Was danach geschah

Nun hatten wir ja das Glück, dass unser Bett nicht sooo weit entfernt war. Das Hotel spendierte uns aus gegebenen Anlass ein Hotelzimmer, was den unschätzbaren Vorteil hatte, dass wir keine böse Überraschung erlebten. Denn der eine oder andere glaubt, dass es Brauch ist, dem Hochzeitspaar die erste Nacht so schwer wie möglich zu machen. Und dabei sind Erbsen im Bett noch das harmloseste…

Lange schlafen ging dann aber trotzdem nicht, da um 11 Uhr die Zimmer bereits verlassen sein mussten. Also sind wir um halb neun (so der Plan) vom Wecker geweckt worden. Wach waren wir aber schon um acht! Geduscht und ab zum Frühstück. Und dort, und das war besonders schön, trafen wir noch einige Gäste von der Hochzeitsfeier. Kollegen und Freunde, von denen man sich dann noch mal richtig (und nüchtern^^) verabschieden konnte, bevor es auf die große Reise ging.

Noch schnell die Geschenke ins Auto geladen und ab nach Sillenstede zu den Schwiegereltern. Dort wieder die Geschenke ausgeräumt und dieselben dann im Eilverfahren nach Dollarscheinen abgesucht. Denn es waren so einige Dollars in den Geschenken versteckt und es wäre ja doof, wenn die in Deutschland blieben.

Ehe wir uns dann versahen, saßen wir bereits im Auto mit meiner Cousine und ihrer Tochter, also meiner Nichte zweiten Grades auf den Weg nach Bochum. Bis zur A1 ging auch alles glatt, aber kurz vor Lotte kam im Radio die Info…acht Kilometer Stau vor Lotte. Zu spät zum Abfahren, rechtzeitig zum reinfahren. 😦

Und dort standen wir dann geschlagene zwei Stunden, eher noch eine halbe Stunde mehr, so rum. Jedoch hatten wir das Glück, übrigens zum zweiten Mal in unserem Leben, das direkt vor uns die Autobahn wieder freigegeben wurde. Grund waren Aufräumarbeiten nach einem LKW-Unfall. An einem Sonntag! Ein LKW-Unfall! 👿

So kamen wir dann doch sehr spät in Bochum an. Zu spät für Susanne, sich noch bei ihren Freunden zu verabschieden. Sie ging wenigstens noch zu ihrer besten Freundin rüber, um sich von der zu verabschieden. Die Zeit nutzten wir, um unsere müden Glieder mit Beinwell einzureiben. Vorher waren wir nicht im Bermuda3eck verschollen, um Alisa und Susanne für ihre Fahrdienste und die Übernachtungsmöglichkeit und überhaupt für alles zu danken und entsprechend zum Essen einzuladen. Fragt mich aber nicht, wie das Restaurant hieß, in dem wir waren. Vielleicht waren wir doch ein wenig verschollen. 😉

Naja, nachdem wir satt, die Beine gepflegt und die Freunde verabschiedet waren, ging es dann ins Bett. Schließlich sollte der nächste Tag noch länger werden.

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Die PERFEKTE Hochzeit Teil 3

Vor dem Vergnügen gab es noch einiges an Arbeit. Denn das ist es, was ein Fotoshooting ist. Harte Arbeit. In Zukunft werden wir nicht mehr über den Model-Job lästern.

Wir sind von Dany zum Schlosspark in Jever gefahren worden, wo Dany der Kristen zur Hand ging und wir uns in Pose schmeißen durften. Eigentlich stehe ich auch überhaupt nicht auf solch gestellte Bilder, aber

1. heiratet man nur einmal (oder zweimal, aber nur einmal richtig…^^)

2. fiel mir das Lächeln nicht im Ansatz schwer, weil mir die Sonne sowieso aus dem Hintern schien und

3. sollen auch ein paar schöne Bilder unter den Hochzeitsfotos sein und das geht nun mal nicht spontan…

Also sind wir über Stock und über Stein, lächelten und küssten und rannten und posten rum. Die Zeit verging wie im Fluge und ehe wir uns versahen, waren wir bereits spät dran.

