Läuft

So ein Kind verändert ja alles. Höre ich jedenfalls immer. Geändert hat sich einiges, das mit Sicherheit. Zum Beispiel meinen inneren Zwang, im Blog regelmäßig was zu schreiben ist mir etwas abhanden gekommen.

Nicht geändert hat sich meine Meinung zu einigen Themen, die zwar am Blog, nicht aber an mir vorübergegangen sind. Denn nur weil hier nichts über Rassisten in der FDP, dem Rederecht im Bundestag, den letzten reißerischen Aufmachern der BILD oder den Neuwahlen in NRW steht, heißt das nicht, dass ich dazu keine Meinung hätte. Ich tue sie nur gerade nicht kund, weil mir ein Milchfläschchen gerade wichtiger ist (meinem Sohn sowieso) oder die Ruhe zwischen den Fläschchen genieße.
Dazu bin ich in letzter Zeit – im Vergleich zu früher – unglaublich viel an der frischen Luft, was das Schreiben zusätzlich erschwert.

Worüber ich richtig viel schreiben könnte, ist über unseren kleinen Filius. Der hat seit letzter Woche mit dem Lächeln begonnen, ohne diese allzu inflationär zu benutzen. So ist und bleibt ein Lächeln etwas besonderes, was zwar keine durchgeschlafene Nacht ersetzt, aber dennoch Lohn für manche Mühe ist. Die Mühen sind dagegen sehr gering. Die meiste Zeit ist der kleine Sonnenschein schmerzfrei und erfreut sich der regelmäßigen Nahrungsaufnahme, den langen, ausgedehnten Schlafphasen und seit zwei Wochen auch der durchaus interessanten Umwelt.

Auch die Behördengänge sind noch nicht vollständig abgeschlossen. Das liegt jetzt in Steffis Verantwortung, dem Standesamt in Bremen sei Dank, die dank ihres Umzugs vier Wochen brauchten, bis die Geburtsurkunde von Nicolas endlich bei uns eintraf…

Doch das Schreiben werde ich ganz sicher nicht aufgeben. Nur vieles, was mich bewegt, haue ich bei Facebook raus und dann ist meist auch schon gut. Darunter leidet leider das Blog. Vielleicht sollte ich daran mal was ändern. Bis dahin verweise ich gerne auf meine Rubrik „Nicolas“, wo ich meiner kreativen Ader in Form von Kurzgeschichten freien Lauf lasse.

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Kenne Deine Memme

Ich hinke ja gerne bestimmten Trends hinterher. Twitter z.B. ist für mich kein Bestandteil meines Lebens und auch Facebook war lange Zeit nicht sooo wichtig. Ist es auch heute nicht. Wenn ich mich dann aber in meinem, zum Teil deutlich älteren Bekanntenkreis umschaue, bin ich meiner Zeit immer noch weit voraus.

Vor kurzem bin ich auf 9GAG gestoßen, einer Seite, wo angemeldete Benutzer Inhalte hochladen können. Meist sind das Fotos, Comics oder Sprüche. Viele davon sind schön anzuschauen, machen einen nachdenklich oder sind einfach nur witzig. Oftmals begegnet man Situationen, die man sicher selbst erlebt hat und kann lachend damit umgehen. Und es gibt Katzen, Hunde und Kinder!
Auf Facebook bin ich in meinem Freundeskreis der Einzige, der 9GAG öffentlich geliked hat. Nun bin ich mit ca. 130 Freunden eher so mittel vernetzt. Aber das keiner zu 9GAG öffentlich steht…finde ich schon etwas merkwürdig. Denn viele der witzigen Bilder, die auf Facebook und G+ so einem über den Weg laufen, haben oftmals ihren Anfang bei 9GAG genommen.

Okay, 9GAG frisst Zeit. Viel Zeit. Aber das liegt auch daran, dass ich nicht alle Jokes auf Anhieb verstehe. Doch dafür gibt es ja knowyourmeme.com, was ich in der Überschrift sehr frei übersetzt habe. Knowyourmeme hat eine ausgezeichnete Suchfunktion und viele Memes der vergangenen Jahre in der Datenbank gespeichert und stellt diese anhand von einfachen Beispielen kurz vor. Also eine Wikipedia für Memes.

