Frauenversteher

Nun ist Japan also Fußballweltmeister der Frauen geworden. Was mich freut, haben die Japaner mal bessere Nachrichten als das leidige Atomkraftthema (was dennoch nicht aus den Augen verloren werden sollte!).

Mir war das ja von Anfang klar, dass die Japaner Weltmeister werden würden. Lässt sich hinterher natürlich immer sagen und leider habe ich auch nicht darauf gewettet. Aber das liegt daran, dass ich mein Geld nicht für Wetten ausgebe (und in diesem Falle wieder einnehme…). Ich habe sogar den einen oder anderen Zeugen, dass ich mich bereits sehr früh auf ein Finale gegen die USA festgelegt habe.

Als ich dann gestern in der zweiten Halbzeit dazuschaltete und mir das Spiel so ansah, war ich mir meines Weltmeistertipps nicht mehr so sicher. Letztlich blieb es ja dann doch bei meiner Vorhersage. Was mich zu einem Frauen(fußball)versteher macht. Vielleicht werde ich ja zur nächsten WM (oder die EM, nutzt den Hype!) als Fußballexperte eingeladen. Ich bin bestimmt günstiger als manch Macho, der zufällig Fußball gespielt hat. Aber die Anfahrtskosten sollen schon drin sein. 😉

Japan also. Was mich angesichts mancher Statusmeldungen bei Facebook (via uiuiui) noch mehr freut. Was für mich wiederum ein guter Beweis ist, dass Nationalisten sehr beschränkt ist. Fahnen wedeln kann irgendwie jeder Vollhonk! Beim Denken wird es schon schwieriger…

Und wo wir gerade bei Frauenfußball sind. Die taz informiert darüber, dass die Interviews der Spielerinnen von den jeweiligen Beratern sehr stark beschnitten werden. So weit nichts ungewöhnliches. Das aber falsche Aussagen dazugedichtet werden ist schon ein starkes Stück. Siehe hier und hier.

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Wem die Kirsche glüht

Nach unserer Hochzeitsreise hatten wir zwei frisch Vermählte uns vorgenommen, in nächster Zeit auch Deutschland näher unter die Lupe zu nehmen. Vornehmlich haben wir uns Städtereisen vorgenommen. Dank einer anderen Hochzeit, die uns am Arsch vorbei nicht sooo interessierte, sahen wir uns nach Fluchtmöglichkeiten um und fanden sie im Kirschblütenfest in Elmering-Sußen bei Bad Drecksweiher.

Darauf aufmerksam machte uns der Maskierte, den wir umgehend kontaktierten und spontan einen Termin abmachten. Er verband das Gute mit dem Nützlichen und organisierte noch auf die schnelle einen beruflichen Termin. So blieben seine Kosten niedrig und wir konnten uns auf seine Kosten volllaufen lassen den Weg zur Bank sparen auf dem Kirschblütenfest treffen.

Wir tauschten zur Sicherheit noch die Handynummern aus, schließlich sind meine Ortskenntnisse um Elmering nicht so überragend. Das änderte sich bei der Ankunft in dem beschaulichen Örtchen, denn durch das Fest war das ganze Dorf auf den Beinen und aus den umliegenden Ortschaften die Parkmöglichkeiten erschöpft. Hauptsächlich Autos aus Bad Drecksweiher (BAE) waren zu sehen. Wir kurvten umher, bis wir Elmering fast auswendig kannten, mit Ausnahme des Dorfkerns, wo wir uns mit dem Maskierten treffen wollten.

Auf einer Wiese zwischen Elmering-Sußen¹ und Bad Drecksweiher fanden wir dann tatsächlich eine Möglichkeit, mein süßes Baby zu parken. Ich erspähte ein Taxi und hoffte, den Weg nach Elmering rein nicht laufen zu müssen, da schoss das elfenbeinfarbene Gefährt schon an uns vorbei. Für einen kurzen Moment konnte ich die Augen des Fahrers sehen und es sah aus, als hätte er gerade den Leibhaftigen gesehen. Und seine Haut unterschied sich nicht großartig von der Farbe seines Autos. Dabei dachte ich, auf einem Dorf im Süden Deutschlands geht es gemütlich zu, aber dem Kollegen stand eindeutig die Angst ins Gesicht geschrieben. Wir erfuhren leider nicht, warum…

Na gut, wir sollten es nicht mehr rechtzeitig zum Marktplatz in Elmering-Sußen schaffen und riefen mal lieber den Maskierten an. Erstens ist das Teil unserer guten Erziehung und zweitens sollte der Gute nicht denken, wir hätten ihn versetzt. Er rang sich ein trockenes „Hallo“ aus der Kehle und ich wusste, all zu lange durften wir nicht orientierungslos herum schlendern.

Kaum am Marktplatz angetroffen, erblickten wir auch die auffällige Gestalt am Brunnen. Und darunter saß ein Mann (?) mit Sturmhaube, die, kaum das sie in unsere Richtung sah, aufsprang und auf uns zu rannte. Das Völkchen in Elmering scheint tatsächlich etwas ängstlich zu sein. Denn während der Maskierte auf uns zu rannte, zogen einige um uns herum ihre Handys aus den Taschen. Nach der innigen Umarmung merkte aber auch der letzte Einheimische, dass die Person mit der Sturmhaube keinen explosiven Gürtel umgeschnallt hatte.

Wir schauten jedenfalls noch irrititert, weil wir bis zuletzt nicht sicher waren, ob uns nun Männlein oder Weiblein gegenüberstand. In diesem Internet-Dingens weiß man ja nie. Als der Gute aber so in voller Pracht vor uns stand, war uns klar, so unförmig ist keine Frau eine Sturmhaube trägt eine Frau nicht zu einem Hemd.