Die Feier

Nun kamen wir noch so pünktlich beim Schützenhof an, dass ich unser Gepäck in unser Zimmer bringen konnte. Was einmal um den ganzen Schützenhof herum zu laufen war…was tut man(n) nicht alles…

Danach hieß es in Position gehen und die Gäste begrüßen und deren (wirklich wunderschönen) Geschenke sowie ihre Glückwünsche entgegen zu nehmen. Eigentlich hätte jetzt Sophie da sein sollen, damit sie die Geschenke an den Geschenketisch bringt, aber der Service vom Schützenhof war schneller. Und vor allem anwesend. Denn Sophie und Markus sollten sich noch etwas verspäten.

Wer schon mal geheiratet und entsprechend größer geheiratet hat, weiß, dass einem schnell der Überblick verloren geht. Viele Menschen strömen auf einen zu, der DJ will auch noch was und egal wie viel die Trauzeugen sich im Hintergrund um andere Dinge kümmern…es ist Trubel ohne Ende für das Brautpaar. Das beste daran ist aber, dass man es überlebt. Überwiegend. 😉

Irgendwann saßen wir dann alle am Tisch und meine Nervosität stieg aufgrund der noch zu haltenden Rede immer mehr. Da fiel mir der Grund für Markus‘ Verspätung und sein Hochzeitsgeschenk auf. Leider hatte ich an dem Abend weder die Zeit noch die Ruhe mir seine aktuellst gehaltene Hochzeitszeitung genau anzuschauen. Aber alleine die Tatsache, dass er bis zuletzt an der Zeitung geschrieben hat und sie kurz vor der Feier erst ausgedruckt hat…meinen allergrößten Respekt. Das hat er wirklich gut gemacht. Aber schreiben kann der Gute ja.

Meine Rede habe ich dann ungewohnterweise doch recht gut über die Lippen gebracht und für meine Verhältnisse sogar langsam und deutlich gesprochen. Diese Ansicht hatte ich aber eher exklusiv. 😉

Danach konnte es eigentlich losgehen. Ging es auch…mit dem Buffet. Das Essen war im Schützenhof, wie erwartet, spitze. Auch wenn sich mein Appetit in Grenzen hielt und damit auch meine Übersicht an den vorhandenen Nahrungsmitteln. Ich hatte nichts, was verbesserungswürdig gewesen wäre.

Und nach dem Essen konnte die Feier dann richtig losgehen. Fast. Denn Dany hatte, unter eindeutiger Mithilfe unserer Eltern, eine Diashow des Brautpaares angefertigt, unterlegt mit allzu passender Musik. Sehr schön, und wieder wurden die Taschentücher gezückt.

Und danach ging es dann auch wirklich los. Die letzte Nervosität wurde nach unserem Eröffnungstanz dann vollends abgelegt. Und ich denke, unser Lied von den Proclaimers kam gut an. Hat garantiert noch keiner von den anwesenden Gästen als Eröffnungstanz erlebt und wird es wohl auch nicht wieder.

Ab jetzt gaben wir dem DJ das Heft in die Hand und der machte seine Sache wirklich gut. So eine Party steht und fällt ja mit dem DJ. Und unser DJ war richtig gut. Auch wenn er zu Anfang den einen oder anderen Gast zum Raucher gemacht hat (meine Kollegen wissen, was ich meine^^).

Im Ernst, mein Namensvetter war top und er hat sich ein Foto von Graceland wirklich verdient. Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können. Er, die Gäste, die schönen Überraschungen, das gute Essen und der aufmerksame Service waren die Garanten für die schönste Party, die ich je erleben durfte. Und ich bin mir sicher, Steffi denkt genau so.

Bis halb fünf zappelte der harte Kern noch vor sich hin, um halb sechs waren wir dann „doch schon“ im Bett. Total erschöpft, aber glücklich. 🙂

Die PERFEKTE Hochzeit Teil 2

Oder: Der sakrale Teil…

Steffi verließ nach einem schnellen gemeinsamen Frühstück das Haus um ihren nächsten Friseur- und ersten Kosmetiktermin wahrzunehmen. Ich wartete indes noch auf den Anruf meines Vaters, dass mit meinem Reisepass alles glatt gegangen ist. War es aber nicht. Wollte er mir jedenfalls weis machen.