Tja, und wer bei Facebook mit mir vernetzt ist, wird sicher in letzter Zeit schon mitgekriegt haben, womit ich so meine Zeit totschlage…

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Was mich nervt

– Wenn man das Wort Soße mit weichem ’s‘ ausspricht…oder Jever mit einem weichen ‚w‘ statt mit einem vernünftigen ‚v‘.

– Meinungs-Journalisten (oder besteht Eure Zeitung nur aus Kommentarspalten und Anzeigen?)

– „Freunde“, die mich bei Facebook zu irgendwelchen Spielen einladen, aber sonst kein Wort mit mir wechseln. Oder sonstwie Feedback geben.

– Leute, die bei Facebook, in Foren, Blogs oder sonstwo im Internet beleidigende Kommentare weit unter der Gürtellinie abgeben und glauben, das wäre Kritik.

– Autofahrer, die einem die Vorfahrt nehmen um dann weit unter der Höchstgeschwindigkeit vor einem hertrödeln.

– Autofahrer, die vor einem hertrödeln um dann vor einer gelben Ampel Gas zu geben um noch schnell rüberzukommen.

– Überhaupt Menschen, die frei nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ leben…

– Leute, die sich darüber aufregen, dass junge Türken machohaft rumlaufen und dabei übersehen, dass es deutsche Jungs genauso machen. Oder gibt es einen Unterschied zwischen 3-er BMW und Golf GTI?

– Machogehabe… 😉 Nein, ernsthaft. Wem versucht man was zu beweisen mit dem Getue? Habt Ihr sonst nichts auf dem Kasten, dass Ihr rumlauft, als hättet Ihr Rasierklingen unter den Achseln?

– Nachts auf Toilette müssen.

– Ungebetene Ratschläge.

– Und vor allem Rassismus. Nein, unsere Rasse, Kultur oder Herkunft ist nichts besseres als irgendeine andere auf der Welt. Erstens gibt es keine Rassen, zweitens kann niemand was für seine Herkunft und drittens ist den meisten unsere Kultur sowieso vollkommen fremd.

Und Ihr so?

 

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Gefühlszange

Sash spricht in seinem Beitrag „Aktion und Reaktion“ ein Thema an, was in mir auch schon länger gärt. Wie ich in einem Kommentar bei ihm schon anmerkte, nervt mich das besonders bei Statusmeldungen in sozialen Netzwerken. In diesen tümmel ich mich noch nicht so lange rum, von daher bin ich noch nicht so abgestumpft. Reagieren tue ich auf solche Meldungen trotzdem nicht. Nur nerven mich diese Meldungen ungemein, weil sie mich mit dieser Emotionalisierung in die Ecke drängen. Und genau dieses „in die Ecke drängen“ nervt, weil ich das nicht will.

Ein, zwei Beispiele.

„Kinder MIT Behinderung sind NICHT Krank,
sie brauchen KEINE Therapie,
sondern AKZEPTANZ!!!!!!!!!!
93% werden den Text NICHT kopieren,
Ich hoffe das MEINE FREUNDE zu den 7% GEHÖREN“

oder

„Alle möchten ein neues Auto,ein neues Handy, abnehmen, usw. Ein Krebskranker hat nur einen Wunsch, nämlich gesund zu werden. (Ca… 98% von euch werden es nicht in den Status kopieren,aber ich weiss dass 2% meiner Freunde es tun) Kopiere es in deinen Status um jemanden zu Ehren, der gestorben ist oder für jemanden der versucht die Krankheit zu besiegen.“

Mal abgesehen davon, dass das massenhafte kopieren von Statusmeldungen den gleichen Effekt wie Spam hat, hilft es keinem behinderten Kind oder krebskranken Menschen, wenn ich bei Facebook in Statusmeldungen Farbe bekenne. Ich muss das auch und gerade offline tun. Und da ist es mit reiner Anteilnahme und einem mitleidigenden Blick auch nicht getan.

Wenn ich das jetzt nicht in meine Statusmeldung kopiere, was dann? Sind wir jetzt keine Freunde mehr? Waren wir das jemals? Und warum bin ich dann überhaupt noch in Deiner Liste? Damit ich mit Deinen Gefühlszangen-Meldungen in die Ecke gedrängt werde?