Wir gingen über den Marktplatz durch einen kleinen Park und kamen zur Festwiese, wo Kirschbäume (angeblich japanisch) den Platz zierten. Der Maskierte, erfahren wie er mit der Maske nun mal ist, erklärte uns, mögliche Nachfragen bezüglich der Haube mit „seltener Hautkrankheit“ zu beantworten. Sollte uns Recht sein, so standen wir als barmherzige Samariter da, die ihre Freunde trotz Krankheit begleiten.

Wer schon mal auf einem Jahrmarkt in einem kleinen Dorf war, kann sich ungefähr vorstellen, welche Stände aufgebaut waren. Uns interessierten erstmal diejenigen welchen, die die unterste Stufe der maslowschen Pyramide abdeckten. Beim anschließenden Gespräch lernten wir uns näher kennen. Erst machte er mich darauf aufmerksam, dass der menschliche Körper, nicht wie ich neulich schrieb, einer Dehydrierung ausgesetzt ist, sondern einer Dehydration. Ich entgegnete erbsenzählerisch, dass es dann Dehydratation heißen müsste. Woraufhin er konterte, dass im Springer Lexikon der Medizin der Begriff Dehydration synonym für Dehydratation steht. Dieses Argument wischte ich beiseite, mit dem Vermerk, dass man Springer niemals glauben sollte.

Wir redeten jedoch nicht nur über unseren Flüssigkeitshaushalt, wir handelten auch. Man sagt zwar, dass ein gutes Bier drei Brote ersetzt, aber darauf wollten wir uns nicht verlassen und versorgten uns vorsichtshalber noch mit dem einen oder anderen gegrillten Schlachterzeugnis.

Ein Thema wurde jedoch ausgespart und es ist dem Maskierten zu verdanken, dass es dennoch aufs Tapet kam. Die Rückfahrt musste jemand übernehmen. Ich traute mich nicht, diese ehrenvolle und ruhmreiche Aufgabe meiner lieben Frau aufzubürden. Der Maskierte jedoch nahm seinen ganzen Mut zusammen und schaute sie bettelnd flehend wimmernd herzerweichend an. Ich könnte schwören, seine Augen durch die verspiegelte Brille gesehen zu haben.

Jedenfalls nahm Steffi das Angebot gerne an, uns zu fahren und machte aus zwei Männern zwei glückliche Kinder. Womit letztlich klar ist, dass

– Frauen aus Männer Kinder machen können.

– Frauen aus Kinder Männer machen können.

– Männer ihr Lebtag Kinder bleiben.

Bevor Steffi auf vitaminreiche Getränke umschwenkte, genossen wir noch zu dritt Cuba Libre. Und der Cuba Libre genoss zu dritt den Abgang in unsere Kehlen. So ein Cocktail will ja auch nicht alleine sein. Das Festzelt, wo die Cocktailbar stand, war um die Uhrzeit noch nicht so unser, weshalb wir uns kurzentschlossen auf eine Rundreise um die Festwiese begaben. Wir inspizierten jeden Bierstand, und ich meine JEDEN Bierstand, auf ordnungsgemäße Ausführung des Schankbetriebes und können resümierend festhalten: Alles in Ordnung.

Nicht mehr so in Ordnung war der Sitz der Maske bei unserem Begleiter. Kurz vor Ende des Rundgangs wurde der Hals leicht freigelegt und offenbarte einen zwei Zentimeter breiten Streifen seiner Haut. Ich könnte jetzt schreiben, dass er eine weiße Hautfarbe hat. Aber erstens möchte ich den Schutz der Identität nicht verletzen und behalte das für mich. Und zweitens war die Haut nicht mehr sooo weiß, sondern schon mehr ins rötliche verschoben. Kein Wunder bei 28 Grad Außentemperatur. So ganz trocken war die Haube auch nicht mehr. Doch der Identitätsschutz erfordert nun mal auch Opfer.

Auf sein derangiertes Äußeres und dem drohenden Schutzverlust seiner Identität wies ich ihn mit unseren vorher abgemachten Spruch

Wem die Kirsche glüht

hin. Er begriff sofort, nestelte am unteren Ende seiner Haube rum und zog sie sich wieder zurecht.

Nun fühlten wir uns von innen heraus auch gewappnet für die zweitklassigen Ballermann-Hits, die im Festzelt vorgetragen wurden. Wobei sich hier die Frage stellt: Gibt es auch erstklassige Ballermann-Hits?

Wie auch immer, wir stiegen nun zu etwas gesünderem um. Immer nur Hopfen und Malz ist ja nicht so gut für die Figur. Also bestellten wir uns Tee.

Computer? Tee! Long Island. Eisgekühlt.

Steffi ließ sich bunte Früchte im Glas stapeln, was den Maskierten zu einer frotzigen Bemerkung verleitete, die er, kaum das er Steffis Blick erntete, schon bereute.

Häuptling „maskierte lose Zunge“ sollte seine Worte mit Bedacht wählen, sonst geht ihm sein Pferd abhanden

gröhlte ich, und erntete den nächsten bösen Blick von Steffi.

Unser Glück, dass Steffi die Barmherzigkeit in Person ist. Ihr Pech, dass wir beim angekommenen Alkoholpegel nur noch die erste Silbe des Wortes Barmherzigkeit fast fehlerfrei buchstabieren können. Denn jetzt sollte es unbedingt Autoscooter sein. Was sie jedoch komisch fand, konnte sie doch endlich mal mit mir auf einer Kirmes in ein Fahrgeschäft rein. Das glückt ihr sonst nie.