Es gab wohl Probleme, meinen Pass zu finden. Als mein Vater aber darauf hinwies, dass sein Sohn nicht mehr Praß sondern Grenz heißt und folglich mal unter G zu gucken wäre, hatte sich das Problem erledigt.

Das mit dem Reisepass ist sowieso ne „komische“ Geschichte…

Im Dezember beantragte Steffi ihren Reisepass. Ich wurde wieder nach Hause geschickt, da durch meine Namensänderung eine Beantragung erst frühestens drei Monate vor der Trauung möglich ist.

Also bin ich im Januar wiedergekommen. Fingerabdruck, Foto und Antrag auf Eheschließung abgegeben. Bezahlt und alles klar. Fehlte nur noch der Abholungsschein. Nene, den Reisepass kann ich mir nach der Eheschließung abholen…

Tja, aber ich heirate in Friesland und der Termin ist um elf Uhr. Und ne Stunde braucht man schon, um nach Delmenhorst zu kommen…und das „Bürgerservice“-Büro hat nur bis 13 Uhr auf.

Alles doch gar kein Problem, das Büro hat auch am Samstag auf…

Ach ja, wie schön. Nur da wollte ich kirchlich heiraten.

Ja früher, früher haben sie die Pässe noch zum jeweiligen Standesamt geschickt…

Naja, wenn ich schon mal hier bin, könnte ich ja gleich noch den neuen Personalausweis beantragen.

Ne, das ginge mit dem neuen nicht mehr, wenn sich der Name ändert. Früher, ja früher ging das noch…

Tja, früher hatten wir auch noch einen Kaiser…

Aber zurück zum Thema. Ich hatte also meinen Reisepass, in Dortmund sollte nichts schlimmes passieren. Und das Wetter schien auch gut zu werden. Ein perfekter Tag für eine Hochzeitsfeier.

Ich machte mich fertig und schmiss mich diesmal in meinen guten (und verdammt teuren) Anzug *sponsored by Daddy*, den ich aus zwei Gründen nicht am Vortag an hatte.

1. Sollte den Steffi noch nicht sehen.

2. Wollte ich ein versehentliches dreckig machen auf jeden Fall verhindern.

Ich stand da also mit meinem Anzug so rum, als der gerade mit meinem Vater eingetroffene Johann an meiner Hose einen Riss feststellte. Gehört wohl irgendwie dazu…

Seine Frau Marlies hat dann schnell mit Nadel und Faden die Hose wieder fit für den ganzen Tag gemacht.

Aber diese Aktion sorgte dafür, dass meine Aufregung deutlich stieg. Denn jetzt war mir ernsthaft bewusst, dass irgendwo, irgendwas, irgendwie mit irgendwem passieren konnte. Also passt bloß auf.

Um kurz vor halb zwei ging es zu Fuß Richtung Kirche. Die Gäste konnten der Spur folgen, welche meine feuchten Hände hinterließen. Ich konnte auch nur noch die begrüßen, die ich überhaupt registrierte. Und ich glaube, dass waren nicht sehr viele.

Ich schnappte mir also unser neues Stammbuch, stellte mich auf meinem Platz…und wartete…und wartete…und wartete…

Eigentlich hieß es, dass die Braut schon vorgefahren wäre. Wo zum Henker bleibt die also?! Und wo ist überhaupt der Pastor?

Um viertel NACH zwei kam dann der Pastor rein gerannt. Und das war dann auch das Einzige, was an diesem Tage schief ging. Der Pastor hatte sich auf 15 Uhr eingestellt und saß folglich noch im Gemeindehaus und faltete die Gemeindebriefe. Als Achim ihn dann rausklingelte, weil er und Steffi draußen ebenfalls warteten, wurde gar nicht lange diskutiert. Er schmiss sich seinen Talar über und kam rüber gerannt. Davon kriegte ich drinnen natürlich nichts mit.