Vielleicht spende ich ja bereits für eine gemeinnützige Organisation (regelmäßige Blog-Leser wissen mehr) und haue damit nur nicht so auf die Kacke? Weil, wie gesagt, diese Statusmeldungen einem Betroffenen null komma gar nicht helfen. Also nervt nicht und helft lieber. Oder auch nicht. Will Euch nicht drängen…

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BILD gefällt mir nicht!

Damit stehe ich nicht alleine.

Doch zweifel ich oft genug daran, dass es genügend Menschen gibt, die der Macht von BILD Paroli bieten.

Wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit den Deutschlandfunk höre, wird gerne mal aus BILD zitiert.

Wenn ich mich bei Facebook einlogge, empfangen mich meine „Freunde“ mit der Info, dass ihnen BILD gefällt. Da frage ich mich, ob ich die richtigen Freunde habe…

Dabei ist BILD ein gefährliches Machtinstrument, dass jeden Tag zum Einsatz kommt und die Köpfe der Leser mit Lügen, Intrigen und falschen Behauptungen infiltriert. Eine kürzlich vorgestellte Studie der Otto-Brenner-Stiftung kam zu der Erkenntnis: BILD ist keine Zeitung, da es keine journalistischen Elemente benutzt. Vielmehr sind es Marketingstrategien die angewendet werden. Das heißt, BILD berichtet nicht ausgewogen, sondern lässt unpassende oder kritische Elemente weg. Somit ist der Leser weit entfernt davon, umfassend informiert zu werden.

Im Blog „Der BRD Schwindel“ setzt sich Jens Berger, aka Spiegelfechter und Autor bei den NachDenkSeiten, mit der Studie auseinander, was alleine schon sehr lesenswert ist.

Was jedoch gerne übersehen wird und meiner Meinung nach einer der Erfolgsgaranten von BILD ist: Die kurze Schreibweise in den Artikeln von BILD. Gerade diese kurzen Artikel mit ihren kurzen Sätzen machen es BILD einfach, einen Zugang zum Leser zu bekommen, der sich gar nicht mehr die Zeit nehmen will, einen längeren und mit mehr Informationen gespickten Artikel zu lesen. Dabei ist es für den BILD-Leser irrelevant, dass dabei Informationen auf der Strecke bleiben.

Denn wer sich schon nicht die Zeit nimmt, sich umfassend zu informieren, der will auch keine Zeit dafür opfern, sich eine eigene Meinung zu bilden. Das nimmt einem BILD ebenfalls mit seinen Artikeln ab. Den angeblichen Zeitgeist erfasst BILD sowieso, womit sich der Leser immer auf der Höhe der Zeit fühlt. Gerade in Diskussionen mit Lesern von BILD offenbart sich jedoch deren Uninformiertheit, schlagen sie doch lediglich mit Plattitüden um sich, wähnen sich dabei aber gut informiert. Ein Trugschluss, der schnell in Aggressionen des vermeintlich gut informierten umschlagen kann, wie mir schon häufig bei Diskussionen mit BILD-Lesern aufgefallen ist.

Im Beitrag von Jens Berger geht er auf die Aussage der Studie ein, dass BILD ein Riese ist, der tönern zugleich ist und bezieht sich auf den politischen Teil von BILD. Sicher ist dieser Teil das Feigenblatt des Axel-Springer-Ablegers. Doch übersieht er dabei, dass die Leser BILD zu einem Riesen machen, der durch den Verlust des Politikteils zwar an Rückhalt verlieren würde. Aber wie er auch treffend bemerkt, ist der Politikteil der am wenigsten gelesene Teil von BILD. Die BILD-Leser zieht es zu den Schauergeschichten um Vergewaltiger, Mörder und Fußballer hin.

Nur eine Ächtung durch ALLE gesellschaftliche Schichten würden den Riesen zum Wanken bringen. Doch dagegen spricht die Geltungssucht und die Angst der Menschen.

Fußballer bringen sich dank Bild in den Fokus und werden zum Kapitän der Nationalmannschaft geschrieben. Heute immer noch wie schon zu Zeiten von Matthäus.

Und Politiker haben Angst, von der wenig gelesenen Seite 2 auf die am meisten gelesene Titelseite gehoben zu werden.