Der Maskierte schmiss 20 Runden für jeden von uns auf den Markt und die waren noch zu wenig. Okay, am Ende machte ich Geräusche wie unsere Katze, wenn sie wieder mal an der Palme geknabbert hat, deren Blätter sie nicht sooo gut verträgt. Aber ich besann mich an mein Motto „Speifrei seit 03“ und überhaupt wollte mein Körper die glückseligmachende Flüssigkeit nicht freiwillig hergeben, auch wenn das Wichtigste bereits gefiltert und in die Blutbahn übergeben wurde.

Aus dem Festzelt dröhnte endlich gute Musik, also gaben wir dem Abend noch eine Chance und schlumpften hinein. Man könnte behaupten, wir sind wegen des Cuba Libres noch mal rein, aber das sind nur Gerüchte. Ich zeigte Steffi, dass unser Tanzkurs sich gelohnt hat und forderte sie auf. Aber entweder war sie bereits müde oder sie hatte keine Lust. Nach einem Lied war bereits Schluss und mit schmerzverzehrtem Gesicht bedankte sie sich für die Einlage und verwies mich zurück an den Tresen, wo der Maskierte schon mit der nächsten Runde wartete.

Kurz vor Mitternacht (gefühlt) erwähnte Steffi, dass es Zeit fürs Bett wäre und ich in meinem Zustand, den ich jetzt hätte, Sex vergessen könnte. Bei mir ans Ohr drangen die Worte

Bett…jetzt…Sex

Hier wurde die neu gewonnene Freundschaft mit dem Maskierten auf die Probe gestellt und er war der Einzige, der sich gegen die Ungerechtigkeit des frühen Aufbruchs zur Wehr setzte, während ich mit meiner Nase den Nacken- und Schulterbereich meiner Herzallerliebsten Molekül für Molekül untersuchte.

Der Weg zum Auto war dann auch gar nicht sooo lang wie es sich noch auf dem Hinweg anfühlte. Ob es am Bier lag, dass wir mitnahmen, oder am schnellen Schritt den wir draufhatten, lässt sich abschließend nicht mehr klären. Steffi war uns jedoch immer voraus, egal wie schnell wir liefen. Kaum das wir sie eingeholt hatten, war sie uns schon wieder zwei Meter voraus. Spöttisch bemerkte sie

Da habt ihr es euch heute aber gegeben.

Ich verstand jedoch nur:

Dir werde ich es heute noch geben.

Worauf ich sofort wieder auf sie aufschloss. Nur um gleich darauf wieder an Boden zu verlieren. Es war wie verhext. Dieses maulwurfhügelige in der Landschaft liegt mir lauftechnisch einfach nicht.

Nach 2 km Fußmarsch waren wir dann auch bei unserem Auto angekommen. Wir stiegen ein, als ein dumpfer Knall mich erschreckte. Ich wollte gerade den Maskierten anrauzen

Das ist ein Auto, meine Schatztruhe mit Fenstern und kein Kühlschrank.

da sah ich, dass er noch gar nicht die Tür zugemacht hat. Er war noch nicht mal richtig eingestiegen, sondern rieb sich nur den Kopf. Passiert sei aber nichts, wie er beteuerte.

Laut lachend scherzten wir im Auto, was Steffi zum Anlass nahm, die Fensterscheiben runterzumachen, um den Schalldruck Gelegenheit zu geben, zu entweichen. Ein Fehler, da wir es waren, die versuchten zu entweichen. In bester Surfer-Manier hingen wir elegant aus dem Fenster und genossen den Fahrtwind. Außerdem nahm ich mir fest vor, dass das nächste Auto ein Sonnendach hat. Oder gleich ein Cabrio ist.

In Bad Drecksweiher legte Steffi den geilsten U-Turn überhaupt hin und kam exakt vorm Hotel zum Stehen, wo der Maskierte uns verließ. Im Rückspiegel sahen wir ihn noch winken, wollte er uns auf seinen bevorstehenden Sprung über die Hecke aufmerksam machen? Und Tatsache, wie einst die berühmte Rosemarie Ackermann² nahm der Maskierte die Hecke in der typischen Straddle-Sprungtechnik . Ich lehnte mich ein letztes Mal aus dem Fenster und applaudierte anerkennend, doch wurde dieser wohl nicht mehr vom Maskierten vernommen. Kurz darauf versank das Hotel im Schleier der Nacht.

Nach kurzer Fahrt kamen wir in Delmenhorst an – unglaublich wie schnell wir angekommen sind, kurz eingenickt, aufgewacht und wir waren da – und es ging stante pede ins Bett. Schließlich ist mir ja was versprochen worden. Bevor mein Kopf auf das dazugehörige Kissen aufschlug, schlief ich auch schon tief und fest…

  1. Historische Ergänzung des Maskenträgers: Das Kirschblütenfest ist eigentlich eine Sußener Tradition, nur die Festwiese liegt in Elmering. Da die beiden Orte aber aufgrund ihrer überschaubaren Größe kaum auseinanderzuhalten sind und die Trennung nur aufgrund eines großbäuerlichen Familienstreits nach einer Heirat des ältesten Sohnes im Jahre Siebzehndrölfzig erfolgte, man sprach zuvor von der Sußener Elm, wurden diese folgerichtig mit der Gemeindereform 1975 wieder zusammengefasst. Um den alten Streit zwischen den Familien Sußen und Elmer vergessen zu machen und die inzwischen gewachsene Eigenidentität der einzelnen Familienteile zu betonen, griff man nicht auf den alten Namen Sußener Elm zurück, sondern schuff den neuen Doppelnamen.
  2. Die in diesen Landen ungleich bekanntere Ulrike Meyfarth ist hier aus zweierlei Gründen nicht lobend erwähnt. Erstens sprang sie den Fosbury-Flop und zweitens ist sie Botschafterin der unsäglichen INSM. Bezeichnend, dass die ostdeutsche Frau Ackermann heute in der Arge arbeitet, während die westdeutsche Meyfarth Lügen der Arbeitgeber unterstützt…
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Flittern in sweet home Alabama (6) – Live and let die