Nun war er ja da und konnte uns den Segen Gottes geben…oder so. Wir sangen noch ein paar Lieder, steckten uns wieder die Ringe über und bezeugten unsere Absicht…mit Gottes Hilfe. Danach gingen wir und vermehrten uns. Danach setzten wir uns noch mal hin und mussten nicht singen, sondern es wurde singen gelassen. Denn war wir Dany schon für ihre kirchliche Trauung organisierten, dass hatte sie auch für unsere hinter unserem Rücken (wortwörtlich) organisiert. Und uns schoss das Wasser in die Augen. Denn hinter uns begann mit Gitarrenbegleitung eine Frau UNSER Lied zu singen (für Nicht-Amerikaner oder Nicht-Proxianer). Das war einer der schönsten Überraschungen des Tages.

Kurze Zeit später ging es dann raus in die Sonne, wo wir dann reichlich Hände schütteln durften. Und, wie sollte es anders sein, tausendfach beknipst wurden.

Nachdem das alles geschafft war, konnten wir kurz bei einem (oder zwei, oder drei) Stücken Apfelkuchen verschnaufen, bevor es dann zum Fotoshooting ging. Davon und von unserer Feier erzählt dann der letzte Beitrag.

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Die PERFEKTE Hochzeit

Das Ganze ging schon am Donnerstag los. Nachmittags sind wir gen Friesland aufgebrochen und richteten uns auf einen ruhigen, sehr ruhigen Abend ein. Natürlich bekam ich die Bewegungen vor der Haustür mit, aber die Fähigkeit, eins und eins zusammenzuzählen gelang mir nicht mehr wirklich.

Es waren die Nachbarn von Steffis Eltern, die auch Onkel und Tante beinhalten, die einen Hochzeitskranz aufhingen und mit uns begießen wollten.

Eines der Nachbarpärchen, die erst das vorherige Wochenende geheiratet hatten, blieben länger und der Abend wurde noch etwas gefühlsduselig aber sehr schön. Ich zog es vernünftigerweise vor, gegen elf Uhr das Bett aufzusuchen. Steffi torkelte eine gute Stunde später hinterher.

Die standesamtliche Trauung

Morgens war ich es nicht, der den Kater hatte. 😉

Und ich war es auch nicht, der früh aufstehen musste, weil man einen Friseurtermin hatte. 😉

Ich hatte alle Zeit der Welt, meinen günstigen Anzug anzulegen und auf meine Fast-Gemahlin zu warten. Um elf Uhr sollte die Trauung sein und um viertel nach zehn war von der Prinzessin immer noch nichts zu sehen.

Vorher erlaubte ich mir noch, meinen Vater in den April zu schicken, indem ich ihn zu uns nach Hause lotste, weil dort Steffis Pillen wären, die sie unbedingt braucht. Dort lag aber nur ein Zettel auf dem „April, April!“ stand.

Gut, es gab sicher schon bessere Aprilscherze, ich bin eh kein Freund davon, schon gar nicht, wenn ich in den April geschickt werde. Zumal ich mein Buch in Delmenhorst vergessen hatte und das schon gerne weiterlesen wollte. So jagte ich meinen Vater telefonisch noch durch die Wohnung, um tatsächlich vergessene Gegenstände einzusammeln…

Zwanzig nach zehn brauste die Süße dann endlich durchs Haus um sich schnell anzuziehen. Beim Friseur saß sie etwas zu lange rum, was die Friseurin recht gleichgültig abtat und für leichte Verstimmung bei der Braut sorgte. Aber wir waren pünktlich dort und bereit für etwas Liebe die Vermählung.

Und die ging ganz locker vonstatten. Die Standesbeamtin hatte eine schöne Rede vorbereitet und spulte diese auch gekonnt ab. Nach nicht mal einer halben Stunde waren wir Mann und Frau. Nur der Hochzeitskuss kam irgendwie zu kurz. Beim Ringtausch durften wir nicht so wirklich und danach wurden wir auch nicht mehr richtig dazu aufgefordert…

Schwamm-drüber-Blues.