Der Anfang muss meines Erachtens auch nicht vom uninformierten Leser kommen. Viel wichtiger ist es, den Schandfleck des Journalismus von eben diesen zu meiden. Solange Journalisten anderer Medien BILD zitieren, solange machen sie sich mitschuldig am Erfolg von BILD.

Man könnte jetzt das Zitat von Joseph Marie Graf von Maistre abwandeln und behaupten: Jedes Volk hat die Presse, die es verdient. In unserer kapitalistischen Gesellschaft, deren oberste Maxime „Wachstum um jeden Preis!“ ist, bleibt auch die unabhängige Presse auf der Strecke. Stattdessen werden Presseorgane zu Teilen von Konzernen, die ihre Aktionäre befriedigen müssen. Da heftet man sich nun mal gerne an das erfolgreichste Produkt und stellt alle moralischen Bedenken hinten an.

Und nur weil den Menschen dank des Internets mehr Informationen als je zuvor zur Verfügung stehen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sie diese auch nutzen. Gut vernetzte Plattformen wie Facebook werden in unserer Gesellschaft nicht dafür genutzt, um auf Missstände aufmerksam zu machen, sondern um sich zu profilieren, in dem man hübsche Profilbilder postet (gerne von oben, Kussmund nicht vergessen!) oder an den vielen Spielen teilnehmen um sich die Zeit zu vertreiben. Die man ja hätte, um sich zu informieren, aber dafür ist die Zeit eigentlich viel zu kostbar. Und deshalb haben wir die Presse, die wir verdienen.

Leider habe ich mit über 700 verwendeten Wörtern die Aufnahmekapazität eines durchschnittlichen Bildlesers bereits überschritten. Ich denke jedoch, dass ich klar machen konnte: Ich mag BILD nicht. Ich mag es nicht, wenn Dir BILD bei Facebook gefällt, weil Du damit beweist, dass Du über Deine Handlungen nicht nachdenkst. Und Dir das allseits bekannte Verhalten von BILD egal ist.

Und das kann und darf uns nicht egal sein…

Siehe dazu auch: 10 Strategien der Manipulation

Überzeugt

Wer den letzten Beitrag ganz aufmerksam gelesen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass ich mich hab überzeugen lassen und jetzt bei Facebook angemeldet bin. Gerade Stephans Kommentar hat für mich den Ausschlag gegeben, FB eine Chance zu geben.

Ein paar Freunde, aber vor allem Verwandte habe ich schon dort getroffen. Bis ich mich da aber so richtig reingefuchst habe und auch einen gewissen Mehrwert davon habe, wird wohl noch etwas Zeit vergehen.

Behilflich ist auf jeden Fall der Bruteforcer mit seinem Blog. Da stehen viele sehr hilfreiche Sachen über Facebook.

Mein Profil:
Stefan Praß

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Soll ich oder soll ich nicht

Ich überlege gerade…

Wenn die folgenden Zeilen meine Verlobte und meine ehemalige Mitbewohnerin lesen werden, dann höre ich sie schon lachen.

Denn ich überlege gerade ernsthaft.

Soll ich mich bei Facebook anmelden?

MeinVZ ist für mich keine Alternative, da es bestenfalls national beschränkt ist.

Stayfriends ist ganz nett, um ehemalige Mitschüler wiederzutreffen. Aber 2 Euro pro Monat und trotzdem mit Werbung vollgespamt werden ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Was auch der Grund ist, warum ich meine web.de-Clubmitgliedschaft gekündigt habe.

Facebook…naja ist Facebook. Verkauft meine Daten bei erstbester Gelegenheit und ändert die AGBs mal kurzfristig wie es ihnen passt. Alles schon passiert und gelesen…

Aber mal ernsthaft. Ich blogge. Lege mein Privatleben also eh mehr oder weniger offen ins Internet. Was weiß ich, was irgendwelche Robots an Daten daraus ziehen und zusammenhängen. Gelte ich vielleicht schon als linksradikaler Brandstifter?

Eine Suche bei Google zeigt sowieso erstmal ganz andere Stefan Praß als mich. Jedenfalls habe ich noch keine physikalische Fakultät von innen gesehen noch habe ich was mit Unternehmensgründungen zu tun. Und mir geht es auch nicht darum, bei Google ganz oben zu landen.