So, noch mal der Aufruf an die Leser, die Augen ordentlich zu reiben. Während ich die letzten Tage mehr Lesestoff statt Bilder präsentierte, wird es heute andersrum sein. Für den Samstag war der Besuch in New Orleans eingeplant. New Orleans, wo sich laut Aussage von Steffi auch Brangelina aufhalten sollten (sie war vor der Hochzeit beim Friseur ;-)) und Schauplatz vieler berühmter Filme, wie Susanne uns sagte. Komischerweise fiel mir auf Anhieb nur ein James Bond Film ein. Darum auch die Überschrift.

Wir waren alle recht fit, selbst ich ignorierte heute das Kratzen im Hals. Wir frühstückten früh und flott, wollten wir doch früh in New Orleans ankommen um auch ja nichts zu verpassen. Das Auto wurde mit den wichtigsten Dingen beladen (Wasser, Mützen, Sonnencreme) und dann konnte es auch losgehen. Noch schnell „Lulu“ machen und auf gehts. Während wir also alle Toiletten des Hauses besetzten, lud Jörg noch die eine oder andere Tasche ins Auto…und knickte auf der Terrasse mit seinem linken Fuß um…sowas kenne ich ja

Mann der er ist, jammerte er fast gar nicht rum und glaubte, das würde schon gehen. Er hatte noch zwei Stunden Gelegenheit, im Auto den Fuß zu entlasten. Was aber nicht viel brachte, da ihm wohl eine Ader geplatzt ist. Sah Abends auch gar nicht gut aus.

Jedenfalls kam Jörg mit und humpelte entweder hinter uns her oder wartete in Cafés auf uns.

Vor der Ankunft hat der liebe Gott jedoch die Fahrt gesetzt. Und die führte uns durch unseren dritten Bundesstaat, Mississippi.

Der Bundesstaat Mississippi sollte uns jedoch nur als Durchgangsstation dienen, so wie Tage später auf unserer Reise auf eigene Faust.

Wie auch immer, nach kurzer Fahrt kamen wir dann in unserem vierten Bundesstaat an.

Auf der Interstate 10 w bekamen wir, noch sechs Jahre nach dem Hurrikan Katrina die Schäden zu sehen. Damals wurde die Zwillingsbrücke der I-10, die über den Lake Pontchartrain führt, zerstört. Nebenbei bemerkt ist diese Brücke die zweitlängste Brücke der Welt.

Wie Amerikaner nun mal so sind, wird daneben eine neue Zwillingsbrücke gebaut und die alte einfach stehen gelassen. Kostet auch nur unnötig Geld, die alte abzuwracken.

Nach knapp zwei Stunden kamen wir in New Orleans an und wir bewunderten unsere erste richtige amerikanische Großstadt-Skyline und die letzte beeindruckende Skyline in unserem Urlaub.

Netterweise verpasste Susanne die richtige Ausfahrt, was uns nicht nur zu einer Extra-Schleife veranlasste, sondern uns auch die Möglichkeit gab, noch ein halbwegs vernünftiges Foto von De Dome (Hallo Jana!^^) zu machen. Und wo wir gerade bei Superlativen sind. Laut Wikipedia besitzt der Superdome in New Orleans die größte Kuppel der Welt.

Als wir dann die richtige Ausfahrt gefunden haben, ging es auf den Cemetry No. 1, einem für New Orleans typischen Friedhof. Aufgrund des hohen Grundwassers werden dort seit jeher die Menschen überirdisch begraben.

Danach ging es dann Richtung French Quarter. Da Jörg ja etwas langsamer zu Fuß war, hatte ich genug Zeit, jeden Scheiß zu fotografieren, der mir vor die Linse kam. Irgendwann kamen wir beim French Market an, wo wir uns mit lauter Mitbringseln für die Daheimgebliebenen eindeckten. Unter anderem eine Schürze für meinen Vater, Gewürzen für Steffis Mutter und einem T-Shirt für unseren Neffen. So stand uns die Freude über den Erfolg für das nächste Foto ins Gesicht geschrieben.

Danach ging es wieder mal in einen Weihnachtsladen. Aber außer das er größer ist als der in Fairhope und um längen kitschiger, war der nicht besonders. Er fiel immerhin durch seine Außenfassade auf.

Wir gingen weiter Richtung Jackson Square und ließen uns vor der Saint Louis Kathedrale ablichten. Hier trennten wir uns von Jörg, der im Café du Monde auf uns warten wollte (gut das er was zu lesen dabei hatte…).

Wir bogen nach links ab, wo wir uns jemandem vorstellen wollten. Die gute alte Miss Issippi, die durch die Stadt fließt. 😉

Nachdem wir uns ausgiebig mit der alten Dame unterhalten hatten und die Leute um uns herum schon merkwürdig guckten, gingen wir kurz zurück, um uns im Café du Monde zu stärken. Natürlich mit Beignets und einem Kaffee (mit und ohne Lait). Die Sitzgelegenheit nutzten wir auch, um uns noch mal einzucremen.

