenlos seine Daten bei Auskunfteien abfragen darf. Das betrifft nicht nur die Schufa, sondern auch Adresshändler, Inkassofirmen oder Bonuskartensysteme. Auch Mieterauskünfte sammeln Daten, scheinen diese aber nur sehr widerwillig preiszugeben.
Selbstauskunft.net bietet die Möglichkeit, nach der Anmeldung diese Auskunfteien auszuwählen und automatisch anzuschreiben, damit die ausgewählten Firmen über die gespeicherten Daten informieren. Denn es kommt leider nicht selten vor, dass Daten falsch gespeichert oder veraltet sind. Dann kann man diese Daten löschen lassen. Doch ohne das Wissen darüber ist das nicht möglich…

Die Anmeldung bei Selbstauskunft.net ist kostenlos und wird über https gesichert. Natürlich setzt die Anmeldung bei dem Dienst ein gewisses Vertrauen voraus. Der Betreiber von Selbstauskunft.net, die Digineo GmbH wird von dem Geschäftsführer Julian Kornberger geleitet. Dieser hat lt. eigenen Angaben 2009 Arcor und das BKA wegen der Internetsperrverträge verklagt. Außerdem setzt sich die Digineo für ein freies Internet ein und wurde, ebenfalls nach eigenen Angaben, als Webhoster von der Vorratsdatenspeicherung freigesprochen.

Die Anmeldung selber ist schnell und unproblematisch und geschieht komplett digital. Komplett? Ja, komplett. Normalerweise heißt komplett digital ja, man gibt seine Daten ein, druckt sie aus, unterschreibt und sendet diese dann ab (oder scannt sie wieder ein und sendet sie dann digital). Hier kann man dank HTML-5 selbst seine Unterschrift mit der Maus schreiben. Das setzt etwas Übung voraus, aber auch das ist möglich. Man probiert halt solange rum, bis die Unterschrift gut aussieht und bestätigt dann. Das hat mit 3-4 Minuten bei mir schon am längsten gedauert. Insgesamt war die komplette Anmeldung nach 5 Minuten fertig.

Danach wählt man die Dienste aus, über die man über seine Daten Auskunft haben will. Diese sind in fünf Reitern aufgeteilt (Empfohlen, Adresshändler, Mieterauskünfte, Bonuskarten und Auskunfthändler). Die empfohlenen kann man blind übernehmen, die Adresshändler eigentlich auch. Bei den anderen schaut man, ob man überhaupt bei diesen Diensten angemeldet oder z.B. Mieter ist. Nach der Auswahl bestätigt man und dann beginnt das Warten auf Post.

Und das Warten kann mitunter dauern. Nach dem Artikel bei netzpolitik.org hat der Dienst einen derart großen Ansturm erfahren, dass dort das Faxgerät heiß läuft. Vor allem scheinen aber auch manche Auskunfteien nicht ganz so schnell zu arbeiten. Darüber Aufschluss gibt die Statistikseite bei Selbstauskunft.net.

Wie gesagt, der Dienst ist komplett kostenlos. Keine versteckten Kosten, dafür ein Spenden-Button, den man ruhig mal nutzen kann. So ein nützlicher Dienst ist das durchaus wert.

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Digital oder analog

Der Ulf hat ein Stöckchen aufgesammelt, dass Dr. Kall aufgesammelt hat, dass ich jetzt auch aufsammel. Die Jungs haben das ihren Angaben zufolge bei Frau Eisy geguttenbergt. Mache ich jetzt auch mal. Und los:

CDs oder mp3-Player? Ich  behaupte mal mp3-Player, aber nur, wenn ich mein Smartphone als selbiges beschimpfen darf.

Festnetz oder Mobiltelefonie? Bei Festnetz habe ich eine (ungenutzte) Flatrate. Aber telefonieren ist mir eh ein Graus.

Handy oder Smartphone? *hach* Mein Smartphone. Ich liebe mein Smartphone

Notebook oder Tablet-PC? Netbook eigentlich.

Buch oder E-Book-Reader? Noch.

Buch oder Hörbuch? Nur zum Einschlafen nutze ich Hörbücher.

Brettspiel oder Spiel-Konsole? Hier steht es Unentschieden, weil wir mit Freunden sowohl als auch spielen. Obwohl…vielleicht überwiegen doch die Brettspiele…

Tagebuch oder Weblog? Das ist mal leicht.^^

Bargeld oder EC-Karte? Nichts ist nerviger, als Bargeld rumschleppen. *hüstel*

Poesiealbum oder Social Network? Netter Vergleich. Facebook kommt mir wirklich vor wie ein Poesiealbum, wo Leute sich nur selbst darstellen wollen, statt sich mit anderen auszutauschen…

Kabel-/Satelliten-TV oder IpTV? Weder noch. TV sucks!

Videothek oder Online-Videothek? Hab ich auch keine Präferenzen.

Ladengeschäft oder Online-Shop? Lebensmittel im Geschäft, alles andere im Online-Shop. Da die Lebensmittel aber überwiegen.

Brief oder E-Mail? Hey, das Erste, dieses Briefdingens kenne ich sogar noch. 🙂

Urlaubspostkarte oder MMS? Für meine Kollegen…

Straßenkarte oder Navigationsgerät? Straßenkarten musste ich mir abgewöhnen. Habe da immer stundenlang fasziniert draufgestarrt. Da ist ein Navi (im Smartphone) schon praktischer.

Duden oder Online-Duden? Brauche ich beides nicht, aber wenn dann eben online.

Pizza-Zettel mit Anruf oder Online-Pizza-Bestellung? Wenn immer möglich, dann online. Ansonsten lasse ich anrufen, weil s.o.

Briefmarke oder Online-Frankierung? Ich lecke doch so gerne. *räusper*

Papierrechnung oder Online-Rechnung? Für das papierlose Büro zuhause.

Und zuletzt: mehr offline oder mehr online? Offline ist das hinter dem Fenster, oder?

7:11 bei 3 Unentschieden. Scheint, als wäre ich mehr der digitale Typ. Nur beim Diskutieren gibt es kein 0 und 1 bei mir. 😉

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