Anschließend wurde mit den Anwesenden und einem Gläschen Sekt angestoßen. Dany und Markus hatten eine kleine Überraschung für uns vorbereitet, in der wir ein paar Luftballons gen Himmel befreiten und danach durften wir in der offenen Mühle ein paar Erinnerungsfotos schießen lassen. Dafür war Kristen da und hat uns gekonnt in Pose stellen lassen.

Bei 12 Grad Außentemperatur war das nicht immer ein Vergnügen.

Nun waren wir früh fertig und konnten zum Essen fassen zum Antonslust. Hupenderweise versteht sich. 🙂

Und dort gab es für die Männer das „Big Anton“, welches bei unserem letzten Besuch im Antonslust nicht gab. Von daher war das schon ein weiteres Mosaiksteinchen für eine perfekte Hochzeit. Ein 350g schweres Mosaiksteinchen. 😉

Nach wirklich netten zwei Stunden trennten sich die Wege meiner Eltern und meines Bruders von unseren. Die drei fuhren zurück nach Delmenhorst um noch dieses und jenes zu erledigen kaufen. Das frisch vermählte Paar zog sich dagegen nur kurz um und fuhr zu Dany, wo man noch etwas mit dem gemeinsamen Neffen spielte, Bier trank und was noch wichtiger ist, Pizza bestellte. 😀

Gespielt wurde auch noch, aber zu gediegener Zeit wurde der Rückweg angetreten, wo uns der Vater schon auf der Einfahrt begrüßte. Drinnen war sein Schwager eingefallen und unterhielt mal wieder die Massen. Unsereins wollte sich das dann doch zu so später Stunde nicht mehr antun und ging ins Bett.

Dies war der standesamtliche Teil. Der Beitrag zur kirchlichen Trauung folgt hoffentlich morgen.

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Inkonsequent vor Gott

Letzten Samstag hatten wir unser Gespräch mit dem Pastor, in dessen Kirche wir am 02. April heiraten werden. Groß vorbereitet habe ich mich nicht, ich hatte eh nur eine Frage auf dem Zettel:

Muss ich mit Gottes Willen mein Ja-Wort abgeben?

Am Freitag rief dann noch mal Steffis Schwester an, die uns mit einigen Ratschlägen für das Gespräch versorgte:

Bereitet euch auf das Gespräch vor.

Habt Kirchenlieder parat.

Stellt euch den Ablauf vor.

Habt einen Trauspruch parat.

Bereitet euch auf das Gespräch vor.

Ich erwähnte, dass Steffi wohl schon eifrig an einem Trauspruch dabei ist und auch schon Lieder rausgesucht hat. Und erzählte beiläufig, dass mir nur wichtig ist, dass ich meinen eigenen Willen bekunden kann. Um Gottes Willen (Achtung! Wortspiel^^), das solle ich lieber nicht machen. Der Pastor würde, verständlicherweise, sofort eine Diskussion über Gott anfangen. Und wenn er merkt, dass ich total uneinsichtig bezüglich der Existenz Gottes bin, kann er auch die Hochzeit ausfallen lassen, da er nicht verpflichtet ist, uns zu trauen.

Das war der Moment, wo ich mich spontan entschlossen habe, die Frage doch nicht zu stellen.

Das gestand ich gestern auch meinen Kollegen, die das in anderer Hinsicht nicht verstanden haben. Denn wenn ich nicht an Gott glaube, warum heirate ich dann in einer Kirche? Gute Frage, die ich nur damit beantworten kann, dass ich nicht unbedingt in einer Kirche heiraten muss. Es ist der Wunsch der Frau kirchlich zu heiraten. Und zwar nicht in irgendeiner Kirche, sondern in der Kirche, in der sie selber kirchendienstlich tätig war und von der sie schon als kleines junges Mädchen geträumt hat zu heiraten. Und ich jetzt der glückliche bin, der neben ihr vor dem Altar sitzen darf. Da interessiert mich eine imaginäre Gestalt mal herzlich wenig. 😉

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Mein Bruder, der Benchmarker

Mein Bruder hat ja auch so ein Blog-Dingens. Dort veröffentlicht er gerne mal eigene Benchmarks von Browsern.