Frisch gestärkt zogen wir weiter. Jörg trennte sich und humpelte schon mal ins French Quarter, wir schlugen einen Haken, um das einzige noch mit Dampf betriebende Schiff in New Orleans zu bewundern: Die Natchez.

Jetzt, wo wir das abgehakt haben, konnten wir Jörg ins French Quarter folgen. Über Toulouse ging es nach Chartres (jeweils die Street, nicht den Ort ;-))  ostwärts und wir staunten über die viele Live-Musik und den ganzen Menschen auf der Straße. Das war besser als wir uns je vorgestellt haben. Susanne wunderte sich ebenfalls, hatte sie New Orleans so noch nicht erlebt. Die Erklärung war einfach: Es war das Wochenende des French Quarter Festivals.

Da wir die ganze Zeit schlenderten wurden wir von anderen Leuten überholt. So weit, so unspektakulär. Bei einem Pärchen, das uns auf der St. Ann’s Richtung Bourbon Street musste ich jedoch ganz schnell mal den Auslöser drücken. Hatte die da Bierdosen in den Haaren, wie Steffi bemerkte? Und war das überhaupt eine Frau, wie ich bemerkte?

Wir bogen von der St. Ann Street ostwärts auf die Royal Street – ja, wir sind zickzack durchs French Quarter gegangen – wo weitere Bühnen aufgebaut waren und sich Bands am Straßenrand aufgestellt hatten. Auch Schauspieler liefen verkleidet rum oder standen, wie in diesem Fall, reglos da.

Übrigens habe ich diese Figur aus dem James Bond Film noch am intensivsten im Gedächtnis, daher auch meine nicht respektlos gemeinte Mimik im Vordergrund.

Kurz vor der St. Philip Street fingen wir Jörg ein. Die St. Philip gingen wir in nördlicher Richtung und ließen Jörg wieder alleine, der von dort aus schon mal Richtung Auto humpeln wollte. In der St. Philip wurden wir von einer Frau mit Ketten von einem Balkon aus beschmissen. Skandalös sowas. Ich reagierte sofort und fing die Ketten einfach auf. 🙂

Kurz dahinter war ebenfalls eine merkwürdige Frau, die zwar (in meinen Ohren) nicht gut auf ihrem Keyboard spielte, ihr mangelndes Talent aber mit Enthusiasmus locker wettmachte. Mit Erfolg, wie der „Klingelbeutel“ vor ihr beweist.

Dann waren wir endlich in der berühmtesten Straße New Orleans‘, der Bourbon Street. Jetzt, nach unserem Urlaub, wo ich mich hier und da schlau gelesen habe, macht das Foto von der Frau (?) mit dem Bierhaarschmuck auch Sinn. Denn die Ecke Bourbon Street/St. Ann, die sogenannte Velvet Line, ist die Grenze, ab der die Schwulenszene in östliche Richtung ihre Pubs (unter anderem Bourbon Pub) hat. Den Teil ab St. Philip bis St. Ann durchquerten wir todesmutig ahnungslos in westliche Richtung. Ich möchte an dieser Stelle noch mal eben auf meine unbegründete Homophobie hinweisen.

Endlich lag sie vor uns. Der sündige, heterosexuelle Teil der Bourbon Street. Die einzige Straße in Amerika, auf der der öffentliche Konsum von Alkohol (in Bechern, nicht Dosen oder Flaschen) erlaubt ist. Hatte fast schon was von Amsterdam. 😉

Wenn man glaubt, die Amerikaner wären prüde, dann stimmt das wahrscheinlich. Was aber in der Bourbon Street abgeht, passt so gar nicht zu diesem Bild. Und wir waren am frühen Nachmittag dort und nicht, als es dunkel war.

Ab der Conti Street haben wir die Bourbon Street verlassen und sind dann im zickzack-Kurs Richtung Nord-Ost aus dem French Quarter wieder raus und zu unserem Auto zurück. Nicht ohne noch das eine oder andere Erinnerungsfoto zu schießen.

Zum Ende hin gaben wir etwas Gas, weil in der vorderen Körpermitte Druck auf eine ganz bestimmte Region ausgeübt wurde. Kurz vorm Auto holten wir sogar noch Jörg ein, der froh war, endlich wieder sitzen zu können. Als erstes wurde der nächstbeste Laden angesteuert, der eine Toilette aufweisen konnte. Es war ein McDonalds. Das einzige Mal während wir in den Staaten waren, dass wir ein McDonalds betreten haben. Da man was kaufen muss, um das stille Örtchen aufzusuchen, sorgten wir gleich mal für Nachschub für die Blase. 😉

Auf dem Weg nach Hause war eine ganz besondere Route geplant. 25 Meilen entlang der Golfküste entlang fahren. Dafür sind wir (Susanne, berichtige mich, wenn ich falsch liege!) die US 43 nach Süden und mit der 90 ostwärts über die Bay St. Louis gefahren. Ab da führt die Straße direkt am Golf bis nach Biloxi. Eine wunderschöne Tour. Zwischen Pass Christian und Long Beach hielten wir kurz an, um unsere Füße ins Meer zu halten. Nein, das hat nichts mit Reviermarkierung zu tun. 😉

Ob auf unseren Füssen ein Fluch liegt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es sich, kaum das wir wieder im Auto saßen, die Wolken ankamen und die Sonne bedeckten. Scheint vielleicht wirklich ne unheilvolle Kombination zu sein. Sobald unsere Füße Wasser des Golfs von Mexiko berühren, ziehen Wolken auf. Haben wir noch niemandem verraten, weil wir bis dato selber nichts davon wussten…

Auf jeden Fall eine schöne Strecke, die man auch gut im Cabrio genießen kann. Oder seinen Kindern auf der Ladefläche des Pickups gönnen sollte.