In erster Linie soll das Blog ja den einen oder anderen unterhalten und Verwandte, die weiter weg sind, es ermöglichen, an unserem Leben wenigstens etwas teilzuhaben. Und darum geht es mir auch bei Facebook. Ich will wenigstens die Möglichkeit haben, mich mit Bekannten dort auszutauschen ohne monatlich für eine zusätzlich werbefinanzierte Plattform Geld auszugeben.

Deswegen jetzt die Frage: Soll ich mich bei Facebook anmelden oder ja nicht?

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Facebook ist gar nicht so böse

Weiß sogar extra 3. *hehe*

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Lenas ESC-Sieg und ihre Folgen für die deutsche Gesellschaft

Nach 28 Jahren schafften es Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab den Eurovision Song Contest wieder nach Deutschland zu holen. Viel hat sich getan in der Zeit. Deutschland wurde wiedervereinigt, der kalte Krieg beendet und neue Feindbilder geschaffen.

Leider ist auch mit dem letzten Sieg im damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson genannten Wettbewerb zeitlich etwas anderes verbunden. Der Politikwechsel im damaligen Westdeutschland, der uns 16 Jahre lang einen in wichtigen Fragen schweigsamen Bundeskanzler einbrockte und dessen Führungsstil die aktuelle Bundeskanzlerin auch gerne kopiert.

Nun ist es ja so, dass Lena Meyer-Landrut die deutsche Nation in zwei Lager spaltet. Die einen mögen das Geplärre des ESC gar nicht oder besitzen nicht mal einen Fernseher. Es soll sogar Leute geben, die hassen Lena (garantiert eine Gruppe bei IrgendwasVZ und Facebook wo ich nicht angemeldet bin).

Aber es gibt auch Leute, die haben den ESC genau verfolgt (Hallo Süße!^^) wegen Lena oder respektieren ihren Verdienst den sie für Deutschland geleistet hat. Es soll sogar Leute geben, die lieben Lena (garantiert eine Gruppe bei IrgendwiesowasanderesVZ und Facebook, wo ich was? Richtig, nicht angemeldet bin).

Aber Fakt ist: Deutschland bleibt gespalten. Deutschland steht am Abgrund und es bedarf tatkräftiger Unterstützung unserer regierenden Oberschicht.

Und die fackelte nicht lange. Am Montag gab unser Bundespräsident seinen sofortigen Rücktritt bekannt und schrieb seinerseits Geschichte, als erster Bundespräsident der während seiner Amtszeit mit sofortiger Wirkung zurücktrat (Lübke trat nicht wirklich zurück, sondern verzichtete auf sein Amt, dass er bis zum Ende seiner Amtszeit jedoch fortführte).

Unsere Regierung, die ein feines Gespür für das Volk hat, reagierte ihrerseits mit einem genialen Schachzug. Statt jetzt einen Kandidaten vorzuschlagen, der zwar auf allgemeine Zustimmung stoßen würde, würde letzten Endes doch nur wieder zu Streitereien führen. Denn wen nehmen? Hans-Jürgen Papier, den ehemaligen Präsident des Bundesverfassungsgerichts? Jutta Limbach, die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts? Oder vielleicht doch Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche?

Nein, dass würde eine Entscheidung schwer machen und den tiefen Riss in der deutschen Gesellschaft, den Lena zu verantworten hat nicht kitten, sondern im Gegenteil nur vertiefen.

Unsere Regierung erweist sich in diesen Tagen als viel weitsichtiger. Unter tatkräftiger Mithilfe der Medien, die mit einseitigen Umfragen ihre Leser manipulieren, wird eine Kandidatin in den Ring geworfen, die auf so große Ablehnung stößt, dass alle (und ich meine alle, wirklich alle) fassungslos mit dem Kopf schütteln und gemeinsam einen Satz rufen, der mit jeder Stimme lauter wird: Not my President!

Dazu kann ich nur sagen: Schön, dass wir eine so tolle Regierungskaste haben, die ihren politischen Klüngel derart unverhohlen ausleben, dass alle was davon haben. Die Politiker das Geld, die Lobbyisten die Macht, die Medien ein Thema, die Unternehmer noch viel mehr Geld und die Bürger die Unterhaltung.

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