Ich persönlich gebe ja nicht viel auf so Benchmarks. Die meisten sind genau auf die Bedürfnisse des zu testenden Geräts oder Software angepasst. Ich bewerte z.B. eine Grafikkarte nicht nach der besten Pixel-Anzahl in dem und dem Spiel, sondern auf den Energieverbrauch.

Bei mir hat sich als Browser seit ca. einem Jahr Google Chrome durchgesetzt. Markus testet aber nicht nur Chrome, sondern auch Firefox, Safari und den Internet Explorer. Kommt eine neue Version, lässt er diese wieder durch seinen Benchmark-Parcours laufen und veröffentlicht die Ergebnisse.

Jetzt, im Zuge der Veröffentlichung von Firefox 4 hat auch n-tv die Browser mal verglichen. Und erwähnt dabei auch das Blog meines Bruders. Ist er natürlich stolz drauf. Und ich auf ihn.

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Sturer Dickkopf

Wer glaubt, dass eine Hochzeit ein Projekt ist, der irrt gewaltig. Eine Hochzeit ist in meinen Augen definitiv ein Prozess, welches nicht unbedingt mit der Trauung endet.

Sicher könnte man als Unbedarfter glauben, dass eine Hochzeit ein Projekt ist. Es ist (meistens) ein einmaliger Vorgang, der ein festgelegtes Ziel beinhaltet. Man plant, geht strukturiert vor, analysiert, vergleicht und beendet das Projekt mit dem Ja-Wort.

ABER: In einem Projekt gibt es keine Hochzeitsgäste…

Und so ist man gezwungen, in diesem prozessorientierten Projekt, so nenne ich das jetzt mal, ständig bestehende Pläne umzuschmeißen und neu zu organisieren.

Am Samstag telefonierte ich „kurz“ 😀 mit meiner Mutter. Eigentlich rief ich nur an, um sie bezüglich des Geburtstages ihres Bruders zu befragen. Der wäre am letzten Freitag 70. geworden. Naja, und während wir sie so redent, erzählt sie mir, dass ihr Vater nach der Hochzeitsfeier nicht in Friesland übernachten will, sondern nach Hause fährt…

Mein Großvater ist über 90! 😯

Nun ist es von Friesland nach Delmenhorst nicht sooo weit (ca. 90km). Aber nach einem langen Tag hätte ich keine Lust, die Strecke zu fahren. Und man weiß ja nie, wie Anfang April das Wetter ist. Ich hoffe natürlich, dass es sehr gut ist. Klar. Aber wenn es regnet, dann ist die Sicht meines Erachtens nicht sooo gut.

Und auf so einer Feier will man ja auch ausgelassen feiern und sich nicht noch Sorgen um seine Großeltern machen müssen. Klingt vielleicht egoistisch. Ist aber so.

Also rief ich, nachdem ich schon nicht gut geschlafen und mich hin und her gewälzt habe, am Sonntag morgen bei meinem Großvater an, um ihn, ohne jegliche Contenance zu wahren, auf sein dummes und sinnloses Verhalten anzusprechen. Schließlich haben wir ja ein verdammt günstiges Zimmer für die beiden organisiert.

Ich weiß ja nicht, wie Großväter sonst so sind. Ich habe nur den einen und auch Steffis Familie ist mir mit Vergleichsmöglichkeiten keine große Hilfe. Aber meiner kommt dann nur mit so Sprüchen wie

Das macht mir nichts aus.

Das ist doch nicht weit.

Regen stört mich nicht.

Das hat früher immer gut geklappt.

Lasst Euch mal beim Feiern nicht stören.

Und so weiter.

Am Ende habe ich mir den Mund fransig geredet und hätte die Zeit (und die Worte) auch mit der Wand hinter mir verbringen können. Es hat nichts gebracht, was mich zu der Äußerung gegenüber meiner Schwiegermutter in Spe hinriss:

Sollte ich jemals als sturer Dickkopf aufgefallen sein oder in Zukunft auffallen…dann liegt das bei mir an den Genen…

Jetzt ist ein günstiges Zimmer in Sillenstede frei, dass ich gerne jemandem aus meiner Familie anvertrauen möchte. Deshalb habe ich noch mal meine Cousinen mütterlicherseits (ist ja auch ihr Vater, dem ich das freie Zimmer zu verdanken habe…) angerufen, um sie in geradezu devoter Weise anzuflehen, doch noch zur Hochzeit zu kommen.