Kaum das wir durch Long Beach durch waren, hier ist Name noch Programm, standen wir in einem ordentlichen Stau. Erst dachten wir noch, es hätte einen Unfall gegeben, weil wir bei der nächsten Kreuzung von weitem Blaulichter sehen konnten. Die Polizei war aber nicht mit einem Unfall beschäftigt, sondern damit, die Abbiegemöglichkeit zu sperren, so dass wir (und alle anderen) dem Stau nicht entkommen konnten.

Dafür hatten wir Gelegenheit, einige heftigst aufgemotzte Karren zu fotografieren. Die tauchten auf einmal in einer Frequenz auf, dass das kein Zufall mehr sein konnte.

Aber auch Motorräder gab es das eine oder andere Mal zu bestaunen. Wie eine Harley Davidson „Blues Brothers“ Fan Edition.

Oder drei (3!) Hayabusa-Maschinen.

Vor allem fiel uns jedoch der gestiegene Anteil der afroamerikanischen Menschen auf, die am Straßenrand flanierten. Überhaupt stieg die Zahl der Fußgänger, bis es geradezu Horden waren, die am Straßenrand lang liefen.

Okay, der Anteil der Schwarzen in den Südstaaten liegt bei ca. 50%. Der Anteil der Schwarzen am Straßenrand betrug nach unseren Schätzungen ca. 98%. Was ist hier los?

Wie sich später, um genau zu sein, in Beloxi, rausstellte, war eine Kirmes oder sowas in der Art. Ob die nur für die Afroamerikaner war, hat sich für uns nicht erschlossen. Wir waren sowieso damit beschäftigt, deren gepimpten Autos zu fotografieren. Oder sie um ihre selbstbewussten Frauen zu beneiden.

Angeblich liefen die ganz schrecklich herum. So würde eine Frau nicht rumlaufen…Schade eigentlich. 😉

Hab ich halt irgendwie nicht verstanden. Ob das am mittlerweile nasskalten Wetter lag? Kurz vor Beloxi hatte es ganz leicht zu nieseln angefangen und die Temperatur sank von ca. 30 auf 22 Grad. Nicht unbedingt das Wetter, um im Bikini rumzulaufen.

Jedenfalls hatten wir mal wieder länger gebraucht als eigentlich geplant und kamen am frühen Abend, es war schon 18 Uhr durch, in Mobile an. Dort stand neben uns an der Kreuzung ein ganz besonderer Hot Rod. Das beste Beispiel, dass die inneren Werte zählen und nicht das Äußere.

Kaum angekommen, ging es nach kurzem Umziehen gleich wieder weiter (Armer Jörg). Denn die beiden wollten uns, anlässlich Steffis Geburtstag ins Texas Roadhouse einladen. Und wie in Amerika üblich, reserviert man sich keinen Tisch, sondern bekommt eine Nummer und wird dann, sobald ein Tisch frei wird, zum Tisch geführt. Und zwar von der Bedienung, die einen den ganzen Abend bedient.

Beim Italiener gibt es als kleinen Gruß aus der Küche Bruschetta oder Knoblauchbrot mit Pesto. Bei den Amerikanern gibt es kleine Brötchen mit – Achtung Katrin, das ist nichts für Dich – Zimtaufstrich. Kein Scherz. Mit Zimt sollten wir ein paar Tage später noch ein weiteres Zusammentreffen haben. Anscheinend haben die Amerikaner ein Faible für Zimt. Oder für Weihnachten und erinnern sich darüber an die Weihnachtszeit. Mal bei Gelegenheit im Blog „USA erklärt“ nachfragen.

Ich gönnte mir einen Burger und verpasste damit DIE Gelegenheit, ein echtes amerikanisches Steak zu essen. Aber die waren verdammt teuer und wenn ich eingeladen bin, dann achte ich einfach auf den Preis und esse schon aus Prinzip nichts Teures. Vielleicht beim nächsten Besuch in den USA. 😉

Als wir wieder zu Hause waren, kühlte Jörg erstmal seinen Fuß. Doch der war schon ordentlich angeschwollen. Kein Zweifel, die nächsten Tag würde er davon noch was haben…

O-Ton (18)

Ja, wir leben noch. Nur was soll man schreiben? Meiner einer sitzt krank zu Hause und erlebt nichts berichtenswertes und Steffi sitzt bis spät in der Arbeit.

Nichts interessantes also. Aber kaum ist man in Friesland, überschlagen sich wieder die Ereignisse.

Wenn man überhaupt da hinkommt, nach Friesland. Als wir nämlich von der Autobahn abfuhren, standen wir Richtung Heidmühle im Stau. Das ist uns auch zu blöd, also drehten wir um und fuhren über Roffhausen nach Sillenstede. Am China-Restaurant „Rosengarten“ vorbei. Mit knurrendem Magen.

I: Lass uns doch hier anhalten, Deine Elten anrufen und Bescheid sagen, dass sie herkommen sollen.

S: Nein, vielleicht hat Mama ja was zu Essen zu Hause.

Hatte sie nicht. Aber sie fand es gut, spontan im „Rosengarten“ zu essen. Also sind wir wieder hin.

Nachdem wir uns vollgefressen haben und wieder zurück waren, setzten die Männer sich vor den großen Fernseher…Fußball gucken. Die Mädels verpieselten sich in das kleine Fernsehzimmer. Erika kam sogar extra noch mal rüber um in der Fernsehzeitung zu schauen, was so läuft.

Nach dem Fußballspiel schaute ich bei der holden Weiblichkeit nach dem Rechten. Sie saßen da, jeder eine Flasche Wein und unterhielten sich. In der Glotze lief ein Tatort mit der unglaublich scharfen verdammt gutaussehenden nicht so gut schauspielernden Sawatzki.

I: Oh, ihr schaut Tatort?

S+E: Ja.

I: Worum gehts?

S: Keine Ahnung…

Man sieht eine Fahrstuhlszene. Eine Frau, mit dunkler Sonnenbrille, kein Makeup unterhält sich mit der Kommissarin. Sie scheint in tiefer Trauer zu sein, aber das wäre zu naheliegend, also frage ich:

I: Ist die Frau blind?

S+E: Wieso?

I: Weil sie eine Sonnenbrille trägt. Oder macht sie das, weil sie kein Makeup trägt?

S+E (durcheinander): Die ist in Trauer, deshalb trägt sie eine Sonnenbrille.

I: Was ist das denn für ein Quatsch, deshalb trägt man doch keine Sonnenbrille.

E: Doch, dann sind die Augen so aufgequollen. Und damit man das nicht sieht, trägt sie eine Sonnenbrille.

S: Außerdem hätten wir das mitbekommen, wenn sie blind wäre.

Nächste Szene, die Kamera hält auf den Bürgersteig. Von links kommt ein langer weißer Stab ins Bild, der hin und her geschwungen wird. Die Kamera fährt hoch und man sieht die Frau mit der Sonnenbrille ihren Blindenstock hin und her schwingen…

😀

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Das war es zwischen den Tagen (4)

Und damit war der letzte Tag des Jahres erreicht. Feierten wir die letzten Jahre stets in Friesland, wo wir entweder mit Steffis Familie oder bei vermeintlichen Freunden feierten, wobei mir ersteres immer am liebsten war, so wurden wir dieses Jahr von Tim und Antje zur Silvesterparty eingeladen. Zusammen mit Tims Bruder Stefan und seiner Freundin Anna-Lena, sowie Tims Kumpel Robert mit seiner Freundin Anna-Lena.

Wer jetzt alles doppelt liest, ist nicht betrunken. Wir hatten tatsächlich zwei Stefans und zwei Anna-Lenas vor Ort. 😀

Tim schickte rechtzeitig eine Aufgabenverteilung rum. Wir waren die Mini-Frikadellen-Grüner Salat-Schnibbelgemüse-Fraktion.

Von Tim wurden wir sogar abgeholt, womit „nur“ noch das Problem der Rückfahrt bestand. An Silvester immer ein Riesenproblem…

Kurz nach unserer Ankunft kamen auch die Friesen. Und das große Fressen konnte beginnen. Besonders lecker war Tims Männerchili, aber auch der Tortillasalat, das Mousse au Chocolat, ach eigentlich alles. 🙂

Nach dem Schaffen der Grundlage konnte das Trinken beginnen. Antjes Orangenbowle war klasse, mehr als ein Becher war aber nicht meins, weil die Orangen es verdammt in sich hatten. Dann doch lieber Cuba Libre.

Essen? Check!

Getränke? Check!

Spiele? Auf gehts.

Es standen Activity, Tabu, Personenraten und Looping Louie zur Auswahl. Looping Louie? Verdammt, dass Spiel hatte wirklich Suchtfaktor. Ein bisschen abgewandelt (nach jeder verlorenen Runde wurde ein Schluck aus seinem Glas genommen) waren besonders die Männer nicht mehr davon abzubringen.

Steffi änderte den Namen in ihrer ganz speziellen Art (also unter Einfluß der Orangenbowle) um in Leo Loopi. Und ich bestellte noch am Neujahrsmorgen das Spiel Looping Louie bei Amazon (Partnerlink).

Um kurz nach elf sind wir mal kurz raus um ein paar Proberaketen zu starten und mit Wunderkerzen die Straße zu beleuchten.

Danach haben wir eine Runde Personenraten gespielt, bei der ich der Loser war. Warum? Weil ich Winnie Puuh war und auf diesen schwulen Bären nicht kam. Das war auch der Grund, weshalb ich meinem Neffen kein Winnie Puuh Besteck zur Taufe schenken wollte, sondern cooles Roboterbesteck.

Mitternacht war dann das normale Prozedere. Frohes Neujahr, Küsschen, mit Sekt anstoßen, rausgehen und dem Feuerwerk zuschauen.

Danach ging es wieder zum Spielen rein, Looping Louie sollte noch manche Runde drehen. Wir spielten Tabu, Activity-Männer gegen Frauen (Frauen gewannen) und Activity-Pärchen (das langweiligste Pärchen gewann…wir^^) und wieder Personenraten. Diesmal schaffte ich es als vorletzter immerhin auf meine Person zu kommen…Pumuckl…

Zwischendurch versuchte ich ab 20 nach 2 ein Taxi zu organisieren. Bei der Taxizentrale wo meine Mutter arbeitet, kam ich anfangs zwar noch durch, aber es hebte keiner ab. Bei der Taxizentrale wo ich nebenbei arbeite kam ich gar nicht erst durch. Da war bis nach drei Dauerbesetzt.

Später kam ich auch nicht mehr bei Mutterns Zentrale durch, aber bei meiner hatte ich plötzlich ein Freizeichen. Ein Kollege war dran und versprach mir, ein Taxi zu schicken. Ich könnte in zehn Minuten die Schuhe anziehen. Und tatsächlich, nach zwanzig Minuten stand das Taxi vor der Tür.