Mal schauen, eine Antwort steht noch aus.

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Überzeugt

Wer den letzten Beitrag ganz aufmerksam gelesen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass ich mich hab überzeugen lassen und jetzt bei Facebook angemeldet bin. Gerade Stephans Kommentar hat für mich den Ausschlag gegeben, FB eine Chance zu geben.

Ein paar Freunde, aber vor allem Verwandte habe ich schon dort getroffen. Bis ich mich da aber so richtig reingefuchst habe und auch einen gewissen Mehrwert davon habe, wird wohl noch etwas Zeit vergehen.

Behilflich ist auf jeden Fall der Bruteforcer mit seinem Blog. Da stehen viele sehr hilfreiche Sachen über Facebook.

Mein Profil:
Stefan Praß

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Soll ich oder soll ich nicht

Ich überlege gerade…

Wenn die folgenden Zeilen meine Verlobte und meine ehemalige Mitbewohnerin lesen werden, dann höre ich sie schon lachen.

Denn ich überlege gerade ernsthaft.

Soll ich mich bei Facebook anmelden?

MeinVZ ist für mich keine Alternative, da es bestenfalls national beschränkt ist.

Stayfriends ist ganz nett, um ehemalige Mitschüler wiederzutreffen. Aber 2 Euro pro Monat und trotzdem mit Werbung vollgespamt werden ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Was auch der Grund ist, warum ich meine web.de-Clubmitgliedschaft gekündigt habe.

Facebook…naja ist Facebook. Verkauft meine Daten bei erstbester Gelegenheit und ändert die AGBs mal kurzfristig wie es ihnen passt. Alles schon passiert und gelesen…

Aber mal ernsthaft. Ich blogge. Lege mein Privatleben also eh mehr oder weniger offen ins Internet. Was weiß ich, was irgendwelche Robots an Daten daraus ziehen und zusammenhängen. Gelte ich vielleicht schon als linksradikaler Brandstifter?

Eine Suche bei Google zeigt sowieso erstmal ganz andere Stefan Praß als mich. Jedenfalls habe ich noch keine physikalische Fakultät von innen gesehen noch habe ich was mit Unternehmensgründungen zu tun. Und mir geht es auch nicht darum, bei Google ganz oben zu landen.

In erster Linie soll das Blog ja den einen oder anderen unterhalten und Verwandte, die weiter weg sind, es ermöglichen, an unserem Leben wenigstens etwas teilzuhaben. Und darum geht es mir auch bei Facebook. Ich will wenigstens die Möglichkeit haben, mich mit Bekannten dort auszutauschen ohne monatlich für eine zusätzlich werbefinanzierte Plattform Geld auszugeben.

Deswegen jetzt die Frage: Soll ich mich bei Facebook anmelden oder ja nicht?

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Neulich auf dem AB*

„Ja, hallo Stefan. Ich habe gerade Deine Nachricht gehört, vielen Dank für Deine Einladung.

Ich werde mit *Name des Schwiegersohns* und *Name der Tochter* kommen. Und *Name des Ehemannes* wird nicht mitkommen, der hat Frühschicht und ist wahrscheinlich zu müde. Aber wie gesagt, ich werde dabei sein und ich freu mich schon.

Bis dann. Tschüß.“

Hier könnte es zu Ende sein. Nicht aber für die Anruferin:

„Ach so, übrigens hier ist *Name der Anruferin* Falls das…falls Du das nicht gehört haben solltest.“

Die Stimme haben wir schon wieder erkannt. Und die Nummer ist im Telefonbuch gespeichert. Aber nach dem auch noch all die bekannten Namen – die ich hier absichtlich nicht wiedergebe, schließlich will ich die andere Tochter demnächst noch heiraten 😉 – aufgezählt hat, war das nicht mehr so schwer zu deuten, wer am Telefon ist.

* AB = Anrufbeantworter.

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