Damit nahm ein wirklich schöner Abend ein pünktliches Ende, da man ja aufhören soll, solange es noch Spaß macht. Und da die Müdigkeit manchen bereits übermannte…wer weiß, wie lange wir noch Spaß gehabt hätten. 😉

Um kurz vor vier waren wir von der besten Taxifirma der Welt zu Hause abgesetzt worden.

Morgens weckte mich Steffi um kurz nach elf, weil das Neujahrskonzert der Wiener Philarmoniker bereits begonnen hatte. Und so begann ich wie jedes Jahr das neue Jahr mit meiner persönlichen Tradition. 🙂

Männerthemen

Nachdem wir gestern also interessantes für Frauen hier hatten, sind heute die Männer dran. Und lehrreich ist es auch.

Mein Musiklehrer hat es in der Grundschule nicht verstanden, mir die Tonleiter beizubringen. Nach dem Video habe ich es endlich geschnallt. Wieso nicht gleich so?

(Via esib)

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Frauenthemen

Als ich gerade dieses Video sah, fiel mir ein Gesprächsthema in unserer Abteilung heute ein. Aber erst das Video (nicht für Leute unter 20 Jahren geeignet):

In dem Video taucht auch Daryl Hannah kurz auf. Und über die haben wir heute kurz gesprochen. Warum eigentlich?

Ich glaube, es ging um die Attraktivität von älteren Frauen und mein Kollege Daniel (oder war es Katharina?) die Namen Daryl Hannah und Julianne Moore in den Raum warf.

Daryl Hannah?

„War die nicht mit Nicolas Cage verheiratet?“

fragte sich Katharina laut.

„Und hat die nicht bei den drei Engeln für Charlie mitgespielt?“

fragte ich mich laut.

Zeit für eine Recherche. Und was sehe ich? Daryl Hannah ist heute 50 Jahre alt geworden. Und sie spielte nicht in der Serie „Drei Engel für Charlie“ und war auch nicht mit Nicolas Cage verheiratet. Aber liiert mit John F. Kennedy jr. Sieh an.

Na gut, dann schauen wir mal, mit wem Nicolas Cage verheiratet war. Und da ist die Liste schon beachtlich. Da wären die von mir sehr begehrte verehrte Patricia Arquette, dann die Tochter des King of Rock, Lisa Marie Presley und derzeit Alicia Kim.

„War Lisa Marie Presley nicht auch mit dem King of Pop verheiratet?“

fragte Katharina. Ja, das war sie. Mal eben schauen…jepp. Tatsache. Und mit Danny Keough und Michael Lockwood.

Wer kennt sie nicht? Den berühmten Bassisten ihrer Band Keough und den nicht weniger berühmten Produzenten Lockwood. So kriegt man seine Band auch zusammen.

„Das wäre doch mal ein Thema für Dein Blog“

sagte Katharina.

Meinen fragenden Blick entgegnete Daniela mit der Frage:

„Es gibt Menschen, die Dein Blog lesen?“

„Ja, zum gestrigen Zeitpunkt waren es 10.000.“

„Na, dann schreib doch mal davon. Dann lesen es auch mehr Frauen.“

war Katharinas Meinung.

Auftrag ausgeführt. Morgen geht es auch wieder vernünftig weiter.

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Zufall oder Beweis?

Heute morgen klagte eine Kollegin mit ironischem Unterton darüber, dass ich den Keksteller mit der Serviette stehen gelassen habe, nachdem ich den letzten Anstandskeks gegessen habe, welches nach deren Gelage vom Vortag übrig blieb.

Worauf mir in meiner spontan verallgemeinernden Art ein Vergleich einfiel:

Jede Frau, die ich kennengelernt habe, lässt beim Klopapier genau eine Lage Papier drauf, damit sie ja nicht eine neue Rolle aufstecken müssen.

Und wie zum Beweis war auf dem MännerHerrenscheißhausklo, welches ich unmittelbar nach meiner laut geäußerten Erkenntnis aufsuchte, eine neue, nicht angebrochene Rolle ArschKlopapier. 😉

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Männer und Frauen

Männer: Kennst Du einen, kennst Du alle!

Frauen: Kennst Du alle, kennst Du keine!

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DIY Feuchttücher für den Hintern

Man kennt das ja. Der Arbeitgeber spart an allen Ecken und Kanten und vor allem gerne am Klopapier.

Gerade Frauen benutzen ja gerne am intimen Örtchen diese Feuchttücher, die die hintere Körperöffnung sanft umstreichelt und gleichzeitig für Sauberkeit und Wohlbehagen sorgt. Aber auch bei Männern sind in letzter Zeit häufiger die Soft-Skills gefragt, weshalb der moderne Mann auch gerne zu dem feuchten Toilettenpapier greift.

Bei einem Acht- oder Neun-Stunden-Arbeitstag kommt es oft vor, dass die Bedürfnisse in eben diese Zeit fallen. Und weil der Arbeitgeber am Klopapier spart, hat man diese noch stark an Löschpapier erinnernden schwach perforierten und in dezentem grau gehaltenen Holzstreifen. Und diese umschmeicheln den Anus nicht so wirklich. Es sei denn, man denkt bei seinen sexuellen Vorlieben sofort an Schmirgelpapier. Aber das ist eher selten der Fall.

Und jetzt kommt mein ultimativer Tipp, der perfekt das momentane Wetter ausnutzt.

  1. Drei Streifen Klopapier abreißen und übereinanderfalten.
  2. Den auf der Stirn stehenden Schweiß mit dem gefalteten Klopapier abwischen.
  3. Mit den nun feuchten Klopapier den Hintern sanft umstreicheln.

Achtung! Die Reihenfolge niemals durcheinanderbringen! 😉

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